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Kastell Gerulata

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Kastell Rusovce
Alternativname Gerulata
Gerulate
Limes Oberpannonien
Abschnitt Strecke 2
Datierung (Belegung) A) domitianisch 81/96–98
B) trajanisch 98–138
C) antoninisch
138–270
D) aurelianisch 270/275–370
E) valentinianisch
spĂ€tes 4.–frĂŒhes 5. Jahrhundert n. Chr.
Typ A) Kohortenkastell
B–E) Alenkastell,
Einheit A) Legio XIV (Bautrupp ?),
A) Cohors V Callaecorum Lucensium?,
B–D) Ala I Cannanefatium,
E) Equites Sagittarii
GrĂ¶ĂŸe A–B) Holz-Erde-Kastell, Breite: 113 m
C–D) Steinkastell, Breite: 133–166 m,
E) Burgus: 39 × 30 m
Bauweise A–B) Holz-Erde
C–D) Steinbauweise
Erhaltungszustand sichtbar
Ort Rusovce
Geographische Lage 48° 3â€Č 21,6″ N, 17° 8â€Č 58,3″ O
Höhe 130 m n.m.
Vorhergehend Kleinkastell Stopfenreuth (nordwestlich)
Anschließend Kastell Ad Flexum (MosonmagyarĂłvĂĄr) (sĂŒdöstlich)
Lageskizze der Kastelle in Rusovce/Bergl

Das Kastell Gerulata war Bestandteil der Festungskette am Limes Pannonicus auf dem Gebiet der heutigen Slowakei. Seine Überreste befinden sich in Rusovce, einem Stadtteil der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Das Reiterlager war vermutlich vom 1. bis ins 4. Jahrhundert durchgehend mit römischen Truppen belegt. Die baulichen Überreste sind seit 2021 Bestandteil des zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Donaulimes.

Neben dem am linken Donauufer gelegenen IĆŸa (Kastell IĆŸa-LeĂĄnyvĂĄr) ist Gerulata das bisher einzige bekannte Limeskastell auf dem Gebiet der Slowakei. Ein AusstellungsgebĂ€ude des StĂ€dtischen Museums Bratislava befindet sich direkt beim einstigen Lagerstandort.

Gerulata wird im Itinerarium Antonini[1] unter diesem Namen genannt, auf der Tabula Peutingeriana als Gerulatis.[2] In der Notitia dignitatum, in der Truppenliste des Dux Pannoniae Primae et Norici Ripensis, wird es unter dem Namen Gerolate erwÀhnt.[3]

Rusovce zĂ€hlt heute zu den drei Stadtbezirken im SĂŒden von Bratislava. Das Kastellareal befindet sich auf einer leicht profilierten, rechtwinkeligen Schwemmterrasse (Höhe 130 bis 136 Meter) am Donauufer, in unmittelbarer NĂ€he des sogenannten Rusovce-Arms (RusovskĂ© rameno), einem ehemaligen Seitenarm der Donau. Die Entfernung zum Hauptstrom der Donau betrĂ€gt etwa 1,3 Kilometer.

Die Donau passiert an der slowakischen Grenze die Engstelle der Thebener Pforte zwischen den Kleinen Karpaten und den Hundsheimer Bergen, dabei verlangsamt sie ihren Lauf. Dies fĂŒhrt zu großflĂ€chigen Schotterablagerungen, die den Strom dazu zwingen, sich in mehrere Arme zu teilen. Weiters mĂŒndet hier auch die March in die Donau. Hinter Bratislava befinden sich zwei große Flussinseln (SĂŒden: Kleine SchĂŒtt, ungarisch Szigetköz, slowakisch MalĂœ ĆœitnĂœ ostrov; Norden: Große SchĂŒtt, ungarisch CsallĂłköz, slowakisch (VeÄŸkĂœ) ĆœitnĂœ ostrov). Die Kleine SchĂŒttinsel stand in der Antike vermutlich teilweise unter römischer Kontrolle, die Große SchĂŒttinsel war durch germanische QuadenstĂ€mme besiedelt. Die hydrographischen VerhĂ€ltnisse spielten bei der Verteilung der römischen Kastelle eine große Rolle. Das linke Donauufer wurde regelmĂ€ĂŸig ĂŒberschwemmt, was eine Direktverbindung zwischen Carnuntum und Bratislava-Devin unmöglich machte.

Wegen dieser Gegebenheiten verlief die Limesstraße auch nicht entlang des Donauufers. Folgte man der Limesstraße ab Carnuntum Richtung Osten, teilte sie sich alsbald in zwei StrĂ€nge. Eine Abzweigung fĂŒhrte entlang der Hundsheimer Berge nach etwa 23 Kilometern zum Kastell Ad Flexum (MosonmagyarĂłvĂĄr), ĂŒber den weiter nördlich verlaufenden Strang erreichte man nach ca. 20 Kilometern schließlich Gerulata. Über die Limeshaupt- und Nebenstraßen östlich von Carnuntum weiß man nicht mehr als das, was schon Maximilian von Groller-Mildensee um 1900 festgestellt hat.[4] Seiner Ansicht nach mĂŒssen noch weitere Abzweigungen existiert haben. Die Kette der durch diese Limesstraße verbundenen römischen Grenzanlagen lag fast ausnahmslos auf der rechten Seite des Hauptstroms. In der Region um die Große SchĂŒttinsel zwischen Ungarn und der Slowakei wandte sich die Grenze des Römischen Reiches wegen des sumpfigen GelĂ€ndes etwas weiter nach SĂŒden zum Mosoner Donauarm hin ab. Der grĂ¶ĂŸte Teil der heutigen Slowakei blieb deswegen jenseits der Grenzen des Römischen Reiches. Zur Provinz Pannonia superior gehörte nur ein sehr kleiner Abschnitt am rechten Donauufer.

Die besondere Bedeutung des Gebietes um das Preßburger Tor lag vor allem in seiner Funktion als Kreuzungspunkt transkontinentaler Straßen mit der Bernsteinstraße. Seine militĂ€rische Okkupation hatte – neben der GrenzĂŒberwachung – daher wohl vor allem wirtschaftliche GrĂŒnde. In der Region gab es nur zwei – seit der Bronzezeit benutzte – DonauĂŒbergĂ€nge, und zwar bei Hainburg und bei Rusovce. Die Furt bei Rusovce war dabei von besonderer Wichtigkeit, da sie auch eine Verbindung mit den Kastellen im Barbaricum ermöglichte.[5] Die Besatzung ĂŒberwachte wohl die MĂŒndung der March, die Limesstraße von Brigetio nach Carnuntum sowie den DonauĂŒbergang, dieser ist aber – genau wie der Hafen des Kastells – archĂ€ologisch noch nicht nachgewiesen worden. Weiters deckte Gerulata die Ostflanke von Carnuntum (im Westen sorgten dafĂŒr das Kastell von Schwechat und möglicherweise auch eines bei Fischamend). Durch den etwa 480 Meter hohen Hundsheimer Berg war kein direkter Sichtkontakt zwischen den Lagern möglich. So wurden beide FlĂŒgel des Legionsstandortes und Verwaltungsmittelpunktes Oberpannoniens durch Reitereinheiten abgesichert. Das unwegsame, von weiten SĂŒmpfen durchzogene Gebiet östlich der Großen SchĂŒttinsel erforderte wohl keine gesonderte Überwachung durch die Grenztruppen. Zwischen den dicht bewaldeten OsthĂ€ngen der Kleinen Karpaten und der Großen SchĂŒttinsel öffnete sich nur ein Durchgang, der sich in Richtung Donau wie ein Trichter verengt (heute Stadtzentrum Bratislava). Gerade diese Region gegen SĂŒdosten hin zu sperren dĂŒrfte die Hauptaufgabe der Besatzung gewesen sein. Die Bedeutung dieses Transitkorridors bezeugen auch zahlreiche germanische Funde aus Bratislava.[6]

