Lagern
Das Lagern oder die Lagerung ist in der Logistik neben dem Transport und dem Umschlag einer der drei Hauptprozesse (TUL-Prozesse). In der Lagerhaltung werden GĂŒter bevorratet, wenn sie zu einem spĂ€teren Zeitpunkt benötigt werden. Das Lagern wird daher auch als âĂberbrĂŒckung von Zeitâ bezeichnet. Beim Transport werden GĂŒter dagegen an einem anderen Ort benötigt.
Beim Lagern werden die GĂŒter lĂ€ngerfristig bevorratet. Das Puffern und Speichern sind dagegen zwei dem Lagern Ă€hnliche Prozesse von eher kurzer Dauer. Das Lagern ermöglicht eine verbesserte Ausnutzung von Betriebsmitteln oder Transportmitteln. Saisonprodukte können dann beispielsweise das ganze Jahr ĂŒber kontinuierlich gefertigt werden. In Saisonen mit geringer Nachfrage wird auf Lager produziert, in Zeiten, in denen die Nachfrage die Produktion ĂŒbersteigt, wird diese aus dem Lager bedient.[1]
LagerbestĂ€nde werden typischerweise mit gröĂeren Mengen befĂŒllt, die nach und nach verbraucht werden. Die Lagerzeit eines einzelnen Gutes lĂ€sst sich nicht prognostizieren. Die DurchfĂŒhrung und wirtschaftliche Betrachtung des Lagerns wird als Lagerwirtschaft oder Lagerhaltung bezeichnet. Die beim Lagern genutzte Technik wird als Lagertechnik bezeichnet. Neben Regalen zĂ€hlen dazu beispielsweise auch RegalbediengerĂ€te zum Ein- und Auslagern von Paletten, Kisten oder Ă€hnlichen BehĂ€ltern. Die wissenschaftliche Disziplin und der unternehmerische Teilbereich werden als Lagerlogistik bezeichnet.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Detlef Spee, Jennifer Beuth: Lean Warehousing erfolgreich umsetzen. Herausforderungen und Erfahrungen in der Praxis. HUSS-Verlag, MĂŒnchen 2015, ISBN 978-3-944281-68-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und ĂŒber Lagern im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek