Kurven-Lilli
| Film | |
| Titel | Kurven-Lilli |
|---|---|
| Originaltitel | Girl Happy |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1965 |
| Länge | 96 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Boris Sagal |
| Drehbuch | Harvey Bullock, R. S. Allen |
| Produktion | Joe Pasternak |
| Musik | George Stoll |
| Kamera | Philip H. Lathrop |
| Schnitt | Rita Roland |
| Besetzung | |
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Kurven-Lilli (Alternativschreibweise Kurven-Lilly, Originaltitel Girl Happy) ist ein US-amerikanischer Musikfilm unter Regie von Boris Sagal mit Elvis Presley und Shelley Fabares in den Hauptrollen. Mit seiner viel am Strand spielenden Handlung knüpft der Film an die Welle von „Beach Party“-Filmen Mitte der 1960er-Jahre an.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Nachtclubsänger Rusty Wells und seine Band haben gerade ihr Engagement in einem Club in Chicago beendet. Nun wollen sie zu ihrer alljährlichen Spring-Break-Reise nach Fort Lauderdale, Florida, aufbrechen. Doch dann verlängert der Clubbesitzer Big Frank ihren Vertrag, wodurch die Hoffnungen der Band auf Sonne und Vergnügen in Florida zunichtegemacht werden.
Zur gleichen Zeit verbringt Big Franks Tochter Valerie, eine Studentin, ihre Semesterferien mit ihren Freundinnen in Lauderdale. Ihrem Vater bereitet das große Sorgen. Auf Rustys Vorschlag hin – der darin eine Gelegenheit sieht, dass er und seine Band doch noch nach Lauderdale kommen können – lässt Big Frank Rusty und seine Band nach Lauderdale ziehen, damit sie dort nach Valerie schauen können.
Doch diese Aufgabe erweist sich als alles andere als einfach. Rusty und seine Freunde haben alle Hände voll zu tun, den sexbesessenen italienischen Austauschstudenten Romano von Valerie fernzuhalten. Gleichzeitig muss Rusty seine Verabredungen mit Deena, einem lebenslustigen Mädchen, immer wieder verschieben und Entschuldigungen vorbringen. Rustys Aufpassen auf Valerie führt schließlich dazu, dass sich die beiden ineinander verlieben. Nachdem Rusty Valerie zu ihrem Motelzimmer begleitet und ihr dabei Puppet on a String vorsingt, kommen sie sich näher.
Als Big Frank seiner Tochter offenbart, dass er Rusty dafür bezahlt, sie zu beaufsichtigen, ist Valerie wütend und zutiefst enttäuscht. Daraufhin geht sie in einen örtlichen Nachtclub, betrinkt sich und beginnt eine Schlägerei, die schließlich dazu führt, dass alle Anwesenden im Gefängnis landen. Als Big Frank nach Lauderdale anreist, um Valerie aus dem Gefängnis zu holen, ist er zunächst wütend auf Rusty. Doch als er erkennt, dass Valerie sich in Rusty verliebt hat, versöhnt er sich mit ihm. Dadurch ermöglicht er Rusty und Valerie, ihre Beziehung wieder aufleben zu lassen.
Produktionsgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Studio American International Pictures hatte seit 1963 einige Erfolge mit schnell produzierten Komödien gefeiert, die junge Leute beim Singen, Tanzen und Flirten an Stränden zeigten, oft mit Frankie Avalon und Annette Funicello besetzt. Auch MGM wollte mit Elvis Presley als Star auf diese Erfolgswelle aufspringen. Die Werbung von MGM spielte auf eine große Nähe zu diesen Beach-Party-Filmen an (mit Schlagzeilen wie „Elvis brings his beat to the beach!“, „Elvis jumps with the campus crowd to make the beach 'ball' bounce!“).
