Pantheist (Band)
PantheĂŻst | |
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Kostas Panagiotou und Linda Dumitru mit Pantheist im Jahr 2025 | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Antwerpen, Belgien |
| Genre(s) | bis 2005: Atmospheric Doom, Funeral Doom 2008: Extreme Doom, Progressive Metal 2011: Alternative Rock, Atmospheric Doom, Progressive Rock ab 2018: Atmospheric Doom, Funeral Doom, Progressive Metal |
| Aktive Jahre | ab 2000 |
| Aktuelle Besetzung | |
Keyboard, Gesang | Kostas Panagiotou |
Gitarre | Atanas Kyurkchiev (ab 2022) |
Schlagzeug | Fanel Lefterache (ab 2022) |
E-Bass | Matt Strangis (ab 2021) |
Gesang | Linda Dumitru (ab 2024) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gitarre | Nicolas Tambuyser (2000â2004) |
Schlagzeug | Odile Aurora Strik als Oscar Strik (2002â2003) |
Gitarre | Arne Pinto de Carvalho (2003â2004) |
E-Bass | Mark Bodossian (2004â2011) |
E-Bass | Wim Boey (2004) |
Schlagzeug | Kris Villez (2004) |
Schlagzeug, Gesang | Andy Semmens (2004) |
Schlagzeug | Sterghios Moschos (2005â2014) |
Gitarre | Ilia Rodriguez (2005â2011) |
Gitarre | Peter Benjamin (2005â2009) |
Gitarre | Pepijn van Houwelingen (2010â2014) |
Gitarre | Valter Cunha (2014â2017) |
Gitarre | Frank Allain (2015â2020) |
Schlagzeug | Daniel Neagoe (2016â2020) |
E-Bass | Aleksej ObradoviÄ (2011â2020) |
E-Bass | FrĂ©dĂ©ric Caure (2002â2004) |
Schlagzeug | John Devos (2021) |
Gitarre | FrĂ©dĂ©ric âNereideâ Laborde (2021) |
Gitarre | Jeremy Lewis (2021) |
Pantheist (Eigenschreibweise PantheĂŻst) ist eine im Jahr 2000 gegrĂŒndete Doom-Metal-Band. Die in Antwerpen von Kostas Panagiotou gegrĂŒndete Musikgruppe zĂ€hlt zu den bekannten europĂ€ischen Vertretern des Funeral Doom der frĂŒhen 2000er Jahre und entwickelte sich zu einer multinational besetzten Instanz im Doom-Metal-Spektrum. Der SĂ€nger und Keyboarder Panagiotou blieb dabei unter vielen personellen VerĂ€nderungen und Standortwechseln das konstante Mitglied der Gruppe.
Trotz der Wahrnehmung als Funeral-Doom-Band lÀsst sich das Werk der Gruppe nicht auf dieses Genre reduzieren. Als Dark-Wave-Projekt begonnen, wurden die ersten beiden Studioalben zu richtungsweisenden Werken des Funeral- und Atmospheric-Doom. Bei den beiden Folgealben erweiterte die Band ihr Repertoire mit Ideen aus Art-, Progressive-, Alternative- und Hard-Rock bis hin zur Popmusik. Erst spÀtere, nach einer lÀngeren Veröffentlichungspause erschienene Alben griffen wieder verstÀrkt Elemente des Funeral Doom auf.
Markant blieb in allen Phasen der Einsatz eines gregorianisch wirkenden Gesangs, eine als episch und erhaben wahrgenommene AtmosphÀre und eine dominante Rolle des von Panagiotou gespielten Keyboards, das oft den Klang einer Kirchenorgel adaptierte. Eine weitere Konstante im Werk der Band ist das lyrische Oberthema der Einsamkeit und Abgeschiedenheit.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stetige Wechsel der Mitglieder um Kostas Panagiotou kennzeichneten die Geschichte der Band. Diesen anhaltenden Wandel beschrieb Panagiotou als frustrierend, nahm ihn jedoch als gegeben an. Als eine mögliche Ursache der Umbesetzungen fĂŒhrte er seine eigene Rast- und Wurzellosigkeit an. Ăhnlich verhielten sich viele der Bandmitglieder und verzogen wie Panagiotou in andere LĂ€nder. Die zahlreichen personellen VerĂ€nderungen fĂŒhrten gelegentlich zu Verzögerungen im Schreib- und Produktionsprozess der Band.
âIch werde manchmal neidisch auf die âtypischenâ Bands mit drei oder vier Jungs, die in der gleichen Nachbarschaft aufwachsen, eine Band grĂŒnden und jahrelang zusammen bleiben. Leider war es bei Pantheist alles andere als das.â
Jahre der Band- und Stilfindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]GrĂŒndung und Dying Millennium
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pantheist entstand aus einem Dark-Ambient- und Neoklassik-Soloprojekt des in Antwerpen lebenden Kostas Panagiotou.[2] Im Zuge seines Studiums lernte Panagiotou den in Mechelen lebenden Gitarristen Nicolas Tambuyser kennen und kam ĂŒber einen Kommilitonen in Kontakt mit den ersten Veröffentlichungen des Death Doom und Gothic Metal. Nach der BeschĂ€ftigung mit der Musik von My Dying Bride, Moonspell und Anathema interessierte er sich vermehrt fĂŒr das musikalische Spektrum des Doom Metals.[3] WĂ€hrend Panagiotou und Tambuyser als Duo unter dem Einfluss von Skepticism die stilistische Ausrichtung der Anfangs PantheĂŻst genannten Band schrittweise zu einem sakral anmutenden Funeral Doom Ă€nderten,[2] brachte sich Panagiotou mit Interviews und Rezensionen in der Redaktion, sowie aktiv im Austausch im Forum, des Webzines Doom-Metal.com ein.[3]
Panagiotou und Tambuyser experimentierten ab dem Jahr 1999 als Duo und nahmen das unveröffentlichte Demo Dying Millennium unter dem Bandnamen PantheĂŻst auf. Panagiotou transkribierte dazu die von Tambuyser auf der Gitarre geschriebene Musik fĂŒr das Keyboard. Dabei verwies Panagiotou bereits auf den Einfluss von Skepticism, der sich in dem StĂŒck Praeludium und dessen dĂŒsteren Grundstimmung verdeutlichte. Ein weiterer Einfluss auf die AtmosphĂ€re lag in der damals gegebenen kollektiven Furcht vor dem Jahrtausendwechsel.[4] Drei der sieben Titel des Demos veröffentlichte Panagiotou im Jahr 2020 als Teil der retrospektiven Kompilation Alternative PantheĂŻsm. Von Dying Millennium produzierten Tambuyser und Panagiotou sieben CDs.[5] Das Demo wurde im Jahr 2000 zur Grundlage und zum Ausgangspunkt der Band.
