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Rebsorte

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Trauben der Weißweinsorte Gutedel (Chasselas)
Traube der Rotweinsorte Cabernet Sauvignon

Die Pflanzenart, aus deren FrĂŒchten Wein gewonnen wird, ist die Edle Weinrebe (Vitis vinifera). Wie die meisten Kulturpflanzen liegt sie in unterschiedlichen Sorten vor, die im Weinbau als Rebsorten bezeichnet werden. Geschmack, Struktur und weitere Eigenschaften eines Weines wie Haltbarkeit und Entwicklungspotenzial hĂ€ngen von der Rebsorte ab, sie werden aber auch durch die Lage (Bodeneigenschaften und Klima), das Wetter und durch den Ausbau des Winzers beeinflusst.

Die Rebsortenkunde wird auch Ampelographie genannt.[1] Sie musste sich frĂŒher auf die detaillierte Beschreibung der einzelnen Sorten beschrĂ€nken. Traditionelle Beschreibungsmerkmale sind die Triebspitze (Form, Behaarung), das Jungblatt, das erwachsene Blatt (Blattspreite, Stielbucht, ZĂ€hnung des Blattrands etc.), TraubengrĂ¶ĂŸe und -form, BeerengrĂ¶ĂŸe und -form sowie die Beerenfarbe. Heute beschĂ€ftigen sich die Ampelographen auch mit der KlĂ€rung der Verwandtschaftsbeziehungen von Rebsorten anhand von DNA-Analysen.

Seit etwa 5000 v. Chr. sind durch ZĂŒchtung aus wilden Reben 8.000 bis 10.000 Rebsorten entstanden. Von diesen sind etwa 2.500 in den unterschiedlichen LĂ€ndern fĂŒr die Weinproduktion zugelassen. Viele werden heute eher selten angebaut, und nur einige hundert Rebsorten sind von Bedeutung, noch weniger von ĂŒberregionaler Bedeutung.

Die einzelnen Rebsorten sind in einer eigenen Liste von Rebsorten erfasst.

Einteilung nach Verwendungszweck

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Bei den Trauben wird unterschieden zwischen Kelter- und Tafeltrauben sowie Trauben zur Rosinenherstellung. Daneben gibt es noch Ziertrauben, die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind.

FĂŒr die Weinbereitung unterscheidet man zwischen Rotwein- und Weißweinsorten. Jede Traubensorte besitzt charakteristische Aromen. Deshalb haben zwei Weine, auch wenn sie an tausenden von Kilometern voneinander entfernten Orten entstanden sind, sehr viel gemeinsam, sofern sie aus derselben Traube hergestellt wurden. Nicht alle Weine beruhen aber nur auf einer Traubensorte, roter Bordeaux beispielsweise stellt meist einen Verschnitt aus mindestens drei dar. Zudem wird aus roten Trauben nicht notwendigerweise nur Rotwein hergestellt, sondern auch Weißwein, nĂ€mlich der Blanc de Noirs. Bei vielen roten Traubensorten ist nĂ€mlich nicht das Fruchtfleisch rot, sondern die rote Farbe steckt nur in der Schale. Auch RosĂ©wein stammt von roten Trauben.

Einteilung nach Reifezeitpunkt

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Ob eine Rebsorte fĂŒr einen gewissen Standort geeignet ist, hĂ€ngt im Wesentlichen vom Reifezeitpunkt ab. Aus heutiger Sicht ist der Reifezeitpunkt durch ein optimales VerhĂ€ltnis von Zucker zu SĂ€ure gekennzeichnet. Jeder Rebsorte kann man eine Mindestdauer zwischen BlĂŒte und Reife zuordnen. Bei frĂŒhreifenden Sorten ist diese Zeit verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig gering, bei spĂ€treifenden Sorten ungleich lĂ€nger. In nördlich gelegenen Anbaugebieten kommen frĂŒhreifende Sorten zum Einsatz. Diese Sorten wĂŒrden in sĂŒdlichen Anbaugegenden jedoch gĂ€nzlich unharmonisch geraten, da zwar der Zuckergehalt durch ausreichenden Sonnenschein hoch genug ist, andere Inhaltsstoffe, die ĂŒber das Wurzelwerk aufgenommen werden, nicht in genĂŒgendem Maß angereichert werden können. Hier kommen spĂ€treifende Sorten zum Einsatz.

