Lutherstadt Wittenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 51° 52′ N, 12° 39′ O | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Wittenberg | |
| Höhe: | 75 m ü. NHN | |
| Fläche: | 240,4 km² | |
| Einwohner: | 44.937 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 187 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 06886, 06888, 06889 | |
| Vorwahlen: | 03491, 034920, 034928, 034929 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB, GHC, JE | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 91 375 | |
| LOCODE: | DE WTG | |
| NUTS: | DEE0E | |
| Stadtgliederung: | 19 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Lutherstraße 56 06886 Lutherstadt Wittenberg | |
| Website: | www.wittenberg.de | |
| Oberbürgermeister: | Torsten Zugehör (parteilos) | |
| Lage der Stadt Lutherstadt Wittenberg im Landkreis Wittenberg | ||

| Luthergedenkstätten Eisleben und Wittenberg | |
|---|---|
| UNESCO-Welterbe | |
| Vertragsstaat(en): | |
| Typ: | Kultur |
| Kriterien: | (iv)(vi) |
| Referenz-Nr.: | 783 |
| UNESCO-Region: | Europa und Nordamerika |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 1996 (Sitzung 20) |

Wittenberg, seit 1938[2] amtlich Lutherstadt Wittenberg,[3] ist eine Stadt im östlichen Teil des Landes Sachsen-Anhalt und Sitz des Landkreises Wittenberg. Sie liegt an der Elbe zwischen Dessau-Roßlau im Westen, dem Fläming im Norden, der Dübener Heide im Süden und dem Elbe-Elster-Land im Osten, rund 90 Kilometer südwestlich von Berlin und etwa 60 Kilometer nordnordöstlich von Leipzig. Wittenberg ist Teil der Metropolregion Mitteldeutschland und grenzt an die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.
Die Stadt stieg infolge ihrer zentralen Lage in Mitteleuropa an der Nord-Süd-Handelsroute Via Imperii zu einem bedeutenden Standort unter anderem für Industrie, Handwerk, Handel und Tourismus auf. Herausragende Bedeutung erlangte Wittenberg als eines der wichtigsten deutschen Zentren politischer, kulturgeschichtlicher und künstlerischer Bestrebungen im 16. Jahrhundert: Die Stadtkirche St. Marien, die Schlosskirche, das Lutherhaus und das Melanchthonhaus gehören seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.[4]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
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Wittenberg liegt im norddeutschen Tiefland im Osten Sachsen-Anhalts. Das Stadtzentrum und der größte Teil des Stadtgebietes befinden sich am Nordufer der Elbe. Ihr heutiges Oberflächenbild ist das Ergebnis der älteren Glazialzeit sowie der Saalevereisung, und daher trägt das Wittenberger Stadtgebiet die Merkmale einer Altmoränenlandschaft. Wittenberg gehört zum Bereich des Breslau-Magdeburger Urstromtals, das hier im Norden vom Fläming und im Süden von den Sandflächen der Dübener Heide begrenzt wird. Die durchschnittliche Höhe liegt bei 75 m ü. NHN.
Die Stadt wird landschaftlich zum Südfläming und mit den südlich der Elbe gelegenen Eingemeindungen (Pratau, Seegrehna) zur Elbaue gezählt. Nördlich der Stadt befinden sich ausgedehnte Kiefernwälder, während die Elbauen südlich der Stadt flach und unbewaldet sind. Westlich der Stadt erstreckt sich elbabwärts bis nach Schönebeck das Biosphärenreservat Mittelelbe. 16 Stromkilometer östlich vom Pegel Wittenberg mündet die Schwarze Elster sowie 46 Stromkilometer westlich die Mulde in die Elbe.
Wittenberg grenzt an folgende Städte und Gemeinden:
| Rabenstein/Fläming (Landkreis Potsdam-Mittelmark) |
Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) |
Niedergörsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) |
| Coswig (Anhalt) | Zahna-Elster | |
| Oranienbaum-Wörlitz | Kemberg |
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Maßgeblichen Einfluss auf das Klima der Stadt haben der Regenschatten des Harzes als Einflussgebiet und die sandige Umgebung der Stadt im Fläming sowie der Dübener Heide. Ebenfalls bildet die Elbe als klimatischer Faktor eine Wetterschneise.
Die Speicherung von Wärme in den sandigen Sedimentschichten kann zu klimatischen Phänomenen führen. Diese zeigten sich unter anderen an den Auswirkungen des Orkan Kyrill, als 2007 binnen weniger Minuten ein Tornado ein Wohngebiet in Wittenberg-West so stark beschädigte, dass viele Wohnungen unbewohnbar wurden. Ursprung des Orkans war ein plötzlich auftretender, von Gewitter begleiteter heftiger Niederschlag, der auf Warmluft im sandigen Sediment der Stadt im Bereich des Ortsteils Piesteritz stieß. Auch Windhosen sind in der Wittenberger Umgebung häufig zu beobachten. Bereits 2002 hatte ein Tornado (auf fast identischer Linie) im Ortsteil Teuchel ein Einkaufszentrum beschädigt und ein Gewerbegebiet verwüstet. Dabei hielten sich die Personenschäden bisher noch stets in engen Grenzen.
Stadtgliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt in ist 12 Ortschaften mit Ortsteilen gegliedert.[3]
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