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Fanlac

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Fanlac
Fanlac (Frankreich)
Fanlac (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton VallĂ©e de l’Homme
Gemeindeverband VallĂ©e de l’Homme
Koordinaten 45° 4â€Č N, 1° 6â€Č OKoordinaten: 45° 4â€Č N, 1° 6â€Č O
Höhe 97–267 m
FlĂ€che 14,37 kmÂČ
Einwohner 134 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./kmÂČ
Postleitzahl 24290
INSEE-Code
Website fanlac.jimdofree.com

Ortsmitte mit Pfarrkirche und Steinkreuz

Fanlac (Aussprache [fɑ̃lak], okzitanisch Fanlac) ist eine sĂŒdwestfranzösische Gemeinde mit 134 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im DĂ©partement Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-CanĂ©da und zum Gemeindeverband CommunautĂ© de communes de la VallĂ©e de l’Homme. Die Bewohner werden Fanlacois und Fanlacoises genannt.

Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Eine Blume“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jĂ€hrlichen Wettbewerbs der blumengeschmĂŒckten StĂ€dte und Dörfer verliehen wird.[1]

Das FlĂŒsschen Thonac bei Fanlac
Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Fanlac liegt etwa 33 Kilometer sĂŒdöstlich von PĂ©rigueux, etwa 22 Kilometer nordnordwestlich von Sarlat-la-CanĂ©da und etwa 54 Kilometer nordöstlich von Bergerac in der Landschaft des PĂ©rigord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwĂ€ssert von den FlĂŒsschen Thonac, Passadour, Ruisseau d’Auberoche sowie von einem kleineren FließgewĂ€sser.

Das DĂ©partement Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das GelĂ€nde ist in der Tiefe in regelmĂ€ĂŸigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das DĂ©partement lĂ€sst sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Fanlac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[2] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus OberflĂ€chenformationen aus dem QuartĂ€r, die aus dem KĂ€nozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine waldreiche HĂŒgellandschaft auf mit Erhebungen ĂŒber 200 m, die durch die FlusstĂ€ler eingeschnitten wird. Der topografisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 267 m Höhe im Ă€ußersten Nordosten am Lieu-dit les Quatre Bornes an der Grenze zu den Nachbargemeinden Bars, Auriac-du-PĂ©rigord und Montignac-Lascaux. Der tiefste Punkt ist mit 97 m im SĂŒdosten beim Austritt des Thonac aus dem Gemeindegebiet zu finden. Das Zentrum liegt erhöht auf etwa 222 m.

Rund 63 % der FlÀche der Gemeinde sind bewaldet, rund 37 % werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen genutzt.[3]

Fanlac wird von folgenden sechs Gemeinden umgeben:

Bars Auriac-du-PĂ©rigord (BerĂŒhrungspunkt)
Plazac Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Montignac-Lascaux
Saint-Léon-sur-VézÚre Thonac

NatĂŒrliche Risiken

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Risikokarte der Quellung und Schrumpfung von Tonmineralen in Böden fĂŒr Fanlac

NatĂŒrliche Risiken manifestieren sich in der Gemeinde Fanlac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme KĂ€lte, Hitzewelle) vor allem als

Fanlac ist der starken Gefahr von WaldbrĂ€nden ausgesetzt. Im nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von GestrĂŒpp rund um HĂ€user und Zufahrten und eine zeitliche und/oder rĂ€umliche BeschrĂ€nkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von AbfĂ€llen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur VerhĂŒtung von WaldbrĂ€nden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von GĂŒtern zu verringern.[4]

Wie die Risikokarte zeigt, ist ĂŒber die HĂ€lfte des Gemeindegebiets von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden DĂŒrre- und Regenperioden betroffen. Die DĂŒrreperioden in den Jahren 1989, 2005 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Massif Central sind recht seltene Beben der StÀrke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.[5]

Etymologie und Geschichte

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Der Name des Dorfes ist nach dem Bau der romanischen Kirche im 13. Jahrhundert in der Schreibweise Fallacum, wahrscheinlich fĂŒr °Fanllacum, belegt. Fanlac setzt einen gallorömischen Personennamen fort, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehĂ€ngt wurde, Famulus oder, nach einer anderen Hypothese, Fanula, gallischen Ursprungs.[6]

Fanlac gehörte im Mittelalter der Familie Albret. Das Dorf ging dann 1551 an Jean Chat, den Herrn von Rastignac, ĂŒber, wie eine Quittung ĂŒber 500 Livre belegt, die von Jean de Puyguyon, dem Gouverneur des PĂ©rigord, fĂŒr die „finale Zahlung des Kaufpreises der Pfarrei“ ausgestellt wurde.[7] Im Mittelalter war Fanlac eine Pfarrgemeinde, die der Kastellanei Montignac unterstand.[8] Im 17. Jahrhundert wurde dort ein Benediktinerinnen-Konvent gegrĂŒndet.[9]

