Mittenwaldbahn
| Innsbruck WestbfâGarmisch-Partenkirchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer (DB): | 5504 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer (ĂBB): | 351 01 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (DB): | 960 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (ĂBB): | 410 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke: | 402 (Mittenwald â Garmisch-Partenkirchen 1946) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| StreckenlÀnge: | 56,116 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435Â mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenklasse: | D4 (Innsbruck WestbfâGrenze)[1] CE (Garmisch-PartenkirchenâGrenze)[2] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | 15 kV 16,7 Hz ~ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 38Â â° | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 200Â m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 70Â km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zugbeeinflussung: | PZB | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Koordinaten: 47° 26âČ 22,8âłÂ N, 11° 15âČ 55,9âłÂ O
Die Mittenwaldbahn, auch Karwendelbahn genannt,[4][5] ist eine 56 Kilometer lange, durchgehend eingleisige und elektrifizierte Eisenbahnstrecke in den österreichischen und deutschen Alpen. Sie verbindet Innsbruck ĂŒber Seefeld (beide in Tirol, Ăsterreich) mit Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen (beide in Bayern, Deutschland).
Der österreichische Streckenabschnitt von Innsbruck nach Scharnitz Grenze wurde als elektrische Lokalbahn von den Ingenieuren und Bauunternehmern Josef Riehl und Wilhelm Carl von Doderer auf Kosten der von ihnen gegrĂŒndeten Mittenwaldbahn AG gebaut, am 26. Oktober 1912 durch die k.k. Staatsbahnen feierlich eröffnet[6] und am 28. Oktober 1912 dem öffentlichen Verkehr ĂŒbergeben.[7] Der bayerische Abschnitt von Scharnitz Grenze ĂŒber Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen wurde von den Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen errichtet und bereits am 1. Juli 1912 eröffnet. Die Strecke wurde gemeinsam von den Staatsbahnen Ăsterreichs und Bayerns betrieben.
Die Bahnstrecke war eine der ersten mit hochgespanntem einphasigem Wechselstrom betriebenen Bahnen und erste elektrische Vollbahn in Ăsterreich. Dadurch hatte sie groĂen Einfluss auf die Normen des elektrischen Bahnbetriebes in Mitteleuropa. Als Mittenwaldbahn wird heutzutage nur noch der Streckenteil zwischen Innsbruck und Garmisch-Partenkirchen bezeichnet, der zusammen mit der AuĂerfernbahn das jenseits des Fernpasses gelegene AuĂerfern an Tirol anbindet.
Betreiber der Infrastruktur ist zwischen Garmisch-Partenkirchen und der Staatsgrenze bei Scharnitz die DB InfraGO, zwischen Scharnitz Grenze und Innsbruck die ĂBB-Infrastruktur.
Geografie
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Die Karwendelbahn fĂŒhrt ĂŒberwiegend in SĂŒd-Nord-Richtung zwischen mehreren Teilgebirgen der Nördlichen Kalkalpen hindurch. Im SĂŒden verlĂ€uft sie aus dem Inntal von Innsbruck kommend unter anderen ĂŒber Hochzirl und vorbei am Zirler Berg ĂŒber den Seefelder Sattel nach Seefeld, das zwischen Mieminger Gebirge und Wettersteingebirge im Westen und der Erlspitzgruppe des Karwendelgebirges im Osten liegt.
Von dort fĂŒhrt sie zwischen der Nördlichen Karwendelkette im Osten und der Arnspitzgruppe im Westen durch die Talenge von Scharnitz und ĂŒber die Grenze ĂsterreichâDeutschland nach Mittenwald; ab Scharnitz fĂŒhrt sie ein StĂŒck entlang des Oberlaufs der Isar. Danach knickt sie nach Westen ab, wobei sie zwischen Wettersteingebirge im SĂŒden und Estergebirge im Norden nach Garmisch-Partenkirchen fĂŒhrt.
Bemerkenswert an der TrassenfĂŒhrung der Karwendelbahn ist die lange tunnelreiche Hanglehnenstrecke bis zur Martinswand, zwischen den Haltestellen Kranebitten und Hochzirl, wobei durch die Felswand der Martinswandtunnel (1810,23 m) als lĂ€ngster Tunnel der Strecke fĂŒhrt. Etwas nordwestlich von Hochzirl ist die Strecke in der SĂŒdflanke des Rauenkopfs und SĂŒdwestflanke des Brunstkopfs, den Schlossbach kreuzend, als langgestreckte Kehre mit BrĂŒcken und Tunneln angelegt. Unweit sĂŒdwestlich dieser Kehre passiert sie den Zirler Berg.
Geschichte
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Ideen und Planungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ingenieur und Bauunternehmer Josef Riehl hatte bereits Ende der 1880er Jahre dem k.k. Ministerium fĂŒr Handel und Volkswirthschaft[Anm. 1] ein Projekt vorgelegt, welches eine Trassierung von Innsbruck zuerst nach Hall und dann nach einer Kehre vorwiegend in Tunneln bis nach Seefeld vorsah. Um den Auftrag fĂŒr dieses Vorhaben zu erhalten, nahm er jahrelange Auseinandersetzungen um die Finanzierung des Projekts in Kauf und riskierte hunderttausende Kronen fĂŒr Vorauslagen, ohne Garantie diese je wieder zurĂŒckzuerhalten.
Im Staatsvertrag von Ăsterreich-Ungarn mit Bayern vom 22. November 1904 wurde auch die Mittenwaldbahn berĂŒcksichtigt.[8] Die PlĂ€ne fĂŒr das TeilstĂŒck InnsbruckâReith waren 1907 fertig.[9] Streitigkeiten gab es mit den BefĂŒrwortern einer Fernbahn lĂ€ngs des Fernpasses zwischen Reutte im AuĂerfern und Imst im Inntal, die den Umweg ĂŒber Garmisch-Partenkirchen erspart hĂ€tte.[9] Als Riehl endlich die Zustimmung der Behörden fĂŒr den Bau der Mittenwaldbahn auf der österreichisch-ungarischen Seite der Grenze erhalten hatte[10], bildete er fĂŒr die BauausfĂŒhrung eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Ingenieur und Bauunternehmer Wilhelm Carl von Doderer. Die Bauleitung oblag von Seiten Riehls Ing. Karl Innerebner und auf Seiten von Doderers Ing. August Mayer. Der Auftrag umfasste alle fĂŒr den Betrieb der Bahn notwendigen Einrichtungen; neben dem Trassenbau also auch den Grunderwerb, den Fuhrpark, die elektrischen Einrichtungen und das Kraftwerk am Ruetzbach. Als nicht zu ĂŒberschreitenden Pauschalpreis erhielten die Bauunternehmer Riehl und von Doderer 24.401.700 Kronen. Sie trugen somit alleine das Risiko möglicher KostenĂŒberschreitungen.
