Rebsorte


Die Pflanzenart, aus deren FrĂŒchten Wein gewonnen wird, ist die Edle Weinrebe (Vitis vinifera). Wie die meisten Kulturpflanzen liegt sie in unterschiedlichen Sorten vor, die im Weinbau als Rebsorten bezeichnet werden. Geschmack, Struktur und weitere Eigenschaften eines Weines wie Haltbarkeit und Entwicklungspotenzial hĂ€ngen von der Rebsorte ab, sie werden aber auch durch die Lage (Bodeneigenschaften und Klima), das Wetter und durch den Ausbau des Winzers beeinflusst.
Die Rebsortenkunde wird auch Ampelographie genannt.[1] Sie musste sich frĂŒher auf die detaillierte Beschreibung der einzelnen Sorten beschrĂ€nken. Traditionelle Beschreibungsmerkmale sind die Triebspitze (Form, Behaarung), das Jungblatt, das erwachsene Blatt (Blattspreite, Stielbucht, ZĂ€hnung des Blattrands etc.), TraubengröĂe und -form, BeerengröĂe und -form sowie die Beerenfarbe. Heute beschĂ€ftigen sich die Ampelographen auch mit der KlĂ€rung der Verwandtschaftsbeziehungen von Rebsorten anhand von DNA-Analysen.
Seit etwa 5000 v. Chr. sind durch ZĂŒchtung aus wilden Reben 8.000 bis 10.000 Rebsorten entstanden. Von diesen sind etwa 2.500 in den unterschiedlichen LĂ€ndern fĂŒr die Weinproduktion zugelassen. Viele werden heute eher selten angebaut, und nur einige hundert Rebsorten sind von Bedeutung, noch weniger von ĂŒberregionaler Bedeutung.
Die einzelnen Rebsorten sind in einer eigenen Liste von Rebsorten erfasst.
Einteilung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einteilung nach Verwendungszweck
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei den Trauben wird unterschieden zwischen Kelter- und Tafeltrauben sowie Trauben zur Rosinenherstellung. Daneben gibt es noch Ziertrauben, die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind.
FĂŒr die Weinbereitung unterscheidet man zwischen Rotwein- und WeiĂweinsorten. Jede Traubensorte besitzt charakteristische Aromen. Deshalb haben zwei Weine, auch wenn sie an tausenden von Kilometern voneinander entfernten Orten entstanden sind, sehr viel gemeinsam, sofern sie aus derselben Traube hergestellt wurden. Nicht alle Weine beruhen aber nur auf einer Traubensorte, roter Bordeaux beispielsweise stellt meist einen Verschnitt aus mindestens drei dar. Zudem wird aus roten Trauben nicht notwendigerweise nur Rotwein hergestellt, sondern auch WeiĂwein, nĂ€mlich der Blanc de Noirs. Bei vielen roten Traubensorten ist nĂ€mlich nicht das Fruchtfleisch rot, sondern die rote Farbe steckt nur in der Schale. Auch RosĂ©wein stammt von roten Trauben.
Einteilung nach Reifezeitpunkt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ob eine Rebsorte fĂŒr einen gewissen Standort geeignet ist, hĂ€ngt im Wesentlichen vom Reifezeitpunkt ab. Aus heutiger Sicht ist der Reifezeitpunkt durch ein optimales VerhĂ€ltnis von Zucker zu SĂ€ure gekennzeichnet. Jeder Rebsorte kann man eine Mindestdauer zwischen BlĂŒte und Reife zuordnen. Bei frĂŒhreifenden Sorten ist diese Zeit verhĂ€ltnismĂ€Ăig gering, bei spĂ€treifenden Sorten ungleich lĂ€nger. In nördlich gelegenen Anbaugebieten kommen frĂŒhreifende Sorten zum Einsatz. Diese Sorten wĂŒrden in sĂŒdlichen Anbaugegenden jedoch gĂ€nzlich unharmonisch geraten, da zwar der Zuckergehalt durch ausreichenden Sonnenschein hoch genug ist, andere Inhaltsstoffe, die ĂŒber das Wurzelwerk aufgenommen werden, nicht in genĂŒgendem MaĂ angereichert werden können. Hier kommen spĂ€treifende Sorten zum Einsatz.
