Zum Inhalt springen

PVA TePla

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
PVA TePla AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007461006
Gründung 1991
Sitz Wettenberg, Deutschland Deutschland
Leitung Jalin Ketter, CEO, Vorstandsvorsitzende; Carl Markus Groß, CFO
Mitarbeiterzahl 925 (Jahresdurchschnitt 2025)[1]
Umsatz 244,3 Mio. Euro (2025)[1]
Branche Maschinenbau
Website www.pvatepla.com
Stand: 31. Dezember 2025

Die PVA TePla AG ist ein deutsches Technologieunternehmen mit Sitz in Wettenberg (Hessen), das 1991 gegründet wurde. Das Unternehmen entwickelt und produziert Anlagen, Systeme und Messtechnologien für industrielle Anwendungen in den Geschäftsbereichen Metrology und Material Solutions. Zu den Kernmärkten zählen die Halbleiterindustrie, der Energiesektor, die Hochleistungselektronik, die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie sowie die Medizintechnik. Eingesetzte Technologien umfassen unter anderem Ultraschallmikroskopie, optische Metrologie und Hyperspektral Vision-Technologie.

Die Produktion erfolgt schwerpunktmäßig an den Standorten Wettenberg, Jena und Westhausen in Deutschland sowie in Corona und Manassas (USA), Schio (Italien) und La Chapelle-d'Aurec (Frankreich). Insgesamt betreibt die Gruppe 13 Standorte in 8 Ländern und beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 rund 1000 Mitarbeitende.

Die Aktie der PVA TePla AG ist seit dem 1. Januar 2003 im Prime Standard der Deutschen Börse notiert. Von September 2021 bis Juni 2026 war das Unternehmen im SDAX der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Zum 22. Juni 2026 wechselte die PVA TePla AG in den TecDAX.

1991 wurde im Rahmen eines Management-Buy-outs der Geschäftsbereich Vakuum-Metallurgie-Anlagen der Arthur Pfeiffer Vakuumtechnik Wetzlar GmbH (heute: Pfeiffer Vacuum Technology AG) ausgegliedert und unter Führung des Hauptgesellschafters Peter Abel in die PVA Vakuum Anlagenbau GmbH überführt. Schwerpunkt des Unternehmens war der Bau von Anlagen zur Herstellung und Veredelung von Werkstoffen unter hoher Temperatur, Vakuum und Druck.

1997 wurde die PVA Vakuum-Anlagenbau Jena GmbH als Tochtergesellschaft gegründet, um zusätzliche Produktionskapazitäten aufzubauen.

1999 übernahm die Gruppe die Crystal Growing Systems (CGS) GmbH in Hanau, die aus einem Spin-off der Leybold-Gruppe hervorgegangen war und sich auf den Bau von Anlagen zur Herstellung monokristalliner Siliziumkristalle für die Halbleiterindustrie spezialisiert hatte. Mit dieser Übernahme stieg die spätere PVA TePla-Gruppe in die Halbleiterindustrie ein.

2002 fusionierte die PVA Vakuum Anlagenbau GmbH im Rahmen eines Reverse-IPO mit der TePla AG zur PVA TePla AG mit Hauptsitz in Aßlar. Die seit 1999 börsennotierte TePla AG hatte sich auf die Geschäftsfelder Metrologie und Plasmatechnik spezialisiert. Durch diese Transaktion erweiterte die PVA TePla AG ihr Angebot als Anlagenhersteller für die Halbleiterproduktion.

Seit dem 1. Januar 2003 ist die Aktie der PVA TePla AG im Prime Standard der Deutschen Börse notiert. 2021 wurde das Unternehmen in den SDAX der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen.

2005 wurde mit der PVA TePla (China) Ltd. eine Service- und Verkaufsniederlassung in Peking eröffnet, die den Marktzugang in China – insbesondere für Hochtemperaturanlagen – erschloss.

