NDR Blue
| NDR Blue | |
| Meet the Music. | |
| Hörfunksender (öffentlich-rechtlich) | |
| Programmtyp | Musikradio |
|---|---|
| Empfang | DAB+, DVB-C, DVB-S, Internetstream |
| Empfangsgebiet | |
| Sendestart | 2. Mai 2008 |
| Sitz | Hamburg |
| Sendeanstalt | Norddeutscher Rundfunk |
| Intendanz | Hendrik LĂŒnenborg |
| Liste von Hörfunksendern | |

NDR Blue ist ein digitaler Hörfunksender des Norddeutschen Rundfunks (NDR), der in den LĂ€ndern Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hauptsĂ€chlich ĂŒber DAB+ verbreitet wird. Der Sendestart von NDR Blue, seinerzeit noch unter dem Namen NDR Musik Plus, erfolgte ohne öffentliche AnkĂŒndigung am 2. Mai 2008. Im Programm finden sich musikjournalistische Sendungen der Stilrichtungen Pop, Rock, Jazz, Hip-Hop und Alternative.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Sendebetrieb des Digitalprogramms begann am 2. Mai 2008 unter dem Namen NDR Musik Plus ausschlieĂlich im terrestrischen Digitalradio. Das Programmschema von NDR Musik Plus bestand vom Sendestart bis 2012 zum gröĂten Teil aus Wiederholungen des nĂ€chtlichen NDR-Info-Musikprogramms. Es setzte sich meist aus den Sendungen Nightlounge und Nachtclub zusammen. Zu jeder vollen Stunde wurde das Programm durch Nachrichten und das Wetter ergĂ€nzt.
Mit der Einstellung der Ausstrahlung der ARD-Sender ĂŒber den alten Standard DAB zum 1. Juni 2011 pausierte die Ausstrahlung von NDR Musik Plus. Mit dem Neustart des Digitalradios ĂŒber DAB+ in weiten Teilen Norddeutschlands am 5. Januar 2012 erneuerte auch NDR Musik Plus seine Ausstrahlung.[1] Seitdem sendet der Sender via DAB+ zusĂ€tzlich auch via Internet-Livestream. Der Senderslogan lautete: âKlingt nach mehrâ. Im Zuge des bundesweiten DAB+-Neustarts erwog der NDR die EinfĂŒhrung eines griffigeren Namens fĂŒr das Programm. Diskutiert wurde seinerzeit ĂŒber den Namen NDR Blue,[2] jedoch war nicht geklĂ€rt, ob die Umbenennung auch rechtlich durchfĂŒhrbar ist.[3][4][5][6] Am 23. Oktober 2012 wurde der Sender schlieĂlich in NDR Blue umbenannt.[7][8][9][10]
Seit dem 5. Februar 2013 wird das Programm auch ĂŒber DVB-S (ARD-Hörfunktransponder) verbreitet und ist somit in weiten Teilen Europas via Satellit zu empfangen. Seit dem 6. Februar 2013 sendet NDR Blue auch ĂŒber die vom Kabel-Kompressions-Center von ARD, ZDF und Deutschlandradio (KCC) optimierten DVB-C-Transponder. Die Aufschaltung des TrĂ€gers erfolgte dabei schon Anfang Februar 2013. Der Sender wurde bei Vodafone Kabel Deutschland und Unitymedia aktiv gefiltert aufgrund des Streits mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.[11] Mittlerweile ist er in viele Netze, wie beispielsweise in Hamburg, wieder eingespeist und frei empfangbar.[12]
Am 27. Juni 2025 teilte der NDR-Intendant Joachim Knuth mit, dass der Sender aus KostengrĂŒnden zum 1. Januar 2027 eingestellt werde. Ab diesem Zeitpunkt werde der NDR noch acht Hörfunkprogramme ausstrahlen.[13]
Programm
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit dem neuen Namen NDR Blue begann auch ein neues Programmschema mit eigenen, unmoderierten Musiksendungen wie NDR Blue Morning und NDR Blue After Work. AuĂerdem erhielt der Sender einen eigenen Internetauftritt. ErgĂ€nzt wird das Programm weiterhin durch Nachrichten. Mit den Programmreformen in den Hörfunkwellen NDR Info und NDR Kultur zum Jahreswechsel 2020/2021 wurde auch das Programmschema von NDR Blue verĂ€ndert, da einzelne Sendungen von NDR Info komplett zum digitalen Programm NDR Blue wechselten. Das Angebot umfasst nun die nachfolgenden eigenen Sendereihen, von denen einzelne auch moderiert werden.[14]
- Nachtclub (u. a. mit Paul Baskerville, Harald Mönkedieck, Ruben Jonas Schnell (bis 2021), Matias Boem)
- ESC Update (mit Marcel Stober, Thomas Mohr)[15]
- sowie die eigens zusammengestellten, unmoderierten Musikstrecken Nightlounge, NDR Blue Morning, NDR Blue After Work, NDR Blue Weekend und NDR Blue in Concert.
Von anderen NDR-Hörfunkwellen werden die nachfolgenden musikjournalistischen Sendungen wiederholt:
- NDR Kultur Jazz, NDR Kultur NEO
- N-JOY Neu, N-JOY Soundfiles Hip Hop
- NDR 2 Soundcheck Neue Musik (u. a. mit Peter Urban)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/Cache/1D42B5B588058AB0BF0107A0.pdf Anfrage des Hamburger Senats (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) â Dokument ist nicht mehr auffindbar, weil dem Beleg keine Metadaten zur Parlamentsdrucksache beigegeben worden waren
- â NDR Blue - Meet the Music. In: NDR.de. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
- â UKWTV.de DAB+ â Sendertabelle Hamburg
- â UKWTV.de DAB+ â Sendertabelle Niedersachsen
- â UKWTV.de DAB+ â Sendertabelle Mecklenburg-Vorpommern
- â UKWTV.de DAB+ â Sendertabelle Schleswig-Holstein
- â Mehr Information - mehr Musik: NDR Hörfunk verstĂ€rkt Angebote im Digitalradio. In: NDR.de. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
- â Redaktion: NDR Blue: Digitalradio-Sender bekommt neuen Anstrich. In: DIGITAL FERNSEHEN. 24. Oktober 2012, abgerufen am 2. Dezember 2025 (deutsch).
- â FUNKE Mediengruppe: NDR baut digitale Programme aus. 23. Oktober 2012, abgerufen am 2. Dezember 2025.
- â DWDL de GmbH: NDR startet NDR Blue, Webradio setzt sich durch. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
- â Streit mit ARD und ZDF â Vodafone-Kabel-Helpdesk. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
- â Belegung - Hamburg - Vodafone-Kabel-Helpdesk. Abgerufen am 7. Februar 2021.
- â NDR auf Sparkurs: Diese Radioprogramme werden gestrichen. In: Hamburger Abendblatt. 27. Juni 2025, abgerufen am 27. Juni 2025.
- â EPG NDR Blue. NDR, abgerufen am 7. Februar 2021.
- â Podcast âESC Updateâ auf NDR Blue. NDR, abgerufen am 7. Februar 2021.