Da die Begriffe frĂŒhreifend und spĂ€treifend in den Anbaugebieten uneinheitlich gehandhabt wurden, legte Ende des 19. Jahrhunderts der Franzose Victor Pulliat eine einheitliche Klassifizierung vor. Als Referenzrebsorte nahm er den sehr frĂŒh reifenden Gutedel und verglich andere Rebsorten mit dieser Sorte. Als Gradmesser wurde das Mostgewicht eingefĂŒhrt. Als Basis dienten Rebsortensammlungen, wie sie an wichtigen wissenschaftlichen Instituten angelegt wurden. Pulliat wĂ€hlte eine Skala mit fĂŒnf Kategorien:
- Die frĂŒhreifenden Sorten (frz.: cĂ©pages prĂ©coces) reifen vor dem Gutedel.
- Die Sorten der ersten Reifeperiode (frz.: cépages de premiÚre époque) reifen fast zeitgleich mit dem Gutedel, spÀtestens jedoch 10 bis 12 Tage danach. Hierzu zÀhlen Rebsorten wie Chardonnay, Grauburgunder, SpÀtburgunder und Gamay
- Die Sorten der zweiten Reifeperiode (frz.: cépages de deuxiÚme époque) reifen mindestens etwa 2 Wochen, spÀtestens jedoch 20 bis 22 Tage danach. Hierzu zÀhlen Rebsorten wie Chenin, Sauvignon, Sémillon, Riesling, Syrah, Cabernet Franc sowie der Merlot.
- Die Sorten der dritten Reifeperiode (frz.: cépages de troisiÚme époque) reifen mindestens etwa 3 Wochen, spÀtestens jedoch 30 bis 35 Tage danach. Hierzu zÀhlen Rebsorten wie Grenache und Cabernet Sauvignon.
- Die Sorten der vierten Reifeperiode (frz.: cépages de quatriÚme époque) reifen mindestens etwa 4 Wochen nach dem Gutedel.
Jede einzelne Periode kann manchmal noch in drei geteilt werden. In diesem Fall spricht man beispielsweise bei der ersten Reifeperiode von der frĂŒhen, der mittleren oder aber der spĂ€ten ersten Reifeperiode. Da jede einzelne Reifeperiode etwa eine Woche lang ist, lassen sich auf diese Weise die Sorten in Schritten von 2 bis 3 Tagen einklassieren.
Neuere Bewertungsmodelle wurden von den Amerikanern Winkler und Amerine von der University of California in Davis vorgelegt. Sie betrachteten die WĂ€rmesumme verschiedener Anbaugebiete und verbanden MindestwĂ€rmesummen mit der Anbaumöglichkeit gewisser Rebsorten. Unter der WĂ€rmesumme gemÀà Winkler versteht man die Summe der Tagesmitteltemperaturen ĂŒber 10 °C.