Schon in der LatĂšnezeit (Stufe LatĂšne C) existierte im Raum Bratislava ein keltisches Oppidum. Gleichzeitig hielten die Kelten den Burgberg von Devin und den Braunsberg bei Hainburg besetzt.[7] Als die Römer im 1. Jahrhundert zur Donau vordrangen, wurde die Region um Bratislava als erstes von ihnen besetzt. Im Zuge dessen wurde die Festungslinie Carnuntum – Ad Flexum ausgebaut. Die frĂŒhesten MilitĂ€ranlagen an der oberpannonischen Grenze wurden bereits unter Claudius (41–54) errichtet, mit dem großangelegten Aufbau der Lager begann man aber erst unter Domitian (81–96). Damals grĂŒndeten die Römer sĂŒdöstlich von Carnuntum, nach den Funden zu schließen, wohl auch das Lager von Gerulata, vermutlich das erste Hilfstruppenlager östlich des Legionslagers. Am Glacis des Limes wurden im 2. Jahrhundert zusĂ€tzlich zwei MilitĂ€rstĂŒtzpunkte in Bratislava-Devin und Bratislava-Altstadt gegrĂŒndet. Das erste Holz-Erde-Lager wurde wahrscheinlich im Zuge von notwendig gewordenen Umbauarbeiten nach Ankunft der Ala I Cannanefatium planmĂ€ĂŸig niedergebrannt und – zunĂ€chst wiederum in Holz-Erde-Technik – neu errichtet, archĂ€ologisch jedoch noch nicht eindeutig nachgewiesen. In antoninischer Zeit (138–161) wurde das Lager in Stein umgebaut. Nach den Keramikfunden zu urteilen (sekundĂ€r gebrannte Terra-Sigillata-Scherben), dĂŒrfte Gerulata auch nicht von den Wirren der Markomannenkriege verschont, sondern dabei zerstört worden sein. Andere Ă€hnliche Anlagen in Stupava, Bratislava-DĂșbravka, CĂ­fer-PĂĄc, VeÄŸkĂœ KĂœr (frĂŒher Milanovce) und ebenfalls in Bratislava-DevĂ­n stammen aus der Zeit vom 2. bis zum spĂ€ten 4. Jahrhundert.

Ab der Regierungszeit des Aurelian (270–275) oder – wahrscheinlicher – den diokletianischen und konstantinischen MilitĂ€rreformen erfolgte der Umbau in eine Befestigungsanlage nach spĂ€tantikem Standard (Anbau von Hufeisen- und FĂ€chertĂŒrmen?); die KastellflĂ€che wurde dabei erheblich verkleinert. Vermutlich anlĂ€sslich der letzten großangelegten Grenzsicherungsmaßnahmen durch Valentinian I. (364–375) zog sich die offensichtlich schon stark reduzierte Besatzung in ein sogenanntes „Restkastell“ (burgus) zurĂŒck und ĂŒberließ – wie auch bei einigen anderen Kastellen am norischen und am pannonischen Limes beobachtet werden konnte (zum Beispiel Cannabiaca, Kastell Wallsee, Kastell Arrabona) – der Zivilbevölkerung das ĂŒbrige ummauerte Areal, das damit seine militĂ€rische Funktion verlor und sich in ein ziviles oppidum verwandelte. SpĂ€testens mit der Abtretung von Pannonien an die Hunnen um 433 wurde auch Gerulata von seinen romanischen Bewohnern aufgegeben und verlassen.

Forschungsgeschichte

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FrĂŒhe Beobachtungen

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Im Jahre 1737 erwÀhnten die beiden donauabwÀrts reisenden EnglÀnder Richard Pococke und Jeremiah Milles in ihren Aufzeichnungen alte Mauerreste in Rusovce.[8]

Die ersten archĂ€ologischen Ausgrabungen wurden von 1889 bis 1891 durch den GeschĂ€ftsfĂŒhrer der historisch-archĂ€ologischen Gesellschaft des Mosongaues und Kustos des Museums in MosonmagyarĂłvĂĄr, Ágoston SƑtĂ©r (1837–1905), durchgefĂŒhrt. Hierbei wurden auch die Reste des Burgus entdeckt. Im Hof von Haus Nr. 196 konnte eine römerzeitliche Gruft untersucht werden, die aus Ziegeln erbaut war, von denen einige auch Stempelungen aufwiesen. Bei Suchschnitten stieß SƑtĂ©r auf weitere GrĂ€ber, weiterhin konnten im selben Jahr noch SkelettgrĂ€ber und ein Steingrab aufgedeckt werden.

20. Jahrhundert

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Im Jahre 1930 soll im Garten des SchulgebĂ€udes ein Sarkophag ausgegraben worden sein, NĂ€heres ist darĂŒber aber nicht bekannt. Die archĂ€ologischen Grabungen von 1932 bis 1933 leitete AndrĂĄs Graf. Anfang der 1940er Jahre unternahm AladĂĄr RadnĂłti (1913–1972) vom Nationalmuseum in Budapest auch erstmals den Versuch, die LagerflĂ€che genau zu bestimmen. Er konnte sich hierbei jedoch nur auf Lesefunde, die Topographie des GelĂ€ndes und auf eine – in einem Keller entdeckte – römerzeitliche Mauer stĂŒtzen.

Im Jahre 1947 arbeitete der Numismatiker und Historiker Vojtěch Ondrouch (1891–1963) den ersten komplexen Plan zur römerzeitlichen Besiedlung von Rusovce anhand von Funden aus, die bei landwirtschaftlichen Arbeiten und bei Bauarbeiten gemacht wurden. 1949 entdeckten AusgrĂ€ber des Slowakischen Museums beim örtlichen Friedhof das Grab eines Kindes, das auch Beigaben enthielt.

In den 1960er Jahren wurden bei Erdarbeiten in der Flur Bergl die Pfeiler eines spĂ€trömischen Bauwerkes aufgedeckt. Daraufhin begann die ArchĂ€ologin Ɓudmila KraskovskĂĄ (1904–1999) wieder mit grĂ¶ĂŸeren archĂ€ologischen Untersuchungen. Im Jahre 1965 wurden diese vom archĂ€ologischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften unter JĂĄn Dekan weitergefĂŒhrt und dauerten bis 1972 an.

Zeitgleich hatten Ɓudmila KraskovskĂĄ und Magda PichlerovĂĄ auch das römische GrĂ€berfeld untersucht. 1976 wurden die Grabungen unter der Leitung von Ladislav Snopko, Viktor Ferus und Jana GerĆŸovĂĄ vom StĂ€dtischen Denkmalamt fortgefĂŒhrt. In Verbindung mit archĂ€ologischen Ausgrabungen in der St. Veit-Kirche erforschte der MittelalterarchĂ€ologe Michal Slivka (* 1948) auch eine römische BegrĂ€bnisstĂ€tte.

Ab 1990 begann in Rusovce, nach Aufhebung der Bausperre einer Denkmalzone auf der Hauptstraße, ein verstĂ€rkter Bau von EinfamilienhĂ€usern und die Modernisierung der Infrastruktur. An den dadurch erforderlichen Rettungsgrabungen beteiligten sich mehrere Institutionen (ArchĂ€ologisches Museum des Slowakischen Nationalmuseums, Juraj Halagan, das Stadtmuseum in Bratislava, Jaroslava SchmidtovĂĄ, das ArchĂ€ologische Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaft in Nitra, Vladimir Varsik, und die Comenius-UniversitĂ€t Bratislava, Eduard Krekovič). Die systematische Überwachung und Dokumentation dieser Bauarbeiten erbrachte eine FĂŒlle von neuen Funden und Informationen, die eine Neubewertung der bisherigen Ansichten zur Besiedlungsgeschichte des Kastells und des Vicus von Gerulata erforderlich machten.

Bei den Konservierungsmaßnahmen der Burgusmauern wurden im Mauerwerk einige Spolien von Grabsteinen und AltĂ€ren entdeckt. Darunter befand sich ein Relief mit der Darstellung von DĂ€dalus und Ikarus, deren mehrfarbige Bemalung noch gut erhalten war.[9] Die Inschriften berichten auch von der Existenz eines Jupiter-Dolichenus-Tempels in der NĂ€he des Kastells.

21. Jahrhundert

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In den Jahren 2006 bis 2007 fanden im Rahmen der Erneuerung des Denkmales, direkt im Areal des Museums, Bodensondierungen statt. In jĂŒngster Vergangenheit wurden archĂ€ologische Ausgrabungen in Rusovce vom Stadtmuseum Bratislava (Jaroslava SchmidtovĂĄ) und vom Slowakischen Nationalmuseum (Igor BazovskĂœ) durchgefĂŒhrt.

Oberirdisch sind vom Kastell, mit Ausnahme des spĂ€tantiken Burgus, keine sichtbaren Reste mehr erhalten, da es grĂ¶ĂŸtenteils neuzeitlich ĂŒberbaut ist.

Holz-Erde-Periode

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Das Lager I (Ă€ltere Holz-Erde-Phase) befand sich auf dem Westufer des heutigen Rusovcer Kanals, im Nordosten der Gemeinde Rusovce, auf einer Terrasse mit einem ĂŒber drei Meter tiefen Abhang ĂŒber dem Flussbett der Donau. Die FlĂ€che des frĂŒhen Holz-Erde-Kastells wurde hauptsĂ€chlich anhand der GrĂ€berfelder und des Verlaufes seiner doppelten Spitzgrabenanlage bestimmt (Abstand: fĂŒnf Meter, Tiefe: 1,3 und 1,8 Meter). Der nordwestliche Grabenverlauf konnte am Bergl untersucht werden. Sein sĂŒdwestlicher Abschnitt war 27 Meter lang, die SĂŒdecke konnte in der Madarska Straße lokalisiert werden. Die Nordseite und die Ostecke wurde von der Donau abgetragen. Ansonsten waren nur einzelne, durch die moderne Überbauung in ihrer FlĂ€che sehr beschrĂ€nkte Sondierungen möglich. Aus den in den GrĂ€ben vorgefundenen Keramikscherben (zum Beispiel norditalische und sĂŒdgallische Sigillaten sowie eine Lampe vom Typ Loeschke IXc) schließt man, dass das Lager zur Zeit Domitians errichtet wurde. Diese GrĂ€ben wurden nach Aussage der slowakischen ArchĂ€ologin KlĂĄra KuzmovĂĄ unter der Herrschaft des Antoninus Pius wieder zugeschĂŒttet. Vom genauen Ausmaß des ersten Holz-Erde-Lagers hat man bis dato noch keine Kenntnis. Die maximale Breite des Lagers wird auf etwa 113 Meter geschĂ€tzt.

Grabungsskizze der KasernenrÀume mit Ofenanlagen

Von der Innenbebauung konnte nur ein Teil eines KasernengebĂ€udes aus domitianischer oder trajanischer Zeit in der Gerulatska-Straße Nr. 65 beobachtet werden. Seine WĂ€nde bestanden aus einer hölzernen Fachwerkkonstruktion mit Lehmbewurf, die mit Mörtel verputzt und mit Kalk gestrichen worden war. Es konnten insgesamt vier RĂ€ume in zwei parallelen Reihen und zwei kleinere Ofenanlagen nachgewiesen werden. Sie waren in der Vertikalen am Lauf des Rusovcer Kanal orientiert. Ob es östlich oder westlich noch weitere RĂ€ume gab, konnte nicht festgestellt werden. Die Kasernenbaracke fiel, wie anhand einer eingeebneten Brandschicht beobachtet werden konnte, einem Feuer zum Opfer.

Raum 1 maß 3,10 bis 3,12 Meter in der Breite und 2,20 bis 2,70 Meter in der LĂ€nge. Der Verputz war noch bis in eine Höhe von zehn Zentimeter erhalten, in der Nordostecke sogar bis zu 40 Zentimeter. Der hellgraue Kalkverputz (MischungsverhĂ€ltnis 5:1, Kalk und Sand) war stellenweise in drei ĂŒbereinanderliegenden Schichten aufgetragen worden. Dieser Verputz konnte aber seltsamerweise nur an der Innenseite der Wand festgestellt werden. Der Fußboden dieses Raumes bestand nur aus festgestampfter Erde. Zwischen den RĂ€umen 1 und 2 befand sich auch ein etwa 0,60 bis 0,80 Meter breiter Gang in dem Bruchsteine als TĂŒrschwellen verlegt worden waren. Die Wand zwischen den RĂ€umen 1 und 4 war 25 Zentimeter breit.

Raum 2 maß 3,02–3,10 × 3,60 Meter. Der Verputz war noch bis zu 15 Zentimeter hoch erhalten. Die Wand zu Raum 3 war 14 Zentimeter breit. Neben diversen Pfostenlöchern fĂŒr nachtrĂ€gliche AbstĂŒtzungsmaßnahmen fielen an der SĂŒdwand von Raum 2 vor allem die AbdrĂŒcke der hölzernen Fachwerkkonstruktion auf. Als tragende Elemente wurden vierkantige Balken, zwischen denen eineinhalb bis zwei Zentimeter dicke Ruten (wahrscheinlich Tannenholz) eingeflochten waren, verwendet. In diesem Raum war auch der Fußboden sorgfĂ€ltiger ausgefĂŒhrt worden. Er bestand aus einer Kieslage, auf der eine Kalkmörtelschicht mit zugemischtem Ziegelstaub aufgegossen worden war (Opus signinum).

Eine hervorragend erhaltene Ofenanlage (ovaler Grundriss, 20 Zentimeter tief, Öffnung: Durchmesser 40 cm, FlĂ€che: 62 × 52 Zentimeter) fand sich an der Westwand von Raum 2. Sie war mindestens einmal umgebaut worden. Die Reste von Ofen I wurden teilweise fĂŒr die Sohlenpflasterung von Ofen II wiederverwendet. Die vier bis fĂŒnf Zentimeter dicken WĂ€nde bestanden aus Lehm (Beimischung Kalkstein, Quarz, Harz und Glimmer) und wiesen eine ziegelĂ€hnliche FĂ€rbung auf. Sein Corpus war noch bis in eine Höhe von 30 Zentimeter erhalten. Vor seiner Feuerungsöffnung war der Boden mit Ziegelplatten und BruchstĂŒcken von Ofen I gepflastert (Feld 52 × 3 Zentimeter). Wahrscheinlich war er (bis auf den Kamin) mit denen von Kastell Heidenheim vergleichbar.