Mit der Intention, sich dem Funeral Doom zu widmen, kaufte sich Panagiotou im MĂ€rz 2001 einen 8-Spur-Rekorder, wodurch Pantheist als Metal-Band Form annahm. Das Duo begann StĂŒcke aufzunehmen, die Teil des offiziellen Demos 1000 Years, der ersten beiden Alben und der EP The Pains of Sleep werden sollten. Teile dieser frĂŒhen und rohen Aufnahmen verteilten die Musiker als CD-R im Freundeskreis. Der Zuspruch aus dem sozialen Umfeld bestĂ€rkte die Musiker darin die Idee von Pantheist weiter auszugestalten. Der spĂ€ter als programmatisch fĂŒr die Band geltende dominante Einsatz eines Keyboards mit Orgelklang, geht auf einen solchen Austausch zurĂŒck. Zur gleichen Zeit entstand der als typischen geltende gregorianisch wirkende Gesangsstil Panagiotous aus dem Einfluss des Albums As the Shadows Fall von Godsend.[3]
Rehearsal Tracks und 1000 Years
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2002[6] |
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Gemeinsam verfasste das Duo weitere StĂŒcke, die ihre Idee von Pantheist erforschten. Einige ansonsten unveröffentlichte Aufnahmen, die zwischen Juni und September 2001 in dem temporĂ€r zum Proberaum umfunktionierten Wohnraum des SĂ€ngers entstanden, gab Panagiotou dem Doom-Metal.com-Redaktionskollegen Aldo Quispel. Dieser rezensierte die Aufnahmen als Demo unter dem Titel Rehearsal Tracks.[7]
Rehearsal Tracks wurde als Ăberblick ĂŒber das Schaffen der Band konzeptionell dreigeteilt in Present (englisch Gegenwart), Future (englisch Zukunft) und Past (englisch Vergangenheit). Der ans Ende gestellte Teil der Vergangenheit umfasste die Aufnahmen des Demos Dying Millennium sowie zwei Coverversionen, die als weitere Wegmarken der Entwicklung zum eigenen Stil der Band gelten. Auf dem Katatonia-Cover For Funeral to Come singt Panagiotou erstmals und auf dem Anathema-Cover Destiny kommt erstmals das Gitarrenspiel hinzu. Beide StĂŒcke zeugten so von der Entwicklung der Band hin zum Funeral Doom. Die Gegenwart entsprach dem spĂ€ter hochwertiger produzierten Demo 1000 Years und die Zukunft mit Apologeia, Envy und Pride, enthielt erste Skizzen der Arbeit an dem als zweites Studioalbum veröffentlichten Konzeptalbum Amartia.[4]
Ăber die NetzwerktĂ€tigkeit im Forum des Webzines baute Panagiotou Kontakt zu vielen spĂ€teren Wegbegleitern auf, darunter Stijn van Cauter von Nulll Records und Until Death Overtakes Me, in dem er jemanden fand, der ĂŒber Aufnahmeequipment und -erfahrungen verfĂŒgte. Vereinbarte Aufnahmen in van Cauters Heimstudio Templa Libitina in Erembodegem fanden von November bis Dezember 2001 statt.[3] Dort agierte das Duo mit dem in Gent lebenden und ebenfalls im Doom-Metal.com-Forum aktiven Lawrence van Haecke von Solicide. Van Haecke nahm ebenfalls in Kooperation mit van Cauter sein DebĂŒt in dessen Heimstudio auf und brachte sich Ersatzweise als Bassist auf den Demoaufnahmen ein. Teil von Pantheist wurden weder van Cauter noch van Haecke, doch grĂŒndeten van Cauter, Panagiotou, van Haecke und der in Lendelede lebende Schlagzeuger Kris Villez von In Somnis 2002 die Band Wijlen Wij.[2]
Die Aufnahmen in Erembodegem wurde im Dezember 2001 mit der Veröffentlichung des Demos 1000 Years abgeschlossen.[8] Das Demo erlangte Erfolg im Doom-Metal-Underground und verhalf Pantheist zu einem Vertrag mit dem finnischen Label Firebox Records.[9] Im Jahr 2002 absolvierte die Band beim ersten Dutch Doom Day ihren ersten Auftritt neben Antimatter, Thee Plague of Gentlemen, Jack Frost, Whispering Forest und Officium Triste.[6] Auch Pim Blankenstein, den Mitorganisator des Festivals und SĂ€nger von Officium Triste, lernte Panagiotou ĂŒber Doom-Metal.com kennen.[3] Ein weiterer Auftritt in Belgien mit Geasa folgte, bevor die Band ihr DebĂŒt aufnahm.[6]
Die frĂŒhe Funeral-Doom-Phase
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]O Solitude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2003/2004[6] |
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(Auftritte der Funeral Procession Tour kursiv)
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Zwei der sechs Titel des Demos 1000 Years bildeten die Basis fĂŒr das in Zusammenarbeit mit Firebox Records entstandene DebĂŒt. Aus dem Umfeld des Webzines Doom-Metal.com zog das Duo den Bassisten FrĂ©dĂ©ric Caure von Rhymes of Destruction und die Schlagzeugerin Odile Aurora Strik, damals als Oscar Strik aktiv, hinzu.[3] Als damit vollstĂ€ndig besetzte Band spielte Pantheist das DebĂŒt O Solitude vom 17. bis zum 26. Januar in den CCR Studios im belgischen Zulte unter der technischen Hilfe von Kris Belaen ein. Belaen mischte das Album auch ab. Vom Demo blieben die StĂŒcke Envy Us, das populĂ€re Werke von Chopin (24 PrĂ©ludes op. 28, #4) und Beethoven (7. Sinfonie) adaptierte, und Time erhalten. Stijn van Cauter trat als GastsĂ€nger in diesem StĂŒck in Erscheinung.[10] Nach den Aufnahmen trat Pantheist mit Morgion und Mourning Beloveth in den Niederlanden und in Belgien auf.[6] Das Album wurde am 10. April 2003 veröffentlicht. Der Kooperationspartner Firebox Records half mit Werbung und dem eigenen Ruf als aufstrebendes Extreme-Doom-Label dabei, den Namen der Band als Instanz des Genres zu etablieren.[10]
Firebox Records unterstĂŒtzte auch die Organisation der ersten Funeral-Doom-Tour The Funeral Procession Tour 2003, die Pantheist mit Skepticism und Until Death Overtakes Me absolvierte. WĂ€hrend der Tour unterstĂŒtzten die Interpreten dabei einander als Live-Musiker. Es war das erste Mal, dass Skepticism, die zu dieser Zeit die bekannteste Gruppe des Genres darstellte, auĂerhalb Finnlands auftrat. In der jungen, aufstrebenden Szene fĂŒhlte es sich fĂŒr Panagiotou an, âals wĂ€ren [Pantheist] mit an der Spitze einer Bewegung.â[11] Es folgte im Jahr 2004 eine Tournee mit While Heaven Wept und Mourning Beloveth sowie ein Auftritt beim deutschen Festival Doom Shall Rise als erster Interpret des Funeral Dooms.[6] Der Auftritt auf dem Festival, dass verstĂ€rkt den Traditional Doom bediente, zĂ€hlt zu den Höhepunkten der zweiten Ausgabe des Festivals.[12]
Amartia und The Pains of Sleep
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2006[6] |
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(Auftritte der Dutch Mini Tour kursiv)
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Im Jahr des Auftritts auf dem Festival Doom Shall Rise siedelte Panagiotou nach GroĂbritannien um. Dabei nahm er Pantheist mit. Aus der ersten Bandkonstellation blieben Panagiotou und Tambuyser ĂŒbrig, die Pantheist in der neuen Heimat von Panagiotou fortfĂŒhrten, Strik und Caure schieden aus. Das erwartete Folgealbum zu dem erfolgreichen DebĂŒt befand sich bereits seit den Tagen des Demos Rehearsal Tracks in Arbeit. Nachdem Panagiotou den GroĂteil des DebĂŒts allein geschrieben hatte, war Tambuyser an der Arbeit am Folgealbum stĂ€rker beteiligt. Als kreativer Kopf der Band fĂŒhrte Panagiotou Pantheist mit Musikern aus seinem Umfeld und virtuellen Kontakten, âdie in die Philosophie und den Sound der Bandâ[13] passten, fort. Den Schlagzeuger und SĂ€nger Andy Semmens traf er zum Mittagessen. Semmens wurde erst als Session-Schlagzeuger engagiert, aber versuchte sich alsbald an einige opernhafte, klaren Gesangspassagen. Das Ergebnis ĂŒberzeugte die weiteren Bandmitglieder, weshalb er anfĂ€nglich als SĂ€nger und Schlagzeuger, spĂ€ter nur als SĂ€nger der Band auftrat. Zu Mark Bodossian unterhielt Panagiotou bereits seit frĂŒhen Tagen des Doom-Metal.com-Forums Kontakt. Panagiotou hatte ihm das Demo 1000 Years im Jahr 2002 zukommen lassen. Als Reaktion Ă€uĂerte der damals in Indien lebende Bodossian den Wunsch, Pantheist eines Tages beizutreten, da er die von der Band gespielte Musik liebte. Nach Panagiotous Umzug nach England und Striks Ausstieg stand ihm der Weg in die Band offen. Die beiden neuen Mitglieder wurden ebenfalls in den Schreibprozess eingebunden. Dabei ging der GroĂteil des kreativen Prozesses weiterhin von Panagiotou aus.[3]
Firedoom Music fĂŒhrte den Vertrag, den Pantheist mit dem Mutterlabel Firebox Records zur Veröffentlichung des DebĂŒts abgeschlossen hatte, fort und ermöglichte der Gruppe die Aufnahmen eines zweiten Albums. In der dazu neu gestalten Besetzung spielte Pantheist Amartia, das seit den frĂŒhen Tagen geplante Konzeptalbum, ein. Die Aufnahmen fanden vom 1. bis zum 5. Oktober 2004 in den von Robert John Godfrey unterhaltenen The Lodge Studios in Northampton statt. Vom 15. bis zum 17. Oktober wurde das Album im gleichen Studio von der Band gemastert.[2]
Nach der weitrĂ€umig gelobten Veröffentlichung von Amartia stieĂ der Gitarrist Ilia Rodriguez zur Band. Pantheist buchte das gleiche Studio fĂŒr Aufnahmen bisher unveröffentlichter Titel. Die neu eingespielten StĂŒcke sollten als Teil einer EP dem Abbild der IndividualitĂ€t der Band, die die Genrezuschreibung zunehmend als Fessel empfand, dienen. Der verbleibende Teil der EP sollten retrospektive RaritĂ€ten aus dem bisherigen Schaffen bieten. Die neuen StĂŒcke der EP The Pains of Sleep waren The Pains of Sleep und Pavor Nocturnus. The Pains of Sleep ist eine Vertonung des gleichnamigen Gedichtes von Samuel Taylor Coleridge, das musikalisch lose als Anlehnung an Monty Pythons Always Look on the Bright Side of Life unter dem Titel Always Look on the Dark Side of Life begann. Die Band wechselte den Text und Ă€nderte damit auch den Titel des StĂŒcks. Pavor Nocturnus war hingegen als ein StĂŒck geplant, dass Pantheist von einer besonders dĂŒsteren, bösartigen und kalten Seite zeigen sollte. Auf der EP war hinzukommend das Cover des Katatonia-StĂŒcks For Funerals to Come, da es ursprĂŒnglich eines der ersten aufgenommenen StĂŒcke der Band war, dabei interpretierte die Band den Titel in den Priory Recording Studios in Royal Sutton Coldfield neu und lieĂ Semmens den Gesang wahrnehmen. ErgĂ€nzt wurden die Aufnahmen um das gesamte Demo 1000 Years. Nach den Aufnahmen verlieĂ der weiterhin in Belgien lebende Tambuyser offiziell die Band.[14] Auch Semmens verlieĂ mit einem Umzug nach Finnland Pantheist.