Gemessen an ihrer LĂ€nge gehörte die Mittenwaldbahn wegen der vielen Tunnelbauten zu den seinerzeit teuersten Bahnprojekten. Sie wurde von Anfang an fĂŒr den elektrischen Betrieb geplant. FĂŒr die Energieversorgung wurde in der NĂ€he der StephansbrĂŒcke im Stubaital das Ruetzkraftwerk gebaut, welches zweimal 4000 PferdestĂ€rken lieferte. Erst in der weiteren Folge sollte der bayerische Streckenteil durch das Kraftwerk Walchensee versorgt werden, welches allerdings erst 1924 fertiggestellt wurde.
Errichtung und Inbetriebnahme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bauarbeiten im österreichischen Teil begannen am 10. MĂ€rz 1910 mit dem Anschlagen des Martinswandtunnels, ab Anfang April wurde von Kranebitten bis zum Schlossbachgraben gearbeitet. Der Martinswandtunnel wurde von beiden Seiten aufgefahren. Der Bau des Tunnels in der Martinswand war besonders aufwendig, da der Zugang zu den Stollenmundlöchern sehr schwierig war. Deshalb wurde fĂŒr den Personen- und Materialtransport ein SchrĂ€gaufzug zum östlichen Tunnelmund errichtet, der sogenannte Bremsberg. Der Bremsberg ĂŒberwand von der ReichsstraĂe bis zum Tunnelmund einen Höhenunterschied von 250 Metern.[11.1] Der Tunnel wurde zunĂ€chst in Handarbeit aufgefahren, bis ab August 1910 elektrische betriebene Presslufthammer zur VerfĂŒgung standen. HierfĂŒr musste eine 17 km lange Hochspannungsleitung vom Innsbrucker Sillwerk verlegt werden.[12.1] Benzinlokomotiven brachten das Gestein zu den Halden. Eindringendes Wasser unterbrach die Bauarbeiten an der Westseite des Tunnels, eine elektrische Pumpanlage musste aufgestellt werden. Die Wohnbaracken an der Ostseite mussten aufgrund von Platzmangel weit unterhalb am steilen Rand angelegt werden. Nach einer Bauzeit von etwa 14 Monaten fand am 16. Mai 1911 der Durchschlag des Martinswandtunnels statt.[12.2]
FĂŒr die Ăberquerung des Inntals waren umfangreiche Bauwerke erforderlich. Neben mehreren BrĂŒcken wurde ein Betonviadukt mit 35 Bögen errichtet. Im SpĂ€therbst 1910 begannen bei Niedrigwasser die ersten Bauarbeiten fĂŒr die InnbrĂŒcke in Innsbruck. Der erforderliche Pfeiler in der Flussmitte wurde mit Hilfe eines Senkkastens errichtet. Umfangreiche Erdarbeiten waren fĂŒr die Herstellung einer groĂflĂ€chigen DammschĂŒttung zwischen der InnbrĂŒcke Innsbruck und der BrĂŒcke ĂŒber die BundesstraĂe beim Bahnhof Hötting sowie fĂŒr die Herstellung des Planums beim Bahnhof Hötting erforderlich. Die dafĂŒr erforderlichen Erdmassen fielen bei der Herstellung der Einschnitte zwischen Streckenkilometer 2,2 und 2,7 an und wurden mittels Rollbahnen transportiert. Die AufschĂŒttungen erreichten eine mittlere Höhe von 8 m.[11.2]
Trotz aller Herausforderungen konnte die Mittenwaldbahn auf dem Gebiet Ăsterreich-Ungarns in der bemerkenswert kurzen Zeit von etwa zwei Jahren errichtet werden.
Der bayerische Teil zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald geht zurĂŒck auf einen 1896 vom Magistrat Mittenwald an die Lokalbahn Aktien-Gesellschaft in MĂŒnchen ergangenen Auftrag zur Ausarbeitung eines Bahnprojekts, betreffend die WeiterfĂŒhrung der Localbahn MurnauâGarmisch-Partenkirchen nach Mittenwald.[13]
Die Strecke von Garmisch-Partenkirchen nach Mittenwald wurde von den Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen am 1. Juli 1912 feierlich in Betrieb genommen, allerdings entgegen der Planung zunĂ€chst mit Dampflokomotiven, da weder die elektrischen Anlagen noch die Elektrolokomotiven fertiggestellt waren. In Bayern konnte erst am 25. April 1913 auf elektrische Traktion umgestellt werden. Die ebenfalls fĂŒr den 1. Juli geplante Eröffnung des österreichischen Streckenabschnitts musste verschoben werden, nachdem ein Transformator fĂŒr das Ruetzkraftwerk beim Transport beschĂ€digt wurde und die SchlossbachbrĂŒcke zu diesem Zeitpunkt noch im Bau war. Nachdem ein Ersatztransformator geliefert wurde und die Arbeiten an den elektrischen Anlagen abgeschlossen waren, konnte am 12. Oktober 1912 die Fahrleitung eingeschaltet werden. Am 26. Oktober 1912 fand die feierliche Eröffnung des österreichischen Streckenteiles statt. Der Eröffnungszug fuhr elektrisch von Innsbruck nach Mittenwald. Am 28. Oktober 1912 wurde der öffentliche Verkehr auf der Strecke durch die k.k. Staatsbahnen aufgenommen.[11.3]
Die Verbindung bis Innsbruck Hauptbahnhof erfolgte ebenfalls erst im Jahr 1913.[14]
Betrieb bis zum Zweiten Weltkrieg
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1923 wurde die Frequenz der Bahnenergieversorgungsanlagen von 15Â Hz auf 16â Â Hz umgestellt. Nach dem Neubau des Unterwerk Zirl konnte das Unterwerk Reith durch eine Speiseleitung bis Hochzirl ersetzt werden.