Internierungslager Camp du Sablou

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Dass das im 18. Jahrhundert auf einer felsigen Terrasse gegenĂŒber dem Dorf Fanlac erbaute ChĂąteau du Sablou im Januar 1940 fĂŒr die Einrichtung eines Internierungslagers beschlagnahmt wurde, dĂŒrfte mit der relativ isolierten Lage des 130 Hektar großen GrundstĂŒcks zusammengehangen haben. Die Abgeschiedenheit ermöglichte die Unterbringung von HĂ€ftlingen, ohne Neugier oder Misstrauen unter der Bevölkerung zu erregen.[10]

Durch ein Dekret vom 18. November 1939 schuf die Regierung Daladier ein Instrument, das den MilitÀrbehörden freie Hand verschaffte, zu internieren wen sie wollten.[11]

Betroffen von dem Dekret waren nicht nur die zu unerwĂŒnschten AuslĂ€ndern erklĂ€rten Emigranten, sondern „alle fĂŒr die nationale Verteidigung und die nationale Sicherheit gefĂ€hrlichen Personen“.[11] Auf der Basis dieses juristischen Konstrukts wurde am 17. Januar 1940 im ChĂąteau du Sablou ein Lager fĂŒr „unerwĂŒnschte Franzosen“ eingerichtet.[12] Bis zum 30. Dezember 1940 waren dort Kommunisten, Gewerkschafter, Pazifisten, elsĂ€ssische Autonomisten und Zigeuner[13] interniert.[14][10]

Das nach dem Ende der Regierung Daladier vom Vichy-Regime bis zum 30. Dezember 1940 weitergefĂŒhrte Internierungslager befand sich in dem von Stacheldraht umgebenen und von bewaffneten MilitĂ€rs bewachten Schloss, das bis zu 250 Personen aufnehmen konnte. FĂŒr die Insassen, insbesondere aber fĂŒr die ElsĂ€sser, interessierte sich nach dem Waffenstillstand von CompiĂšgne (1940) auch die Kundt-Kommission, die das Lager am 25. August 1940 inspizierte. In einem Bericht des Lagerkommandanten hieß es dazu in einem Bericht vom 14. Oktober 1940, dass sich derzeit keine ElsĂ€sser und Lothringer mehr im Lager aufhielten. Als GrĂŒnde dafĂŒr benannte er:

„- 4 sind geflohen, zwischen dem 5. und dem 22. August, also vor dem Besuch der Kundt-Kommission;
- 1 wurde von der Kommission freigelassen und durfte mit seiner Familie nach Lothringen zurĂŒckkehren;
- 8 verließen Le Sablou am 7. September, um den deutschen Behörden ĂŒbergeben zu werden;
- 17 kehrten nach Ablauf ihres in Absprache mit der Kundt-Kommission gewĂ€hrten Urlaubs nicht ins Lager zurĂŒck;
- 1 entkam aus dem Krankenhaus in Périgueux, wo er sich in Behandlung befand;
- 20 wurden am 14. Oktober den deutschen Behörden ĂŒbergeben, einer davon kam aus dem Krankenhaus in Lanmary (in der NĂ€he von PĂ©rigueux).[15]“

– Lagerkommandant Daguet: zitiert nach Jacky Tronel: SĂ©jour surveillĂ© pour « indĂ©sirables français »

Anfang November 1940 ging die Verantwortung fĂŒr das Lager vom Kriegsministerium auf das Innenministerium ĂŒber.[16] Am 6. November 1940 teilte der neue Lagerkommandant dem Innenministerium das Ergebnis des tags zuvor stattgefundenen Appells mit.

„Beim Appell um diese Uhrzeit waren 243 Überwachte von insgesamt 273 Internierten anwesend, von denen zwölf derzeit in PĂ©rigueux oder anderen Einrichtungen hospitalisiert sind und einer regulĂ€ren Urlaub hat. Es fehlen 18 Überwachte, deren Flucht sich zwischen dem 20. Oktober und gestern ereignet haben soll...[17]“

– Lagerkommandant Antz: zitiert nach Jacky Tronel: SĂ©jour surveillĂ© pour « indĂ©sirables français »