FĂŒr die Veröffentlichung von The Pains of Sleep wurde die gesamte EP einem Mastering durch den Tontechniker Arkady Navaho in den Moskauer Navahohut Sound Studios unterzogen. Die EP erschien im November 2005 ĂŒber das russische Label Serpentâs Lair Productions und erhielt als RaritĂ€tensammlung, auĂerhalb der regulĂ€ren Veröffentlichungen nur wenig, jedoch positive Resonanz.[15][10]
Um den fehlenden zweiten Gitarristen zu kompensieren und Auftritte in den folgenden Monaten und Jahren wahrzunehmen, stieĂen der Schlagzeuger Sterghios Moscho und der Gitarrist Peter Benjamin zur Gruppe.[2] Gemeinsam absolvierte die erneut umbesetzte Band ab Mai 2006 internationale Auftritte sowie eine kurze Tournee in den Niederlanden mit While Heaven Wept im Winter des Jahres.[6]
Die experimentellen Jahre der Emanzipation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Journey Through Lands Unknown und Unveiling the Signs
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2007â2009[6] |
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(Auftritte der Exorcising the Funeral Tour kursiv)
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Panagiotou fĂŒhrte Pantheist mit Rodriguez, Bodossian und Moschos fort. Ab dem Jahr 2007 arbeiteten die Musiker, unterbrochen von gelegentlichen Auftritten, an einem neuen Album, bevor sie ein Tonstudio buchten. Zu den Auftritten zĂ€hlten Festivalauftritte beim französischen Doom Over the World Fest und beim britischen UK Metalfest. Das Album Journey Through Lands Unknown sollte die BemĂŒhungen um kreative Offenheit und musikalische Entwicklung verwirklichen.[2] Nach Semmensâ Ausstieg ĂŒbernahm wieder Panagiotou den Gesang, dabei waren die Harmonien des Gesangs auf die Stimme des nach Finnland ausgewanderten Andy Semmens geschrieben. Semmens hatte Panagiotou ursprĂŒnglich zugesagt, die Lieder einzusingen, musste jedoch etwa einen Monat vor der Aufnahme sein Engagement absagen. Mit seinem eigenen Gesang auf Journey Through Lands Unknown blieb Panagiotou unzufrieden.[16]
Im Ergebnis von 18 Monaten Arbeit sowie âmusikalischer und spiritueller Forschungâ[17] in der BeschĂ€ftigung mit Platon, Freud, Empirik und PhĂ€nomenologie[10] fanden die Aufnahmen von Juni bis Juli 2008 unter der technischen Begleitung von Greg Chandler in den Priory Recording Studios statt. Chandler mischte das Album mit der Band gemeinsam ab. Das Mastering ĂŒbernahm Rik Dowding fĂŒr Sonic Mastering. Auf die Veröffentlichung am 15. Oktober 2008 folgten mehrere Auftritte sowie eine Tournee mit Skepticism und Ophis. Dabei wurde das Album, ebenso wie die Auftritte, uneinheitlich angenommen.
Mit dem zur Tournee neu hinzugezogenen Gitarristen Pepijn van Houwelingen absolvierte Pantheist im Jahr Oktober 2009 eine weitere Tournee. Diese fand mit Gallileous und Dissolving of Prodigy in Tschechien und Polen statt, was fĂŒr Pantheist die ersten Auftritte in Osteuropa bedeutete. Zum Ausgleich wurden die beide osteuropĂ€ischen Gruppen zu einem gemeinsamen Auftritt in London eingeladen. Im Zuge der Kooperation entstand eine Freundschaft, die in einer gemeinsamen Veröffentlichung mĂŒndete. Die Gruppen verabredeten das gemeinsame Konzept des Aberglaubens und nahmen separat StĂŒcke zu dem Thema fĂŒr das Split-Album Unveiling the Signs auf. Panagiotou beteiligte sich, neben dem Pantheist-StĂŒck Barock, mit einer OuvertĂŒre allein und einem weiteren StĂŒck durch die Band Wijlen Wij. Als verlegendes Unternehmen der im November 2010 veröffentlichten Kooperation brachte sich das polnische Independent-Label Redrum666 ein.[2] Das von Pantheist beigetragene StĂŒck Barock ĂŒber den aufgeklĂ€rten Menschen als Individuum, der im Fehlen der Mystik des Aberglaubens einen Mangel erlebt, wurde als Höhepunkt des Split-Albums rezipiert.[18]
Pantheist
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2010/2011[6] |
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(Auftritte der Finnish Tour kursiv)
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Nach den Auftritten in Osteuropa, der Produktion des Split-Albums Unveiling the Signs und Auftritten im FrĂŒhjahr 2010 spannte sich die Situation in der Band an. Mark Bodossian plante einen Umzug nach Norwegen, was seinen kommenden Ausstieg bedeutete. Panagiotou und Rodriguez hatten jeweils individuelle persönliche Probleme, die das regelmĂ€Ăige Proben und Arbeiten erschwerten. Rodriguezâ Beteiligung an Pantheist nĂ€herte sich ebenfalls seinem Ende. Dennoch brachten sich sowohl Bodossian als auch Rodriguez in die Arbeit am kommenden Album ein. Rodriguez und Panagiotou schrieben getrennt voneinander ohne den Austausch in der Band an Material fĂŒr das vierte Studioalbum. In mehreren Sitzungen von Oktober 2010 bis zum Januar 2011 nutzte die vom Verfall bedrohte Band erneut die Priory Recording Studios und spielte das Album Pantheist fĂŒr Grau Records ein. Nachdem Panagiotou mit seiner Gesangsleistung fĂŒr das vorherige Album unzufrieden geblieben war, hatte er in ErwĂ€gung gezogen, einen externen SĂ€nger hinzuzuziehen, was die Bandmitglieder ablehnten. Zugleich nahm er selbst Gesangsunterricht, um seine Leistung zu verbessern. Wie bereits bei dem experimentellen Journey Through Lands Unknown war Pantheist weiter um eine Distanzierung vom Funeral Doom bemĂŒht. Die Zusammenarbeit mit dem jungen Unternehmen Grau Records sollte der Band helfen, sich von den Funeral-Doom-Erwartungen an ihre Veröffentlichungen zu lösen.[16]
Pantheist folgte der Idee des VorgĂ€ngers unter dem Einfluss von Anathema, King Crimson, Pink Floyd, Devin Townsend und Skepticism, die eigene Stilentwicklung jenseits der Erwartungen fortzufĂŒhren. Abgrenzend vom vorherigen Album sollte Pantheist weniger experimentell, dafĂŒr umso persönlicher werden. Panagiotou ergĂ€nzt diese Idee um den Wunsch, âein Album zu machen, das sogar [s]einer Mutter gefallen wĂŒrdeâ.[19]
WĂ€hrend das Album weitreichend gelobt wurde, mĂŒndeten die sich abzeichnenden Auflösungserscheinungen der Band in einer neuen Besetzung der Band. Aleksej ObradoviÄ wurde als neuer Bassist hinzugezogen, auf einen zweiten Gitarristen wurde vorerst verzichtete. So zusammengestellt, wurde fĂŒr das StĂŒck Be Here im belgischen Roeselare vom Regisseur Alexander Decommere ein Musikvideo gedreht und Pantheist absolvierte einen kurzen Auftritt beim britischen Fernsehsender Channel 4 sowie, neben weiteren Auftritten, eine Finnland-Tournee mit Tyranny und 0xĂst.[2]
St-Giles-in-the-Fields-Auftritt und Jahre ohne Veröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2012â2017[6] |
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Anfang des Jahres 2012 bestritt die Band Konzerte. Neben einigen Festivalauftritten erlangte der Auftritt vom 28. Januar 2012 Aufmerksamkeit. Pantheist lud Skepticism ein, das erste Mal im Vereinigten Königreich aufzutreten, und arrangierte mit der Kirche St Giles-in-the-Fields einen attraktiven Ort. Das Konzert wurde als legendĂ€re Performance rezipiert und von Pantheist als Live at St Giles, London am 20. November 2020 zu ihrem zwanzigjĂ€hrigen Bestehen als Musikdownload veröffentlicht.[3] Die Band baute Laser und Nebel in ihren Auftritt ein und spielte die Akustik des GebĂ€udes fĂŒr ein Konzert aus, das âan einem regulĂ€ren Auftrittsort nichtâ zu erreichen gewesen wĂ€re.[20]
âDie grĂŒnen Laser, die von der BĂŒhne ausgingen, waren spektakulĂ€r und die Akustik ziemlich unglaublich, wenn langsame, zermalmende Rhythmen mit immenser Kraft und Klarheit durch die Halle dröhnten. Die Keyboards klangen wie eine Kirchenorgel, verstĂ€rkten den Sinn fĂŒr Dramatik und spielten eine groĂe Rolle bei der Produktion einer intensiven AtmosphĂ€re.â
Nach dem Konzert kĂŒndigte Pantheist âeine lange und hoffentlich befriedigende Reise, die dem Namen und der Philosophie der Band voll und ganz gerecht werden sollteâ, an.[21] Doch nach der Veröffentlichung ihres vierten Albums durchlief Pantheist diverse weitere Besetzungswechsel. Rodriguez und Bodossian waren nach den Aufnahmen der Band ausgetreten. Aleksej ObradoviÄ ĂŒbernahm die Rolle von Bodossian. Als Gitarrist blieb Pepijn Houwelingen Teil der Band.[3] Panagiotou hatte bereits frĂŒh nach der Herausgabe von Pantheist eine Kurzgeschichte verfasst, auf deren Basis ein Konzeptalbum entstehen sollte, eine erste entstandene Rohfassung wurde jedoch verworfen, nachdem Houwelingen in die Vereinigten Staaten ausgewandert war und Valter Cunha von Before the Rain der Gruppe beitrat. Cunha wollte ein Album, das hĂ€rter als das bisherige Material werden sollte. Nach drei Jahren der Ringens miteinander verlieĂ Cunha die Band aufgrund kreativer und persönlicher Differenzen. Pantheist verwarf das mit ihm geschaffene und ins Stocken geratene Material, um erneut von vorne zu beginnen. Frank Allain, der ursprĂŒnglich als zweiter Gitarrist hinzugekommen war, blieb und arbeitete mit Panagiotou an den StĂŒcken der ersten Fassung. In dieser Phase verlieĂ der Schlagzeuger Sterghios Moschos die Gruppe und wurde durch Daniel Neagoe ersetzt.[3] Ăber den gesamten Prozess hinweg trat die Band sporadisch auf.