Da die Begriffe frĂŒhreifend und spĂ€treifend in den Anbaugebieten uneinheitlich gehandhabt wurden, legte Ende des 19. Jahrhunderts der Franzose Victor Pulliat eine einheitliche Klassifizierung vor. Als Referenzrebsorte nahm er den sehr frĂŒh reifenden Gutedel und verglich andere Rebsorten mit dieser Sorte. Als Gradmesser wurde das Mostgewicht eingefĂŒhrt. Als Basis dienten Rebsortensammlungen, wie sie an wichtigen wissenschaftlichen Instituten angelegt wurden. Pulliat wĂ€hlte eine Skala mit fĂŒnf Kategorien:

  • Die frĂŒhreifenden Sorten (frz.: cĂ©pages prĂ©coces) reifen vor dem Gutedel.
  • Die Sorten der ersten Reifeperiode (frz.: cĂ©pages de premiĂšre Ă©poque) reifen fast zeitgleich mit dem Gutedel, spĂ€testens jedoch 10 bis 12 Tage danach. Hierzu zĂ€hlen Rebsorten wie Chardonnay, Grauburgunder, SpĂ€tburgunder und Gamay
  • Die Sorten der zweiten Reifeperiode (frz.: cĂ©pages de deuxiĂšme Ă©poque) reifen mindestens etwa 2 Wochen, spĂ€testens jedoch 20 bis 22 Tage danach. Hierzu zĂ€hlen Rebsorten wie Chenin, Sauvignon, SĂ©millon, Riesling, Syrah, Cabernet Franc sowie der Merlot.
  • Die Sorten der dritten Reifeperiode (frz.: cĂ©pages de troisiĂšme Ă©poque) reifen mindestens etwa 3 Wochen, spĂ€testens jedoch 30 bis 35 Tage danach. Hierzu zĂ€hlen Rebsorten wie Grenache und Cabernet Sauvignon.
  • Die Sorten der vierten Reifeperiode (frz.: cĂ©pages de quatriĂšme Ă©poque) reifen mindestens etwa 4 Wochen nach dem Gutedel.

Jede einzelne Periode kann manchmal noch in drei geteilt werden. In diesem Fall spricht man beispielsweise bei der ersten Reifeperiode von der frĂŒhen, der mittleren oder aber der spĂ€ten ersten Reifeperiode. Da jede einzelne Reifeperiode etwa eine Woche lang ist, lassen sich auf diese Weise die Sorten in Schritten von 2 bis 3 Tagen einklassieren.

Neuere Bewertungsmodelle wurden von den Amerikanern Winkler und Amerine von der University of California in Davis vorgelegt. Sie betrachteten die WĂ€rmesumme verschiedener Anbaugebiete und verbanden MindestwĂ€rmesummen mit der Anbaumöglichkeit gewisser Rebsorten. Unter der WĂ€rmesumme gemĂ€ĂŸ Winkler versteht man die Summe der Tagesmitteltemperaturen ĂŒber 10 °C.

