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Neuravensburg

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Neuravensburg
Große Kreisstadt Wangen im AllgĂ€u
Gemeindewappen von Neuravensburg
Koordinaten: 47° 38â€Č N, 9° 45â€Č OKoordinaten: 47° 38â€Č 15″ N, 9° 45â€Č 23″ O
Höhe: 522 mÂ ĂŒ. NHN
FlĂ€che: 15,58 kmÂČ
Einwohner: 3013 (31. Dez. 2023)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Mai 1972
Postleitzahl: 88239
Vorwahl: 07528
Karte
Lage von Neuravensburg in Wangen im AllgÀu
Burgruine Neuravensburg
Burgruine Neuravensburg

Neuravensburg ist die einwohnerstĂ€rkste und sĂŒdlichste der sechs Ortschaften der Großen Kreisstadt Wangen im AllgĂ€u im Landkreis Ravensburg in Baden-WĂŒrttemberg. Der Ort liegt etwa 10 km sĂŒdwestlich des Hauptortes Wangen.[1]

Zu Neuravensburg gehören folgende Orte und WohnplÀtze:

  • Neuravensburg, Dorf, mit dem Wohnplatz HagmĂŒhle.
Namensgebender und Hauptort der Ortschaft. Neuravensburg liegt relativ zentral innerhalb der Ortschaft an der L320. Hier befindet sich unter anderem die Ortsverwaltung, die Turn- und Festhalle, die Grundschule sowie der Boeckeler Stadl, in dem die Freiwillige Feuerwehr und der Bauhof untergebracht sind. Westlich des Ortes befindet sich der Wohnplatz HagmĂŒhle.
  • Bettensweiler, Weiler, mit dem Wohnplatz Gugelis.
Bettensweiler befindet sich sĂŒdlich im Ortschaftsgebiet. Wiederum sĂŒdwestlich, unweit des HĂŒttenweiler Weihers, liegt der Wohnplatz Gugelis.
  • Dabetsweiler, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen Altschmitte, Trollenhof, Hundriß, Schillerhalde, Loch und FuchsbĂŒhl.
Dabetsweiler befindet sich eher sĂŒdlich im Ortschaftsgebiet. Die sechs zugehörigen WohnplĂ€tze liegen rund um den Weiler.
  • Dametsweiler, leerstehender Hof.
Dametsweiler besteht heute nur noch aus einem leerstehenden Hof. Der abgelegenste Wohnplatz Neuravensburgs liegt unweit der Argen in deren Tal, nordwestlich des Hauptortes. Im Volksmund wird der Hof auch Geisterhof genannt.
  • Degetsweiler, Weiler, mit dem Wohnplatz Rothen.
Degetsweiler liegt östlich von Neuravensburg.
  • Engetsweiler, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen Irgenhaus und Kögelhof.
Engetsweiler liegt nahe Degetsweiler im Osten der Ortschaft. Hier befindet sich, abgelegen in einem WaldstĂŒck, die Marienkapelle.
  • Föhlschmitten, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen Maierhalden und Wuhr.
Föhlschmitten liegt nördlich von Neuravensburg direkt an der Oberen Argen.
  • Grub, Weiler, mit dem Wohnplatz Hinterberg.
Grub liegt nahe Föhlschmitten im Nordwesten des Ortschaftsgebiets. Der Wohnplatz Hinterberg liegt wiederum abgelegen hinter einem WaldstĂŒck nordöstlich von Grub.
  • Hub, Weiler.
  • HĂŒttenweiler, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen Halders, Metzgerhof und Schlachters.
HĂŒttenweiler ist der sĂŒdlichste Ortsteil Neuravensburgs und somit auch der Stadt Wangen. In der NĂ€he liegt der HĂŒttenweiler Weiher.
  • Kiesgrub, Weiler, mit dem Wohnplatz Ferdishof.
  • Kocherbauer, Weiler.
  • Mindbuch, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen Dittis, Argenhof, Friedhag und Gugelloch.
Mindbuch liegt nördlich im Ortschaftsgebiet auf einer Anhöhe des Argentals. Die WohnplÀtze Dittis und Argenhof hingegen liegen nahe der Argen in deren Tal.
  • Moos, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen Buckelhof und Loch.
  • Reute, Weiler, mit dem Wohnplatz Bergler.
  • Ried, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen BuhlmĂŒller und Weißenhaus.
  • Roggenzell, Pfarrdorf.
Roggenzell liegt sĂŒdlich von Neuravensburg an der L320. Hier befindet sich die Pfarrkirche St. Gallus sowie die Alte Schule Roggenzell, in der mehrere Vereine untergebracht sind.
Pfarrkirche St. Felix und Regula in Schwarzenbach (2012)
  • Schwarzenbach, Pfarrdorf, mit dem Wohnplatz Knolpers.
Schwarzenbach liegt nördlich von Neuravensburg. Im Laufe der Jahre sind die beiden Orte entlang der L320 zusammengewachsen. In Schwarzenbach befindet sich die 1959 errichtete Pfarrkirche St. Felix und Regula. Beim Bau wurden dieselben Holzbinder fĂŒr die Dachkonstruktion verwendeten, die bei der Bad Reichenhaller Eissporthalle 2006 zum Einsturz fĂŒhrten. Starke Schneelasten hatten auch das Dach der Schwarzenbacher Kirche schwer beschĂ€digt und die Kirche musste ab MĂ€rz 2020 daher fĂŒr mehrere Monate geschlossen bleiben. Es wurde gegen einen Erhalt der Kirche entschieden, da auch Fundament und WĂ€nde nicht stabil seien. Die Kirche wurde Ende Februar 2025 profaniert. Im April begann der Abriss der Kirche. Im Herbst 2025 soll mit einem Neubau begonnen werden.[2][3]
Unweit von der Kirche steht die Alte Schule Schwarzenbach, mittlerweile mit Dorfgemeinschaftshaus, deren RĂ€umlichkeiten viele örtliche Vereine nutzen. Außerdem befindet sich in Schwarzenbach der örtliche Einkaufsmarkt.
  • Strohdorf, Weiler.
  • Untermooweiler, Weiler, mit den WohnplĂ€tzen FĂŒĂŸinger, Schmalholz, Bachhofen und Tegernmoos.
Untermooweiler befindet sich im Nordosten des Ortschaftsgebiets. Hier befindet sich die Nikolauskapelle.