Von Raum 3 konnte bei den Grabungen nur ein kleiner Abschnitt erfasst werden. Auch dort fand sich eine fast baugleiche Ofenanlage, die an der Scheidewand zu Raum 2 situiert war. Sie war allerdings nicht mehr so gut erhalten und maß 52 × 35 Zentimeter. Von ihrer Pflasterung konnte nur mehr eine Ziegelplatte geborgen werden. Vom Innenverputz von Raum 3 fanden sich keine Spuren mehr. Der Fußboden bestand wie in Raum 1 aus gestampfter Erde.

Raum 4 konnte nur an seiner Nordwestecke erfasst werden. Ähnliche RĂ€ume fanden sich auch im GebĂ€ude 3 von Kastell Oberstimm, sie wurden als UnterkĂŒnfte von Handwerkern und SanitĂ€tssoldaten (capsuari) angesprochen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass fĂŒr den Befund dieses GebĂ€udes zwei Möglichkeiten in Betracht kommen: Es handelt sich entweder um zwei separate GebĂ€ude mit zueinander stehenden RĂŒckwĂ€nden oder um ein GebĂ€ude, dessen RĂ€ume durch einen Mittelkorridor getrennt sind. Laut Vladimir Varsik spricht die Tatsache, dass die WĂ€nde offensichtlich nur innen verputzt waren, fĂŒr die letztere Variante.[10]

Insgesamt konnten drei Bauphasen festgestellt werden. Aufgrund der VerschĂŒttung der Holz-Erde-GrĂ€ben wird die Entstehungszeit des ersten Steinlagers in die Zeit des Antoninus Pius (138–161) taxiert. Wahrscheinlich wurde das Steinlager I auch noch einmal umgebaut. 1991 wurde ein Teil seiner sĂŒdlichen – etwa ein Meter breiten – Wehrmauer am Ufer des Rusovce Kanals freigelegt. An ihrer Innenseite konnte auch ein Erdwall festgestellt werden. Nach den Keramikfunden (Terra Sigillata aus Rheinzabern) zu urteilen, wurde sie ebenfalls in antoninischer Zeit errichtet. In Richtung Rusovcer Kanal waren jedoch keine weiteren Fundamentspuren mehr festzustellen. Die nordöstliche LagerflĂ€che scheint also tatsĂ€chlich von der Donau abgeschwemmt worden zu sein (siehe auch weiter oben). Die Nordecke konnte erst in jĂŒngerer Zeit auf dem Bergl nachgewiesen werden. Bei der St. Magdalena-Kirche wurde ein Abschnitt seines nordwestlichen Doppelgrabens aufgedeckt. Im Bereich des Irkutsk-Platzes kamen SteingebĂ€ude und eine 10 bis 20 Zentimeter dicke Schicht aus zerschlagenen Ziegeln zum Vorschein, die hier in der zweiten Bauphase des Kastells einplaniert wurden. Zur Innenbebauung des Steinlagers I gehörte vermutlich auch eine 40 bis 60 Zentimeter breite Mauer, die im Bereich des spĂ€tantiken Restkastells beobachtet werden konnte. Die Breite dieses vom 2. bis ins 3. Jahrhundert existierenden Lagers konnte nur grob geschĂ€tzt werden (133 bis 166 Meter).

Zwischen 1982 und 1984 wurden in der Gasse Ulica Pohranicnikov bei Baggerarbeiten zwei nach Nordost-SĂŒdwest orientierte GrĂ€ben (Breite: 6–7 Meter, Tiefe: 2,5 Meter, Abstand: 4,5–5 Meter) angeschnitten. Vom Holz-Erde-Lager am Kanalufer waren sie ca. 300 Meter entfernt. Eine MĂŒnze des Mark Aurel lĂ€sst ihre Planierung fĂŒr die Zeit nach dem Ende der Markomannenkriege vermuten. Magda Pichlerova zĂ€hlt sie zu einem Verteidigungswall des westlichen Vicus, Vladimir Varsik sieht sie jedoch als Teil einer militĂ€rischen Anlage an.

Steinperiode II

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Im Unterschied zur frĂŒh- und mittelkaiserzeitlichen Anlage, die stark neuzeitlich ĂŒberbaut ist, konnte die Innenbebauung des spĂ€tantiken Kastells relativ gut untersucht werden. Wie aus den Untersuchungen der Wehrmauer hervorgeht, wurde das Kastell zu dieser Zeit flĂ€chenmĂ€ĂŸig deutlich reduziert und dabei wahrscheinlich auch komplett umgestaltet. Überreste der Umwehrung entdeckte man unter dem Pfarrspeicher sĂŒdlich des Museumsareals. Da die spĂ€tantiken Schichten durch mittelalterliche und neuzeitliche Eingriffe fast vollkommen zerstört wurden, kann nur eine in einem Mauerversturz entdeckte MĂŒnze des Aurelian (270–275) fĂŒr eine vage Datierung des möglichen Beginns des Umbaus zum SteinlagerII herangezogen werden. Es wird vermutet, dass sich beim Lager eine Furt und vermutlich auch ein Schiffsanlegeplatz befand, beide konnten aber bisher nicht lokalisiert worden.

Chronologie der Bauphasen auf der Flur Bergl und Grundriss des spÀtantiken Burgus

Das am besten erhalten gebliebene Bauwerk des Steinlagers II ist der massive, quadratische Burgus. Dieses turmartige Restkastell wurde, wie oft am Donaulimes zu beobachten, als Reaktion auf die großangelegten TruppenabzĂŒge im 4. Jahrhundert in eine Ecke des Kastells eingebaut.

Es hatte ein Ausmaß von 30 × 29 Metern; zwölf um einen Lichthof (12 × 12,40 Meter) gruppierte Pfeiler trugen die Dachkonstruktion. Ihre Grundfesten reichten bis in eine Tiefe von drei bis vier Metern, bis zu 2,40 Meter dicke Mauern aus Gussmauerwerk umschlossen die Anlage. Man nimmt deshalb an, dass dieser Burgus bis zu drei Stockwerke hoch war. Das Erdgeschoss war nach innen hin offen gehalten worden, man bewohnte vermutlich nur die oberen Etagen. In der Mitte des Innenhofes befand sich zusĂ€tzlich auch noch ein in Stein gefasster etwa acht Meter tiefer Brunnen. In den Pfeilern und Umfassungsmauern des Restkastells waren auch zweitverwendete Spolien aus der ersten Bauphase des Steinkastells (Grabstelen, WeihealtĂ€re, Reliefs) eingebaut, die im Lapidarium des Museums zu besichtigen sind. Einige von ihnen waren auch in der Brunneneinfassung verbaut. Im Burgus konnte auch die letzte Baumaßnahme der Römer in Rusovce nachgewiesen werden: Im SĂŒdwestflĂŒgel wurden die Öffnungen zwischen den Pfeilern zugemauert und dahinter ein Getreidelager angelegt.[11]

Nach Ansicht der AusgrĂ€ber ist das GebĂ€ude von seiner Konstruktion her nicht einheitlich, da die sĂŒdliche und westliche Umfassungsmauer bei den Ecken nicht mit dem ĂŒbrigen Bau verbunden sind. Der Burgus ist jedoch prinzipiell den nachvalentinianischen Festungstypen in Noricum und Pannonien sehr Ă€hnlich.[12] Charakteristisch fĂŒr solche Anlagen war ihr Einbau in die linke Ecke des vorderen Lagerbereiches (Praetentura), was auch fĂŒr Gerulata zuzutreffen scheint.