Am 30. Dezember 1940 erfolgte die Überstellung von 228 Internierten des Camp du Sablou in das Camp de Saint-Paul-d'Eyjeaux. Einige entgingen diesem Transport, weil sie sich im Krankenhaus befanden, sechs konnten sich durch Flucht entziehen. 155 der nach Saint-Paul ĂŒberstellten MĂ€nner wurden zusammen mit weiteren Gefangenen von Saint-Paul aus nach Nordafrika verbracht, wo sie im Fort Cafarelli (El Djelfa)[18] interniert wurden.[10]

Nach der Befreiung Frankreichs gab es Bestrebungen, das Schloss erneut als Internierungslager fĂŒr Kollaborateure und anderweitig belastete Personen zu verwenden. Diese Bestrebungen wurden jedoch nie verwirklicht. SpĂ€ter wurde das ChĂąteau du Sablou zu einem Ferienzentrum der Gemeinde Alfortville, die es 25 Jahre lang bis Anfang der 90er Jahre betrieb. Heute ist das Schloss in Privatbesitz und dient als Unterkunft fĂŒr Touristen.[16]

Kontroverses Gedenken an das Camp du Sablou

Am 22. April 1990 wurde am Fuße des Chñteau du Sablou der nachfolgend abgebildete Gedenkstein eingeweiht. (Lage) Die Inschrift entbrannte eine Kontroverse, auf die auf der Webseite der Gemeinde Fanlac auch heute noch hingewiesen wird.[19]

  • Die Begriffe Deportation/deportiert sind nach französischem VerstĂ€ndnis WillkĂŒrakten vorbehalten, durch die Franzosen vom Feind in GefĂ€ngnisse oder Konzentrationslager außerhalb Frankreichs verbracht wurden. Das trifft auf das ChĂąteau du Sablou, das in der sogenannten „freien Zone“ lag, nicht zu, und zudem erfolgte der Transport der Gefangenen nach Nordafrika auf Veranlassung des Vichy-Regimes.[16]
  • Es gibt auf der Gedenktafel keine Hinweise auf nicht-kommunistische Internierte: ElsĂ€sser, Lothringer und generell auf Menschen aus dem Nordosten Frankreichs und aus Luxemburg. Tronel schĂ€tzt deren Anteil auf etwa 20 % und erwĂ€hnt als weitere nicht erwĂ€hnte Gruppe die Sinti und Roma („tsiganes“).[16]
  • Ein weiterer Streitpunkt drehte sich darum, ob man bei den Internierten, in erster Linie bei den kommunistischen Internierten, ĂŒberhaupt zum damaligen Zeitpunkt – 1940 – von Widerstand oder WiderstĂ€ndlern sprechen kann. Zum Beginn der Internierung gab es noch keine Besatzung, gegen die Widerstand geleistet werden musste, und die Kommunisten befanden sich auch nach dem Waffenstillstand noch nicht im Widerstand.
    „Zwar kann den Kommunisten die Eigenschaft als „WiderstandskĂ€mpfer“ nicht abgesprochen werden, doch gilt dies nicht fĂŒr 1940, sondern fĂŒr den weiteren Verlauf der Ereignisse, in deren Verlauf die Kommunisten einen entscheidenden Anteil am Engagement gegen die Nazi-Besatzer hatten. Von Ausnahmen und Vorzeichen im FrĂŒhjahr 1941 abgesehen, kann man nicht von einem „Widerstand“ der KPF gegen die Nazi-Besatzer sprechen, der erst nach dem 22. Juni 1941, dem Tag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion, explizit gefordert wurde.“[20][16]

Bevölkerungsentwicklung

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Fanlac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
525
1800
  
408
1806
  
589
1821
  
548
1831
  
508
1836
  
503
1841
  
516
1846
  
525
1851
  
630
1856
  
654
1861
  
604
1866
  
634
1872
  
511
1876
  
522
1881
  
493
1886
  
480
1891
  
430
1896
  
392
1901
  
371
1906
  
338
1911
  
337
1921
  
265
1926
  
288
1931
  
262
1936
  
245
1946
  
208
1954
  
207
1962
  
205
1968
  
170
1975
  
144
1982
  
147
1990
  
158
1999
  
142
2006
  
142
2013
  
128
2020
  
143
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[21] INSEE ab 2006[22][23][24]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