Am 14. Juni 2016 veröffentlichte Panagiotou die Fundraising-EP Chapters als Musikdownload, gepaart mit einer Pressemitteilung und einem begleitenden Spendenaufruf der die Aufnahmen des Albums finanzieren sollte.[10] Chapters basierte dabei auf der ersten Version des geplanten Pantheist-Albums. Panagiotou arrangierte die Musik dazu neu und lieà sie von dem Tontechniker, Produzenten und Musiker Déhà mastern.[3]
Die RĂŒckkehr der Band mit eigenem Label
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seeking Infinity und Closer to God
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2018, 2019 und 2022[6] |
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Aufgrund einer finanziell angespannten Situation der Band kooperierte Pantheist zu den Aufnahmen nicht mit Greg Chandler als Techniker, sondern lieĂ Neagoe die Tontechnik in den Priory Recording Studios sowie das Mastering ĂŒbernehmen, um mehr Zeit fĂŒr die Aufnahme zur VerfĂŒgung zu haben. Die Aufnahmen fanden in einem Zeitraum von neun Monaten in mehreren Sitzungen ab dem Jahr 2017 statt. Indes initiierte Panagiotou unter dem Namen Melancholic Realm Productions ein eigenes Label fĂŒr die Veröffentlichung. Vitaly Savisk von GS Productions unterstĂŒtzte das Label durch Produktionsmöglichkeiten der CD-Auflage und ĂŒber Neagoe kam Pantheist in Kontakt mit dem spanischen Unternehmen The Vinyl Division, das eine Vinylversion herausgab.[3] Am 14. September 2018 erschien Seeking Infinity. Nach der vielfach gelobten Veröffentlichung bestritt die Band Auftritte in London und Antwerpen. Besondere Konzerte absolvierte die Band mit Bell Witch in London und Officium Triste in Antwerpen. Beide Auftritte fanden in bestuhlten RĂ€umlichkeiten statt. In Antwerpen nutzte Pantheist, wie im Jahr 2012 in London, eine alte Kirche als Auftrittsort. Es blieben die letzten Konzerte der Band, bevor der Ausbruch der COVID-19-Pandemie Tourneen und Auftritte der Band annĂ€hernd unmöglich machte.[2]
Nach der Veröffentlichung von Seeking Infinity und der Promotion des Albums zersetzte sich die Band erneut. Panagiotou zog nach SĂŒdwales. Neagoe war bereits nach den Aufnahmen des Albums nach RumĂ€nien zurĂŒckgekehrt. Aufgrund der rĂ€umlichen Distanz, nach Panagiotous Umzug, verlieĂen auch die verbleibenden Musiker die Gruppe und Panagiotou blieb als verbleibendes Mitglied der Band allein. Durch den Mangel an Mitgliedern und durch die MaĂnahmen im Vereinigten Königreich, die der EindĂ€mmung der COVID-19-Pandemie entgegenwirken sollten, lieĂ Panagiotou Pantheist als Live-EntitĂ€t pausieren. Anstelle von Auftritten bestritt die Band ihr zwanzigstes JubilĂ€um durch die Veröffentlichung der Single De Regen Voorbij, der Kompilation aus RaritĂ€ten und alternativer Aufnahmen Alternative PantheĂŻsm und des Live-Albums Live at St Giles, London.[22]
Ohne die Option von Auftritten formierte Panagiotou Pantheist mit neuer internationaler Besetzung, die er als eine Art Kollektiv begriff, um das sechste Album aufzunehmen. Der Gitarrist Jeremy Lewis sowie der Schlagzeuger John Devos lebten in den Vereinigten Staaten, der Gitarrist Frederic Laborde in Frankreich und der Bassist Matt Strangis in Wales. In dieser multinationalen Besetzung entstand das Album Closer to God in den Jahren von 2019 bis 2021 im virtuellen Austausch an unterschiedlichen Orten.[22] Die Zusammenarbeit empfand Panagiotou als erfrischende und bereichernde Erfahrung. Abgemischt wurde das Album von Lewis, gemastert von Greg Chandler in den Priory Recording Studios.[23] Das Album besitzt neben dem musikalischen einen thematischen roten Faden in der Auseinandersetzung mit der Selbstzerstörung der Menschheit.[22]
Organic Doom Vol. 1 und Kings Must Die
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konzerte 2023â2025[6] | |
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Nachdem das Album Closer to God aus den Gegebenheiten als multinationales Studioprojekt entstand, zog Panagiotou in ErwĂ€gung, Pantheist exklusiv als Studioprojekt fortzufĂŒhren. Nach RĂŒcksprache mit Musikern und AnhĂ€ngern verwarf er die Idee allerdings und begann im Februar 2022, gemeinsam mit Strangis fĂŒr erneute Auftritte zu proben und weitere Musiker fĂŒr eine Live-EntitĂ€t der Band zu casten und erste Auftritte zu buchen. Den ersten Auftritt nach der pandemiebedingten Pause organisierte Panagiotou in Eigenregie fĂŒr den 4. Dezember 2022. Zu diesem Zweck formte er um sich und Strangis eine Besetzung mit dem Schlagzeuger Fanel Lefterache und dem Gitarristen Atanas Kyurkchiev. Als Auftrittsort wurde der Fuel Rock Club in Cardiff gewĂ€hlt. FĂŒr das Konzert engagierte Pantheist die Bands Edenfall und Pyrogaric als Vorgruppe.[24] Der Auftritt wurde als eindrucksvolle und gelungene RĂŒckkehr der zunehmend von Auftritten zurĂŒckgezogenen Band besprochen.[25]
Noch im gleichen Monat erschien mit Fthagn-Nagh eine weitere Download-Single. Das StĂŒck wurde als Soundtrack zu einer von Noel Lacaillade geschriebenen gleichnamigen Map des Spiels Quake konzipiert und sollte den atmosphĂ€rischen Aspekt des Levels aufgreifen. Das Level sollte der Vorstellung des fiktiven Ortes Râlyeh entsprechen. Die von Panagiotou hierzu verfasste Musik sollte dazu der bedrohlichen Stimmung der ErzĂ€hlungen Lovecrafts nahe kommen.[26]
Im Jahr 2023 fanden, beginnend mit Auftritten in Plymouth und Treforest, eine Reihe von Konzerten in GroĂbritannien und Europa statt. Darunter kĂŒndigte die Band mehrere Festivalauftritte an. So fĂŒr MĂ€rz beim zweiten Masters of the Riff Festival in London mit Interpreten wie Conan, Esoteric und Gnome, im April beim Funeral Imperial Feast in Prag mit Interpreten wie Frowning und Et Moriemur und im Juli beim Reaper Festival in Derby mit unter anderem Arð, Saor, Bölzer und Winterfylleth.[27] Mit Live at Reaper 23 veröffentlichte Pantheist am 19. August des gleichen Jahres einen Mitschnitt des Auftritts als Musikdownload.
Mit Arð, einer Band deren Live-Besetzung Panagiotou im Herbst 2022 ergĂ€nzt hatte, trat Pantheist, unter der Bezeichnung Organic Doom Vol. 1 in der zum Konzertsaal umgestalteten alten Town Hall in Huddersfield, auf. Das Konzert wurde als Teil der lokalen Konzertreihe Kirklees Year of Music mit dem Fokus auf Blechblasinstrumente konzipiert, wozu die Gruppe die im Konzertsaal installierte Orgel durch den Organisten David Pipe spielen lieĂ. Pipe sah in der Kooperation die Chance das Interesse an dem Instrument zu erweitern und neue Möglichkeiten der Nutzung aufzuzeigen. Wenn Kirchen geschlossen werden, was in GroĂbritannien hĂ€ufig nach 25 Jahren schon der Fall ist, werden die enthaltenen Orgeln oft verschrottet. FĂŒr die verbliebenen Kirchen könne eine Pfeifenorgel zu einem unerschwinglichen Luxus werden, der regelmĂ€Ăig gestimmt und gereinigt werden mĂŒsse. Das Auftrittskonzept Organic Doom war dabei so erfolgreich, dass die Veranstalter und Gruppen planten, eine Veranstaltungsreihe im Vereinigten Königreich zu konzipieren.[28] Der Auftritt wurde als besonders stimmig und atmosphĂ€risch gelobt.[29] Auch die Regionalnachrichtensendung Look North der BBC berichtete ĂŒber den Auftritt und dessen konzeptionellen Hintergrund. Ebenso widmeten nationale und regionale Radiosender und das Organistsâ Review Magazine dem Konzert eigenstĂ€ndige BeitrĂ€ge.
