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Muurame

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Muuramen kunta
Wappen Karte
Wappen von Muurame Lage von Muurame in Finnland
Basisdaten
Staat:Finnland Finnland
Landschaft: Mittelfinnland
Verwaltungsgemeinschaft: JyvÀskylÀ
Geographische Lage 62° 8â€Č N, 25° 40â€Č OKoordinaten: 62° 8â€Č N, 25° 40â€Č O
FlĂ€che: 194,05 kmÂČ[1]
davon LandflĂ€che: 144,06 kmÂČ
davon BinnengewĂ€sserflĂ€che: 49,99 kmÂČ
Einwohner: 10.614 (31. Dez. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 73,7 Ew./kmÂČ
Gemeindenummer: 500
Sprache(n): Finnisch
Website: www.muurame.fi

Muurame [ˈmuːrɑmɛ] ist eine Gemeinde mit 10.614 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) im Einzugsbereich der Stadt JyvĂ€skylĂ€ in Mittelfinnland.

Muurame liegt rund 16 Kilometer sĂŒdwestlich der Großstadt JyvĂ€skylĂ€. Seit der Eingemeindung von Korpilahti und der Landgemeinde JyvĂ€skylĂ€ umgibt das administrative Stadtgebiet JyvĂ€skylĂ€s Muurame in drei Richtungen. Im Osten grenzt Muurame an die Gemeinde Toivakka.

Das Gemeindezentrum von Muurame liegt auf einer Landenge zwischen den Seen PĂ€ijĂ€nne und MuuratjĂ€rvi. Der namensgebende Muurame-Fluss fließt durch das Gemeindezentrum aus dem MuuratjĂ€rvi in den niedriger gelegenen PĂ€ijĂ€nne. Rund ein Viertel der GemeindeflĂ€che wird von Seen eingenommen.

Die Mehrzahl der Einwohner Muurames, etwa 6500 Menschen, leben im Gemeindezentrum und den umliegenden Wohngebieten Kotiranta-Paavalinvuori, HautalanmÀki-TervamÀki, Rajala-Sulunsalmi, Verkkoniemi-Velkapohja, Jaakkola und PitkÀlÀ-Riihiniemi. In weiterer Entfernung vom Zentrum liegen die Ortsteile Kinkonmaa (1000 Einwohner; 8 Kilometer entfernt), Isolahti (450 Einwohner; 15 Kilometer entfernt) und Niittyaho (450 Einwohner; 5 Kilometer entfernt).

Die Staatsstraße 9 (E 63) von Turku nach Kuopio fĂŒhrt in Nord-SĂŒd-Richtung durch das Zentrum von Muurame und verbindet es mit dem nahegelegenen JyvĂ€skylĂ€. Ab dem Nordrand von Muurame ist die Straße autobahnartig ausgebaut. Parallel zu der Staatsstraße verlĂ€uft die Eisenbahnstrecke von Tampere nach JyvĂ€skylĂ€ durch Muurame, die Gemeinde hat aber keinen eigenen Bahnhof.

Im Gebiet von Muurame gab es lange keine sesshafte Besiedlung, die Wildmark wurde aber von den HÀmeern als Jagdgrund genutzt. Die ersten Gehöfte in Muurame entstanden erst im 15. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wanderten Neusiedler aus der Region Savo ein. Das Dorf Muurame gehörte zu jener Zeit zum Kirchspiel JÀmsÀ.

Als 1865 die Verwaltung der politischen Gemeinden von der Kirchenverwaltung getrennt wurde, wurde Muurame Teil der Gemeinde Korpilahti. Von dieser spaltete sie sich 1921 als eigenstÀndige Gemeinde ab. Im Jahr 1924 spaltete sich von Muurame die auf einer Insel im PÀijÀnne-See gelegene Gemeinde SÀynÀtsalo ab. Nachdem letztere in mehreren Phasen weitere Gebiete hinzugewonnen hatte, wurde sie 1994 als Exklave der Stadt JyvÀskylÀ, mit der sie zu dem Zeitpunkt keine gemeinsame Landgrenze hatte, angegliedert.

Die stĂ€rkste Partei in Muurame sind die Sozialdemokraten mit zehn von 35 Sitzen im Gemeinderat, der höchsten Entscheidungsinstanz bei lokalen Angelegenheiten, dicht gefolgt von der Zentrumspartei mit neun Sitzen. Auch die dritte große Partei Finnlands, die Nationale Sammlungspartei, ist mit sieben Abgeordneten recht stark. Weiterhin im Stadtrat vertreten sind das LinksbĂŒndnis mit vier, die Christdemokraten drei sowie der GrĂŒne Bund und die rechtspopulistischen Wahren Finnen mit je einem Sitz. Gemeindedirektor von Muurame ist seit 2004 Ari Ranta-aho.