Einteilung nach Resistenz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alle traditionellen europĂ€ischen Rebsorten besitzen keine Resistenzeigenschaften gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts vom nordamerikanischen Kontinent eingeschleppten weinbaulichen Hauptschaderreger Echter Mehltau und Falscher Mehltau. Seitdem benötigt der Weinbau groĂe Mengen an Pflanzenschutzmitteln (Fungiziden) um gesundes Lesegut zu erzeugen. Inzwischen hat die RebenzĂŒchtung neue Sorten entwickelt und auf den Markt gebracht, die mit traditionellen Sorten vergleichbare hohe WeinqualitĂ€ten liefern und dabei Resistenzen gegen die beiden Mehltaupilze aufweisen. Dadurch kann die Anzahl der benötigten Spritzungen stark reduziert werden und je nach Rebsorte, Lage und Witterungsbedingungen sind Einsparungen von bis zu 80 % an Fungiziden möglich. Der Anbau neuer Rebsorten ermöglicht damit eine nachhaltige Weinproduktion unabhĂ€ngig von der Produktionsmethode. Viele der in den neuen Sorten verfĂŒgbaren Resistenzeigenschaften können einen Befall nicht vollstĂ€ndig verhindern, weshalb diese auch hĂ€ufig als robuste oder pilzwiderstandsfĂ€hige Sorten (kurz âPIWIâ) bezeichnet werden. Daher ist auch bei den robusten Sorten der Einsatz von PflanzenschutzmaĂnahmen, wenn auch in stark reduzierter Form, unerlĂ€sslich. Diese unterstĂŒtzen die vorhandenen Resistenzmechanismen in der SchĂ€dlingsabwehr, verhindern die Entstehung und Ausbreitung resistenzbrechender Krankheitserreger und sichern ein gesundes Lesegut. Zudem unterbinden sie Infektionen weiterer pilzlicher Erreger, wie SchwarzfĂ€ule, Roter Brenner oder Phomopsis viticola. Bei einigen PIWI Sorten der neuesten Generation liegen bereits erste Kombinationen von Resistenzmechanismen vor (zum Beispiel bei Calardis Blanc[2][3] oder Sauvignac[4] mit je zwei Resistenzen gegen Falschen Mehltau) oder zusĂ€tzlich Resistenzen gegen weitere Erreger (zum Beispiel gegen SchwarzfĂ€ule bei Calardis Blanc[3] oder Felicia[5]). Insbesondere im ökologischen Weinbau bieten die neuen Sorten eine gute Möglichkeit, um die Aufwandsmengen kupferhaltiger Zubereitungen (vergleiche BordeauxbrĂŒhe) gegen den Falschen Mehltau zu verringern und damit den Eintrag des ökotoxischen Schwermetalls Kupfer in den Weinberg und dessen Anreicherung im Boden zu reduzieren. Die Rotweinsorte Regent ist die PIWI Sorte mit der gröĂten AnbauflĂ€che in Deutschland. In Deutschland wurden 2021 nur knapp 3 % der bestockten RebflĂ€chen mit PIWIs bepflanzt.[6]
Einteilung nach Verwandtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit die DNA-Analyse möglich ist, können Rebsorten auch nach ihrer genetischen Verwandtschaft gruppiert werden.

Rebsortenspiegel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein Rebsortenspiegel ist die Auflistung aller kultivierten Rebsorten eines Weinbaulandes, eines Weinbaugebiets oder eines Weinguts, wobei meist auch die RebflĂ€chen fĂŒr die einzelnen Sorten angegeben werden.[8]
Rangliste Weinreben (Stand: 2016)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die nachfolgende Rangliste bezieht sich auf den weltweiten Weinbau. Die weltweite WeinbauflĂ€che betrug 2016 etwa 4,5 Millionen ha, das entspricht 45.000 kmÂČ. Auf Europa entfallen davon etwa 3,3 Millionen ha (33.000 kmÂČ).[9]
Es ist schwer, eine Rangliste der meistkultivierten Rebsorten zu erstellen. Die Zahlen beruhen auf Statistiken aus verschiedenen Jahren und wurden mit unterschiedlichen Methoden erhoben. So werden beispielsweise manche Sorten in einigen LĂ€ndern zusammengefasst, in anderen nicht. Auch werden einzelne Sorten aufgrund von Vorlieben oder Gesetzesvorgaben gefördert oder auch zurĂŒckgenommen. Aus diesem Grund ist bei einem derartigen Vergleich Vorsicht geboten und das Erstellen einer uneingeschrĂ€nkt gĂŒltigen Liste nicht möglich.
Legende
- Verw.: Verwendung als WW = WeiĂweinsorte, RW = Rotweinsorte. Die Zeilen der Tabelle sind entsprechend farblich unterlegt.
