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Hochzirl

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Hochzirl (Rotte)
Hochzirl (Österreich)
Hochzirl (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Land (IL), Tirol
Pol. Gemeinde Zirlf0
Ortschaft Zirl
Koordinaten 47° 17â€Č 1″ N, 11° 14â€Č 38″ OKoordinaten: 47° 17â€Č 1″ N, 11° 14â€Č 38″ Of1
Höhe 1000 mÂ ĂŒ. A.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS

BW

Hochzirl ist ein Ort in der Gemeinde Zirl in Tirol.

Die Rotte Hochzirl liegt zwischen 900 und 1000 m (Bahnhof 922 mÂ ĂŒ. A.) und damit rund 300 m ĂŒber dem Talboden des Inntals unterhalb des Brunstkopfes im Karwendel. Der Ort besteht aus dem Landeskrankenhaus Hochzirl, dem Bahnhof Hochzirl und einzelnen weiteren GebĂ€uden im Umkreis des Bahnhofs wie dem ehemaligen Gasthof Kaiser Max. Hochzirl ist durch die Mittenwaldbahn mit Innsbruck und Seefeld verbunden und durch eine Stichstraße von Zirl erschlossen.

Bundesheilanstalt Hochzirl mit dem Vorbergviadukt der Mittenwaldbahn, 1959

1912 wurde die Mittenwaldbahn von Innsbruck nach Garmisch-Partenkirchen eröffnet. Der etwa auf halbem Weg zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und Seefeld angelegte Kreuzungsbahnhof oberhalb von Zirl wurde Hochzirl genannt. 1917, wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs, plante das KriegsfĂŒrsorgeamt, eine MilitĂ€rheilstĂ€tte fĂŒr Offiziere und Mannschaft auf der darĂŒber liegenden Vorbergalpe zu errichten. Der Rohbau wurde 1921 von der Krankenversicherungsanstalt der Bundesangestellten (KVA) ĂŒbernommen und 1924 als LungenheilstĂ€tte nach dem Vorbild von Davos eröffnet. 1964 wurde die Anlage vom Land Tirol erworben und 1995 erweitert.[1]

AufnahmsgebÀude Hochzirl

Der 1912 eröffnete Bahnhof dient als Kreuzungsbahnhof und ist Halt der Linie 6 der S-Bahn Tirol sowie von REX-ZĂŒgen Richtung Innsbruck Hbf und Scharnitz bzw. Garmisch-Partenkirchen.

Das zweigeschoßige AufnahmsgebĂ€ude mit Satteldach ist wie andere Bahnhöfe der Strecke im Heimatstil gehalten und weist einen auf drei Seiten umlaufenden Balkon auf. Es entspricht in seiner Bauweise dem Regeltyp fĂŒr kleinere Stationen der k.k. Staatsbahnen um 1900, wie sie auch im ĂŒbrigen Österreich errichtet wurden.[2] Das AufnahmsgebĂ€ude und das auf der anderen Seite der Gleise gelegene GĂŒtermagazin stehen unter Denkmalschutz.

Landeskrankenhaus

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Landeskrankenhaus

Das als MilitĂ€rheilstĂ€tte geplante und von 1924 bis 1964 als Lungenheilanstalt betriebene Krankenhaus verfĂŒgt heute ĂŒber 200 Betten[3] und hat die Schwerpunkte Neurologie und Innere Medizin.[4]

Zur Verbindung des Krankenhauses mit dem tiefer gelegenen Bahnhof wurde 1925 eine Standseilbahn mit 1000 mm Spurweite errichtet, die auf 260 m LĂ€nge einen Höhenunterschied von 75 m bei einer konstanten Neigung von 30 % ĂŒberwand. Der Antrieb erfolgte in der Bergstation mit 110 V Drehstrom und einer Leistung von 18,4 kW. Zwei Wagen, ein Personenwagen fĂŒr 10 FahrgĂ€ste und ein Lastenwagen fĂŒr ca. 1000 kg Ladung, waren im Pendelbetrieb im Einsatz.[5] Die Bahn wurde von 1952 bis 1954 saniert, aber in den 1960er Jahren stillgelegt.[6]

Commons: Hochzirl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Frick, Schmid-Pittl: Krankenhaus Hochzirl. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. August 2019.
  2. ↑ Frick, Schmid-Pittl: AufnahmsgebĂ€ude Hochzirl, Bahnhof Hochzirl. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 7. August 2019.
  3. ↑ Amt der Tiroler Landesregierung (Hrsg.): Statistisches Handbuch Bundesland Tirol 2014. Innsbruck 2014, S. 112 (PDF; 13,1 MB)
  4. ↑ Tirol Kliniken: Standort Hochzirl
  5. ↑ Helmut K. Mißbach: Eisenbahnen in Tirol. Vorgeschichte – Bahnbau – Betrieb. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-87943-640-1, S. 266.
  6. ↑ GĂŒnter Denoth (Hrsg.): Entlang der Martinswand: Die Mittenwaldbahn. Sutton Verlag, Erfurt 2012, ISBN 978-3-86680-975-8, S. 88.