Die obere Argen durchfließt Neuravensburg aus der Richtung Niederwangen kommend bis zum Argenzusammenfluss, welcher zwischen Neuravensburg, Neukirch und Haslach unweit des Wohnplatzes Pflegelberg liegt. Die vereinigte Argen bildet ab hier die Grenze zur Gemeinde Neukirch.

Die Nachbargemeinden von Neuravensburg sind, von Westen begonnen gegen den Uhrzeigersinn: Neukirch (Bodenseekreis), Achberg (Landkreis Ravensburg), Weißensberg, Hergensweiler und Hergatz (alle Landkreis Lindau; Bayern) sowie die Wangener Ortschaften Niederwangen und Schomburg.

Ein Wahrzeichen Neuravensburgs ist neben der historischen Burgruine der Neuravensburger Weiher.

Neuravensburg wurde 1271 als Nuwen Ravenspurg erstmals erwĂ€hnt. Das Wahrzeichen von Neuravensburg war die Burg, die im 13. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwĂ€hnt wurde. Damals war sie im Besitz des Reichsministerialen Heinrich von Ravensburg, der auch das Dorf unterhalb der Burg grĂŒndete. Nach seinem Tode um 1270 ging Neuravensburg an das Kloster St. Gallen, bis das Dorf 1450 an die Stadt Lindau verkauft wurde, bei der es bis 1586 verblieb, bevor es wieder ans Kloster St. Gallen fiel. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg komplett zerstört und erst 1614 unter St. Galler Herrschaft als Schloss wieder aufgebaut. Nachdem die Burg 1836 an einen Wangener BĂŒrger verkauft worden war, begann im darauffolgenden Jahr der Abbruch. Nur der Turm ist heute noch erhalten.[4]

Infolge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 kam Neuravensburg vom Kloster St. Gallen an den FĂŒrsten von Dietrichstein. 1806 wurde das Gebiet in der Rheinbundakte dem Königreich WĂŒrttemberg zugeschlagen, in dem es zunĂ€chst zum Oberamt Altdorf kam. Im Jahr 1810 wurde Neuravensburg selbstĂ€ndige Schultheißerei (spĂ€ter Gemeinde) innerhalb des Oberamts Wangen. Ab 1938 gehörte Neuravensburg zum vergrĂ¶ĂŸerten Landkreis Wangen.