- Synonyme: Auswahl von Synonymen fĂŒr den meistverbreiteten Namen.
- HauptanbaulĂ€nder: die Staaten mit den gröĂten RebflĂ€chen.
- Jahr: Jahr der Datenerfassung.
| FlÀche (ha) | Rebsorte | Bild | Verw. | Synonyme | HauptanbaulÀnder | Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 440.000 | Sultana | WW | Thompson Seedless, İzmir ĂŒzĂŒmĂŒ | TĂŒrkei, USA, Iran, Griechenland, Afghanistan, Chile, Australien, Syrien, SĂŒdafrika, China, Irak, Indien, Osteuropa, Algerien | ? | |
| 308.000 | Airén | WW | Lairén, Aidé, Valdepeñas, Manchega | Spanien, Marokko | 2005 | |
| 250.000 | Carignan[10] | RW | Cariñena, Mazuela | Frankreich, Spanien | 1999 | |
| 240.000 | Grenache noir | RW | Garnacha tinta, Cannonau | Spanien, USA, Argentinien, Frankreich, Italien, Algerien, Marokko, TĂŒrkei | 1999 | |
| 223.200 | Trebbiano + Variationen | WW | Ugni Blanc | Frankreich, Italien | 1999 | |
| 200.000 | Merlot | RW | Merlot noir | Frankreich, Italien, Schweiz, Chile | 2004 | |
| 200.000 | Cabernet Sauvignon | RW | Bordeaux, Sauvignon Rouge | Frankreich, Italien, Chile, Schweiz | 2004 | |
| 175.000 | Chardonnay | WW | Arnoison, Beaunois | Frankreich, USA, Deutschland, Chile, Ăsterreich, Ungarn | 2000 | |
| 130.000 | Syrah | RW | Shiraz, Hermitage | Frankreich, Spanien, Schweiz, Australien, SĂŒdafrika, Chile | 2002 | |
| 125.000 | Tempranillo | RW | Tinta Roriz, Cencibel, Aragonés, Tinta del Pais, Tinta de Toro, Ull de Llebre | Spanien, Portugal | 2005 | |
| 120.000 | Regina [11] | WW | Regina bianca, Dattier de Beyrouth | Italien, TĂŒrkei | 2000 | |
| 96.000 | Sangiovese | RW | Brunello, Nielluccio | Italien, Frankreich | 1999 | |
| 92.630 | Bobal | RW | Bobos, Espagnol | Spanien | 2000 | |
| 85.000 | Monastrell + MourvÚdre [12] | RW | Moristel, Mataro | Spanien, Frankreich | 1999 | |
| 70.000 | Isabella | RW | Frutilla, Odessa | Brasilien, Georgien | ? | |
| 60.000 | Catarratto bianco comune | WW | â | Italien | ? | |
| 60.000 | Pinot noir | RW | SpĂ€tburgunder, Blauer Burgunder, davon Klon: Samtrot (230 ha) | Frankreich, Schweiz, Deutschland, Ăsterreich | 1999 | |
| 60.000 | Riesling | WW | Rheinriesling, Petit Rhin | Deutschland, Frankreich, Australien, Ăsterreich | 1999 | |
| 54.000 | Chenin blanc | WW | Pineau de la Loire, Steen | SĂŒdafrika, Frankreich | 1999 | |
| 52.000 | PaĂs | RW | MisiĂłn, Mission | Chile, Mexiko | 1999 | |
| 51.700 | Pardillo | WW | Cayatano, Pardilla | Spanien | 2000 | |
| 50.000 | Muskat Alexandrien | WW | Muscat dâAlexandrie, Zibibbo | Marokko, Australien | 1999 | |
| 47.000 | Macabeo | WW | Maccabeu, Viura | Spanien, Frankreich | 1999 | |
| 45.000 | Cinsault | RW | Cinsaut, Otavianello | Frankreich, Italien | ? | |
| 45.000 | Muscat blanc Ă petits grains | WW | Gelber Muskateller, Moscato bianco | Frankreich, Bulgarien | 1999 | |
