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Funkenerodiermaschine

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Funkenerodiermaschine

Eine Funkenerodiermaschine ist eine abtragende Werkzeugmaschine, die zur Bearbeitung von elektrisch leitenden Materialien mittels des Funkenerosionsverfahrens dient.

Die Erodiermaschine benötigt fĂŒr die Bearbeitung ein Werkzeug (Elektrode) aus einem Material mit hoher elektrischer LeitfĂ€higkeit wie Kupfer, Graphit oder Wolfram, sowie ein Dielektrikum, welches den Raum zwischen Werkzeug und WerkstĂŒck fĂŒllt. WĂ€hrend der Bearbeitung wird eine elektrische Spannung zwischen dem zu bearbeitenden WerkstĂŒck und der Elektrode, die in die Maschine eingespannt ist, angelegt. Die Elektrode ist eine Negativform der Form, die in das zu bearbeitende WerkstĂŒck eingebracht werden soll.

WĂ€hrend der Bearbeitung wird durch pulsierenden Gleichstrom ein Lichtbogen zwischen der Elektrode und dem WerkstĂŒck erzeugt. Dabei werden Bestandteile vom WerkstĂŒck durch Verdampfung oder durch Abplatzen abgetragen. Die abgetragenen oder verdampften Bestandteile werden durch das Dielektrikum – eine nicht leitende FlĂŒssigkeit, z. B. ein spezielles Öl – weggespĂŒlt.

Problematisch bei dem Verfahren sind das geringe Abtragsvolumen und die hohen Herstellungskosten der Elektrode, die teilweise mehr als 50 % der Gesamtkosten ausmachen können.

Anwendung finden Funkenerodiermaschinen vor allem im Werkzeugbau. Sie werden zur Bearbeitung jeglicher Metalle und Metalllegierungen, wie z. B. Stahl (auch gehĂ€rtet), Aluminium, Kupfer, Messing und Exoten wie MolybdĂ€n und Zirconium eingesetzt. Ebenso lassen sich andere leitende Materialien wie Graphit und einige Keramikarten sehr gut erosiv bearbeiten. Im Bereich Senkerosion wird das Erodieren oft schon durch HSC-FrĂ€smaschinen (fĂŒr harte und gehĂ€rtete Metalle) und 5-Achs-FrĂ€smaschinen ergĂ€nzt oder teilweise ersetzt.

Funkenerodiermaschinen gibt es in zwei AusfĂŒhrungen, die unterschiedliche Bearbeitungsmöglichkeiten bieten:

  • Drahterodieren (funkenerosives Schneiden)
  • Senkerodieren, wobei es hier verschiedene AusfĂŒhrungen (z. B. Bohrerodieren) gibt, die sich vor allem in der Anzahl und Art ihrer Achsen (X,Y,Z,C...) unterscheiden (funkenerosives Senken)