Folgende Besatzungseinheiten sind fĂŒr Gerulata bekannt:

Zeitstellung Truppenname Bemerkung Abbildung
1. Jahrhundert n. Chr. Legio quartae decimae Gemina (die vierzehnte Zwillings-Legion) Aufgrund dort gefundener Ziegelstempel könnte in der FrĂŒhphase des Kastells eine Vexillation dieser in Carnuntum stationierten Legion kurzfristig die Kastellbesatzung gebildet haben.
Ziegelstempel der XIIII Legion (Museum Bratislava)
1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. Cohors quinta Callaecorum Lucensium (die fĂŒnfte Kohorte der Callaecer) Im Jahre 1965 las ein Hobbyforscher im Bereich des Lagerareals ein ZiegelbruchstĂŒck mit dem Aufdruck „OHVLVC“ auf.[13] Auf MilitĂ€rdiplomen ist die Kohorte seit der Regierungszeit Neros in Pannonien belegt.[14] SpĂ€testens 133 n. Chr.[15] war die Truppe im oberpannonischen Kastell Crumerum, etwas weiter östlich des Legionslagers Brigetio, stationiert. Die ArchĂ€ologen BarnabĂĄs LƑrincz (1951–2012) und Zsolt Visy glaubten, dass die Einheit sogar schon seit 110 n. Chr. dort anwesend war. Wo sie sich vor diesem Zeitpunkt in Pannonien aufhielt, ist unbekannt. Nach Meinung des ArchĂ€ologen Vladimir Varsik könnte ihr Standort in domitianisch-frĂŒhtrajanischer Zeit Gerulata gewesen sein.[16] Der Althistoriker Karl Strobel ist der Ansicht, dass die Einheit sich auch das römische BĂŒrgerrecht bei einem Einsatz in den Dakerkriegen verdient haben könnte,[17] obwohl ĂŒber einen Einsatz dieser Truppe bei diesen FeldzĂŒgen nichts bekannt ist.[18] Nach Ansicht Varsiks ist der 1965 in Rusovce aufgefundene Ziegelstempel der Kohorte ein stichhaltiger Beweis fĂŒr die Anwesenheit der Truppe in Gerulata, da bisher an keinem anderen Standort Ziegel dieser Kohorte entdeckt werden konnten. Man nimmt weiters an, dass die Truppe das frĂŒhe Holz-Erde Kastell erbaut hat.[19] Varsiks Ansicht nach ist es wenig wahrscheinlich, dass die Einheit ihre Ziegel von einem anderen Lager aus geliefert hĂ€tte, da auch Lörincz der Meinung war, dass die Hilfstruppen in Pannonien nur fĂŒr ihre unmittelbare Umgebung geziegelt hĂ€tten.[20]
Ziegelstempel der cohors V Callaecorum Lucensium aus Rusovce, rechts das Symbol eines Efeublattes (hedera)
1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Ala prima Cannanefatium (das erste Reiterschwadron der Cannanefaten) Der Name der Einheit findet sich auf mehreren in Gerulata aufgefundenen Weihealtarinschriften. Eine in der Mauer des Burgus entdeckte Inschrift erwĂ€hnt einen Flavius Attius aus Trier, der sieben Jahre als Reiter in der Einheit gedient hatte, und lĂ€sst vermuten, dass – zumindest seit trajanischer Zeit – diese Reiter die Besatzung des Kastells bildeten. Sie wurde (nach deren Unterwerfung durch Tiberius) aus dem niedergermanischen Stamm der Cananefates rekrutiert. Im Jahr 28 nahm sie an einem Feldzug gegen die Friesen teil.[21] Nach ihrem Einsatz im niedergermanischen Heer wurde die Einheit nach Lopodunum, in die Germania superior, abkommandiert. Die Mindestdauer des Aufenthalts in Lopodunum lĂ€sst sich durch MilitĂ€rdiplome aus den Jahren 82 und 90 bestimmen, in denen die Ala als Truppe der Provinz Germania superior aufgefĂŒhrt wird.[22] Die Anwesenheit der Einheit im pannonischen Exercitus ist erstmals durch ein Diplom aus dem Jahre 116 bekannt.[23] In Rusovce ist die Reitertruppe (mit einer eventuellen Unterbrechung aufgrund eines Feldzuges in der afrikanischen Mauretania Caeseriensis Mitte des 2. Jahrhunderts) dann durch Diplome und Inschriften bis in die 240er Jahre nachgewiesen. Laut einer Theorie von Ernst Stein könnte die Ala auch nach dem Ende der Dakerkriege Trajans um 106 von Lopodunum nach Gerulata versetzt worden sein.[24]
ab 4. Jahrhundert n. Chr. Equites Sagittarii (berittene BogenschĂŒtzen) Diese Einheit ist in der Truppenliste des norischen und pannonischen Dux in der Notitia dignitatum fĂŒr „Gerolate“ als Besatzungstruppe angegeben.[25] Diese Reiter kombinierten die Geschwindigkeit der Kavallerie mit der PrĂ€zision von BogenschĂŒtzen. In der SpĂ€tantike dienten sie oft als Grenztruppen (Limitanei), um schnelle ÜberfĂ€lle germanischer StĂ€mme abzuwehren.
Cautopatesrelief am Eingang des Museums

Über die genaue Lage und die Ausmaße der Zivilsiedlung von Gerulata ist nur wenig bekannt. Sie erstreckte sich wohl nordwestlich und sĂŒdwestlich des Lagers. Die nur kleinflĂ€chigen Rettungsgrabungen erlaubten keine Bestimmungen geschlossener Grundrisse.

Der westliche Teil des Vicus erstreckte sich auf einer kleinen Anhöhe, der östliche Teil geht in eine seichte Mulde ĂŒber. Hier, unweit des GrĂ€berfeldes II, konnten auch Kalk- und Ziegelbrennöfen freigelegt werden. Die Nord- und Westseite der Siedlung waren von einem Seitenarm der Donau umschlossen. Der Ă€lteste Teil der Siedlung bestand ursprĂŒnglich aus simplen GrubenhĂŒtten oder GebĂ€uden mit WĂ€nden aus Lehmziegeln wie sie in der Madarska-Straße festgestellt werden konnten. In der Pohranicnikov-Straße wurden Siedlungsreste aus flavischer Zeit beobachtet. 1998 durchgefĂŒhrte Notgrabungen bestĂ€tigten, dass der Vicus bis zur Balkanska-Straße reichte. Die grĂ¶ĂŸte FlĂ€che nahm wohl der Vicus vor dem westlichen Tor des Kastells ein, wo auch die WerkstĂ€tten und mehrere Kulturschichten ergraben und untersucht werden konnten. Das Zentrum mit den reprĂ€sentativsten GebĂ€uden erstreckte sich nördlich des Lagers. Der Vicus breitete sich dort entlang der Ausfallstraße aus und war anhand von zahlreichen Steinfundamenten gut zu dokumentieren. Unter diesen ragt besonders ein sorgfĂ€ltig ausgefĂŒhrtes GebĂ€ude mit Bodenheizung (Hypokaustum) hervor. Der Steinbau weist auch zumindest eine Umbauphase auf. Nach ihrer Zerstörung entstanden hier im spĂ€ten 4. Jahrhundert einfache HolzhĂŒtten.