1928 erhielt der Bahnhof Hochzirl als erster Bahnhof der Mittenwaldbahn Lichtsignale.[12.3][15] Bis 1930 folgten die Bahnhöfe Hötting, Kranebitten, Reith und Seefeld.[12]
Die BetriebsfĂŒhrung erfolgte grenzĂŒberschreitend durch die jeweiligen Staatsbahnen, die österreichische Bahn war fĂŒr die Strecke InnsbruckâGarmisch-Partenkirchen, die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen beziehungsweise ihre Nachfolger fĂŒr die Strecke von Garmisch-Partenkirchen nach Reutte in Tirol zustĂ€ndig. RĂŒckwirkend zum 1. JĂ€nner 1935 wurde die Mittenwaldbahn AG verstaatlicht.[12.4]
In der ersten österreichischen Republik gehörte die Strecke in den ZustĂ€ndigkeitsbereich der Bundesbahndirektion Innsbruck. Nach dem Anschluss Ăsterreichs 1938 firmierte diese kurzfristig als Reichsbahndirektion Innsbruck, bevor sie bereits zum 15. Juli 1938 aufgelöst wurde. Die Strecke wurde der Reichsbahndirektion MĂŒnchen unterstellt.[16]
1939 bis 1940 wurde die groĂe Steinschlaggalerie in der Martinswand errichtet. HierfĂŒr wurde erneut ein SchrĂ€gaufzug errichtet, jedoch mit einer abweichenden Trasse gegenĂŒber dem Bremsberg vom 1910.[12.1]
Im Zweiten Weltkrieg verhinderten die starken GefĂ€lle und die kurzen Bahnhöfe eine starke Einbindung in die Nachschubtransporte. 1945 wurde die Mittenwaldbahn von den Alliierten als strategisch wichtig eingeschĂ€tzt, und im MĂ€rz und April 1945 insgesamt sechs Luftangriffe gegen das Gurglbachtalviadukt geflogen. Hierbei wurde dessen zwei nördliche Bögen zerstört.[12.5] Auch die InnbrĂŒcke in Innsbruck war mehrmals Ziel von Luftangriffen. Deutsche Soldaten sprengten die Scharnitzer IsarbrĂŒcke, wodurch die Mittenwaldbahn zu Kriegsende an zwei Stellen unterbrochen war.[12.5]
Seit 1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 5. Mai 1945 begann man mithilfe amerikanischer Pioniere mit der provisorischen Instandsetzung der zerstörten BrĂŒcken der Mittenwaldbahn.[12.6]
Unmittelbar nach der Neuerrichtung der Republik Ăsterreich wurden die ĂBB neu gegrĂŒndet; bereits am 20. Juli 1945 nahm die Generaldirektion der österreichischen Staatseisenbahnen den Betrieb wieder auf. Auch die Direktionsstruktur aus der Zeit vor 1938 wurde wieder eingerichtet, so auch die Bundesbahndirektion Innsbruck.[12.6] Mit der GrĂŒndung der Deutschen Bundesbahn als Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn fĂŒr das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland am 7. September 1949 ĂŒbernahm sie den Betrieb des deutschen Abschnitts der Mittenwaldbahn.
1950 wurde die provisorische IsarbrĂŒcke bei Mittenwald durch ein neues BrĂŒckentragwerk von VĂEST ersetzt. Die Instandsetzung des Gurgelbachviadukts und der Wiederaufbau des AufnahmegebĂ€udes Hötting wurden 1951 abgeschlossen.[12.6]
In den Jahren 1953 bis 1956 wurde der, frĂŒher auf StraĂenniveau verlaufende, Abschnitt Innsbruck HauptbahnhofâInnsbruck Westbahnhof der Arlbergbahn in einen Einschnitt verlegt, was auch fĂŒr die ZĂŒge der Mittenwaldbahn von Vorteil war. Der im April 1956 eröffnete dreigleisige Abschnitt hob drei BahnĂŒbergĂ€nge auf und trĂ€gt den Namen Konzertkurve nach Fritz Konzert, dem damaligen Stadtbaudirektor von Innsbruck und Initiant des Bauwerkes.[12.7][17]
FĂŒr die Olympischen Winterspiele 1964 wurde der gesamte Oberbau im österreichischen Streckenabschnitt erneuert und fĂŒr eine Radsatzlast von 21,5 Tonnen ertĂŒchtigt. In Seefeld wurde ein neues AufnahmegebĂ€ude erbaut, welches am 18. Oktober 1963 eröffnet wurde.[12.8] Zwischen 29. JĂ€nner und 9. Februar 1964 wurden 53.000 Reisende in 105 SonderzĂŒgen befördert.[18]
1968 wurde die Ausweiche Martinswand durch den Bau eines Lawinenschutzdaches gegen LawinenabgÀnge gesichert.
Mit der Abhaltung der Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck und Seefeld war auf der Mittenwaldbahn erneut mit starkem Fahrgastaufkommen zu rechnen, und alle Bahnhöfe wurden mit elektrischen Lichtsignalen ausgestattet. Auch der Oberbau wurde verĂ€ndert, sodass nun sowohl Lokomotiven der DB als auch der ĂBB die Strecke befahren konnten. Aufgrund der seinerzeit reichlich bemessenen BrĂŒckenstatik konnten sie es sogar in Doppeltraktion tun. So wurden die Olympischen Winterspiele problemlos bewĂ€ltigt, ebenso die Nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld 1985.
In den 1980er Jahren, als in Innsbruck viele StraĂen verbreitert wurden, wurde es nötig, die Strecke, welche Innsbruck als Hochbahn durchquert, teilweise neu zu bauen, besonders die BrĂŒcken.
Seit 1994
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im August 2013 wurden die Gleisanlagen zwischen Hochzirl und Reith sowie zwischen Seefeld und Scharnitz generalsaniert: das bestehende Gleis wurde abgetragen, die Untergrund-Tragschicht erneuert sowie das Schotterbett gereinigt und neu aufgebracht. Danach wurden die Gleise maschinell neu verlegt. Zwischen Hochzirl und Reith wurde eine neue Fahrleitung mit Fahrleitungsmasten errichtet, auch die Tunnel wurden gereinigt und erhielten innen eine neue Spritzbetonschale. ZusÀtzlich wurde die Sicherungsanlage modernisiert und digitaler Zugfunk installiert.[5][19][20]
Im Jahr 2016 wurde in Garmisch-Partenkirchen ĂŒberlegt, den Haltepunkt Kainzenbad, der seit dem 3. Juni 1984 nur noch fĂŒr das Neujahrsspringen genutzt wird, dauerhaft zu reaktivieren. Der neue Bahnsteig soll allerdings sĂŒdöstlich des alten Haltepunktes auf der anderen Seite der Gleise errichtet werden, um das Olympia-Skistadion und das Klinikum Garmisch-Partenkirchen besser zu erschlieĂen. Die Kosten der Reaktivierung wĂŒrde die Deutsche Bahn ĂŒbernehmen, falls eine noch zu erstellende Studie zum Schluss kommt, dass pro Tag 100 Zustiege erreicht werden.[21]
Im Vorfeld der Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 wurde der Bahnhof Seefeld in Tirol vollstĂ€ndig barrierefrei umgebaut. Unter Erhalt des denkmalgeschĂŒtzten EmpfangsgebĂ€udes wurden die vormalig drei Bahnsteigkanten auf zwei jeweils 245 m bzw. 275 m lange AuĂenbahnsteige reduziert, wobei eine Mittelweiche das gleichzeitige Wenden und Kreuzen weiterhin ermöglicht. Die Eröffnung des sanierten Bahnhofs erfolgte am 10. Dezember 2018.[22][23][24][25]
Am 18. April 2022 begannen BautÀtigkeiten, um einen Teil der Bögen des Inn-Viadukts in Innsbruck durch einen Nachbau zu ersetzen.[26]
Ab Mitte MĂ€rz 2023 war die Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Kaltenbrunn wegen einer sanierungsbedĂŒrftigen StĂŒtzmauer am Kankerbach gesperrt. Es verkehrte ein Schienenersatzverkehr bis Mittenwald.[27] Zwischen Oktober 2023 und Januar 2024 fĂŒhrte die Deutsche Bahn auf dem Streckenabschnitt Garmisch-PartenkirchenâMittenwald eine Erneuerung des Oberbaus durch. Ăber 17 000 Schwellen wurden ausgetauscht.[28] Seit 1. Februar 2024 ist die Strecke wieder durchgehend befahrbar.[29]
ZwischenfÀlle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 20. JĂ€nner 1951 kam es zu einem Lawinenabgang an der Ausweiche Martinswand, bei dem eine Lokomotive der Reihe 1145 verschĂŒttet wurde.[12.6] Mit UnterstĂŒtzung französischer Besatzungssoldaten konnte die Bahn wieder freigeschaufelt werden.