Ăber das Jahr 2023 nahm Pantheist hinzukommend das neue StĂŒck Kings Must Die auf. Jake Harding von der Post-Metal-Band Grave Lines trat hierbei als GastsĂ€nger in Erscheinung. Die Sopranistin Linda Dumitru wurde zugleich als neues Bandmitglied vorgestellt. Zu diesem StĂŒck wurde ein Musikvideo von Tiberiu Lefterache produziert. Das Video nutzt Aufnahmen der Krönung von Charles III. in Sepiatönen und blendet Textzeilen in die Bilder. Kings Must Die wurde als Kritik am Pomp der vornehmlich reprĂ€sentativen Institution des Königshauses in Anbetracht sozialer MissstĂ€nde wahrgenommen. Eine verkĂŒrzte Version des StĂŒcks und das Video wurden am 5. Januar 2024 auf YouTube vorgestellt. Kings Must Die und die von Mark Mynett technisch begleitete Aufnahme des Organic Doom Vol. 1 wurden am 8. MĂ€rz 2024 als EP unter dem Titel Kings Must Die veröffentlicht.[30] Es folgten Konzerte mit der italienischen Traditional-Doom-Band Abysmal Grief sowie diverse Festivalauftritte. Indes ergĂ€nzte Linda Dumitru Pantheist als feste SĂ€ngerin, womit die Band den The-Beauty-and-the-Beast-Gesangsdualismus vorerst in das Konzept geplanter Aufnahmen integrierte.
Werk und Wirkung
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Ebenso wie sich die Band stetig personell wandelte, variierte auch der Stil der Gruppe, die anfangs zu den aufkommenden Namen im Funeral Doom gerechnet wurde. Pantheist wehrte sich dagegen, auf ein reduziertes und kompromissloses Genre begrenzt zu werden, und spielte nach den ersten Erfolgen Veröffentlichungen ein, die mit ProgressivitÀt und Psychedelic die eigene Aufgeschlossenheit reprÀsentieren sollten und damit bis in Bereiche der Popmusik vordrangen. Die Rezeption der Veröffentlichungen blieb dabei vorwiegend positiv. Lediglich das dritte Album Journey Through Lands Unknown erfuhr gespaltene Kritik.
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Studioalben
| Jahr | Titel Musiklabel |
Anmerkungen |
|---|---|---|
| 2003 | O Solitude Firebox Records |
Erstveröffentlichung: 10. April 2003 Re-Releases: 2003: CD-Maximum, 2009: Firedoom Music, 2015: Grau Records, 2011: The Vinyl Division (als LP) |
| 2005 | Amartia Firedoom Music |
Erstveröffentlichung: 30. MÀrz 2005 Re-Releases: 2006: CD-Maximum, 2012: Grau Records |
| 2008 | Journey Through Lands Unknown Firedoom Music |
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2008 Re-Releases: 2013: Grau Records |
| 2011 | Pantheist Grau Records |
Erstveröffentlichung: 8. April 2011 |
| 2018 | Seeking Infinity Melancholic Realm Productions |
Erstveröffentlichung: 14. September 2018 Re-Releases: 2018: The Vinyl Division |
| 2021 | Closer to God Melancholic Realm Productions |
Erstveröffentlichung: 3. Dezember 2021 Re-Releases: 2022: The Vinyl Division |
Songwriting
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]SĂ€nger und Keyboarder Kostas Panagiotou fungiert als Hauptsongschreiber der Band. Er begrĂŒndet seit der GrĂŒndung konzeptionelle und musikalische Entscheidungen und gibt die Ausrichtung der Musik vor, steht dabei dennoch anhaltend im kreativen Dialog mit den Bandmitgliedern. FĂŒr die meisten Veröffentlichungen gab es einen kĂŒnstlerischen und kompositorischen Konterpart im jeweiligen Gitarristen, mit dem die Alben im Austausch entstanden.[14] Panagiotou prĂ€feriert das vorbereitende Schreiben und Einspielen der StĂŒcke am heimischen Computer anstelle von Probe- und Jam-Sessions, um Musik gemeinsam zu schreiben.[31]
Inhalt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Obwohl die Band sich keinem ĂŒbergeordneten Konzept verschreibt, sind die Veröffentlichungen auf Ă€hnliche Grundmotive hin ausgerichtet. Als solche Motive benennt Panagiotou âEinsamkeit und Abgeschiedenheitâ.[32] Vor diesem Hintergrund befassen sich die Alben mit dem VerhĂ€ltnis des Menschen zu Gott und Glauben in Amartia, Unveiling the Signs und The Pains of Sleep, der Menschen zueinander in O Solitude und Pantheist oder des Menschen zur Gesellschaft und Natur in Seeking Infinity und Closer to God. So handeln StĂŒcke wie Of Stardust We Are Made (and to Dust We Shall Return) von Closer to God âvon der Erkenntnis, dass am Ende alles vergeblich und vergĂ€nglich ist und dass trotz der stĂ€ndigen VerĂ€nderungen [im] Leben dieses anhaltende GefĂŒhl kosmischer Einsamkeit vielleicht das Einzige ist, was am Ende bleibt.â[33]
Hinzukommend verweist der Name der Band gezielt auf den Pantheismus als âdie natĂŒrlichste Weltanschauungâ, die laut Panagiotou möglich ist.[34] Dabei ordnet er sich und damit Pantheist nicht einem klassisch theistischen Pantheismus unter.[14] Die von ihm bevorzugte und als wissenschaftlicher aufgefasste und auf Baruch de Spinoza zurĂŒckgehende Variante stellt die Natur in den Mittelpunkt der Existenz.[3] Diese Idee von NatĂŒrlichkeit ĂŒbertrug er auf die Ausrichtung der Band, die er, basierend auf diesem SelbstverstĂ€ndnis, als ganzheitlich und kosmopolitisch betrachtet. Weltoffenheit, KomplexitĂ€t und Vertrauen auf die eigenen kreativen KrĂ€fte, statt kommerzieller oder subkultureller informeller Normen, gehören zu dem resultierenden SelbstverstĂ€ndnis der Band.[14]
BezĂŒge zur Romantik, insbesondere Verweise auf die Dichter John Keats und Samuel Taylor Coleridge ergĂ€nzen den thematischen Rahmen im Interesse an Transzendenz, Ganzheitlichkeit und NatĂŒrlichkeit. Auseinandersetzungen mit dem Unterbewusstsein und der Psyche ergĂ€nzen diesen inhaltlichen Schwerpunkt. So verweist Panagiotou darauf, dass seine Texte einem Wunsch nach Selbstfindung, -erforschung und -analyse nachgingen. In Anlehnung an Platon, Sigmund Freud, britischer Empirik und deutscher PhĂ€nomenologie seien insbesondere die Texte des Albums Journey Through Lands Unknown entstanden.[10]
Gestaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Logo der Band seit 2018 |
|---|
| 2018 |
Auch der Bandschriftzug variierte. Die Band nutzte zugĂ€ngliche Fonts anstelle aufwĂ€ndiger Metal-SchriftzĂŒge. Auf dem Demo 1000 Years und dem DebĂŒt nutzte die Band die Schriftart Morpheus, auf den folgenden Alben fand die Textura-Ă€hnliche gebrochene Schrift Monotype Old English Anwendung. Seit dem Album Seeking Infinity wird ein Schrifttyp aus der Schriftklasse Französische Renaissance-Antiqua in KapitĂ€lchen genutzt. Der Buchstabe âiâ im Schriftzug wird auf den ersten und spĂ€ten Veröffentlichungen als âĂâ, entsprechend der GrĂŒndung als PantheĂŻst, stilisiert. In den SchriftzĂŒgen, die den Textura-Schrifttyp nutzen, verzichtet die Band auf das Trema zugunsten eines einfachen i-Punktes.