Zusammensetzung des Gemeinderats (2009–2012)
ParteiWahlergebnis 2008[3]Sitze
Sozialdemokraten27,5 %10
Zentrumspartei25,9 %9
Nationale Sammlungspartei20,5 %7
LinksbĂŒndnis11,1 %4
Christdemokraten8,0 %3
Wahre Finnen3,2 %1
GrĂŒner Bund3,0 %1

Das von Ahti Hammar entworfene Gemeindewappen zeigt im roten Feld eine silberne Moltebeere mit goldener Frucht.

Muurame unterhÀlt StÀdtepartnerschaften mit der norwegischen Kommune Vinje (seit 1986) und Alatskivi in Estland (seit 1992).

Muurame liegt im wirtschaftlichen Einzugsbereich JyvÀskylÀs und weist daher eine stÀdtische Gewerbestruktur auf. Die Wirtschaft der Gemeinde hat nach der Wirtschaftskrise der Neunzigerjahre einen steilen Aufschwung erlebt. Die Arbeitslosenquote, im Jahr 2000 noch bei 13,2 Prozent, lag 2006 bei nur noch 8 Prozent.[4] Gleichzeitig ist die Einwohnerzahl von 8250 im Jahr 2001 auf 10.614 (Stand 31. Dezember 2024) angestiegen.

Von den berufstĂ€tigen Einwohnern sind 58,7 Prozent im Dienstleistungssektor und 31,4 Prozent in der Industrie beschĂ€ftigt.[5] Die grĂ¶ĂŸten industriellen Arbeitgeber gehören ĂŒberwiegend der Maschinenbaubranche an oder sind im Umfeld der holzverarbeitenden Industrie angesiedelt. Von einiger Bedeutung ist auch der Tourismus. Im Sommer verbringen zahlreiche Familien ihren Urlaub in eigenen oder angemieteten Mökkis am Seeufer, im Winter ist die Hauptattraktion das Skizentrum Riihivuori. Dieser „IdiotenhĂŒgel“ ist mit 5 Skilifts ausgestattet und ermöglicht auf 8 Pisten Abfahrten mit einem Höhenunterschied von bis zu 120 Metern.[6]

BaudenkmÀler

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Die Kirche von Muurame

Von architektonischem Interesse ist die 1929 nach PlĂ€nen von Alvar Aalto fertiggestellte Pfarrkirche von Muurame. Sie ist Aaltos erster Kirchenbau und vereint neoklassizistische und funktionalistische Stilmerkmale. Insbesondere ist ihr der Einfluss der Renaissance-Basiliken Italiens anzumerken, die Aalto 1924 auf seiner Hochzeitsreise besichtigte. So ist der Grundriss der einschiffigen Langkirche, insbesondere aber das Eingangsportal an der Westseite in seiner Gestaltung als stilisierter Triumphbogen Albertis Sant’Andrea in Mantua nachempfunden. Der Eingang des kleinen SĂŒdvorbaus ist als Loggia gestaltet, der etwas versetzt an der Ostseite stehende Glockenturm als Campanile. Im Innenraum wird die italienische Thematik im Fresko der Apsis aufgegriffen; das Werk des Kunstmalers William Lönnberg (Petrus und Johannes heilen den GelĂ€hmten vor der Schönen TĂŒr des Tempels zu Jerusalem) ist im Stil florentinischer Meister gehalten. Der streng gestaltete Innenraum wurde 1979 grundlegend umgestaltet, so dass Aaltos Werk hier nicht mehr im Originalzustand besichtigt werden kann.

Eine weitere SehenswĂŒrdigkeiten ist das „Saunadorf“, ein Freilichtmuseum mit 30 historischen Saunen aus verschiedenen Teilen Finnlands. Das Klinikum von Kinkomaa bei Muurame wurde 1930 als Tuberkulosesanatorium fertiggestellt, heute ist der funktionalistische Krankenhauskomplex denkmalgeschĂŒtzt.[7]

Söhne und Töchter

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  • Pekka Ruuskanen (Hrsg.): Muuramen kirja. JYY:n kotiseutusarja, JyvĂ€skylĂ€ 1989, ISBN 952-90-0738-8. (BeitrĂ€ge zur Ortsgeschichte)
  • Alvar Aalto Foundation (Hrsg.): Muurame Church, Southwestern Finland Agricultural Co-Operative Building, and Other Buildings and Projects. Routledge, London 1993, ISBN 0-8153-0591-5. (Materialien zur Kirche von Muurame aus der Monografienserie der Alvar-Aalto-Stiftung)
Commons: Muurame – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. Januar 2011 (PDF; 199 kB)
  2. ↑ Statistisches Amt Finnland: 11ra -- Key figures on population by region
  3. ↑ Finnisches Justizministerium: Ergebnis der Kommunalwahlen 2008
  4. ↑ Website der Gemeinde (Memento des Originals vom 2. Mai 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ Website der Gemeinde (Memento des Originals vom 7. Februar 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ riihivuori.fi
  7. ↑ Rakennettu kulttuuriympĂ€ristö. (Denkmalregister 1993; finnisch)