Am 31. Juli 1954 stieĂen zwei PersonenzĂŒge in der groĂen Steinschlaggalerie zwischen der Betriebsausweiche Martinswand und Hochzirl frontal zusammen. Es wurde eine Person getötet und vier schwer verletzt.[12.7]
Trotz des Lawinenschutzdaches in der Ausweiche Martinswand werden dort am 18. Juni 2011 die ersten beiden Wagen des ICE-Triebzugs 1171, der als ICE 1207 verkehrte, von einer Mure erfasst und entgleisten. Keiner der 25 FahrgÀste wurde ernsthaft verletzt.[30][31]
Am 12. September 2023 gegen 19:30 Uhr verlegte eine 250 Meter breite Mure nördlich von Seefeld in Tirol das Gleis der Mittenwaldbahn und auch die parallel verlaufende BundesstraĂe 177.[32] Ein Personenzug, der in die Mure fuhr, entgleiste, blieb jedoch aufrecht stehen. Es wurden keine Personen verletzt. Die Strecke war fĂŒr mehrere Tage gesperrt.
Durch ein Sommergewitter gingen am Abend des 12. August 2024 mehrere Muren zwischen Innsbruck und Seefeld ab. Ein von Innsbruck kommender Zug fuhr in eine Mure und konnte selbstĂ€ndig nach Innsbruck zurĂŒck fahren. Der weitere, von Seefeld kommende Zug fuhr ebenfalls in eine Mure; die etwa 20 FahrgĂ€ste wurden mit UnterstĂŒtzung der Feuerwehr evakuiert. An der Schieneninfrastruktur sowie an der Hangsicherung entstanden massive SchĂ€den.[33][34] Nachdem 23.000 Tonnen Geröll entfernt wurden, konnte der Betrieb am 2. September 2024 wiederaufgenommen werden.[35]
Streckenbeschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Streckenverlauf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Innsbruck â Scharnitz
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Die Karwendelbahn besticht durch kĂŒhne StreckenfĂŒhrung, geplant vom Ingenieur Josef Riehl. Viele BrĂŒckenbauwerke Ă€hneln in ihren Abmessungen der Schweizer Albulabahn. WĂ€hrend dort jedoch auf Naturstein zurĂŒckgegriffen werden konnte, musste in Tirol Beton verwendet werden. Auch die Tunnelwölbungen mussten betoniert werden, weil das Gestein zersprang. Der kleinste Kurvenradius der Mittenwaldbahn betrĂ€gt 200 m, die Maximalsteigung liegt mit 38 Promille noch deutlich höher als die 31 Promille der Arlbergbahn oder die 26 Promille der Brennerbahn.
Die Strecke verlĂ€sst am Westbahnhof nordwĂ€rts die Arlbergbahn, ĂŒberquert den Inn in Hötting auf einer StahlbrĂŒcke und wird ĂŒber den Talboden im Stadtgebiet als angedĂ€mmte Hochbahn gefĂŒhrt. Noch in Hötting â auf der Distanz von 19,2 km muss nun der Höhenunterschied von hier auf 580 mÂ ĂŒ. A. bis zum Seefelder Sattel auf 1185 m bewĂ€ltigt werden â nach ĂberbrĂŒckung der Kranebitter Allee wendet sie sich wieder am BergfuĂ der Nordkette westwĂ€rts und nimmt nun sofort den Charakter einer steil ansteigenden Hanglehnenstrecke mit zahlreichen Kunstbauten, darunter dem Finstertal-Viadukt, an.
Im MĂ€rz 1910 wurde der erste Spatenstich in der sagenumwobenen Martinswand am Hechenberg getan, die mittels des Martinswandtunnels in den Ehnbachgraben hinein hinterfahren wird. Nach Querung des Ehnbachs geht es an der westlichen, steilen Grabenseite mittels einiger Kunstbauten weiter bergan bis zum Bahnhof Hochzirl.
Die Trasse umfĂ€hrt nun weiter die AbhĂ€nge des Brunstkopfs nördlich in den Schlossbachgraben hinein, der dann mittels Kunstbauten (samt der berĂŒhmten eisernen BogenfachwerkbrĂŒcke SchlossbachgrabenbrĂŒcke[36] mit einer Höhe von rund 60 m und einer LĂ€nge von 66 m) im GefĂŒge einer Schleife gequert wird. Die vorhin erwĂ€hnte schroff ins Inntal abfallende Martinswand und der zerklĂŒftete Schlossbachgraben stellten die gröĂten baulichen Herausforderungen dar. Weiter geht es im Schlossbachgraben an den AbhĂ€ngen des westlich anschlieĂenden Durschkopfs mit Hangviadukten und der Kaiserstandviadukt unterhalb der Ruine Fragenstein und â nach der Schleife â nordwestwĂ€rts Richtung Haltestelle Leithen. Dabei rĂŒckt die B177 immer nĂ€her vom Zirler Berg her an die Bahnlinie heran. Der Gurglbach wird mit dem gleichnamigen Viadukt in Reith passiert und nach Reith wird die StreckenfĂŒhrung ĂŒber dem Graben des Niederbachs etwas ruhiger, da man das vergleichsweise flache Sattelterrain von Seefeld mit dem Kulminationspunkt der Strecke auf 1185 m ĂŒ. A. erreicht. Im Anschluss fĂ€llt die Strecke mit bis zu 30 Promille weiter nach Bayern hinein.
Ăber dem Seebach und dem Drahnbachgraben geht es dann an den westlichen AbhĂ€ngen des Seefelder Jochs bzw. des Schlagkopfs wieder parallel zur B177 bergab bis bei GieĂenbach der Talboden des GieĂenbachs an seinem östlichen HangfuĂ erreicht ist. Das kleine Becken von Scharnitz wird durchfahren und dabei die aus dem Karwendel kommende junge Isar ĂŒberbrĂŒckt. Mit der Scharnitzer Klause, einer Talenge, ist auch die Staatsgrenze nach Deutschland erreicht.