SehenswĂŒrdigkeiten

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Gasse in Fanlac
  • Die Gassen der Ortsmitte (bourg) von Fanlac laden zu kleineren SpaziergĂ€ngen ein.
  • Die hochaufragende einschiffige Pfarrkirche (Église de la DĂ©collation-de-Saint-Jean-Baptiste) wird ins 12. Jahrhundert datiert und war ursprĂŒnglich der Geburt der Gottesmutter Maria (Notre-Dame-de-la-NativitĂ©) geweiht. Der als Wehrkirche konzipierte romanische Bau wurde im 16. und 18. Jahrhundert jedoch wiederholt modernisiert; so stammt die die gesamte Gestaltung der Westfassade mit dem abgerundeten Glockengiebel aus dem Jahr 1704. In der Nordwand der Kirche befindet sich ein kleines Figurenrelief, welches – gemĂ€ĂŸ einer örtlichen Überlieferung – Jean de La Jalage, einen Verteidiger der Kirche in der Zeit des HundertjĂ€hrigen Krieges (1337–1453) darstellen soll. Der Kirchenbau wurde im Jahr 1970 als Monument historique eingeschrieben.[25]
  • Die Vorderseite des teilweise freiplastisch gearbeiteten spĂ€tgotischen steinernen Kreuzes vor der Kirche datiert aus dem 14. oder 15. Jahrhundert und zeigt eine Kreuzigungsgruppe mit zwei Engeln, die das Blut Christi in Kelchen auffangen. Zu beiden Seiten des Hauptes Christi erscheinen die Bildzeichen von Sonne und Mond; links und rechts der Beine Christi knien zwei weitere Figuren. Im Feld darunter befindet sich ein kniender Ritter (möglicherweise der Stifter des Kreuzes) mit erhobenem Schwert. Auf der RĂŒckseite ist noch andeutungsweise die von Engeln begleitete Szenerie der Himmelfahrt Mariens zu erkennen; darunter befindet sich eine kniende Frauengestalt (möglicherweise die Gemahlin des Ritters). Das Kreuz wurde bereits im Jahr 1948 als Monument historique eingeschrieben.[26]
  • Die in Privatbesitz befindliche Hofanlage des aus Bruchsteinen gemauerten Schlosses Auberoche (45° 3â€Č 33″ N, 1° 5â€Č 31″ O) entstammt dem 14. Jahrhundert; sie wurde jedoch im 17. Jahrhundert teilweise umgebaut. Markant sind die runden EcktĂŒrme. Die Gesamtanlage wurde im Jahr 1962 als Monument historique eingeschrieben.[27]
  • Das Schloss Le Sablou befindet sich etwa vier Kilometer nordöstlich von Fanlac. Es ist ein imposanter, aber architektonisch eher zurĂŒckhaltender Bau mit einer freistehenden Kapelle aus dem frĂŒhen 18. Jahrhundert, der in Teilen zu einer Ferienanlage umgebaut wurde.

ErwerbstÀtigkeit

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Im Jahre 2022 waren 48 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Fanlac erwerbstÀtig, entsprechend 64,4 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der MÀnner (67,6 %) höher war als bei den Frauen (61,1 %).[28]

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Erzeugung von Milch und/oder Fleisch.[29] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 20 bei der LandwirtschaftszĂ€hlung von 1988 auf 15 im Jahr 2000 und im Jahr 2010 und auf 11 im Jahr 2020, insgesamt ein RĂŒckgang von 45 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte FlĂ€che vergrĂ¶ĂŸerte sich von 464 Hektar im Jahre 1988 auf 657 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte FlĂ€che pro Betrieb vergrĂ¶ĂŸerte sich signifikant von 23,2 Hektar auf 59,7 Hektar.[30][31][32]

Durch Fanlac verlĂ€uft der 1932 Kilometer lange Fernwanderweg GR 36 „De la Manche aux PyrĂ©nĂ©es“ von Ouistreham (DĂ©partement Calvados) nach Bourg-Madame (DĂ©partement PyrĂ©nĂ©es-Orientales).[33]

Fanlac liegt fernab von grĂ¶ĂŸeren Verkehrsachsen. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit Nachbargemeinden.

Fanlac erlangte eine gewisse BerĂŒhmtheit Ende der 1960er Jahre durch die hier gedrehte fĂŒnfteilige Fernsehserie Jacquou le Croquant nach dem gleichnamigen Roman von EugĂšne Le Roy aus dem Jahre 1899.