| 45.000 | Sauvignon blanc | WW | Blanc fumé, Fumé blanc | Frankreich, Schweiz, Chile | 1998 | |
| 45.000 | Rivaner | WW | MĂŒller-Thurgau (in der Schweiz auch Riesling x Silvaner) | Deutschland, Ăsterreich, Schweiz | 1999 | |
| 44.000 | Cabernet franc | RW | Bouchet, Cabernet Frank | Frankreich, Italien | ? | |
| 40.000 | Rkatsiteli [13] | WW | Rkaziteli, Baiyu | Georgien, China | 1999 | |
| 40.000 | Gamay | RW | Gamay noir Ă jus blanc, Bourguignon noir | Frankreich, Schweiz | ? | |
| 38.000 | Cereza | RW | Cereza italiana | Argentinien | ? | |
| 35.000 | Criolla grande | RW | Criolla, Criolla Sanjuanina | Argentinien | ? | |
| 35.000 | Welschriesling | WW | Riesling italico, Olaszrizling | RumĂ€nien, Ăsterreich, Ungarn | 1999 | |
| 35.000 | Palomino | WW | ListĂĄn blanco, Perrum | Spanien, Mexiko | 1999 | |
| 35.000 | Gutedel | WW | Chasselas, Fendant, Gelber Moster, Chaslie | RumÀnien, Ungarn, Deutschland, Schweiz | 1999 | |
| 34.000 | Sémillon | WW | Green Grape, Hunter River Riesling | Frankreich, Schweiz, Chile | ? | |
| 30.000 | Kadarka | RW | Blaue Ungarische, Gamza | Ungarn, Serbien | 1999 | |
| 30.000 | Alicante Bouschet | RW | Alicante-Henri_Bouschet, Alicante nero | Frankreich, Algerien | 1999 | |
| 30.000 | Concord | RW | Dalmadin, Furmin noir | USA, Kanada | 2000 | |
| 29.600 | Colombard | WW | French Colombard, Colombar | USA, SĂŒdafrika | 2002 | |
| 28.000 | Cardinal | RW | Apostoliatiko, Rannii Carabournu | Spanien, RumÀnien | 2000 | |
| 25.000 | Zinfandel | RW | Primitivo | USA, Mexiko, Italien | 2002 | |
| 23.600 | FernĂŁo Pires | WW | Maria Gomes, Gaeiro | Portugal, SĂŒdafrika | 1999 | |
| 23.000 | Aligoté | WW | Alligotay, Blanc de Troyes | Frankreich, Schweiz | 1999 | |
| 21.000 | Pedro Ximénez [14] | WW | PX, Pedro Jiménez | Spanien, Australien | 2000 | |
| 20.500 | Pedro GimĂ©nez [14] | WW | â | Argentinien | 2000 | |
| 20.000 | Muscat de Hambourg | WW | Muskat Hamburg, Black Hamburg | Frankreich, Griechenland | 1999 | |
| 34.000 | Malbec | RW | Pressac, CĂŽt noir | Argentinien, Frankreich, Chile | 2008 | |
| 17.500 | GrĂŒner Veltliner | WW | GV, WeiĂgipfler | Ăsterreich, Ungarn | 2002 | |
| 17.000 | WeiĂburgunder | WW | Pinot blanc, WeiĂer Klevener | Italien, Deutschland, Ăsterreich | ? | |
| 15.000 | Catarratto bianco lucido | WW | â | Italien | ? | |
| 15.000 | Grauburgunder | WW | Pinot gris, Pinot grigio, RulÀnder | Deutschland, RumÀnien, Italien | ? | |
| 15.000 | Aramon noir | RW | Pisse-Vin, Ugni noir | Frankreich, Algerien | 1999 | |
| 15.000 | Schwarzriesling | RW | MĂŒllerrebe, Pinot Meunier | Frankreich, Deutschland | 1999 | |
| 15.000 | Blauer Portugieser | RW | PortugalskĂ© ModrĂ©, Oporto KĂ©k | Deutschland, Ungarn, Ăsterreich | 1999 | |
