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Tursac

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Tursac
Tursac (Frankreich)
Tursac (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton VallĂ©e de l’Homme
Gemeindeverband VallĂ©e de l’Homme
Koordinaten 44° 58â€Č N, 1° 3â€Č OKoordinaten: 44° 58â€Č N, 1° 3â€Č O
Höhe 57–237 m
FlĂ€che 17,71 kmÂČ
Einwohner 346 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 20 Einw./kmÂČ
Postleitzahl 24620
INSEE-Code
Website Tursac

Dorfansicht

Tursac ist eine französische Gemeinde mit 346 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im DĂ©partement Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-CanĂ©da und zum Kanton VallĂ©e de l’Homme.

Tursac liegt am Fluss VĂ©zĂšre im waldreichen PĂ©rigord noir in einer Höhe von ca. 80 m. Die Stadt PĂ©rigueux befindet sich ca. 35 km (Fahrtstrecke) nordwestlich; Sarlat-la-CanĂ©da liegt ca. 25 km sĂŒdöstlich. Das Klima ist gemĂ€ĂŸigt; Regen (ca. 850 mm/Jahr) fĂ€llt ĂŒbers Jahr verteilt.[1]

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr180018511901195419992016
Einwohner730789505293340347

Die Reblauskrise im Weinbau, die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bĂ€uerlicher Kleinbetriebe haben im 20. Jahrhundert zu einem Mangel an ArbeitsplĂ€tzen gefĂŒhrt, was wiederum die Abwanderung mehrerer Familien in die StĂ€dte zur Folge hatte (Landflucht).

Über Jahrhunderte lebten die Menschen als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der in hohem Maße auch die Viehzucht gehörte. Eines der wenigen handelbaren GĂŒter war Holzkohle. Seit den 1960er Jahren spielt auch der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gĂźtes) eine nicht unwichtige Rolle fĂŒr die Einnahmen der Gemeinde.

Das Umland von Tursac wurde schon von prĂ€historischen JĂ€gern und Sammlern aufgesucht, die unter den zahlreichen Abris (Roc du Barbeau) im Tal der VĂ©zĂšre Schutz fanden; einer der Abris wurde noch vom 10. bis ins 17. Jahrhundert, vor allem in der Zeit des HundertjĂ€hrigen Krieges (1337–1453) als wehrhafter Siedlungsplatz genutzt. Auch das im 16. Jahrhundert erbaute Maison forte de Reignac nutzt einen hochgelegenen FelsĂŒberhang als natĂŒrliches Bollwerk. Der Name Tursac stammt wahrscheinlich aus gallorömischer Zeit; urkundlich belegt ist er seit dem 13. Jahrhundert.[2]

SehenswĂŒrdigkeiten

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Wisent aus dem Abri La Madeleine (heute im Musée national de Préhistoire in Les Eyzies)[3]

Tursac liegt im Zentrum der prÀhistorischen FundstÀtten des VézÚre-Tales, die alle als Monuments historiques registriert sind; mit Ausnahme des Abri de la Madeleine sind die meisten jedoch nicht zu besichtigen:

  • Abri de la Madeleine
  • Abri Cellier au Ruth
  • Abri Ruth
  • Abri du Facteur
  • Gisement Liveyre
  • Roc du Barbeau
  • Grotte de la ForĂȘt

Aber auch BaudenkmÀler aus anderen Epochen sind auf dem Gemeindegebiet zu finden:

  • Die Église Saint-Julien (manchmal auch als Église Notre-Dame tituliert) stammt aus dem 12./13. Jahrhundert; wĂ€hrend des HundertjĂ€hrigen Krieges wurde das Kirchenschiff erhöht um einen Flucht- oder Schutzraum fĂŒr die Bewohner des Ortes zu schaffen.[4] Die Kirche ist seit dem Jahr 1927 als Monument historique anerkannt.[5]
  • Das ChĂąteau de Marzac wird schon im 13. Jahrhundert erwĂ€hnt; der heutige Bau stammt jedoch aus dem 15. Jahrhundert.[6] Das Bauwerk ist seit dem Jahr 1963 als Monument historique anerkannt.[7]
  • Das Maison forte de Reignac entstand im 16. Jahrhundert unter einer Felsklippe (abri) und war bis 20. Jahrhundert hinein bewohnt. Mittlerweile ist es zu einem Museum umgestaltet worden.[8] Das Bauensemble ist seit dem Jahr 1964 als Monument historique anerkannt.[9]
  • interessant ist der in der NĂ€he von Reignac gelegene PrĂ©histoparc, der Szenerien aus dem Leben des Neanderthalers und des Cro-Magnon-Menschen prĂ€sentiert.[10]
Commons: Tursac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Tursac – Klimatabellen
  2. ↑ Tursac – Geschichte
  3. ↑ Les Eyzies – Nationalmuseum
  4. ↑ Tursac – Kirche
  5. ↑ Tursac – Église Saint-Julien in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. ↑ Tursac – Chñteau de Marzac
  7. ↑ Tursac – ChĂąteau de Marzac in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  8. ↑ Tursac – Maison forte de Reignac
  9. ↑ Tursac – Maison forte de Reignac in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  10. ↑ Tursac – PrĂ©histoparc