  • Chantal Tanet, Tristan HordĂ©: Dictionnaire des noms de lieux du PĂ©rigord. Éditions Fanlac, PĂ©rigueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Fanlac – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Fanlac. Conseil national des villes et villages fleuris, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  2. ↑ GĂ©ologie de la Dordogne-PĂ©rigord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  3. ↑ RĂ©partition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (mĂ©tropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  4. ↑ Dossier des DĂ©partements ĂŒber Hauptrisiken. (PDF) DĂ©partement Dordogne, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  5. ↑ NatĂŒrliche Risiken. Ministerium fĂŒr ökologischen Wandel, BiodiversitĂ€t, WĂ€lder, Meer und Fischerei, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  6. ↑ Siehe Tanet, HordĂ©, Seiten 154–155
  7. ↑ Fanlac (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  8. ↑ Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  9. ↑ Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  10. 1 2 3 Jacky Tronel: Le Sablou
  11. 1 2 Christian Eggers: UnerwĂŒnschte AuslĂ€nder. Juden aus Deutschland und Mitteleuropa in französischen Internierungslagern 1940–1942. Metropol Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-932482-62-X, S. 53 f.
  12. ↑ Siehe hierzu auch den Artikel in der französischsprachigen Wikipedia: fr:ChĂąteau du Sablou.
  13. ↑ Im Original: Tsiganes. Nomades, Tsiganes und Manouches sind im Französischen auch aktuell benutzte Begriffe fĂŒr Menschen, die im Deutschen zumeist als Sinti und Roma bezeichnet werden.
  14. ↑ AJPN: Chñteau du Sablou
  15. ↑ Le 14 octobre 1940, le capitaine Daguet annonce qu’« il n’existe plus actuellement aucun Alsacien-Lorrain dans le Centre de sĂ©jour surveillĂ© du ChĂąteau du Sablou » et prĂ©cise://-/ 4 se sont Ă©vadĂ©s, entre le 5 et le 22 aoĂ»t, soit avant le passage de la commission Kundt;//- 1 a Ă©tĂ© libĂ©rĂ© par la commission et autorisĂ© Ă  rentrer en Lorraine avec sa famille;//- 8 ont quittĂ© Le Sablou le 7 septembre pour ĂȘtre remis aux autoritĂ©s allemandes;//- 17 ne sont pas rentrĂ©s au camp Ă  l’expiration de leur permission accordĂ©e en accord avec la commission Kundt;//- 1 s’est Ă©vadĂ© de l’hĂŽpital de PĂ©rigueux oĂč il Ă©tait en traitement;//- 20 ont Ă©tĂ© remis aux autoritĂ©s allemandes le 14 octobre, dont un venait de l’hĂŽpital de Lanmary (proche de PĂ©rigueux).
  16. 1 2 3 4 5 Jacky Tronel: Séjour surveillé pour « indésirables français »
  17. ↑ „À l’appel effectuĂ© Ă  la dite heure, 243 surveillĂ©s Ă©taient prĂ©sents sur un effectif de 273 internĂ©s, dont douze sont actuellement hospitalisĂ©s Ă  PĂ©rigueux ou dans d’autres Ă©tablissements et un en permission rĂ©guliĂšre. Il manque 18 surveillĂ©s dont l’évasion se serait produite entre le 20 octobre et hier
“
  18. ↑ Zu diesem Internierungslager siehe: Cristina Bejan: Fort Caffarelli. In: The United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933–1945: Volume III: Camps and Ghettos under European Regimes Aligned with Nazi Germany, Chapter 221 (Online)
  19. ↑ Commune de Fanlc: Le monument commĂ©moratif au camp du Sablou
  20. ↑ „Si la qualitĂ© de « rĂ©sistants » ne peut ĂȘtre contestĂ©e aux communistes, elle ne vaut pas pour 1940 mais pour la suite des Ă©vĂ©nements au cours desquels les communistes ont eu une part dĂ©cisive dans l’engagement contre l’occupant nazi. Reste que, sauf exceptions et signes annonciateurs au printemps 1941, on ne peut pas parler d’entrĂ©e en « rĂ©sistance » du PCF contre l’occupant nazi, entrĂ©e en rĂ©sistance qui fut explicitement revendiquĂ©e aprĂšs le 22 juin 1941, date de l’agression allemande contre l’Union soviĂ©tique.“
  21. ↑ Notice Communale Fanlac. EHESS, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  22. ↑ Populations lĂ©gales 2006 Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  23. ↑ Populations lĂ©gales 2013 Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  24. ↑ Populations lĂ©gales 2020 Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  25. ↑ Église, Fanlac in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  26. ↑ Croix, Fanlac in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  27. ↑ ChĂąteau d’Auberoche, Fanlac in der Base MĂ©rimĂ©e des französischen Kulturministeriums (französisch)
  28. ↑ Dossier complet Commune de Fanlac (24174). INSEE, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  29. ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  30. ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Fanlac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  31. ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte FlĂ€che 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  32. ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte FlĂ€che 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  33. ↑ GRÂź36 De la Manche aux PyrĂ©nĂ©es. gr-infos.com, abgerufen am 2. MĂ€rz 2026 (französisch).
  34. ↑ Die beiden Artikel enthalten reichhaltiges Bildmaterial.