AuĂer dem Coverbild des Demos 1000 Years gingen alle Cover-Gestaltungen von der Band aus. Abgesehen von Pantheist, das nachbearbeitete Zeichnungen bemĂŒht, nutzt die Band digital bearbeitete Fotografien als Covermotiv. Das in ein tiefes violett getauchte Bild zum DebĂŒtalbum O Solitude wurde von Odile Aurora Strik als Oscar Strik gestaltet. Ab dem zweiten Album ĂŒbernahm Cheryl Pinnock, spĂ€ter Panagiotou, die Aufgabe der grafischen Aufbereitung.[3] Die Visualisierungen der ersten Veröffentlichungen beinhalteten Verweise auf mystisch bis morbide und sakrale Motive in Form von farblich nachbearbeiteten kirchlichen Torbögen, Kronleuchtern und Bleiglasfenstern oder Friedhöfen. Ebenfalls kehrten Masken auf Journey Through Lands Unknown und Seeking Infinity als sich wiederholendes Motiv in der Gestaltung der TontrĂ€ger wieder. Spiegelungen werden in der Gestaltung von Journey Through Lands Unknown, Pantheist und Closer to God in unterschiedlichen Varianten bemĂŒht. Den Bildern wurde mit Effekten Ăberblendungen, Ăberbelichtung und vermeintliche VerschleiĂerscheinungen kĂŒnstlicher Alterung zugefĂŒgt. Die Farbgebung changiert zwischen Grau-, hellen Violett- und Sepiatönen. Die Bilder sollen den Themen des jeweiligen Albums entsprechen.[3]
Stil
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pantheist entwickelte sich im Lauf der Jahre ĂŒber mehrere Musikstile hinweg. Die AnfĂ€nge der Band lagen im instrumentalen Dark Wave. Vor der ersten Albumveröffentlichung entwickelte sich die Musik zu einem epischen und sakralem Funeral Doom, mit dem Pantheist zu den frĂŒhen und den Stil prĂ€genden Bands des Genres gilt. Das Werk ab dem DebĂŒtalbum der Band wird als spannende Gratwanderung und stetige Erweiterung des Vokabulars des Genres betrachtet. Mitunter schritt die Band mit ihren Experimenten und Ideen deutlich ĂŒber die Grenzen des Stils hinaus.[10]
Kostas Panagiotou spielte anfĂ€nglich Musik ĂŒber Keyboard und Synthesizer ohne Gesang oder weitere Instrumente ein. An einem Online-Wettbewerb teilnehmend nahm die Band eine Coverversion des Katatonia-StĂŒcks For Funeral to Come auf. Noch ohne den Einsatz der E-Gitarre ist dieses Cover der erste Titel von Pantheist, auf dem Panagiotou als SĂ€nger auftritt. Das Anathema-Cover Destiny ist eines der ersten StĂŒcke, das den Einsatz einer E-Gitarre prĂ€sentierte und sich dem Funeral Doom zuwandte. Erst nach der Anschaffung eines 8-Spur-Rekorders begann das Duo Tambuyser-Panagiotou, Gitarrenspuren aufzunehmen und sich so dem Funeral Doom zuzuwenden. Dabei behielt Pantheist die Orgel als zentrales Instrument bei. Den als typisch geltenden gregorianisch wirkenden Gesangsstil adaptierte Panagiotou von Dan Swanös Band Godsend, der klagenden Gesang in zwei Tonspuren ĂŒbereinander gelegt hatte.
âEs klang, als wĂŒrden Mönche feierlich zusammen singen. Da beschloss ich, dass ich genauso singen wollte. Es war diese Kombination aus Kirchenorgel, harten Gitarren und der Mischung aus brutalem Gesang und ChorĂ€len, die die frĂŒhe Version von Pantheist ausmachte.â
Trotz der Grenzen des Genres blieb der Band KreativitĂ€t und ProgressivitĂ€t ein immanentes Anliegen, ohne dabei den Doom Metal oder den Funeral Doom dauerhaft hinter sich zu lassen. Im SelbstverstĂ€ndnis als aufgeschlossene Band, die verschiedene EinflĂŒsse aufnimmt und hĂ€ufig neue Dinge ausprobiert, fuĂte die Gruppe fortwĂ€hrend auf dem Funeral Doom, den Panagiotou als reduziertes und kompromissloses Genre beschrieb. Ein Genre, das auch als stabile Basis der Entfaltung fungiert.[3]
Grundform
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Markenzeichen der Band ist die von Panagiotou benannte âKombination aus Kirchenorgel, harten Gitarren und der Mischung aus brutalem Gesang und ChorĂ€lenâ.[35] Gepaart mit dem gelegentlichen Einsatz heller Leadgitarren bilden diese Elemente eine Grundform des Stils von Pantheist. In Reinform prĂ€sentierte die Band diesen Stil auf den ersten Veröffentlichungen. Auf annĂ€hernd allen Veröffentlichungen der Band sind diese Elemente als Bestandteil gegeben. Eine sakrale und mystische AtmosphĂ€re wird als Resultat der Stilelemente und typisch fĂŒr die Band wahrgenommen.[36] Die musikalische Ausrichtung und die Bedeutung des Keyboards waren von Beginn an durch Panagiotous Rolle in der Band begrĂŒndet. Keyboard und Synthesizer als kreative und konstruktive Instrumente gleichberechtigt neben die Gitarre und den Gesang zu stellen, ermöglicht der Band komplexere Songarrangements, anstelle einem dominanten Gitarrenspiel lediglich ein neoklassisches Ambiente zu geben.[14] Die ersten Alben bieten durchgehend diese Grundform aus dem schweren Gitarrenspiel und den langsamen Rhythmen des Funeral Doom gepaart mit den sakralen und feierlichen Bestandteilen des Atmospheric Doom. Insbesondere das zweite Album betont die sublimen Aspekte des Atmospheric Doom durch Andy Semmensâ tiefen opernhaften Gesang.[10]
Experimentelle Phase
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Album Journey Through Lands Unknown aus dem Jahr 2008 wurde aus dem Drang nach Distanzierung vom Funeral Doom zum Befreiungsschlag der Band, die nicht mit dem Genre und seinen Zuschreibungen assoziiert werden wollte. Es entspricht keinem gĂ€ngigen Genrebegriff und wird als Crossover verschiedener Stile unter der groben Ausrichtung an einem progressiven Extreme Doom besprochen. Die Neuorientierung fand als bewusster Schritt statt. Pantheist sollte nicht als Interpret einer Musik gelten, von der das Publikum ausging, dass sie âabsichtlich ohne Dynamik oder KomplexitĂ€t von suizidalen Misanthropen gespieltâ[10] werde. Die Band spielte daher abseits des Funeral Doom eine Mischung aus Progressive Rock, Traditional Doom, Folk, Neoklassik und Black Metal, agierte mit ethnischen und folkloristischen Instrumente, Theremin, einer Hammondorgel im direkten Verweis auf Psychedelic- und Hard-Rock, ungewöhnlichen Songstrukturen und dem Einfluss diverser weiterer Musikrichtungen bis hin zu dem griechischen Rembetiko.[10]
Mit Pantheist aus dem Jahr 2011 fĂŒhrte die Band ihre Distanzierung vom Funeral Doom fort, konzentrierte sich dabei allerdings auf AtmosphĂ€re und Schlichtheit. Mit Funeral Doom wurde Pantheist kaum mehr assoziiert. Vielmehr prĂ€sentiere die Band auf ihrem selbstbetitelten Album eine âvon Melancholie und Weltschmerz durchtrĂ€nktenâ Rockmusik.[37] Unter dem Einfluss des Progressive Rock, des Pop und des Classic Rock entwickelte sich Pantheist analog zu Gruppen wie Anathema und Katatonia hin zu einem melancholischen Alternative Rock, der unter anderem als Doom Rock oder Emotional Rock[2] betitelt wurde.[10] Die Band folgte einem geradlinigen, traurigen, aber selten verzweifelten, Ansatz. Das mediterrane âAkustikgitarrenspiel, verhaltene BlechblĂ€ser- und HammondeinsĂ€tze, [âŠ] regelrecht spacige Keyboards, pechschwarze Drone-AusflĂŒge und schwermĂŒtiges Piano-Mollâ werden in dem von âMelancholie und Weltschmerz durchtrĂ€nkten Doom Rockâ ohne âKarnevalâ eingebunden.[37]
Synthese der Phasen
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Die Alben Seeking Infinity und Closer to God variieren in dem bis dahin gegebenen Repertoire der Band und kombinieren insbesondere die Aspekte des progressiven Doom Rock mit jenen des Crossovers aus Atmospheric Doom und Funeral Doom. Seeking Infinity war von Beginn an als globale musikalische RĂŒckschau auf das bisherige Werk der Band gedacht und bot eine Kombination frĂŒherer Spielformen, baute jedoch auch dezente Neuerungen ein. Mit einer ausgeprĂ€gten Dynamik im Gitarrenspiel, die zwischen dem Riffing des Death Doom und ruhigeren neoklassischen Momenten variiert, sowie Struktur und organische Dynamik aus der Rhythmusgruppe zog, verband die Band die Musik der ersten Alben mit jener des selbstbetitelten vierten Albums.[38]
Die eingeschlagene Entwicklung fĂŒhrte Pantheist auf Closer to God fort. Panagiotou nannte als besondere EinflĂŒsse Ennio Morricone, den Computerspiel-Soundtrack des Spiels Quake, Katatonia, Shape of Despair und Type O Negative.[22] Den epischen und cineastischen Funeral Doom mit Elementen des Psychedelic und Progressive Rock fĂŒhrte die Band dabei fort. Auf Closer to God kombinierte die Band ihren Stil mit Ideen aus Science-Fiction-Soundtracks wie 2001: Odyssee im Weltraum und Artrock. Insbesondere Chöre kamen dabei zum Einsatz.[39] Die bei der Band ĂŒblichen Chöre und Orgelpassagen blieben der Musik von Pantheist so erhalten, orientieren sich dabei jedoch zu groĂen Teilen an der von Morricone gestalteten Filmmusik. Der Gesang blieb in der Paarung aus gutturalem Growling und klagendem Klargesang.[40]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pantheist wird im Funeral Doom besondere Bekanntheit und Einfluss zugesprochen.[41] Dieser Status basiert vornehmlich auf den frĂŒhen Veröffentlichungen und Auftritten. Insbesondere O Solitude gilt als ein âMeilenstein fĂŒr das Genreâ.[42] Das Album wirkte definierend und wegweisend auf die Ausdrucksmöglichkeiten und Spielweisen im Genre.[43]