Einteilung nach Resistenz

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Alle traditionellen europĂ€ischen Rebsorten besitzen keine Resistenzeigenschaften gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts vom nordamerikanischen Kontinent eingeschleppten weinbaulichen Hauptschaderreger Echter Mehltau und Falscher Mehltau. Seitdem benötigt der Weinbau große Mengen an Pflanzenschutzmitteln (Fungiziden) um gesundes Lesegut zu erzeugen. Inzwischen hat die RebenzĂŒchtung neue Sorten entwickelt und auf den Markt gebracht, die mit traditionellen Sorten vergleichbare hohe WeinqualitĂ€ten liefern und dabei Resistenzen gegen die beiden Mehltaupilze aufweisen. Dadurch kann die Anzahl der benötigten Spritzungen stark reduziert werden und je nach Rebsorte, Lage und Witterungsbedingungen sind Einsparungen von bis zu 80 % an Fungiziden möglich. Der Anbau neuer Rebsorten ermöglicht damit eine nachhaltige Weinproduktion unabhĂ€ngig von der Produktionsmethode. Viele der in den neuen Sorten verfĂŒgbaren Resistenzeigenschaften können einen Befall nicht vollstĂ€ndig verhindern, weshalb diese auch hĂ€ufig als robuste oder pilzwiderstandsfĂ€hige Sorten (kurz „PIWI“) bezeichnet werden. Daher ist auch bei den robusten Sorten der Einsatz von Pflanzenschutzmaßnahmen, wenn auch in stark reduzierter Form, unerlĂ€sslich. Diese unterstĂŒtzen die vorhandenen Resistenzmechanismen in der SchĂ€dlingsabwehr, verhindern die Entstehung und Ausbreitung resistenzbrechender Krankheitserreger und sichern ein gesundes Lesegut. Zudem unterbinden sie Infektionen weiterer pilzlicher Erreger, wie SchwarzfĂ€ule, Roter Brenner oder Phomopsis viticola. Bei einigen PIWI Sorten der neuesten Generation liegen bereits erste Kombinationen von Resistenzmechanismen vor (zum Beispiel bei Calardis Blanc[2][3] oder Sauvignac[4] mit je zwei Resistenzen gegen Falschen Mehltau) oder zusĂ€tzlich Resistenzen gegen weitere Erreger (zum Beispiel gegen SchwarzfĂ€ule bei Calardis Blanc[3] oder Felicia[5]). Insbesondere im ökologischen Weinbau bieten die neuen Sorten eine gute Möglichkeit, um die Aufwandsmengen kupferhaltiger Zubereitungen (vergleiche BordeauxbrĂŒhe) gegen den Falschen Mehltau zu verringern und damit den Eintrag des ökotoxischen Schwermetalls Kupfer in den Weinberg und dessen Anreicherung im Boden zu reduzieren. Die Rotweinsorte Regent ist die PIWI Sorte mit der grĂ¶ĂŸten AnbauflĂ€che in Deutschland. In Deutschland wurden 2021 nur knapp 3 % der bestockten RebflĂ€chen mit PIWIs bepflanzt.[6]

Zugelassene weiße pilzwiderstandsfĂ€hige Rebsorten (19; Stand 2021)[7]
Zugelassene rote pilzwiderstandsfÀhige Rebsorten (17; Stand 2021)[7]

Einteilung nach Verwandtschaft

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Seit die DNA-Analyse möglich ist, können Rebsorten auch nach ihrer genetischen Verwandtschaft gruppiert werden.

Stammbaum der Weinreben

Rebsortenspiegel

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Ein Rebsortenspiegel ist die Auflistung aller kultivierten Rebsorten eines Weinbaulandes, eines Weinbaugebiets oder eines Weinguts, wobei meist auch die RebflĂ€chen fĂŒr die einzelnen Sorten angegeben werden.[8]

Rangliste Weinreben (Stand: 2016)

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Die nachfolgende Rangliste bezieht sich auf den weltweiten Weinbau. Die weltweite WeinbauflĂ€che betrug 2016 etwa 4,5 Millionen ha, das entspricht 45.000 kmÂČ. Auf Europa entfallen davon etwa 3,3 Millionen ha (33.000 kmÂČ).[9]

Es ist schwer, eine Rangliste der meistkultivierten Rebsorten zu erstellen. Die Zahlen beruhen auf Statistiken aus verschiedenen Jahren und wurden mit unterschiedlichen Methoden erhoben. So werden beispielsweise manche Sorten in einigen LĂ€ndern zusammengefasst, in anderen nicht. Auch werden einzelne Sorten aufgrund von Vorlieben oder Gesetzesvorgaben gefördert oder auch zurĂŒckgenommen. Aus diesem Grund ist bei einem derartigen Vergleich Vorsicht geboten und das Erstellen einer uneingeschrĂ€nkt gĂŒltigen Liste nicht möglich.