Eine weitere römerzeitliche Siedlung konnte etwa 2,5 Kilometer sĂŒdwestlich vom Lager nachgewiesen werden, eine Villa rustica lag rund drei Kilometer sĂŒdlich vom Lager. Sie setzt sich aus bis zu sechs GebĂ€uden zusammen und stammt aus der Zeit der Severer. Aufgrund der dort freigelegten GebĂ€udereste, in die Erde eingetiefte WohnhĂŒtten in Pfahlkonstruktion und mit Satteldach, nimmt man an, dass dort im 2. Jahrhundert noch grĂ¶ĂŸtenteils eine indigene, weitgehend keltisch geprĂ€gte Bevölkerung gelebt hat. Im 3. Jahrhundert wurde das Siedlungsareal durch Anlage von rechteckigen Rinnen in Parzellen abgeteilt. ZusĂ€tzlich wurden auch zwei GebĂ€ude mit Steinfundamenten errichtet.

GrÀberfelder

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Römische Zwiebelknopffibeln aus dem GrÀberfeld von Rusovce
Antikes Ziegelplattengrab im Museum Rusovce

Die antiken Friedhöfe Gerulatas wurden sowohl vom MilitĂ€r als auch von der Zivilbevölkerung benutzt. Sie umgaben die besiedelte FlĂ€che in einem Bogen von Nordwesten nach Westen. Die Funde ließen einige RĂŒckschlĂŒsse auf die materielle Kultur, Bestattungsweisen und religiöse Vorstellungen der hier ansĂ€ssigen Bevölkerung zu. In den beiden ersten Jahrhunderten fungierte das Kastell wohl auch als regionales Handelszentrum. Insgesamt wurden ĂŒber 300 GrĂ€ber aufgedeckt.[26] Nach den bisherigen Forschungen nach zu urteilen handelt es sich um insgesamt fĂŒnf grĂ¶ĂŸere GrĂ€berfelder, die um das Lager lokalisiert werden konnten:

  • Feld Ia/Ib (auf dem SchulgelĂ€nde), 2. bis 4. Jahrhundert, enthĂ€lt hauptsĂ€chlich birituelle Bestattungen,
  • Feld II (Ortsfriedhof), birituelle Nekropole, 1. bis 2. Jahrhundert, fĂŒr die Bewohner des Holz-Erde-Kastells und der zugehörigen Canabae,
  • Feld III, (Umgebung St. Veit-Kirche), 4. Jahrhundert, vielleicht Bestandteil von Feld II und möglicherweise entlang des Hauptstranges der Limesstraße angelegt,
  • Feld IV (Umgebung St. Veit Kirche) und
  • Feld V (am Bahnhof).

Aus der FrĂŒhzeit liegen vor allem birituale Bestattungen vor, in der SpĂ€tantike ĂŒberwiegten die Körperbestattungen. Weiters konnten BrandgrĂ€ber (ustrina- und bustum-Bestattungen) nachgewiesen werden. An Grabanlagen fand man einfache Gruben sowie ZiegelplattengrĂ€ber vor. Funde von Stelen und Fragmente von Grabsteinen lassen aber auch noch aufwendigere Bestattungen annehmen. Die Ă€ltesten GrĂ€ber in Gerulata konnten im Feld II am Friedhof nachgewiesen werden (MĂŒnzfunde: Galba, Vespasian, Titus und Domitian). Die Belegung der Felder I und V fĂ€llt in trajanische Zeit.

Die GrabstĂ€tten beim heutigen Friedhof, westlich des Lagers (II), und die GrĂ€ber sĂŒdlich des Lagers (V) stammen aus der Holz-Erde-Periode und der Steinperiode I des Kastells. Im spĂ€tantiken Gerulata wurden die GrĂ€berfelder bei der Schule (Ib), sĂŒdwestlich vom Kastell (III) und in der Umgebung der St. Veit-Kirche (IV) angelegt. Zu den neuesten Erkenntnissen gehört dort der Fund eines Skelettgrabes nordwestlich des Kastells. Diese GrabstĂ€tte liegt wahrscheinlich auch an der Grenze zum Ă€ltesten Siedlungsteil des Vicus.

FrĂŒhchristliches Kreuz aus Rusovce

Mit den Soldaten kamen in flavischer Zeit offensichtlich auch Kolonisten aus allen Teilen des Reiches nach Gerulata. Die Funde weisen keinerlei Verbindung zwischen den Neuankömmlingen und der keltischen Stammbevölkerung auf. Das nahe Carnuntum und die hier vorbeifĂŒhrenden Fernstraßen brachten auch einem bescheidenen Wohlstand mit sich. Die Handelsverbindungen mit dem SĂŒden des Reiches sind durch Importwaren belegt. Es handelte sich im Wesentlichen um BronzegefĂ€ĂŸe, Bernsteinamulette, ein Goldamulett mit der Darstellung der Victoria, ein EisengefĂ€ĂŸ mit Bronzefuß, einen Spiegelrahmen mit der Darstellung der Dioskuren, einen Becher mit Facettenschliff, Gewandfibeln, Firmalampen sowie eine Ölamphore mit Inschrift und Maßzeichen. Auf einer relativ kleinen FlĂ€che fand sich auch eine große Menge an Terra-Sigillata-Scherben aus der Zeit Domitians, die aus La Graufesenque, zum Teil auch aus ost- und mittelgallischen Töpfereien sowie aus Rheinzabern und RĂ€tien stammen. Das Fragment eines marmornen FĂŒllhornfragmentes wurde in Norditalien erzeugt; wahrscheinlich war es Bestandteil einer ĂŒberlebensgroßen Marmorstatue, die eine Fortuna darstellte.

Eines der in Rusovce aufgefundenen Spolienreliefs zeigt einen Reiter mit Lanze und Schmiedewerkzeugen, ein anderes einen Adler mit Rosette zwischen zwei FĂŒllhörnern. An Militaria wurden ein reich dekorierter Paradehelm (1. bis 2. Jahrhundert), Lanzenspitzen, Ringdolche, GĂŒrtelbeschlĂ€ge und -amulette und der Kopf einer versilberten Statuette geborgen. Im SĂŒden des Lagers stieß man beim GrĂ€berfeld II auf einige Pferdeskelette und eine einzelne Körperbestattung. Das Grab enthielt eine bronzene sowie eine eiserne Kniefibel, eine Pinzette sowie SchuhnĂ€gel. Das Grab war in eine Schicht Ziegelabfall eingelassen, vermutlich befand sich hier einst eine privat betriebene Ziegelei aus der ersten Bauphase des Kastells. In unmittelbarer NĂ€he wurden auch ein Kalkbrennofen und ein Glasofen entdeckt.