Aldo Quispel von Doom-Metal.com rezensierte Rehearsal Tracks als âein wenig ruppig an den RĂ€ndernâ. Pantheist mĂŒsse âan der Optimierung ihres Materials arbeiten, doch wenn sie dasâ absolviere könne sie zu einem der groĂen Namen im Genre werden.[44] Im Vergleich zu Rehearsal Tracks, urteilte Quispel in einer fĂŒr Doom-Metal.com verfassten Besprechung, wirke das Songwriting von 1000 Years abgeschlossen und die Produktion deutlich verbessert.[8] In einer Auflistung des Magazins Metal Hammer wird das Demo als eine der wichtigsten Veröffentlichungen des Genres aufgefĂŒhrt.[45]
Das DebĂŒtalbum O Solitude wurde bereits unmittelbar nach Veröffentlichung ausgesprochen positiv wahrgenommen,[10] und mit den Jahren als âeines der besten Funeral-Doom-Alben aller Zeitenâ,[42] zum kanonischen Werk im Genre und Grundstein einer bedeutenden Rolle Pantheists fĂŒr den Funeral Doom.[46] Dabei stĂŒtzte das erfolgreiche Album wechselwirksam das Interesse am aufstrebenden Unternehmen Firebox Records, dessen damalige Bandauswahl und Bekanntheit im Genre das Interesse an Pantheist stĂ€rkten.[10] O Solitude zeigte sich durch spielerisches sowie kompositorisches Vermögen und die Inspiration aus sakraler und klassischer Musik als eine Variation der Funeral-Doom-Genre-Muster, die Einfluss auf das Genre nahm.[47] Die gemeinsame Tournee mit Skepticism und der Erfolg des kanonisierten DebĂŒtalbums verschafften Pantheist PopularitĂ€t als frĂŒher, einflussreicher und eigenstĂ€ndiger Vertreter des Funeral Doom.[48] Mit dem Nachfolger Amartia festigte Pantheist den Status.[10] Die Band wurde als herausstechender Interpret im Genre und das Album als eines der essentiellen Doom-Alben der 1990er Jahre wahrgenommen.[49][50]
Journey Through Lands Unknown ĂŒberforderte Teile des Publikums. Einige Rezipienten verwirrte die neue Musikrichtung. Ein Teil der Hörer reagierte fassungslos bis empört, wĂ€hrend ein anderer Teil das Album als Meisterwerk eines Progressive Doom rĂŒhmte.[51] Es sei zu experimentell fĂŒr den Stil und die Band, sowie von âOrientierungslosigkeitâ und unnötigem âBallastâ belastet, bemĂ€ngelten hingegen die Kritiker.[52] Jahre spĂ€ter galt das Album weiterhin als das schwierigste der Band, wĂ€hrend Menschen wie der Tontechniker und Esoteric-SĂ€nger Greg Chandler es als Lieblingsalbum titulieren.[51] In der internationalen Rezeption erhielt Pantheist dem gegenĂŒber anhaltend positive Resonanz. Die angestrebte neue Einfachheit, Kontrolle und ZugĂ€nglichkeit der Musik wurde hĂ€ufig gelobt.[3] Insbesondere ein minimalistisches Spiel mit einer hypnotisch melancholischen AtmosphĂ€re wurde der Band hĂ€ufig positiv angerechnet.[53]
âDer progressive Ansatz zeigt eine Menge eigenen Charme: Mediterranes Akustikgitarrenspiel, verhaltene BlechblĂ€ser- und HammondeinsĂ€tze, mitunter regelrecht spacige Keyboards, pechschwarze Drone-AusflĂŒge und schwermĂŒtiges Piano-Moll feiern zu keiner Zeit Karneval, sondern ein trauriges, aber selten verzweifeltes, Fest des Weltschmerzes. Die Art, wie PANTHEIST mit einfachen Mitteln GĂ€nsehaut erzeugen können, zeigt das verhĂ€ltnismĂ€Ăig simple âBe Hereâ. Wie die Band hier diesen ungeheuer ergreifenden, regelrecht berĂŒckenden (sagt man das noch?) Refrain mit wahrer Könnerhand zur maximalen Wirkung bloĂ spartanisch einsetzt, das ist wunderschöne, musikalische Körperverletzung, wie man sie leider viel zu selten zu Ohren bekommt.â
In seiner melancholisch-progressiven Auslegung des Funeral Doom erfuhr das sieben Jahre nach Pantheist veröffentlichte Seeking Infinity ausschlieĂlich positive Resonanz. Das als auĂergewöhnlich, spannend und vielseitig gelobte Album[54] wurde als ein erneuter Höhepunkt der Band sowie des Genres gelobt.[55] Closer to God wurde âals das sanfteste und sogar kontemplativsteâ der Gruppe wahrgenommen und so als âkosmische, bewusstseinserweiternde Reiseâ besprochen.[56] Mit einer âeinzigartigen Visionâ vom âGlaube und Anspruch an die Urverbundenheit mit der Naturâ[57] sei es âeines der besten Metal-Alben des Jahres 2021â.[58]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stefano Cavanna: Il suono del Dolore. Trentâanni di Funeral Doom. Tsunami Edizioni, Mailand 2023, ISBN 978-88-94859-69-0, S. 118â123 (italienisch).
- Aleksey Evdokimov: Doom Metal Lexicanum. Cult Never Dies, London 2017, ISBN 978-0-9933077-6-8, S. 179 f. (englisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Aleksey Evdokimov: An NCS Interview with Pantheist. In: No Clean Singing. 17. Dezember 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Januar 2022; abgerufen am 19. September 2022: âI sometimes get jealous of the âtypicalâ band with three or four guys growing up in the same neighbourhood, then forming a band and staying together for years. Alas, it has been anything but that in Pantheist.â
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Pantheist: Biography. In: Pantheist.co.uk. 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 17. Juni 2021; abgerufen am 23. September 2022.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Coronel Mortimer: Interview with Pantheist. In: Doom-Metal.com. 20. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Oktober 2020; abgerufen am 23. September 2022.
- 1 2 Kostas Panagiotou: Pantheist: Alternative PantheĂŻsm. In: Bandcamp. 4. September 2020, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 27. Mai 2022; abgerufen am 23. September 2022.
- â Pantheist: Tribe. In: Pantheist.co.uk. 2020, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 17. Juni 2021; abgerufen am 23. September 2022.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Kostas Panagiotou: Gig History. Pantheist, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 6. November 2023; abgerufen am 22. April 2024.
- â Aldo Quispel: Pantheist: Rehearsal Tracks. In: Doom-Metal.com. 2001, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. Juli 2011; abgerufen am 23. September 2022.
- 1 2 Aldo Quispel: Pantheist: 1000 Years. In: Doom-Metal.com. 2001, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 1. Oktober 2020; abgerufen am 14. September 2022.
- â Fierce: Pantheist: Das Doom Shall Rise-Special. In: Vampster. 30. Dezember 2003, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. November 2020; abgerufen am 14. September 2022.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Aleksey Evdokimov: Doom Metal Lexicanum. Cult Never Dies, London 2017, ISBN 978-0-9933077-6-8, S. 179 f. (englisch).
- â Coronel Mortimer: Interview with Pantheist. In: Doom-Metal.com. 20. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Oktober 2020; abgerufen am 23. September 2022: âWe were also one of the 'bigger' names on the label in the beginning (until the likes of Saturnus and Swallow the Sun signed for them), organized the first ever funeral doom tour ourselves (The Funeral Procession Tour in 2003 with Skepticism, Pantheist and Until Death Overtakes Me) and it certainly felt like we were at the forefront of a movement.â
- â Heiliger Vitus: Doom Shall Rise. In: Heiliger Vitus. 16. Februar 2003, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. Mai 2022; abgerufen am 23. September 2022.
- â Coronel Mortimer: Interview with Pantheist. In: Doom-Metal.com. 20. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Oktober 2020; abgerufen am 23. September 2022: âI find around me that fit into the philosophy and sound of the band, so the criteria were the same at this stage.â
- 1 2 3 4 5 KwonVerge: Interview Pantheist. In: Metalstorm. 7. Oktober 2005, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 12. September 2015; abgerufen am 26. September 2022.
- â Erik T.: Pantheist: The Pains of Sleep. In: Teeth of the Divine. 17. April 2006, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 23. Oktober 2021; abgerufen am 26. September 2022.
- 1 2 Stephen Burrell: Interview with Kostas Panagiotou / Pantheist vocalist and keyboardist. (PDF) In: pantheist.co.uk. 26. MĂ€rz 2011, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 27. April 2011; abgerufen am 27. September 2022.
- â Pantheist: Biography. In: Pantheist.co.uk. 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 17. Juni 2021; abgerufen am 23. September 2022: âThe result of 18 months of arduous work and serious musical and spiritual exploration, the album harked back to the more personal themes found in the bandâs earlier material.â
- â Unveiling the Signs. In: warheim.org. 2011, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 19. Oktober 2017; abgerufen am 16. September 2022.
