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Uva Rara

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Uva Rara
Synonyme Bonarda – fĂŒr weitere siehe Abschnitt Synonyme
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe schwarz
Verwendung
Herkunft Italien
VIVC-Nr. 12830
Liste von Rebsorten

Uva Rara ist eine Rebsorte, die in den italienischen Regionen Lombardei und Piemont angebaut wird.

Laut dem Ampelographen Victor Pulliat bezieht sich der Name Uva Rara (dt. seltene Traube) nicht auf die HĂ€ufigkeit ihres Vorkommens, sondern auf die ausgesprochen schöne Erscheinung dieser Sorte.[1] Im Gegensatz zu dem, was der Name vermuten lĂ€sst, ist diese Sorte im Piemont und der Lombardei sogar weitverbreitet. FĂŒr das Jahr 2000 waren 608 Hektar bestockte FlĂ€che gemeldet.[2] Regional wird Uva Rara mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Namen bezeichnet, die zum Teil Synonyme, manchmal aber auch irrefĂŒhrende Bezeichnungen darstellen. Im Nordpiemont findet sich hĂ€ufig der Name "Bonarda" (vgl. Synonyme), dennoch ist Uva Rara nicht mit der Traubensorte Bonarda Piemontese, die von Ampelographen als der „eigentliche“ Bonarda betrachtet wird, identisch.[3] Auch die Rebsorte Croatina wird gelegentlich als Bonarda oder Bonarda di Gattinara bezeichnet, ist aber ebenfalls nicht mit Uva Rara verwandt.

Zugelassen ist die Rebsorte fĂŒr die DOC/DOCG-Weine: Boca, Colline Novaresi, Fara, Gattinara, Ghemme, OltrepĂČ Pavese, San Colombano al Lambro, Sizzano.[4]

In den DOCG Weinen Gattinara und Ghemme wird die Sorte hÀufig unter dem Namen Bonarda Novarese als Verschnittpartner verwendet.

Ampelographische Sortenmerkmale

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In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist weißwollig behaart, mit einem leichten rosĂ©roten Anflug an der Ă€ußersten Spitze. Die gelbgrĂŒnen JungblĂ€tter sind nur leicht wollig behaart.
  • Die großen, dicken BlĂ€tter sind drei- bis fĂŒnflappig und kaum gebuchtet. Die Stielbucht ist geschlossen. Das Blatt ist spitz gesĂ€gt. Die ZĂ€hne sind im Vergleich zu anderen Sorten klein.
  • Die walzenförmige Traube ist mittelgroß und manchmal geschultert. Die rundlichen Beeren sind groß und von violett-schwarzer Farbe. Die Schale der Beere ist dĂŒnnwandig.

Die spÀtreifende Sorte ergibt hellfarbene Rotweine mit geringer SÀure und mittlerem Alkoholgehalt.

Die Rebsorte reift ca. 35 Tage nach dem Gutedel und gilt somit als sehr spĂ€t reifend. Die robuste Sorte treibt spĂ€t aus und kann trotz der dĂŒnnen Schale lange am Rebstock reifen. Sie eignet sich lokal auch als Tafeltraube zum frischen Verzehr.

Die Rebsorte Uva Rara ist auch unter den 22 weiteren Namen bekannt: Balsamea, Balsamea Nera, Balsamina, Balsamina Nera, Bonarda, Bonarda a Grandi Grappoli, Bonarda del Novarese, Bonarda di Cavaglia, Bonarda di Gattinara, Bonarda di Ghemme, Bonarda Novarese, Foglia Lucente, Martellana, Oriana, Orianella, Oriola, Raione, Rairon, Rairone, Raplum, Raplun, Rara.[5]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Uva Rara, auf wein-plus.eu/de
  2. ↑ Jancis Robinson, Julia Harding, JosĂ© Vouillamoz: Wine Grapes. A complete guide to 1.368 vine varieties, including their origins and flavours. Allen Lane, London 2012, ISBN 978-1-84614-446-2.
  3. ↑ Fabio Giavedoni, Maurizio Gily (Hrsg.): Guida ai vitigni d'Italia. Storia e caratteristiche di 600 varietà autoctone. Slow Food, Bra 2011, ISBN 978-88-8499-242-0.
  4. ↑ Disciplinari dei vini DOP e IGP italiani. (PDF) politicheagricole.it (Italienisches Landwirtschaftsministerium), 27. November 2017, abgerufen am 10. Juni 2020 (italienisch, Download-Seite mit allen konsolidierten Spezifikationen italienischer DOP- und IGP-Weine).
  5. ↑ Uva Rara in der Datenbank Vitis International Variety Catalogue des Instituts fĂŒr RebenzĂŒchtung Geilweilerhof, abgerufen am 8. April 2020 (englisch).