2007 übernahm PVA TePla ein Unternehmen im Bereich der Ultraschallmikroskopie, das seit 2008 als PVA TePla Analytical Systems GmbH mit Sitz in Westhausen, Baden-Württemberg, firmiert. Ebenfalls 2008 verlegte die PVA TePla AG ihren Hauptsitz von Aßlar nach Wettenberg bei Gießen.

2012 übernahm die Gruppe die Munich Metrology GmbH in München, die sich auf die Detektion metallischer Verunreinigungen auf Waferoberflächen in der Halbleiterindustrie spezialisiert hatte. Das Unternehmen wurde später in die PVA Metrology & Plasma Systems GmbH eingegliedert.

2020 wurde die Okos Solutions LLC in den USA übernommen. Das Unternehmen firmiert seitdem unter dem Namen PVA TePla OKOS, LLC und stellt Ultraschall-Messgeräte zur Qualitätsprüfung für die Luft- und Raumfahrt sowie die Halbleiterindustrie her.

2022 gründete die Gruppe die PVA TePla Korea zur Stärkung von Vertrieb und Service in Asien. Im selben Jahr wurde die MPA Industrie SA in Frankreich übernommen, die über Prozess-Know-how für keramische Siliziumkarbid (SiC)-Bauteile und SiC-Schichten im Industrie- und Halbleitersektor verfügt.

2024 wurde am Hauptsitz in Wettenberg ein Technologiezentrum für Forschung und Entwicklung industrieller Applikationen, insbesondere für die Halbleiterindustrie, eröffnet.

2025 integrierte die Gruppe die desconpro engineering GmbH sowie die DIVE imaging systems GmbH – heute PVA Vision GmbH –, die im Bereich der optischen Materialanalyse für die Halbleiterindustrie tätig ist.[2]

Unternehmensstruktur und Produkte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschäft der PVA TePla AG gliedert sich in die zwei Geschäftsbereiche Metrology und Material Solutions.[3]

Der Geschäftsbereich Metrology umfasst akustische, optische und chemische Messtechnologien für die Qualitätskontrolle und Prozessüberwachung komplexer Fertigungsprozesse. Neben der Halbleiterindustrie finden die Lösungen unter anderem in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie sowie in der Materialwissenschaft Anwendung. Der Einsatz datenbasierter Analyseverfahren und Künstlicher Intelligenz soll die Präzision und Effizienz der Messsysteme erhöhen.[4]

Material Solutions

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geschäftsbereich Material Solutions umfasst Technologien zur Herstellung, Verarbeitung und Veredelung von Hochleistungswerkstoffen. Das Portfolio beinhaltet Systeme zur Erzeugung von Materialien wie Kristallen – darunter Silizium und Siliziumkarbid – sowie Lösungen für komplexe Fügetechnologien wie Löt- und Schweißprozesse und für die Oberflächenbehandlung. Die Lösungen finden Anwendung in der Halbleiterindustrie, der Mobilität, der Luft- und Raumfahrt sowie in der erneuerbaren Energiewirtschaft.[5]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Geschäftsbericht 2025. PVA TePla AG, abgerufen am 25. Mai 2026.
  2. ↑ PVA TePla | Metrology and Material Solutions. Abgerufen am 2. Juli 2026 (amerikanisches Englisch).
  3. ↑ PVA TePla | Metrology and Material Solutions. Abgerufen am 2. Juli 2026 (amerikanisches Englisch).
  4. ↑ PVA TePla | Metrology and Material Solutions. Abgerufen am 2. Juli 2026 (amerikanisches Englisch).
  5. ↑ PVA TePla | Metrology and Material Solutions. Abgerufen am 2. Juli 2026 (amerikanisches Englisch).

X Blue-Chip indices (Jun. 3, 2026) | Press releases | STOXX

Koordinaten: 50° 36′ 32,88″ N, 8° 38′ 53,97″ O