Die Dreharbeiten begannen am 22. Juni 1964 und endeten Ende Juli.[1] Obwohl der Film in Fort Lauderdale spielt, drehte Presley keine einzige Szene in der Stadt: Die Hauptaufnahmen entstanden in den MGM-Studios, die Strandszenen wurden in Südkalifornien gedreht. In Fort Lauderdale filmte lediglich eine Second Unit Außenaufnahmen. Als Alternativtitel waren The Only Way to Love und Girl Crazy im Gespräch. MGM-Produzent Joe Pasternak hatte 1960 mit Dazu gehören zwei (Where the Boys Are) bereits einen ähnlichen Spring-Break-Film produziert, der mit Connie Francis eine prominente Sängerin aufwies und ebenfalls in Fort Lauderdale spielt.
Shelley Fabares, Mary Ann Mobley und Chris Noel waren im Gegensatz zu Presley bereits in Beach-Party-Filmen aufgetreten: Fabares in Ride the Wild Surf, und Mobley und Noel jeweils in Get Yourself a College Girl. Es war der erste von drei Filmen, in denen Shelley Fabares als Filmpartnerin von Elvis Presley auftrat.
Soundtrack
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das gleichnamige Soundtrack-Album Girl Happy erreichte 1965 Platz 8 der US-amerikanischen Album-Charts. Am erfolgreichsten war Presley von den Songs im Film mit Puppet on a String, der auf Platz 14 der Single-Charts in den USA gelangte, außerdem auf Platz 3 der amerikanischen Adult-Contemporary-Charts sowie auf Platz 3 in Kanada.
Neben Presley singen im Film aber auch noch Shelley Fabares (Spring Fever im Duett mit Elvis) und Nita Talbot (Read All About It).
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film erhielt beim Laurel Award den vierten Platz in der Kategorie „Bestes Musical“ des Jahres 1965.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Howard Thompson schrieb in der New York Times vom 27. Mai 1965, der Film „mäandere auf vertraute Weise dahin“; seine Rettung sei „der stetige Strom an Melodien, die ebenso rhythmisch wie unoriginell sind“.[2] Variety nannte ihn „einen weiteren musikalischen Erfolg“: Eine Handlung, die von nichts als Leichtigkeit belastet werde, und ein Dutzend im gewohnten Stil des Sängers geschmetterte Gesangsnummern böten genau die gefällige Unterhaltung, die Presleys Fans erwarteten.[3] Margaret Harford von der Los Angeles Times bezeichnete den Film als „ein weiteres ‚Strandmusical', das lebendiger und frischer wirkt als die meisten“.[4] Das Monthly Film Bulletin nannte ihn „durch und durch ein Standard-Presley-Vehikel. Mit anderen Worten: Elvis ist das einzig wirklich Interessante an dem Film.“[5]
Stephen Vagg im Filmmagazin Filmink bezeichnete den Film als den am stärksten an die Beach-Party-Filme erinnernden in Elvis’ Karriere, die aber wiederum selbst wohl durch den Erfolg von früheren Elvis-Filmen wie Blaues Hawaii inspiriert worden seien. Überhaupt sei daneben auch der Einfluss des MGM-Erfolges Dazu gehören zwei erkennbar. Kurven-Lilly sei „einer der lustigsten und albernsten Filme von Elvis, kurz bevor die Qualität seiner Filme unweigerlich nachließ.“[6] Der Filmdienst sprach von einem „typischen Elvis-Presley-Vehikel“.[7]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kurven-Lilli bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Girl Happy. In: AFI Catalog. Abgerufen am 11. September 2026.
- ↑ Howard Thompson: 'Girl Happy' at Forum Has Elvis Presley Singing Again. In: The New York Times. 27. Mai 1965, S. 28.
- ↑ Girl Happy. In: Variety. 27. Januar 1965, S. 6.
- ↑ Margaret Harford: 'Girl Happy' Promises More Box Office Joy for Elvis. In: Los Angeles Times. 16. April 1965, S. Teil IV, S. 10.
- ↑ Girl Happy. In: Monthly Film Bulletin. Band 32, Nr. 375, April 1965, S. 56.
- ↑ Stephen Vagg: Beach Party Movies Part Three: Over exposure. In: Filmink. 13. Dezember 2024, abgerufen am 13. Dezember 2024 (englisch).
- ↑ Kurven-Lilly. Abgerufen am 11. September 2026.