Scharnitz â Garmisch-Partenkirchen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am Talboden geht es nunmehr im Isartal bis Mittenwald, wo der Fluss auf der westlichen Talseite in den Ort hinein gequert wird. An der westlichen Hanglehne geht es weiter etwas bergauf, um nicht im Isartal bis KrĂŒn wie die BundesstraĂe 2 zu gelangen, sondern eine AbkĂŒrzung ĂŒber die Isarhochterrasse und das eiszeitlich geprĂ€gte Areal um den Schmalensee bis Klais zu nehmen. In Klais wird die Wasserscheide zwischen Kranzbach und Köchelgraben entlang der Deutschen Alpenstrasse ĂŒberfahren und nun geht es steil auf einer nördlichen Hochterrasse des Kankerbachs abwĂ€rts bis auf den sich weitenden Tal- und Beckenboden der Partnach im Ortsteil Garmisch von Garmisch-Partenkirchen. Zu guter Letzt wendet sich die Trasse noch nordwĂ€rts in den Bahnhof Garmisch-Partenkirchen hinein, wo Anschluss an die Strecke ĂŒber Murnau und Weilheim nach MĂŒnchen sowie an die AuĂerfernbahn ĂŒber Reutte in Tirol nach Kempten (AllgĂ€u) besteht.
Hochbauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Hochbauten des österreichischen Abschnitts wurden vom Architekten Max von Ferstel im Heimatstil entworfen. Max von Ferstel war der Schwager von Wilhelm von Doderer. Entgegen der bis dahin ĂŒblichen Praxis wurden die AufnahmegebĂ€ude nicht in sogenannte Normalien nach Klassen eingeteilt, sondern jedes GebĂ€ude wurde individuell gestaltet. Die PlĂ€ne wurden Anfang 1910 bei den Behörden eingereicht, von diesen jedoch abgelehnt, woraufhin im August 1911 die teilweise völlig ĂŒberarbeiteten PlĂ€ne erneut eingereicht wurden. Da die ersten Rohbauten bereits im September 1911 fertiggestellt waren, ist davon auszugehen, dass mit dem Bau bereits begonnen wurde, bevor die Baugenehmigungen vorlagen.[11.4]
- An den unbesetzten Haltestellen Allerheiligenhöfe, Kranebitten und Leiten entstanden einfache WartehÀuschen aus Holz.[11.5]
- Die Bahnhöfe Martinswand Ausweiche, Hochzirl und Reith erhielten zweigeschossige AufnahmegebĂ€ude im Heimatstil (âTirolerhausâ) mit Satteldach, teilweiser Holzverschalung und Balkonen. WĂ€hrend in Reith das GĂŒtermagazin als Anbau an das AufnahmegebĂ€ude errichtet wurde, steht das GĂŒtermagazin in Hochzirl freistehend gegenĂŒber dem AufnahmegebĂ€ude.[11.6][12.9]
- Die Bahnhöfe Hötting, Seefeld, GieĂenbach und Scharnitz erhielten individuell gestaltete GebĂ€ude mit steilen WalmdĂ€chern und Dachgauben, einer gleisseitigen BahnsteigĂŒberdachung und von auĂen sichtbaren Bögen im Erdgeschoss. Die Bedeutung von Scharnitz als Grenzbahnhof wurde durch das gröĂte und reprĂ€sentativste GebĂ€ude des österreichischen Streckenabschnitts unterstrichen. UrsprĂŒnglich besaĂ es einen zentralen Turm, der jedoch in der Zwischenkriegszeit abgetragen wurde.[11.7][12.9]
In den Obergeschossen allen AufnahmegebĂ€ude befanden sich Dienstwohnungen fĂŒr das Bahnpersonal.
Neben diesen dem öffentlichen Verkehr dienenden Bauten wurden u. a. in Wilten eine Remise, in Reith ein Unterwerk und an der Grenze bei Scharnitz eine ZÀhlerstation errichtet.[11.7][12.9]
Die GebĂ€ude in Allerheiligenhöfe, Kranebitten, Martinswand Ausweiche, Hochzirl, Leithen, GieĂenbach und Scharnitz bestehen heute weitgehend im Originalzustand. Lediglich das AufnahmegebĂ€ude in Hötting wurde 1951 stark verĂ€ndert und der Bahnhof Seefeld 1963 durch einen Neubau ersetzt. Ebenfalls abgerissen wurde 2009 die Remise in Wilten.[11.7][12.9]
SpĂ€ter wurden fĂŒr die Haltestellen Seefeld-Playcastle (1999 erbaut) und Ankerschlag (1945 erbaut) WartehĂ€uschen errichtet.[11.7][12.9]
Im bayerischen Streckenabschnitt wurden dagegen im Vergleich relativ schlichte GebÀude errichtet:
- Die EmpfangsgebÀude von Kainzenbad, Kaltenbrunn und Klais erhielten SatteldÀcher und Bögen im Erdgeschoss.
- Das Mittenwalder EmpfangsgebĂ€ude wurde als fĂŒnfteiliger Bau im Stil des Historismus errichtet.
Kunstbauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund der StreckenfĂŒhrung mussten zahlreiche Kunstbauten errichtet werden. Auf der Mittenwaldbahn liegen insgesamt 16 Tunnel. Der lĂ€ngste ist der rund 1810 Meter lange Martinswandtunnel, der die gleichnamige Felswand durchquert. Der GroĂteil der BrĂŒcken wurde als Viadukte aus unbewehrten Stampfbeton errichtet. Die Rohstoffe mussten insbesondere im Bereich Hochzirl aufwendig mit Fuhrwerken aus dem Inntal herangebracht werden.[12.10] Im österreichischen Abschnitt wurden kreisrunde Wölbungen mit einem maximalen Durchmesser von 22 Meter verwendet. Durch die BeschrĂ€nkung auf wenige Radien konnten die LehrgerĂŒste den BrĂŒckenbau rationeller eingesetzt werden.[11.8]
Im Folgenden sind einige wichtige BrĂŒckenbauwerke der Mittenwaldbahn aufgelistet:
Neben den groĂen Tunneln und BrĂŒcken waren allein im österreichischen Abschnitt 420 kleinere Bauwerke fĂŒr Wege und GewĂ€sserquerungen sowie umfangreiche StĂŒtzmauern zu errichten.[11.9]
Betrieb
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Die Mittenwaldbahn ist vor allem im Regional- und Tourismusverkehr von Bedeutung. Die Linie S6 der S-Bahn Tirol verkehrt im Stundentakt von Innsbruck bis Seefeld, etwa jeder zweite Zug weiter bis Scharnitz. Auf deutscher Seite fahren stĂŒndlich RegionalzĂŒge von MĂŒnchen ĂŒber Garmisch-Partenkirchen nach Mittenwald, alle zwei Stunden weiter nach Innsbruck. Ab dem 8. April 2013 war bei diesen ZĂŒgen ein Umsteigen in Mittenwald nötig, da den bisher eingesetzten ZĂŒgen der Deutschen Bahn die in Ăsterreich vorgeschriebene NotbremsĂŒberbrĂŒckung fehlte. Dieser Zustand dauerte bis zum Einsatz der neuen ZĂŒge des Typs Talent 2 im Dezember 2013 an.[37]
Der internationale Fernverkehr MĂŒnchenâInnsbruck nutzt meist die lĂ€ngere, aber schnellere Strecke via RosenheimâKufstein und die Unterinntalbahn, die Karwendelbahn wird jedoch seit jeher von FernzĂŒgen befahren, die die an ihr liegenden Fremdenverkehrsorte bedienen. Ab dem Fahrplan 2007 fuhr am Wochenende das ICE-Zugpaar Karwendel von Berlin ĂŒber MĂŒnchen nach Innsbruck mit den Zwischenstationen Mittenwald und Seefeld ĂŒber die Mittenwaldbahn. Diese Verbindung wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 eingestellt.[38]
Die FS Treni Turistici kĂŒndigte fĂŒr den Zeitraum des Oktoberfestes 2025 insgesamt zwei Nachtzug-Paare RomaâMĂŒnchen ĂŒber Garmisch-Partenkirchen an.[39]
Im Zielnetz 2040 ist eine Taktverdichtung im Stadtgebiet Innsbruck mit vier ZĂŒgen pro Stunde samt einer Wendeanlage bei Kranebitten vorgesehen.[40]
Fahrzeugeinsatz
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So wie die Hochbauten eigens fĂŒr diese Bahnstrecke entworfen wurden, wurden auch die Fahrzeuge eigens fĂŒr den Betrieb auf der Mittenwaldbahn konstruiert.
