Leudelingen
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | |
| Koordinaten: | 49° 34′ N, 6° 4′ O |
| Kanton: | Esch an der Alzette |
| Einwohner: | 2788 (1. Januar 2025)[1] |
| Fläche: | 13,6 km² |
| Bevölkerungsdichte: | 205,5 Einw./km² |
| Postleitzahl: | 3205–3377 |
| Gemeindenummer: | 0207 |
| Website: | www.leudelange.lu |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Lou Linster |
| Schöffen: | Vanessa Baldassarri Jean-Pierre Roemen |
| Wahlsystem: | Majorzwahl |
Leudelingen (luxemburgisch , französisch Leudelange) ist eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg und gehört zum Kanton Esch an der Alzette.
Zusammensetzung der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Leudelingen besteht aus den Ort Leudelingen und den Lieu-diten Leideleng-Barrière-Märel, Leudelingen-Bahnhof und Schlewenhof.
Geschichte
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Seit dem 8. Jahrhundert kann Besitz des Klosters Prüm in „Lullingas“ urkundlich nachgewiesen werden: Zuerst 786 (Quelle: Regnum Francorum online Luxemburg Nr. 049) und dann 893 (Quelle: Regnum Francorum online MRhUB 135 Kap. 34). Was mit diesem Klosterbesitz später geschah, muss von Historikern noch erforscht werden.
Im Jahr 1856 wurde Leudelingen von Reckingen/Mess losgelöst und damit die Gemeinde Leudelingen gegründet. 1900 erhielt Leudelingen durch die Bahnstrecke Luxemburg-Petingen einen Bahnhof.
1974 wurde der Grundstein für die einzige Müllverbrennungsanlage in Luxemburg gelegt. Betreiber ist das Syndicat intercommunal pour la destruction des ordures (Interkommunales Syndikat (Zweckverband) zur Müllvernichtung, Sidor), das von Gemeinden aus den Kantonen Esch an der Alzette, Luxemburg und Capellen gebildet wird. Die Anlage wurde bis 1985 auf drei Öfen ausgebaut, 2010 wurde sie durch eine neue Müllverbrennungsanlage ersetzt.[2]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Leudelingen: Einwohnerzahlen von 1821 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1821 | 282 | |||
| 1851 | 583 | |||
| 1871 | 656 | |||
| 1880 | 700 | |||
| 1890 | 683 | |||
| 1900 | 694 | |||
| 1910 | 692 | |||
| 1922 | 763 | |||
| 1930 | 682 | |||
| 1935 | 690 | |||
| 1947 | 714 | |||
| 1960 | 788 | |||
| 1970 | 1.077 | |||
| 1981 | 1.340 | |||
| 1990 | 1.479 | |||
| 2000 | 1.690 | |||
| 2010 | 2.108 | |||
| 2020 | 2.702 | |||
| 2025 | 2.788 | |||
| Quelle(n): Institut national de la statistique et des études économiques (STATEC)[3] | ||||
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ursprünglich französische Blasonierung des Leudelinger Wappens lautet: „D’Or à l’ours de sable au chef de gueules chargé de trois merlettes d’argent“, was auf Deutsch: „Über einem goldenen Feld darin ein aufgerichteter schwarzer Bär, ein rotes Schildhaupt belegt mit drei silbernen Merletten“ bedeutet. Der aufrechtstehende schwarze Bär im goldenen Feld stammt aus dem Wappen der Benediktinerabtei St. Maximin in Trier. Die Legende erzählt, dass der St. Maximinsabt Fridolin auf seinen Reisen stets einen gezähmten Bären mitführte, und dass infolgedessen die mächtige Trierer Abtei dieses Tier zu ihrem Wahrzeichen erkor.[4]
Neuer Wasserturm
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit einer Höhe von 58 m gehört das Gebäude mit dem neuen Wasserturm zu den zehn höchsten Gebäuden in Luxemburg. Dieser Wasserturm versorgt zusammen mit dem alten Wasserturm das Zentrum von Leudelingen. Beide haben ein Volumen von 500 m³. Es werden 900 Kubikmeter Wasser geliefert. Das Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen des „Fonds Européen de Développement Régional“ mitfinanziert. Der Bau begann am 14. Juli 2005 und wurde am 13. Juni 2008 abgeschlossen.[5]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Norbert Sinner (1907–1945), Radrennfahrer
- Gaston Dumont (1932–1978), Radrennfahrer
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Population by canton and municipality, citizenship and sex. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
- ↑ 50 ans de Sidor. Sidor, 2021, abgerufen am 8. September 2023 (französisch).
- ↑ Population by canton and municipality – Leudelingen. In: STATEC. Abgerufen am 26. August 2026.
- ↑ Marcel Lenertz: Armoiries - Seine Entstehung Seine lokalhistorische Aussage. In: leudelange.lu. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2011; abgerufen am 3. März 2024.
- ↑ Château d’eau in Leudelange - Wasserturm mit Feuerwehrhaus, Garagen und Werkstatt. In: bauwelt.de. Abgerufen am 3. März 2024.