Limesverlauf von Kastell Gerulata bis Kastell Ad Flexum

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Name/Ort[27] Beschreibung/Zustand Anmerkung
Burgus Gerulata 1 (Rajka)[28] ArchĂ€ologisch nicht nachgewiesen, außer Terra Sigillata wurden hier auch Ziegelstempel der Legio XIIII Gemina gefunden, die auf einen römischen Wachturm hindeuten. I. KovĂĄts vermutet ihn unter dem Turm der Pfarrkirche.[29]
Die WachtĂŒrme an der Straße Carnuntum – Ad Flexum, gezeichnet zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Maximilian von Groller-Mildensee
Burgus Gerulata 2[30] ArchĂ€ologisch nicht nachgewiesen, auf einer Anhöhe wurden Ziegel, Bausteine, LehmbewurfstĂŒcke und römerzeitliche Keramikscherben gefunden. KovĂĄts vermutet den römischen Wachturm bei der Pfarrkirche von Bezenye.[29]
Burgus Gerulata 3[31] SĂŒdlich von Bezenye fand SƑtĂ©r auf einer kleinen Anhöhe im 19. Jahrhundert römische Dachziegel und Keramikscherben. An derselben Stelle beobachtete der ArchĂ€ologe IstvĂĄn Paulovics (1892–1952) spĂ€ter römische MauerzĂŒge.[29]
Burgus Gerulata 4 (Bezenye-Flur BĂŒsdöskut)[32] Bei Bezenye breitet sich sĂŒdwestlich eine Ebene aus, die von einigen WasserlĂ€ufen durchzogen ist. Hier, rund 200 Meter von der Straße Carnuntum – Ad Flexum entfernt, stieß der ArchĂ€ologe RezsĂ” Pusztai (1926–2004) auf die Überreste von massiven antiken Mauern. 1961 wurden sie teilweise freigelegt. Es handelte sich um einen Bau, der 6,95 × 7,20 Meter im Quadrat maß, die Breite der Mauern betrug 1,45 bis 1,75 Meter. Das aufgehende Mauerwerk ragte teilweise noch drei Meter auf. Der Eingang des Turmes lag im Osten; seine Breite betrug 2,30 Meter. Die Ostecke des Turmes wurde nicht ergraben. Auch die exakte Tiefe der Fundamente konnte nicht ermittelt werden. Man weiß nur, dass sie auf einer Schicht Flussgeröll auflagen. Ob der Turm auch von einem Graben umgeben war, ist nicht bekannt, da das umliegende Areal nicht untersucht worden ist. Die wichtigsten Funde umfassen Ziegelstempel der Legio X Gemina. Stempel desselben Typs wurden auch in Vindobona gefunden und stammten aus dem 2. Jahrhundert. Vermutlich wurde auch der Turm zu Beginn der Regierungszeit des Hadrian von dieser Legion erbaut und erfĂŒllte die Funktion eines Signalturmes. Die Befunde im Inneren des Turmes (verkohltes Holz, Dachziegelfragmente und Mörtelbruch) lassen vermuten, dass er einem Feuer zum Opfer fiel.[33]
Grabungsskizze WT Bezenye-BĂŒdöskut nach RezsĂ” Pusztai, 1961

Das Kastell- und Vicusareal sowie die GrĂ€berfelder sind geschĂŒtzte Objekte im Sinne des 2001 verabschiedeten Denkmalschutzgesetzes der Slowakei, unautorisierte Grabungen sind verboten, Bodenfunde sind zu melden.[34]

  • JenƑ Fitz: Gerulata. In: Paulys RealencyclopĂ€die der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband IX, Stuttgart 1962, Sp. 72 f.
  • Titus KolnĂ­k: Römische Stationen im slowakischen Abschnitt des nordpannonischen Limesvorlandes. In: ArcheologickĂ© Rozhledy. 38, 1986, S. 411–434 und 467–472.
  • Ɓudmila KraskovskĂĄ: Gerulata Rusovce. RĂ­mske pohrebisko I (Das römische GrĂ€berfeld I) (= Fontes. SlovenskĂ© NĂĄrodnĂ© MĂșzeum, ArcheologickĂœ Ústav. Band 2). Osveta, Bratislava 1974.
  • Ɓudmila KraskovskĂĄ: The Roman cemetery at Gerulata Rusovce, Czechoslovakia. British Archaeological Reports, Oxford 1976.
  • Eduard Krekovič: Rusovce-Gerulata. In: Herwig Friesinger, Fritz Krinzinger (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. FĂŒhrer zu den archĂ€ologischen DenkmĂ€lern. 2. Auflage. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-2618-2, S. 277–280.
  • KlĂĄra KuzmovĂĄ, JĂĄn RajtĂĄr: Gerulata I. ArchĂ€ologisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, Nitra 1996.
  • Magda PichlerovĂĄ: Gerulata Rusovce. RĂ­mske pohrebisko II (Das römische GrĂ€berfeld II). NĂĄrodnĂ© mĂșzeum Bratislava 1981.
  • Magda Pichlerova: Die Stellung Gerulatas zu Carnuntum. In: Hermann Vetters, Manfred Kandler (Hrsg.): Akten des 14. Internationalen Limeskongresses 1986 in Carnuntum. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1990, ISBN 3-7001-1695-0, S. 657–664.
  • Karol Pieta, Veronika PlachĂĄ: Die ersten Römer im nördlichen Mitteldonauraum im Lichte neuer Grabungen in DevĂ­n. In: Germanen beiderseits des spĂ€tantiken Limes. Köln 1999, S. 179–205.
  • Veronika PlachĂĄ, Karol Pieta: Die Römerzeitliche Besiedlung von Bratislava – DevĂ­n. In: ArcheologickĂ© Rozhledy. 38, 1986, S. 339–357.
  • Jaroslava Schmidtova: Die vorrömische und frĂŒhrömische Besiedlung von Gerulata. In: Franz Humer (Hrsg.): Legionsadler und Druidenstab. Vom Legionslager zur Donaumetropole (= Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. Neue Folge, Band 462). Amt der NÖ Landesregierung – Abteilung Kultur und Wissenschaft, St. Pölten 2006, ISBN 3-85460-229-4 (Ausstellungskatalog, ArchĂ€ologisches Museum Carnuntinum, Bad Deutsch-Altenburg, 21. MĂ€rz 2006 bis 11. November 2007), Textband S. 133–137.
  • Jaroslava SchmidtovĂĄ: Das römische MilitĂ€rlager Gerulata in Bratislava-Rusovce. In: David Breeze u. a.: Frontiers of the Roman Empire: Slovakia. ArcheologickĂœ Ășstav SAV u. a., Bratislava 2013, S. 76–89 (dreisprachig slowakisch/deutsch/englisch; online).
  • Jaroslava Schmidtova: Das römische MilitĂ€rlager und die Zivilsiedlung Gerulata in Bratislava-Rusovce. In: Franz Humer (Hrsg.): Carnuntum. Wiedergeborene Stadt der Kaiser. Darmstadt 2014, ISBN 978-3-8053-4718-1, S. 47–50.
  • Jaroslava Schmidtova: Rusovce-Gerulata. Auxiliarkastell – vicus. In: Verena Gassner, Andreas PĂŒlz (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. FĂŒhrer zu den archĂ€ologischen DenkmĂ€lern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2015, ISBN 978-3-7001-7787-6, S. 295–299.
  • VladimĂ­r VarsĂ­k: Die Älteste Phase von Gerulata (Vicus und GrĂ€berfeld). In: Jaroslav Tejral, Karol Pieta, JĂĄn RajtĂĄr (Hrsg.): Kelten, Germanen, Römer im Mitteldonaugebiet vom Ausklang der LatĂšne-Zivilisation bis zum 2. Jahrhundert (= Spisy ArcheologickĂ©ho Ústavu AV ČR Brno. Band 3). Brno/Nitra 1995, ISBN 80-901679-5-0, S. 267–280.
  • Vladimir Varsik mit BeitrĂ€gen von Eva Kolnikova und KlĂĄra KuzmovĂĄ: Das Römische Lager von Rusovce-Gerulata. Ein Beitrag zu Lokalisierung und AnfĂ€ngen. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Band 43, 1998, S. 531–589.
  • Zsolt Visy: Der pannonische Limes in Ungarn. Theiss, Stuttgart 1988, ISBN 963-13-2431-1, S. 39–40.
  • Zsolt Visy: The ripa Pannonica in Hungary. AkadĂ©miai KiadĂł, Budapest 2003, ISBN 963-05-7980-4.
  • TomĂĄĆĄ Dragun: Neskoroantika Vojenska Pevnost v Gerulate (Die spĂ€tantike Festung in Gerulata). FilozofickĂĄ fakulta Univerzity v Trnava. PublikĂĄcia vyĆĄla vďaka podpore grantu VEGA 1/0243/17 a 1/0240/21, Trnava 2022. ISBN 978-80-568-0541-1. PDF
Commons: Gerulata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