Legende

  • Verw.: Verwendung als WW = Weißweinsorte, RW = Rotweinsorte. Die Zeilen der Tabelle sind entsprechend farblich unterlegt.
  • Synonyme: Auswahl von Synonymen fĂŒr den meistverbreiteten Namen.
  • HauptanbaulĂ€nder: die Staaten mit den grĂ¶ĂŸten RebflĂ€chen.
  • Jahr: Jahr der Datenerfassung.
FlÀche (ha)RebsorteBildVerw.SynonymeHauptanbaulÀnderJahr
440.000SultanaWWThompson Seedless, İzmir ĂŒzĂŒmĂŒTĂŒrkei, USA, Iran, Griechenland, Afghanistan, Chile, Australien, Syrien, SĂŒdafrika, China, Irak, Indien, Osteuropa, Algerien?
308.000AirénWWLairén, Aidé, Valdepeñas, ManchegaSpanien, Marokko2005
250.000Carignan[10]RWCariñena, MazuelaFrankreich, Spanien1999
240.000Grenache noirRWGarnacha tinta, CannonauSpanien, USA, Argentinien, Frankreich, Italien, Algerien, Marokko, TĂŒrkei1999
223.200Trebbiano + VariationenWWUgni BlancFrankreich, Italien1999
200.000MerlotRWMerlot noirFrankreich, Italien, Schweiz, Chile2004
200.000Cabernet SauvignonRWBordeaux, Sauvignon RougeFrankreich, Italien, Chile, Schweiz2004
175.000ChardonnayWWArnoison, BeaunoisFrankreich, USA, Deutschland, Chile, Österreich, Ungarn2000
130.000SyrahRWShiraz, HermitageFrankreich, Spanien, Schweiz, Australien, SĂŒdafrika, Chile2002
125.000TempranilloRWTinta Roriz, Cencibel, Aragonés, Tinta del Pais, Tinta de Toro, Ull de LlebreSpanien, Portugal2005
120.000Regina [11]WWRegina bianca, Dattier de BeyrouthItalien, TĂŒrkei2000
96.000SangioveseRWBrunello, NielluccioItalien, Frankreich1999
92.630BobalRWBobos, EspagnolSpanien2000
85.000Monastrell + MourvÚdre [12]RWMoristel, MataroSpanien, Frankreich1999
70.000IsabellaRWFrutilla, OdessaBrasilien, Georgien?
60.000Catarratto bianco comuneWW–Italien?
60.000Pinot noirRWSpĂ€tburgunder, Blauer Burgunder, davon Klon: Samtrot (230 ha)Frankreich, Schweiz, Deutschland, Österreich1999
60.000RieslingWWRheinriesling, Petit RhinDeutschland, Frankreich, Australien, Österreich1999
54.000Chenin blancWWPineau de la Loire, SteenSĂŒdafrika, Frankreich1999
52.000PaĂ­sRWMisiĂłn, MissionChile, Mexiko1999
51.700PardilloWWCayatano, PardillaSpanien2000
50.000Muskat AlexandrienWWMuscat d’Alexandrie, ZibibboMarokko, Australien1999
47.000MacabeoWWMaccabeu, ViuraSpanien, Frankreich1999
45.000CinsaultRWCinsaut, OtavianelloFrankreich, Italien?
45.000Muscat blanc Ă  petits grainsWWGelber Muskateller, Moscato biancoFrankreich, Bulgarien1999
45.000Sauvignon blancWWBlanc fumé, Fumé blancFrankreich, Schweiz, Chile1998
45.000RivanerWWMĂŒller-Thurgau (in der Schweiz auch Riesling x Silvaner)Deutschland, Österreich, Schweiz1999
44.000Cabernet francRWBouchet, Cabernet FrankFrankreich, Italien?
40.000Rkatsiteli [13]WWRkaziteli, BaiyuGeorgien, China1999
40.000GamayRWGamay noir Ă  jus blanc, Bourguignon noirFrankreich, Schweiz?
