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Jeanne Stuart

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Jeanne Stuart, eigentlich Jeanne von Rothschild (geboren als Ivy Sweet am 13. August 1908 in Hampstead; gestorben am 12. Februar 2003 in Monte-Carlo), war eine britische Theater- und Filmschauspielerin und Mitglied der Familie Rothschild.

Als Ivy Sweet, jüngste von drei Töchtern des Kupferschmieds William James Sweet und dessen walisischer Frau, wurde sie am 13. August 1908 in Hampstead, London geboren.[1][2]

Karriere als Schauspielerin

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Sie interessierte sich für den Tanz und verließ in jungen Jahren ihr Elternhaus, um mit einer Tanzgruppe durch das Land zu touren. Mit 15 Jahren stand sie auf der Theaterbühne und im Verlauf ihrer Karriere spielte sie in zahlreichen leichten Salonkomödien und Kriminalstücken mit. Dies waren Genres, die auf den Londoner Bühnen der 1930er Jahre großen Anklang fanden. Ihre Schauspielpartner waren Jack Hulbert, Cicely Courtneidge, Jack Buchanan und weitere. Ihren Berufsweg sah ihr Vater mit gemischten Gefühlen, einerseits war er stolz auf ihren Erfolg, andererseits sorgte er sich wegen ihrer Verschwendungssucht und hätte sich einen konventionelleren Berufsweg gewünscht.[3] Sie wechselte 1930 für das Stück Nine Till Six an eine Bühne in New York, kehrte jedoch 1933 zurück nach London und übernahm die Rolle der Lady Chetwynd in Road House, einer Komödie von Walter Hackett im Whitehall Theatre.[3] Für ihre Karriere hatte sie den Künstlernamen Jeanne Stuart angenommen.[2]

Ihr Filmdebüt gab Jeanne Stuart 1931 und spielte in mehr als zwanzig Filmen mit, teilweise wurde sie in den Hauptrollen besetzt.[2]

Ehe mit Bernard Docker

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Die Yacht Shemara (2014)

im April 1933 heiratete sie den Geschäftsmann Bernard Docker auf dem Standesamt in Prince’s Row in London. Trauzeugen waren der Duke of Atholl und dessen Frau. Die Flitterwochen verbrachte das Paar in Südamerika.[3] Zur Hochzeit schenkte Docker ihr die 860 Tonnen schwere und 64 Meter lange Motoryacht Shemara. Bereits nach wenigen Monaten ließ sich Docker scheiden. Sein Vater, der die Eheschließung in höchstem Maße missbilligt hatte, hatte einen Privatdetektiv beauftragt, der ihre Verbindung zu dem Schauspieler David Hutcheson aufgedeckt hatte. Jeanne Stuart hatte auch nach der Eheschließung weiter als Schauspielerin gearbeitet, und der Privatdetektiv hatte ermittelt, dass sie und Hutcheson sich unter „Umständen trafen, die keinen Zweifel an ihrem Ehebruch ließen“. Nach der Scheidung gab Jeanne Stuart die Yacht zurück.[3]

Docker behauptete gegenüber der Presse, Jeanne Stuart nie wieder gesehen zu haben, jedoch führte diese später aus, dass sie auch weiterhin gut miteinander ausgekommen seien, er sie später sogar gebeten habe, ihn erneut zu heiraten. Ab 1939, nachdem Docker geadelt worden war, nutzte Jeanne Stuart, wenn sie nicht ihren Künstlernamen führte, den Namen „Lady Docker“. Stuart kehrte nach der Scheidung auf die Bühne zurück und wurde mehrere Jahre mit James Stewart in Verbindung gebracht. Während des Zweiten Weltkriegs war sie zeitweise die Freundin von Henry Herbert, 6. Earl of Carnarvon.[2]

Ehe mit Eugène von Rothschild

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Jeanne Stuart ließ sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf Long Island nieder. Dort lernte sie Eugène von Rothschild kennen, der auch nach dem Tod seiner Frau Kitty von Rothschild im Jahr 1946 auf dem Anwesen „Still House“ in Locust Valley lebte. Sie heirateten 1952 und Jeanne Stuart gab ihre Schauspielkarriere auf. Das Paar lebte eine Zeit lang in New York und auf Long Island,[2] zog dann nach England. Jeanne Stuart half mit ihrem Geschäftssinn Eugène von Rothschild bei der Verwaltung seiner Finanzen, ebenso wie bei der Rückgewinnung seines durch die Nationalsozialisten beschlagnahmten Vermögens und tätigte kluge Investitionen.[3]

Dann zog das Paar dauerhaft nach Monte Carlo. Dort pflegten sie Kontakt mit Fürst Rainier von Monaco und seiner Frau Grace Kelly. Eugène von Rothschild starb 1976 in Monaco und Jeanne Stuart lebte dort zurückgezogen als Witwe weiter in einer großen Wohnung mit langem Garten am Boulevard des Moulins. Baronin Jeanne von Rothschild starb am 12. Februar 2003 in Monte Carlo.[2]

Jahr Titel Rolle
1931 Creeping Shadows Olga Hoyt
1931 Safe Affair Olga Delgaroff
1931 Mischief Eleanor Bingham
1932 Once Bitten Alicia
1932 Life Goes On Clare Armore
1932 White Face Gloria Gaye
1932 Leap Year Angela Mallard
1933 The Shadow Moya Silverton
1933 The Medicine Man Flossie
1934 The Great Defender Phyllis Ware
1934 The King of Paris Yvonne
1934 Bella Donna Zoe Harwich
1935 My Heart Is Calling Margot
1935 Death on the Set Blanche
1936 Forget Me Not Olga Desmond
1937 Kathleen Mavourneen Barbara Fitzpatrick
1938 Bank Holiday Miss Mayfair
1939 Old Mother Riley Joins Up Nurse Wilson
1939 The Mysterious Mr. Davis Anita Goldenburg
1948 Bonnie Prince Charlie Elspeth Patterson
1953 Twice Upon a Time Mrs. Jamieson

Einzelnachweise

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  1. ↑ Douglas Martin: Jeanne de Rothschild, 94, Who Came From Stage Dies. In: The New York Times. 2003, ISSN 0362-4331 (nytimes.com).
  2. 1 2 3 4 5 6 Jeanne von Rothschild (née Stuart) (1908-2003). In: rothschildarchive.org. family.rothschildarchive.org, abgerufen am 6. September 2026 (englisch).
  3. 1 2 3 4 5 Jeanne Stuart - Obituary from Daily Telegraph (UK). In: powell-pressburger.org. Abgerufen am 6. September 2026.