Die k.k. Staatsbahnen lieĂen hierzu durch die AEG-Union und die Lokomotivfabrik Floridsdorf die 1ÂŽC-gekuppelte Elektrolokomotive Baureihe 1060 bauen. Bei dieser Lokomotivtype mit SchrĂ€gstangenantrieb und 620 kW starkem Winter-Eichberg-Motor, richtungsweisend bereits mit Vielfachsteuerung und fĂŒr Einmannbetrieb ausgerĂŒstet, handelte es sich um die erste österreichische Vollbahn-Elektrolokomotive.[41]
Ebenso wie die Lokomotiven lieĂen die kkStB auch den Wagenpark eigens gestalten, als Grundlage dienten hier jedoch bereits existierende Normierungen fĂŒr Personenwagen. Insgesamt wurden 10 Personenwagen 1. und 2. Klasse (davon drei ABiy mit Aussichtssalon und Plattformsitzen) sowie 23 Waggons 3. Klasse angeschafft. Die von der Grazer Waggonfabrik gelieferten zwei und dreiachsigen Personenwagen mit offenen Plattformen und RadstĂ€nden von 9.200 bzw. 8.000 mm wurden zeitgenössisch als Alpenschnellzugswagen bezeichnet und zeichneten sich â im Gegensatz zu den anderen kkStB-Waggons â durch hochgewölbte TonnendĂ€cher und geschwungene Fensterrahmen aus. Als technische Neuerung kam hier zum ersten Mal bei den Ăsterreichischen Staatsbahnen die Westinghouse-Druckluftbremse zum Einsatz.[42][41]

Die k.bay.Sts.B. lieĂen fĂŒr ihren Streckenabschnitt die 710 kW leistende 1ÂŽC 1ÂŽ- Elektrokomotive der Baureihe EP 3/5 entwerfen, die in fĂŒnf StĂŒck ab 1913 zum Einsatz kamen.[41]
Ab 1927 kamen mit den eigens u. a. fĂŒr die Mittenwaldbahn konstruierten BBĂ 1170 die ersten vierachsigen Drehgestelllokomotiven mit Einzelachsantrieb zum Einsatz, die spĂ€ter durch die Nachfolgebaureihe BBĂ 1170.1 ergĂ€nzt wurden. Auch EinsĂ€tze der Baureihen BBĂ 1080 und ET 10 sind belegt, die Rangierlokomotiven BBĂ 1070 fuhren zumindest hier zur Probe.[42]
Anfang der 1930er Jahre erhoffte man sich bei den BBĂ, den Fremdenverkehr auf der Mittenwaldbahn durch den Einsatz von Aussichtswagen zu beleben. FĂŒr diese offenen Sommerwagen, die wegen des Oberleitungsbetriebs mit einem Schutzgitter ausgestattet waren, wurden die Untergestelle zweier ehemaliger Wiener Stadtbahnwagen herangezogen. Sie wurden 1932 in der HauptwerkstĂ€tte St. Pölten umgebaut.[43]
Ab Herbst 1936 wurden auch die beiden GlĂ€sernen ZĂŒge der Baureihe ET 91 eingesetzt.[12.4]
Sonderwagen fĂŒr den Karwendel-Express
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1928 lieĂ die Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichsbahn bei MAN in NĂŒrnberg mehrere Wagen speziell fĂŒr die Karwendelbahn in Leichtbauweise bauen und setzte sie ab 1930 in dem neuen Schnellzug Karwendel-Express von MĂŒnchen nach Mittenwald und saisonal bis Innsbruck ein. Der Zug war speziell fĂŒr die BedĂŒrfnisse des Fremdenverkehrs konzipiert. Die Wagen hatten einen Mittelgang und groĂe Fenster, um eine gute Aussicht zu gewĂ€hrleisten.[44][45] Sie besaĂen einen dunkelblauen Wagenkasten, der Fensterbereich war hellblau. Es handelt sich um folgende 13 Fahrzeuge:
- fĂŒnf B4ĂŒ Bay 29 (spĂ€ter DB Aye 602)
- sieben C4ĂŒ Bay 29 (spĂ€ter DB Bye 654)
- ein Pw4ĂŒ-28
1932 baute die DRG in Erwartung der Olympischen Spiele folgende Wagen nach:
- acht ABC4ĂŒ-32 (spĂ€ter DB AByse 619)
- 21 C4ĂŒ 32 (spĂ€ter DB Bye 658)
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Joseph Riehl: Allgemeines ĂŒber die Innsbruck-Mittenwalderbahn (Scharnitzerbahn). Vortrag im technischen Club Innsbruck am 3. Februar 1902. Buchdruckerei Edlinger, Innsbruck 1902, OBV.
- Joseph Riehl: Vischgauer und Fernbahn in Beziehung zur Scharnitzer-Linie. Vortrag. Wagner, Innsbruck 1903, ĂNB.
- Die Mittenwalder Bahn. In: Der Naturfreund, Jahrgang 1910, (XIV. Jahrgang), S. 102 f. (online bei ANNO).
- Josef Ernst Langhans: Karwendelbahn. MĂŒnchen â Starnberg â Murnau â Garmisch-Partenkirchen â Mittenwald â Innsbruck, Murnau â Oberammergau. Hendschels Luginsland, Band 30, ZDB-ID 53393-2. Hendschel, Frankfurt am Main 1912.