38.000CerezaRWCereza italianaArgentinien?
35.000Criolla grandeRWCriolla, Criolla SanjuaninaArgentinien?
35.000WelschrieslingWWRiesling italico, OlaszrizlingRumĂ€nien, Österreich, Ungarn1999
35.000PalominoWWListĂĄn blanco, PerrumSpanien, Mexiko1999
35.000GutedelWWChasselas, Fendant, Gelber Moster, ChaslieRumÀnien, Ungarn, Deutschland, Schweiz1999
34.000SémillonWWGreen Grape, Hunter River RieslingFrankreich, Schweiz, Chile?
30.000KadarkaRWBlaue Ungarische, GamzaUngarn, Serbien1999
30.000Alicante BouschetRWAlicante-Henri_Bouschet, Alicante neroFrankreich, Algerien1999
30.000ConcordRWDalmadin, Furmin noirUSA, Kanada2000
29.600ColombardWWFrench Colombard, ColombarUSA, SĂŒdafrika2002
28.000CardinalRWApostoliatiko, Rannii CarabournuSpanien, RumÀnien2000
25.000ZinfandelRWPrimitivoUSA, Mexiko, Italien2002
23.600FernĂŁo PiresWWMaria Gomes, GaeiroPortugal, SĂŒdafrika1999
23.000AligotéWWAlligotay, Blanc de TroyesFrankreich, Schweiz1999
21.000Pedro Ximénez [14] WWPX, Pedro JiménezSpanien, Australien2000
20.500Pedro GimĂ©nez [14]WW–Argentinien2000
20.000Muscat de HambourgWWMuskat Hamburg, Black HamburgFrankreich, Griechenland1999
34.000MalbecRWPressac, CĂŽt noirArgentinien, Frankreich, Chile2008
17.500GrĂŒner VeltlinerWWGV, WeißgipflerÖsterreich, Ungarn2002
17.000WeißburgunderWWPinot blanc, Weißer KlevenerItalien, Deutschland, Österreich?
15.000Catarratto bianco lucidoWW–Italien?
15.000GrauburgunderWWPinot gris, Pinot grigio, RulÀnderDeutschland, RumÀnien, Italien?
15.000Aramon noirRWPisse-Vin, Ugni noirFrankreich, Algerien1999
15.000SchwarzrieslingRWMĂŒllerrebe, Pinot MeunierFrankreich, Deutschland1999
15.000Blauer PortugieserRWPortugalskĂ© ModrĂ©, Oporto KĂ©kDeutschland, Ungarn, Österreich1999
15.000NegroamaroRWNegro AmaroItalien2005
13.050GarganegaWWGarganega Bianca, Garganega BiforcutaItalien1998
13.000Melon de BourgogneWWMelon, MuscadetFrankreich, USA1999
12.000SilvanerWWGamay Blanc, FliegentraubeDeutschland, Frankreich, Österreich1999
11.400Nero d’AvolaRWAlabrese, Calabrese neroItalien2005
11.300MenciaRWJaén du Dão, LoureiroSpanien, Portugal?
10.711ChelvaWWGabriela, Guarena, MantuoSpanien2000
10.700Cayetana blancaWWCayetana, CalegranoSpanien?
10.400ParelladaWW–Spanien2000
10.000Xarel·loWWXarello, Jaén BlancoSpanien, Portugal1999
8.667NuragusWWAbbondosa, GranazzaItalien (Sardinien)1999
8.000GewĂŒrztraminerWWTraminer, Roter Traminer, Gelber TraminerFrankreich, USA, Deutschland, Italien (SĂŒdtirol), Österreich1998
6.500Ruby CabernetRWArgentinien, USA, Chile, SĂŒdafrika, Australien2007
6.000NebbioloRWSpanna, ChiavennascaItalien2005
1.100NeuburgerWW–Österreich2006
1.100VernatschRWSchiava, TrollingerItalien (SĂŒdtirol), Deutschland (WĂŒrttemberg)2013