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  1. ↑ Itinerarium Antonini 247, 3.
  2. ↑ Tabula Peutingeriana Segmentum VI.
  3. ↑ Notitia dignitatum, Occ. XXXIV, 21.
  4. ↑ Groller vermutete Gerulata noch in Jarovce, Der Römische Limes in Österreich, 1, Wien 1900, S. 55–56.
  5. ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 657–658.
  6. ↑ Vermutlich existierte auch im Bereich der heutigen Altstadt ein römischer MilitĂ€rposten, dieser konnte jedoch noch nicht eindeutig nachgewiesen werden, Varsik 1998.
  7. ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 657.
  8. ↑ „Signs of an old enclosure, part of which has been washed away by the Danube.“ Zitiert nach Wilhelm Kubitschek: Ältere Berichte ĂŒber den römischen Limes in Pannonien. In: Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Klasse 209, 1 (1929) S. 39.
  9. ↑ 557 Daedalus und Ikarus. In: lupa.at. Abgerufen am 1. Dezember 2024.
  10. ↑ Zu diesem Kapitel (Kaserne) insgesamt siehe Vladimir Varsik: Das Römische Lager von Rusovce-Gerulata. Ein Beitrag zu Lokalisierung und AnfĂ€ngen. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Band 43, 1998, S. 531–589, hier S. 542–550. FĂŒr die von Varsik angefĂŒhrten Vergleichsbeispiele Heidenheim und Oberstimm siehe: B. Cichy: Das römische Heidenheim. 1971, Abb. auf S. 28; Hans Schönberger: Kastell Oberstimm. Die Grabungen von 1968 bis 1971 (= Limesforschungen. Band 18). 1978, S. 70, Abb. 32 Mitte.
  11. ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 661.
  12. ↑ SĂĄndor Soproni: Nachvalentinianische Festungen am Donaulimes. In: Studien zu den MilitĂ€rgrenzen Roms III. Forschungen und Berichte zur Vor- und FrĂŒhgeschichte Baden-WĂŒrttemberg, 20 (1986), S. 409 ff.
  13. ↑ Ludmilla Kraskovska: Ein Ziegelstempel der „Coh. V Lucensium“ aus Bratislava-Rusovce. In: ArcheologickĂ© Rozhledy. 41, 1989, S. 576 ff.
  14. ↑ CIL 16, 4 und CIL 16, 31
  15. ↑ CIL 16, 76.
  16. ↑ Varsik 1998, S. 584–585.
  17. ↑ Karl Strobel: Untersuchungen zu den Dakerkriegen Trajans. Studien zur Geschichte des mittleren und unteren Donauraumes in der Hohen Kaiserzeit. Habelt, Bonn 1984, ISBN 3-7749-2021-4, S. 126.
  18. ↑ Jan BeneĆĄ (Auxilia Romana in Moesia atque in Dacia. In: Studie ArcheologickĂ©ho Ústavu ČeskoslovenskĂ© Akademie Věd v Brně. 4/2, 1978, S. 43–44) kennt nur die Coh. II Luc. equ. Nicht nachweisbar ist die coh. V Luc. auch fĂŒr Ion I. Russu (Auxilia provinciae Dacia. In: Studii si Cercetari de Istorie Veche si Arheologie. 23, 1972, S. 63 ff.)
  19. ↑ Jaroslava Schmidtova 2007, S. 134.
  20. ↑ BarnabĂĄs LƑrincz, DĂ©nes Gabler, KlĂĄra SzabĂł: Stamped Tiles. Garrisons of the Fort. Deposits in the Roman Fort at Ad Statuas. In: DĂ©nes Gabler (Hrsg.): The Roman Fort at Ács-Vaspuszta (Hungary) on the Danubian limes (= British Archaeological Reports, International Series. Band 531). British Archaeological Reports, Oxford 1989, S. 417–425; hier: S. 422.
  21. ↑ Radislav Hoơek: Ala I Cannanefatium. In: Radislav Hoơek (Hrsg.): Tituli Latini Pannoniae Superioris Annis 1967–1982 in Slovacia reperti. Univerzita Karlova, Prag 1984, S. 116 ff.
  22. ↑ CIL 16, 20, CIL 16, 28 und CIL 16, 36.
  23. ↑ CIL 16, 64.
  24. ↑ Ernst Stein: Die Kaiserlichen Beamten und Truppenkörper im römischen Deutschland unter dem Prinzipat. Wien 1932, S. 125–126; Radislav HoĆĄek: Ala I Cannanefatium. In: Radislav HoĆĄek (Hrsg.): Tituli Latini Pannoniae Superioris Annis 1967–1982 in Slovacia reperti. Univerzita Karlova, Prag 1984, S. 120.
  25. ↑ Occ. XXXIV, 21.
  26. ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 663.
  27. ↑ Strecke = Die Nummerierung folgt Zsolt Visy: Der pannonische Limes in Ungarn. Stuttgart 1988 sowie Zsolt Visy: The ripa Pannonica in Hungary. Budapest 2003.
  28. ↑ Burgus Gerulata 1 bei 47° 59â€Č 53,31″ N, 17° 11â€Č 52,1″ O.
  29. 1 2 3 Zsolt Visy 2003, S. 16.
  30. ↑ Burgus Gerulata 2 bei 47° 57â€Č 45,7″ N, 17° 12â€Č 59,03″ O.
  31. ↑ Burgus Gerulata 3 bei 47° 57â€Č 22,1″ N, 17° 12â€Č 52,11″ O.
  32. ↑ Burgus Gerulata 4 bei 47° 56â€Č 18,67″ N, 17° 11â€Č 24,86″ O; Zsolt MĂĄtĂ© (Hrsg.): Frontiers of the Roman Empire – Ripa Pannonica in Hungary (RPH), Nomination Statement, Vol. 2, National Office of Cultural Heritage, Budapest 2011, S. 441.
  33. ↑ Zsolt Visy 2003, S. 16–17.
  34. ↑ Engl. Fassung des slowakischen Denkmalschutzgesetzes (Memento vom 24. Mai 2010 im Internet Archive)