- â Coronel Mortimer: Interview with Pantheist. In: Doom-Metal.com. 20. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Oktober 2020; abgerufen am 23. September 2022: âMy mission for this album was âto make an album that even my mum would enjoyâ.â
- 1 2 Luci Herbert: Skepticism & Pantheist at St Giles In The Fields Church, London â 28/01/12. In: Ave Noctum. 6. Februar 2012, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. September 2022; abgerufen am 28. September 2022: âThere was a lot of build up to Pantheistâs performance, making the most of the ambience which is only right given what a monumental occasion this was and as the British doom act begin their set it straight away propels to a place incapable of reaching in a regular gig venue. The green lasers firing out from the stage are spectacular and acoustics pretty incredible as slow, crushing rhythms boom across the hall with immense power and clarity. Sounding like a church organ, the keyboards really amp up the sense of drama, and play a big part in creating a rather intense atmosphere.â
- â Kostas Panagiotou: Pantheist â Band Update, New Album In The Works. In: Metalstorm. 10. Oktober 2012, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 15. September 2015; abgerufen am 28. September 2022: âThis is going to be a long and hopefully satisfying journey that should do full justice to the bandâs name and philosophy.â
- 1 2 3 4 Aleksey Evdokimov: An NCS Interview with Pantheist. In: No Clean Singing. 17. Dezember 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Januar 2022; abgerufen am 19. September 2022.
- â Ivan Santos: Interview with Pantheist. In: Metal Imperium. 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 20. September 2022; abgerufen am 19. September 2022.
- â Kostas Panagiotou: News. In: pantheist.co.uk. 15. Oktober 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 26. Oktober 2022; abgerufen am 26. Oktober 2022.
- â Paul: Gig Review: Pantheist / Edenfall / Pyrogaric â Fuel Rock Club, Cardiff (4th December 2022). In: The Moshville Times. 9. Dezember 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 9. Dezember 2022; abgerufen am 10. Dezember 2022.
- â Noel Lacaillade: Fthagn Nagh. In: Bandcamp. 9. Dezember 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 15. Dezember 2022; abgerufen am 15. Dezember 2022.
- â Pantheist: Live. In: Pantheist. 2023, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Februar 2023; abgerufen am 21. Februar 2023.
- â James Tapper: âA bonkers gigâ: how heavy metal bands are helping keep UK church organs alive. The Guardian, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 27. Oktober 2023; abgerufen am 9. November 2023.
- â Janne Oinonen: Gig review: Organic Doom Vol. 1: Arð, Pantheist at Huddersfield Town Hall. In: Yorkshire Post. 19. Juni 2023, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. Juni 2023; abgerufen am 19. Juli 2023.
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Janne Oinonen: Gig review: Organic Doom Vol. 1: Arð, Pantheist at Huddersfield Town Hall. In: Yorkshire Post. 19. Juni 2023, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. Juni 2023; abgerufen am 19. Juli 2023.
James Tapper: âA bonkers gigâ: how heavy metal bands are helping keep UK church organs alive. The Guardian, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 27. Oktober 2023; abgerufen am 9. November 2023.
Kostas Panagiouto: King Must Die. Bandcamp, abgerufen am 3. Februar 2024.
Stefano Cavanna: Pantheist: King Must Die. In Your Ears, abgerufen am 3. Februar 2024. - â Bad English: Pantheist Inteview. In: Metalstorm. 14. Juli 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Februar 2020; abgerufen am 29. September 2022.
- â Coronel Mortimer: Interview with Pantheist. In: Doom-Metal.com. 20. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Oktober 2020; abgerufen am 23. September 2022: âthe theme of my lyrics (which are all directly or indirectly dealing with themes of solitude and loneliness).â
- â Aleksey Evdokimov: An NCS Interview with Pantheist. In: No Clean Singing. 17. Dezember 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Januar 2022; abgerufen am 19. September 2022: ââOf StardustâŠâ deals with the realization that, ultimately, everything is futile and ephemeral and that despite the constant changes in our lives, this persistent feeling of cosmic loneliness is perhaps the only thing that remains in the end.â
- â KwonVerge: Interview Pantheist. In: Metalstorm. 7. Oktober 2005, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 12. September 2015; abgerufen am 26. September 2022: âexistentially, it means the most natural worldview that is available.â
- 1 2 Coronel Mortimer: Interview with Pantheist. In: Doom-Metal.com. 20. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Oktober 2020; abgerufen am 23. September 2022: âIt sounded to me like some monks solemnly chanting together, and I decided I wanted to also sing like that. It was this combination of church organ sounds, heavy guitars and a mixture of brutal vocals and chants that defines the early version of Pantheist.â
- â Pantheist. In: Doom-metal.com. 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. September 2022; abgerufen am 27. September 2022.
- 1 2 3 Nils Herzog: Pantheist: Pantheist. In: Musikreviews.de. 1. April 2011, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 19. April 2022; abgerufen am 27. September 2022.
- â Terra Asymmetry: Pantheist: Seeking Infinity. In: Grizzly Butts. 10. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 20. September 2022; abgerufen am 28. September 2022.
- â Rolderathis: Pantheist: Closer to God. In: Toilet ov Hell. 3. Dezember 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 20. Januar 2022; abgerufen am 19. September 2022.
- â Knut: Pantheist: Closer to God. In: Veil of Sound. 3. Dezember 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. September 2022; abgerufen am 19. September 2022.
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Sargon the Terrible: Pantheist: O Solitude. Metal Crypt, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 13. August 2020; abgerufen am 7. November 2023.
Stefano Cavanna: Il suono del Dolore. Trentâanni di Funeral Doom. Tsunami Edizioni, Mailand 2023, ISBN 978-88-94859-69-0, S. 118â123, 119 f (italienisch). - 1 2 Cody Davis: Funeral Doom Friday: Resurrecting PANTHEISTâs Hallowed O Solitude. In: Metal Injection. 13. Mai 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. September 2022; abgerufen am 25. Mai 2022: âTogether, this four-piece created what is considered as one of the best Funeral Doom albums ever crafted.â
- â Sargon the Terrible: Pantheist: O Solitude. Metal Crypt, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 13. August 2020; abgerufen am 7. November 2023.
- â Aldo Quispel: Pantheist: Rehearsal Tracks. In: Doom-Metal.com. 2001, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. Juli 2011; abgerufen am 23. September 2022: âThey still sound a little ruff around the edges and need to work on perfecting their material, but when they do I am sure they will become one of the bigger and better names within the Funeral Doom genre.â
- â Redaktion: Funeral Doom â Zeitlinie der wichtigsten Releases. Metal Hammer, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. November 2022; abgerufen am 9. Januar 2024.
- â Timm: Pantheist: Pantheist. In: Metal.de. 31. MĂ€rz 2011, abgerufen am 25. September 2022.
- â
https://caperuzo.mx/2021/05/17/is-pantheists-o-solitude-the-best-funeral-doom-metal-album-ever-recorded/: Pantheist: O Solitude. Caperuzo, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 17. Mai 2021; abgerufen am 17. Mai 2021.
Sargon the Terrible: Pantheist: O Solitude. Metal Crypt, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 13. August 2020; abgerufen am 7. November 2023.
Stefano Cavanna: Il suono del Dolore. Trentâanni di Funeral Doom. Tsunami Edizioni, Mailand 2023, ISBN 978-88-94859-69-0, S. 118â123, 119 f (italienisch). - â Stefano Cavanna: Il suono del Dolore. Trentâanni di Funeral Doom. Tsunami Edizioni, Mailand 2023, ISBN 978-88-94859-69-0, S. 118â123, 119 f (italienisch).
- â Evil Wörschdly: Pantheist: Amartia. In: bleeding4metal. 13. Mai 2005, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. September 2022; abgerufen am 26. September 2022.
- â KwonVerge: Pantheist: Amartia. In: Metalstorm. 2005, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 17. Juli 2017; abgerufen am 26. September 2022.
- 1 2 Pantheist: Journey Through Lands Unknown. Bandcamp, 1. Oktober 2013, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. Juni 2022; abgerufen am 27. September 2022.
- â Harris: Pantheist: Journey Through Lands Unknown. In: Nocturnal Hall. 19. November 2008, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 15. September 2022; abgerufen am 27. September 2022.
- â Dorian Gorr: Pantheist: Pantheist. In: Rock Hard. 2011, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 20. September 2022; abgerufen am 27. September 2022.
- â Martin Desbois: Pantheist: Seeking Infinity. In: Metal Temple. 27. August 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. September 2022; abgerufen am 28. September 2022.
- â Pete Woods: Pantheist: Seeking Infinity. In: Ave Noctum. 4. September 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. September 2022; abgerufen am 28. September 2022.
- â Pete Woods: Pantheist: Closer to God. In: Ave Noctum. 2. Januar 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. September 2022; abgerufen am 19. September 2022: âCloser To God is possibly the mellowest and even most contemplative we have heard from Pantheist. [âŠ] Repeated listens have allowed me to luxuriate in its riches and enjoy each and every particle of what has become a cosmic, mind-expanding journey.â
- â Raquel Diez: Pantheist: Closer to God. In: Subterraneo Webzine. 7. MĂ€rz 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. September 2022; abgerufen am 19. September 2022.
- â Jonathon Rose: Pantheist: Closer to God. In: Metal Wani. 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. September 2022; abgerufen am 19. September 2022: âPantheĂŻst have released one of the best metal albums of 2021, not only in funeral doom but across genres.â
