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Wernfeld

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Wernfeld
Wappen von Wernfeld
Koordinaten: 50° 2â€Č N, 9° 44â€Č OKoordinaten: 50° 1â€Č 31″ N, 9° 43â€Č 49″ O
Höhe: 169 mÂ ĂŒ. NHN
Einwohner: 1015 (31. Dez. 2025)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1976
Postleitzahl: 97737
Vorwahl: 09351

Wernfeld ist ein Gemeindeteil der Stadt GemĂŒnden am Main im unterfrĂ€nkischen Landkreis Main-Spessart in Bayern.[2] Die Gemarkung Wernfeld hat eine FlĂ€che von 5,403 kmÂČ. Sie ist in 2590 FlurstĂŒcke aufgeteilt, die eine durchschnittliche FlĂ€che von 2086,16 mÂČ haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kleinwernfeld.[4]

Das Pfarrdorf Wernfeld liegt auf der rechten Mainseite, ca. 10 km nördlich von Karlstadt in Richtung GemĂŒnden am Main. Das Dorf liegt an der MĂŒndung der Wern, woher der Ort auch seinen Namen herleitet.

Die OrtsgrĂŒndung war zwischen 600 und 700 zur Zeit der zweiten frĂ€nkischen Siedlungswelle. In einer Tauschurkunde mit dem Kloster Schönrain wird Wernfeld erstmals schriftlich erwĂ€hnt. Die FĂŒrstbischöfe von WĂŒrzburg waren hier ebenso Grundbesitzer, wie auch die mĂ€chtigen Grafen von Rieneck und das altfrĂ€nkische Adelsgeschlecht derer von ThĂŒngen.

FrĂŒher war Wernfeld ein relativ armer Ort. Die Bewohner bestritten ihren Lebensunterhalt hauptsĂ€chlich mit der Fischerei, der SchĂ€ferei, mit Besenbinden und Korbflechten sowie der Herstellung von Töpferwaren. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Wernfeld, vor allem auch durch die ausgewiesenen Neubaugebiete, gewachsen. Die Einwohner von Wernfeld gehören zum grĂ¶ĂŸten Teil der katholischen Konfession an.

Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbstĂ€ndige Gemeinde in die Stadt GemĂŒnden am Main eingegliedert.[5]

Direkt an der Bundesstraße 26 liegend ist Wernfeld gut an das Verkehrsnetz angeschlossen. Weiterhin beginnt in Wernfeld die Staatsstraße 2301, die in Stetten wieder auf die Bundesstraße 26 zurĂŒckfĂŒhrt.

Wernfeld ist durch einen Haltepunkt an der Main-Spessart-Bahn (WĂŒrzburg–Aschaffenburg) an das Schienenverkehrsnetz angeschlossen. Der Haltepunkt wird von der Regionalbahn bedient, bis Dezember 2015 auch vom Regionalexpress. Durch Wernfeld fĂŒhrt auch die Werntalbahn Waigolshausen–GemĂŒnden, die seit 1976 nur noch fĂŒr den GĂŒterverkehr genutzt wird. Eine Ausnahme bildet der sommerliche Fahrradzug, der allerdings auf der Werntalbahn nicht hĂ€lt.

Ehemalige katholische Pfarrkirche MariÀ Himmelfahrt
Katholische Pfarrkirche MariÀ Himmelfahrt

Im Jahre 1484 wurde in Wernfeld die erste Kirche geweiht. 1614, zur Zeit des frĂ€nkischen Gegenreformators FĂŒrstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573–1617) wurde die Kirche erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie fĂŒr den Ort zu klein geworden und die Gemeinde beschloss ein neues Gotteshaus zu bauen. Der Diözesan- und Dombaumeister des Bistums WĂŒrzburg Hans SchĂ€del leitete den Kirchenneubau, den am 2. September 1967 Bischof Josef Stangl weihte. Die neue Kirche erhielt das Patrozinium „Mariae Himmelfahrt“. Im Eingangsbereich befindet sich in einer Kapelle der Taufbrunnen. Im Kirchenraum stehen der aus rotem Wernfelder Sandstein geschaffene Altar, der Ambo und das Sakramentshaus im Mittelpunkt. Unter dem Kirchenraum wurde ein Pfarrheim eingerichtet. Die Glocken lĂ€uten jedoch noch immer im Turm der alten Kirche zu den Gottesdiensten. Der spitz zulaufende Dachhelm wird auch als „Echter-Haube“ bezeichnet. Die alte Wernfelder Kirche wurde nach dem Umzug in die das neue Gotteshaus entweiht. In den Jahren 2000 bis 2004 wurde sie durch die Initiative eines Fördervereins (gegrĂŒndet 1996), und der Beteiligung der Diözese WĂŒrzburg wieder hergerichtet. Sie wird nun fĂŒr kulturelle Veranstaltungen, Vereins- und Familienfeiern genutzt.

Persönlichkeiten

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Commons: Wernfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Einwohnerzahlen GemĂŒnden mit Stadteilen. Stadt GemĂŒnden, abgerufen am 15. Juli 2026.
  2. ↑ Stadt GemĂŒnden a.Main, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium fĂŒr Digitales, abgerufen am 4. Januar 2025.
  3. ↑ Gemarkung Wernfeld (090540). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 25. Januar 2026.
  4. ↑ Webkarte. ALKIS¼-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Januar 2026.
  5. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂŒsselnummernĂ€nderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762 (Statistische Bibliothek des Bundes und der LĂ€nder [PDF; 41,1 MB]).