Am 1. Mai 1972 wurde Neuravensburg in die Stadt Wangen im AllgÀu eingegliedert[5] mit der es am 1. Januar 1973 zum Landkreis Ravensburg kam.

Die Mehrheit der Einwohner in Neuravensburg ist, wie fast ĂŒberall in Oberschwaben, römisch-katholisch.

Die Ortschaft ist aufgeteilt zwischen den katholischen Pfarreien St. Gallus in Roggenzell im SĂŒden und St. Felix und Regula in Schwarzenbach im Norden. Beide Pfarreien gehören zum Dekanat AllgĂ€u-Oberschwaben innerhalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Zur Pfarrei Roggenzell gehören neben dem Pfarrdorf Roggenzell und dem Dorf Neuravensburg folgende Weiler, jeweils mit den dazugehörigen WohnplĂ€tzen: Bettensweiler, Dabetsweiler, Hub, Kocherbauer, Moos, Ried und Strohdorf. Außerdem ist der Wohnplatz Buflings (Gemeinde Achberg) der Pfarrei zugeordnet.

Zur Pfarrei Schwarzenbach gehören neben dem Pfarrdorf Schwarzenbach folgende Weiler, jeweils mit den dazugehörigen WohnplÀtzen: Dabetsweiler, Degetsweiler, Engetsweiler, Föhlschmitten, Grub, Kiesgrub, Mindbuch, Reute und Untermooweiler. Des Weiteren gehört der Weiler Schuppenberg (Ortschaft Niederwangen) zur Pfarrei Schwarzenbach.

Die evangelischen Einwohner gehören zur Kirchengemeinde Wangen, welche zum Kirchenbezirk Ravensburg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in WĂŒrttemberg gehört.

Die Ortschaft Neuravensburg hat als Wahlbezirk Neuravensburg bei jeder Gemeinderatswahl in Wangen drei Sitze. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 erlangten aus Neuravensburg Matthias Bernhard (CDU), Hermann Schad (Freie WĂ€hler) und Birgitta Haug (GOL) Mandate fĂŒr die Gemeinderatssitze.

Des Weiteren wird fĂŒr Neuravensburg ein elfköpfiger Ortschaftsrat gewĂ€hlt, welcher direkt ĂŒber die Belange der Ortschaft entscheidet. Seit dem 26. Mai 2019 sieht die Sitzverteilung im Ortschaftsrat folgendermaßen aus (in Klammern VerĂ€nderungen zur Wahl 2014):

  • Freie WĂ€hler: 5 Sitze
  • CDU: 4 Sitze (-1)
  • GOL: 2 Sitze (+1)

BĂŒrgermeister von Neuravensburg:

  • 1911–1933 Plazidus Bernhard
  • 1933–1945 August Heiler
  • 1945–1946 Alois Nassal, kommissarisch
  • 1946–1954 Otto Blank
  • 1954–1960 Albert DĂŒrrenberger
  • 1960–1972 Vitus Zauner (CDU)

Ortsvorsteher von Neuravensburg:

  • 1972–1974 Vitus Zauner (CDU)
  • 1974–1980 Michael Leib (CDU)
  • 1980–1994 Rupert Sutter (CDU)
  • 1994–2014 Horst BĂŒssenschĂŒtt (Freie WĂ€hler)
  • seit 2014 Hermann Schad (Freie WĂ€hler)

Söhne und Töchter des Ortes

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In Roggenzell aufgewachsen:

Commons: Neuravensburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. ↑ wangen.de - Neuravensburg 
  2. ↑ Neubau kommt: Eine Gemeinde nimmt Abschied von „ihrer“ Kirche. SchwĂ€bische Zeitung, 11. Februar 2025, abgerufen am 20. Juli 2025.
  3. ↑ Abriss der Kirche von Schwarzenbach hat begonnen. SWR, 3. April 2025, abgerufen am 20. Juli 2025.
  4. ↑ leo-bw.de - Neuravensburg 
  5. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂŒsselnummernĂ€nderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 536 (Statistische Bibliothek des Bundes und der LĂ€nder [PDF; 41,1 MB]).