| 15.000 | Negroamaro | RW | Negro Amaro | Italien | 2005 | |
| 13.050 | Garganega | WW | Garganega Bianca, Garganega Biforcuta | Italien | 1998 | |
| 13.000 | Melon de Bourgogne | WW | Melon, Muscadet | Frankreich, USA | 1999 | |
| 12.000 | Silvaner | WW | Gamay Blanc, Fliegentraube | Deutschland, Frankreich, Ăsterreich | 1999 | |
| 11.400 | Nero dâAvola | RW | Alabrese, Calabrese nero | Italien | 2005 | |
| 11.300 | Mencia | RW | Jaén du Dão, Loureiro | Spanien, Portugal | ? | |
| 10.711 | Chelva | WW | Gabriela, Guarena, Mantuo | Spanien | 2000 | |
| 10.700 | Cayetana blanca | WW | Cayetana, Calegrano | Spanien | ? | |
| 10.400 | Parellada | WW | â | Spanien | 2000 | |
| 10.000 | Xarel·lo | WW | Xarello, Jaén Blanco | Spanien, Portugal | 1999 | |
| 8.667 | Nuragus | WW | Abbondosa, Granazza | Italien (Sardinien) | 1999 | |
| 8.000 | GewĂŒrztraminer | WW | Traminer, Roter Traminer, Gelber Traminer | Frankreich, USA, Deutschland, Italien (SĂŒdtirol), Ăsterreich | 1998 | |
| 6.500 | Ruby Cabernet | RW | Argentinien, USA, Chile, SĂŒdafrika, Australien | 2007 | ||
| 6.000 | Nebbiolo | RW | Spanna, Chiavennasca | Italien | 2005 | |
| 1.100 | Neuburger | WW | â | Ăsterreich | 2006 | |
| 1.100 | Vernatsch | RW | Schiava, Trollinger | Italien (SĂŒdtirol), Deutschland (WĂŒrttemberg) | 2013 | |
Rangliste RebflĂ€chen fĂŒr verschiedene Verwendungen (Stand: 2015)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Rebsortenerhebung des OIV im Jahr 2015 resultierte in den folgenden Angaben. FĂŒr die Sorte Kyoho wurden die Zahlen aus China auf Basis der Pressemeldungen geschĂ€tzt.[15] 13 Sorten reprĂ€sentieren ca. 33 % des Weltweinrebenbestandes und 33 Rebsorten 50 % der RebflĂ€che.
| RebflÀche in 1000 (ha) | Verwendung | |
|---|---|---|
| Kyoho | 365 | Tafeltraube |
| Cabernet Sauvignon | 340 | Wein |
| Sultanina | 300 | Tafeltraube, Rosinen und Wein |
| Merlot | 266 | Wein |
| Tempranillo | 231 | Wein |
| Airén | 218 | Wein, Weinbrand |
| Chardonnay | 211 | Wein |
| Syrah | 190 | Wein |
| Grenache Noir | 163 | Wein |
| Red Globe | 160 | Tafeltraube |
| Sauvignon Blanc | 121 | Wein |
| Pinot noir | 115 | Wein |
| Trebbiano | 111 | Wein, Weinbrand |
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Bauer, Ferdinand Regner, Barbara Schildberger: Weinbau. 9. Auflage. avBuch im Cadmos Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-7040-2284-4.
- Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. RĂŒhl, Joachim Schmid, Fritz Schumann: Farbatlas Rebsorten. 3. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
- Janina Maurer, Hartmut Keil: 100 seltene Rebsorten in Rheinhessen und der Pfalz. Edition TintenfaĂ, Neckarsteinach 2008, ISBN 978-3-937467-56-6.
- Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. 3. Auflage. Hallwag, 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
- Dagmar Ehrlich: Das Rebsorten ABC. Reben und ihre Weine. GrÀfe & Unzer, 2005, ISBN 3-7742-6960-2.
- Walter Hillebrand, Heinz Lott, Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13., verÀnderte Auflage. Fraund, Mainz 2002, ISBN 3-921156-53-X.
- Jancis Robinson: Rebsorten und ihre Weine. Hallwag Verlag, Bern / Stuttgart 1996, ISBN 3-444-10497-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und ĂŒber Rebsorte im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Bayerische Landesanstalt fĂŒr Weinbau und Gartenbau: Wichtige Rebsorten
- Kleiner Artikel ĂŒber Rebsorten
- Zusammenstellung aller Rebsorten im Kanton St. Gallen (CH)
- 300 Rebsorten, z. T. nur in NiederlÀndisch
- Red wine varieties
- Deutsches Weininstitut
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Duden online: Ampelografie.
- â Rebsorte in der Datenbank Vitis International Variety Catalogue des Instituts fĂŒr RebenzĂŒchtung Geilweilerhof (englisch)
- 1 2 Julius KĂŒhn-Institut: Calardis Blanc. In: julius-kuehn.de. Abgerufen am 18. Februar 2021.
- â Rebsorte in der Datenbank Vitis International Variety Catalogue des Instituts fĂŒr RebenzĂŒchtung Geilweilerhof (englisch)
- â Neue mehrfach pilzresistente Rebsorte Felicia erhĂ€lt Zulassung, Pressemitteilung. In: julius-kuehn.de. Julius KĂŒhn-Institut, 13. Januar 2021, abgerufen am 25. Januar 2022.
- â Deutsches Weininstitut: PIWI â pilzwiderstandsfĂ€hige Reben, abgerufen am 25. Januar 2022.
- 1 2 GemÀà Weingesetz § 8 in Rheinland-Pfalz zur Herstellung von Wein zugelassene Rebsorten (Weinrechts-DVO-Rheinland-Pfalz Anlage 3 zu § 4a). DLR Rheinpfalz, 12. Februar 2021, abgerufen am 1. MÀrz 2021.
- â Definition Rebsorten-Spiegel Auf der Webseite wein-plus.eu. Abgerufen am 2. MĂ€rz 2021.
- â K. Anderson, N. R. Aryal: Database of National, Regional and Global Winegrapes Bearing areas by Variety, 1960 to 2016, Format: xlsx, (englisch), 30. September 2020.
- â Die Angaben bei Carignan ohne Osteuropa und Asien belaufen sich auf 191.000 ha. Mit Osteuropa und Asien steigt die FlĂ€che bis zu 250.000 ha. Allein in Frankreich befinden sich 100.000 ha (im Jahr 2000). Je nach Statistik liegen so entweder Carignan oder Grenache noir auf Platz 3 bzw. 4 der Tabelle.
- â Bei der Rebsorte Regina schwanken die FlĂ€chenangaben zwischen 120.000 und 150.000 ha.
- â Bei DNA-Analysen im Jahr 1998 wurde festgestellt, dass Monastrell identisch ist mit Moristel, jedoch nicht mit MourvĂšdre, wie lange angenommen wurde. Die Statistiken weisen die Sorten aber oft nur gemeinsam aus. Der Anteil von MourvĂšdre sollte jedoch sehr gering sein.
- â Bei Rkaziteli gehen einige Statistiken von einer weit gröĂeren Verbreitung aus. In Anbetracht des RĂŒckgangs der RebflĂ€chen in der GUS erscheint dies aber als unwahrscheinlich.
- 1 2 Meist werden Pedro XimĂ©nez und Pedro GimĂ©nez in den Statistiken als eine Sorte gefĂŒhrt. Dass sie identisch sind, ist wahrscheinlich, wird von argentinischen Ampelographen aber bestritten.
- â OIC Focus 2017 Vine Varieties Distribution In The World.