Rangliste RebflĂ€chen fĂŒr verschiedene Verwendungen (Stand: 2015)

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Eine Rebsortenerhebung des OIV im Jahr 2015 resultierte in den folgenden Angaben. FĂŒr die Sorte Kyoho wurden die Zahlen aus China auf Basis der Pressemeldungen geschĂ€tzt.[15] 13 Sorten reprĂ€sentieren ca. 33 % des Weltweinrebenbestandes und 33 Rebsorten 50 % der RebflĂ€che.

FlÀchen der verbreitetsten Rebsorten weltweit
RebflÀche in 1000 (ha) Verwendung
Kyoho 365 Tafeltraube
Cabernet Sauvignon 340 Wein
Sultanina 300 Tafeltraube, Rosinen und Wein
Merlot 266 Wein
Tempranillo 231 Wein
Airén 218 Wein, Weinbrand
Chardonnay 211 Wein
Syrah 190 Wein
Grenache Noir 163 Wein
Red Globe 160 Tafeltraube
Sauvignon Blanc 121 Wein
Pinot noir 115 Wein
Trebbiano 111 Wein, Weinbrand
Wiktionary: Rebsorte – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Grape varieties – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Duden online: Ampelografie.
  2. ↑ Rebsorte in der Datenbank Vitis International Variety Catalogue des Instituts fĂŒr RebenzĂŒchtung Geilweilerhof (englisch)
  3. 1 2 Julius KĂŒhn-Institut: Calardis Blanc. In: julius-kuehn.de. Abgerufen am 18. Februar 2021.
  4. ↑ Rebsorte in der Datenbank Vitis International Variety Catalogue des Instituts fĂŒr RebenzĂŒchtung Geilweilerhof (englisch)
  5. ↑ Neue mehrfach pilzresistente Rebsorte Felicia erhĂ€lt Zulassung, Pressemitteilung. In: julius-kuehn.de. Julius KĂŒhn-Institut, 13. Januar 2021, abgerufen am 25. Januar 2022.
  6. ↑ Deutsches Weininstitut: PIWI – pilzwiderstandsfĂ€hige Reben, abgerufen am 25. Januar 2022.
  7. 1 2 GemĂ€ĂŸ Weingesetz § 8 in Rheinland-Pfalz zur Herstellung von Wein zugelassene Rebsorten (Weinrechts-DVO-Rheinland-Pfalz Anlage 3 zu § 4a). DLR Rheinpfalz, 12. Februar 2021, abgerufen am 1. MĂ€rz 2021.
  8. ↑ Definition Rebsorten-Spiegel Auf der Webseite wein-plus.eu. Abgerufen am 2. MĂ€rz 2021.
  9. ↑ K. Anderson, N. R. Aryal: Database of National, Regional and Global Winegrapes Bearing areas by Variety, 1960 to 2016, Format: xlsx, (englisch), 30. September 2020.
  10. ↑ Die Angaben bei Carignan ohne Osteuropa und Asien belaufen sich auf 191.000 ha. Mit Osteuropa und Asien steigt die FlĂ€che bis zu 250.000 ha. Allein in Frankreich befinden sich 100.000 ha (im Jahr 2000). Je nach Statistik liegen so entweder Carignan oder Grenache noir auf Platz 3 bzw. 4 der Tabelle.
  11. ↑ Bei der Rebsorte Regina schwanken die FlĂ€chenangaben zwischen 120.000 und 150.000 ha.
  12. ↑ Bei DNA-Analysen im Jahr 1998 wurde festgestellt, dass Monastrell identisch ist mit Moristel, jedoch nicht mit Mourvùdre, wie lange angenommen wurde. Die Statistiken weisen die Sorten aber oft nur gemeinsam aus. Der Anteil von Mourvùdre sollte jedoch sehr gering sein.
  13. ↑ Bei Rkaziteli gehen einige Statistiken von einer weit grĂ¶ĂŸeren Verbreitung aus. In Anbetracht des RĂŒckgangs der RebflĂ€chen in der GUS erscheint dies aber als unwahrscheinlich.
  14. 1 2 Meist werden Pedro XimĂ©nez und Pedro GimĂ©nez in den Statistiken als eine Sorte gefĂŒhrt. Dass sie identisch sind, ist wahrscheinlich, wird von argentinischen Ampelographen aber bestritten.
  15. ↑ OIC Focus 2017 Vine Varieties Distribution In The World.