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Artikel des Tages
Alberto Giacometti (* 10. Oktober 1901 in Borgonovo; † 11. Januar 1966 in Chur) war ein Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker der Moderne, der seit 1922 hauptsächlich in Paris lebte und arbeitete. Giacometti gehört zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist vom Kubismus, Surrealismus und den philosophischen Fragen um die condition humaine sowie vom Existentialismus und von der Phänomenologie beeinflusst. Um 1935 gab er die surrealistischen Arbeiten auf, um sich den „Kompositionen mit Figuren“ zu widmen. In der Nachkriegszeit entstanden Giacomettis bekannteste Werke; in den extrem langen, schlanken Skulpturen führte er seine neue Distanzerfahrung nach einem Kinobesuch aus, in der er den Unterschied zwischen seiner Sehweise und jener der Fotografie und des Films erkannte. Mit seiner subjektiven Seh-Erfahrung schuf er die Plastik nicht als körperhafte Nachbildung im realen Raum, sondern als „ein imaginäres Bild […] in ihrem gleichzeitig realen und imaginären, greifbaren und unbetretbaren Raum“. Giacomettis malerisches Œuvre war anfangs ein kleinerer Teil seines Werks. Nach 1957 trat die figurative Malerei gleichberechtigt neben die Skulptur. Seine fast monochrome Malerei der Spätzeit ist keiner Stilform der Moderne zuzurechnen. – Zum Artikel …
Was geschah am 10. Oktober?
- 1846 – Der Bierbrauer und Hobbyastronom William Lassell entdeckt Triton, den größten Mond des Planeten Neptun.
- 1861 – In Store Frøen, heute Oslo, kommt der Naturwissenschaftler, Diplomat und Friedensnobelpreisträger des Jahres 1922 Fridtjof Nansen zur Welt.
- 1911 – In Hubei bricht der Wuchang-Aufstand aus, der zum Ende des Kaiserreichs China führen wird.
- 1916 – Die Ärztin Hope Bridges Adams Lehmann, die als erste Frau in Deutschland das medizinische Staatsexamen ablegte, stirbt in München.
- 1971 – Bei der vorgezogenen Nationalratswahl in Österreich wird die SPÖ unter Bundeskanzler Kreisky stimmenstärkste Partei und erreicht erstmals die absolute Mehrheit.
In den Nachrichten
- August Hanning, ehemaliger Präsident des Bundesnachrichtendienstes, ist wegen Spionageverdachts festgenommen worden.
- Der deutschen Schriftstellerin Shida Bazyar ist für ihren Roman Die Lücken der Deutsche Buchpreis 2026 verliehen worden.
- Navanethem Pillay (Bild) ist für ihren Einsatz „für den Frieden und das Völkerrecht“ der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. (weitere Nobelpreise)
Kürzlich Verstorbene
- Maricarmen Abascal (87), spanische Zwangsräumungsbetroffene († 7. Oktober)
- Klaus Bresser (90), deutscher Journalist († 7. Oktober)
- Margaret Hamilton (90), US-amerikanische Informatikerin und Mathematikerin († 30. September)
- Bernd Senf (82), deutscher Ökonom († 25. September)
- Volker Steinbicker (87), deutscher Mediziner († 24. September)
Schon gewusst?
- Die steinzeitlichen Felsritzungen in der Grotte de Sous-Grand-Lac zeigen einen Mann mit rundem Kopf und erigiertem Penis.
- Jeanne Stuart gab ihre Morgengabe, die Yacht Shemara, nach wenigen Monaten zurück.
- Dina Pronitschewa überlebte das Massaker von Babyn Jar 1941 im Massengrab voller Blut und Leichen.
- Schon 1845 trauerte der Waldbauer Wilhelm Mannhardt einer Zeit hinterher, „in welcher ein Eichhörnchen von Mehldorf und Heide aus bis ins Lauenburgische und Mecklenburgische hinein von Baum zu Baum sich schwingen konnte“.