- Narciss Lechner: Die Karwendelbahn. (Lindau â Ulm â Kempten) Reutte â Lermoos â Ehrwald â Garmisch-Partenkirchen, (Augsburg â MĂŒnchen) Garmisch-Partenkirchen â Mittenwald â Scharnitz â Seefeld â Innsbruck. Wagner, Innsbruck 1912, OBV, OBV, DNB 574580166.
- Montanus: Mittenwaldbahn. Alte und neue Menschendinge aus Bayern-Ăsterreich. In: Der Naturfreund, Jahrgang 1913, (XVII. Jahrgang), S. 145â153. (online bei ANNO). [Anm. 2]
- Karl Innerebner, Heinrich von Ficker: Die Mittenwaldbahn. Innsbruck â Garmisch-Partenkirchen â Reutte. Schilderungen der Bahn und des Bahngebietes. Schwick, Innsbruck 1913, OBV, ĂNB.
- Ludwig Th. Jakopp: Die Mittenwaldbahn und ihr Verkehrsgebiet. Praktisches Reisehandbuch fĂŒr das Verkehrsgebiet der Bahnlinien. 3. Auflage. Deutsche Buchdruckerei, Innsbruck 1913, ĂNB, DNB 574081453.
- Wolfgang Krutiak: Mittenwaldbahn. Innsbruck â Garmisch-Partenkirchen. Geschichte, Technik und Landeskunde der Mittenwald- und AuĂerfernbahn Innsbruck â Garmisch-Partenkirchen â Reutte. 1 Ăbersichtskarte. Slezak, Wien 1976, ISBN 3-900134-30-8.
- Johann Stockklausner: InnsbruckâGarmisch-PartenkirchenâReutte. Eine Gebirgsbahn wird 75 Jahre alt. Eisenbahn-Journal-Sonderausgabe, Band 1986,4, ZDB-ID 56734-6. Merker, FĂŒrstenfeldbruck 1987.
- Siegfried Bufe: Karwendelbahn MĂŒnchen â Garmisch-Partenkirchen â Innsbruck. 2. Auflage. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1992, ISBN 3-922138-45-4.
- Markus Hehl: Die Karwendel-Bahn. Eisenbahn-Kurier Special, Band 60, ISSNÂ 1434-3045. EK-Verlag, Freiburg (Breisgau) 2001.
- GĂŒnter Denoth (Red.): ⊠Ăber den Fern. Die Mittenwaldbahn Innsbruck â Garmisch â Reutte ⊠anlĂ€sslich â90 Jahre Ausserfernbahnâ 14. September 2003. Eisenbahntechnische Sonderpublikationen, Band 1. Eigenverlag, Neugötzens/Innsbruck 2003, OBV.
- Werner Duschek, Walter Pramstaller u. a.: Local- und StraĂenbahnen im alten Tirol. Eigenverlag Tiroler Museumsbahnen, Innsbruck 2008.
- Stefan Wölk (Hrsg.): Die Mittenwaldbahn. Bahnfotografie, Band 3, ZDB-ID 2494061-6. LOK-Report-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-935909-24-2.
- Stefan Wölk (Hrsg.): Die Nebenstrecken der Mittenwaldbahn. Bahnfotografie, Band 4, ZDB-ID 2494061-6. LOK-Report-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-935909-27-3.
- Ralf Roman Rossberg: Gebirgsbahn mit drei Goldmedaillen. In: eisenbahn magazin. Nr. 1/2012. Alba Publikation, Januar 2012, ISSN 0342-1902, S. 34â37.
- GĂŒnter Denoth, Albert Ditterich, Helmut Petrovitsch, Claus-JĂŒrgen Schulze: Zwischen Martinswand und Wetterstein â Die Mittenwaldbahn. Verein Railway-media-group, Wien 2012, ISBN 978-3-902894-02-1. â Inhaltsverzeichnis (PDF; 70 kB).
- Franz Gemeinböck, Markus Inderst: Mittenwaldbahn. Innsbruck â Garmisch-Partenkirchen â Reutte in Tirol. Kiruba classic, Band 2012,2, ZDB-ID 2541726-5. Kiruba-Verlag, Mittelstetten 2012, ISBN 978-3-9812977-5-1.
- Helmut Petrovitsch: 100 Jahre elektrischer Betrieb der Mittenwaldbahn. In: Eisenbahn-Revue International. ISSNÂ 1421-2811. Heft 4/2013, S. 198â207, sowie Heft 5/2013, S. 249â253.
Film
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- SWR: Eisenbahn-Romantik â Die Karwendelbahn â Von Innsbruck nach MĂŒnchen (Folge 633) (online)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Mittenwaldbahn. In: Kuratorium fĂŒr Technische KulturgĂŒter (Red.): tecneum.eu. Abgerufen am 13. Juli 2013.
- Tiroler Museumsbahnen
- Fotoalbum ĂŒber die Karwendelbahn auf eisenbahnen.at
- Die Karwendelbahn ( vom 1. November 2002 im Internet Archive)
- Eisenbahn-Romantik, Folge 633: Die Karwendelbahn â Von Innsbruck nach MĂŒnchen
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â VzG-Streckenklassenkarte. 17. Auflage. ĂBB-Infrastruktur, Wien 2025 (oebb.at [PDF; 3,8 MB; abgerufen am 3. Februar 2025]).
- â Infrastrukturregister. DB InfraGO, abgerufen am 3. Februar 2025.
- â 4k FĂŒhrerstandsmitfahrt Mittenwaldbahn / Karwendelbahn Innsbruck - Mittenwald - Garmisch (ab 0:13:40) auf YouTube, 30. April 2016, abgerufen am 27. MĂ€rz 2022.
- â ĂBB: Signalisierter Zugleitbetrieb auf der Karwendelbahn. Ăsterreichische Bundesbahnen, 13. Oktober 2002, abgerufen am 27. MĂ€rz 2022.
- 1 2 Sperre der AuĂerfern- und Karwendelbahn, orf.at vom 17. Juli 2013, abgerufen am 6. Mai 2014.
- â Eröffnung der Mittenwald-Bahn. In: Wiener Zeitung, Nr. 248/1912, 27. Oktober 1912, S. 9, unten rechts. (online bei ANNO).
- â Die Eröffnung der Mittenwalderbahn. In: Innsbrucker Nachrichten, Nr. 248/1912, 28. Oktober 1912, S. 8 f. (online bei ANNO).
- â Staatsvertrag zwischen der österreichisch-ungarischen Monarchie und dem Königreiche Bayern, betreffend mehrere EisenbahnanschlĂŒsse an der beiderseitigen Grenze, RGBl 15/1905, Artikel III.
- 1 2 Ralf Roman Rossberg: Gebirgsbahn mit drei Goldmedaillen. In: eisenbahn-magazin 1/2012, S. 34â37.
- â RGBl 1910/127. In: Reichsgesetzblatt fĂŒr die im Reichsrath vertretenen Königreiche und LĂ€nder, Jahrgang 1910, S. 301â306. (online bei ANNO).
- Angela Jursitzka, Helmut Pawelka: Bahn im schroffen Fels: die Geschichte der Mittenwald- und AuĂerfernbahn. Alba, DĂŒsseldorf 2011, ISBN 978-3-87094-256-4.
- â GĂŒnter Denoth et al.: Die Mittenwaldbahn: Innsbruck, Seefeld, Mittenwald, Garmisch-Pertenkirchen; zwischen Martinswand und Wetterstein. Verein Railway-Media-Group, Wien 2012, ISBN 978-3-902894-02-1.
- â Aus den Alpen. (âŠ) Bahnproject Garmisch-Mittenwald. In: Der Alpenfreund. Illustrierte Touristen-Zeitschrift fĂŒr das Alpengebiet, Jahrgang 1896, Nr. 6/1896 (VI. Jahrgang), S. 61. (online bei ANNO).
- â Von der Karwendelbahn. In: Innsbrucker Nachrichten, 5. November 1912, S. 3 Mitte (online bei ANNO).
- â Hochzirl. In: stellwerke.info. Abgerufen am 31. Oktober 2023.
- â Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hrsg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz vom 6. August 1938, Nr. 36. Bekanntmachung Nr. 488, S. 213.
- â Die âKonzertkurveâ in Innsbruck. In: Technikmuseum Online. Abgerufen am 4. August 2013.
- â Stenographisches Protokoll. X. Gesetzgebungsperiode, 53. Sitzung des Nationalrates der Republik Ăsterreich, 15. Juli 1964, S. 2825 (parlament.gv.at [PDF; 2,6 MB; abgerufen am 27. MĂ€rz 2022]).
- â Sanierung und komplette Sperre der Karwendelbahn. In: BezirksblĂ€tter Wildermieming. 15. Juli 2013, abgerufen am 24. Juli 2013.
- â ĂBB: Die Sanierung der Karwendel- und AuĂerfernbahn (PDF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2014. Suche im Internet Archive), 2,8Â MB)
- â Wiederbelebung eines Bahnhalts. In: Merkur.de. 28. April 2016, abgerufen im Jahr 2016.
- â Erneuerter Bahnhof Seefeld eröffnet. 10. Dezember 2018, abgerufen am 15. Oktober 2020.
- â Umbau Bahnhof Seefeld in Tirol bis zur Skiweltmeisterschaft 2019. 4. Oktober 2017, abgerufen am 15. Oktober 2020.
- â Der Umbau ist abgeschlossen: Bahnhof Seefeld wurde âWM-fitâ gemacht. Abgerufen am 15. Oktober 2020.
- â Schramm Monika: Bahnhof Seefeld ist fit fĂŒr die Nordische Ski-WM. 10. Dezember 2018, abgerufen am 15. Oktober 2020.
- â Bahnviadukt in Innsbruck wird neu gebaut. In: orf.at. 8. April 2022, abgerufen am 8. April 2022.
- â Garmisch-Partenkirchen â Mittenwald: Weiterhin Busse im Einsatz. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 19. Mai 2023, abgerufen am 3. September 2023.
- â Christof SchnĂŒrer: Ăber 17 000 Schwellen werden ausgetauscht: Jetzt ist Streckenabschnitt nach Mittenwald dran. In: merkur.de. 12. Oktober 2023, abgerufen am 31. Oktober 2023.
- â Christof SchnĂŒrer, Josef Hornsteiner: Der Zug fĂ€hrt wieder: Das Ende der Durststrecke in Mittenwald. In: merkur. 2. Februar 2024, abgerufen am 5. Februar 2024.
- â Mittenwaldbahn wieder in Betrieb. ORF.at, abgerufen am 5. November 2012.
- â Nach Murenabgang auf Bahngleise: Ab Montag wieder freie Fahrt. Tiroler Tageszeitung Online, archiviert vom am 4. Februar 2013; abgerufen am 27. MĂ€rz 2022.
- â Mure bei Seefeld hob Zug aus den Gleisen. In: Tiroler Tageszeitung. 13. September 2023, abgerufen am 14. September 2023.
- â Karwendelbahn bleibt bis September gesperrt. In: tirol.orf.at. 14. August 2024, abgerufen am 14. August 2024.
- â ZĂŒge und Autos saĂen nach Muren fest. In: tirol.orf.at. 12. August 2024, abgerufen am 14. August 2024.
- â Karwendelbahn: ZĂŒge zwischen Mittenwald und Innsbruck rollen wieder. In: Radio Oberland. 2. September 2024, abgerufen am 19. Oktober 2024.
- â SchlossbachgrabenbrĂŒcke (Reith bei Seefeld, 1912). Abgerufen am 16. Mai 2021.
- â VorĂŒbergehend Umsteigen in Mittenwald. Deutsche Bahn, 4. April 2013, archiviert vom ; abgerufen am 27. MĂ€rz 2022.
- â https://www.merkur.de/bayern/kritik-deutsche-bahn-streicht-fernzuege-nach-tirol-und-erntet-massive-93940685.html
- â Espresso Monaco. FS Treni Turistici, abgerufen am 5. August 2025 (italienisch).
- â BMK; ĂBB Infra; Schig: Zielnetz 2040. Das Bahnnetz der Zukunft. 25. Januar 2024, S. 33 (56 S., presse-oebb.at [PDF; 4,9 MB]).
- 1 2 3 Tiroler MuseumsBahnen: Karwendelbahn. Abgerufen am 12. November 2024.
- 1 2 Wolfgang Krutiak: Mittenwaldbahn. S. 11 f.
- â Alfred Horn: 90Â Jahre Stadtbahn, 10Â Jahre U-Bahn. Bohmann-Verlag, Wien 1988, ISBN 3-7002-0678-X, S. 92.
- â Beschreibung des C4ĂŒ-bay 29 in: Horst J. Obermayer, Taschenbuch Deutsche Reisezugwagen, Franckh Verlag Stuttgart 1978, ISBN 3-440-04589-7, S. 127.
- â Lutz Uebel und Wolfgang-D. Richter (Hrsg.): 150 Jahre Schienenfahrzeuge aus NĂŒrnberg. EK-Verlag Freiburg 1994, ISBN 3-88255-562-9, S. 130 ff. und 139
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Ein k.k. Eisenbahnministerium bestand erst ab Januar 1896. â Joseph Dullinger: Die Ministerien des Kaiserthums Ăsterreich respective der österreichisch-ungarischen Monarchie vom Beginne des Jahres 1848 bis in die Gegenwart â eine Chronologie. BraumĂŒller, Wien u. a. 1901, OBV, S. 43.
- â Berichtigung zur Aufnahme auf S. 152: Mittenwaldbahn. In: Der Naturfreund, Jahrgang 1913, (XVII. Jahrgang), S. 199, Mitte links. (online bei ANNO).

