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Liste von Orgelregistern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Flûte harmonique)

Dies ist eine alphabetische Liste verbreiteter Bezeichnungen von Orgelregistern mit kurzen Erklärungen. Nicht berücksichtigt wurden historische oder fremdsprachliche Schreibweisen. Auch wenn sich die Bezeichnung von Registern an Bauart, Mensur oder Klang orientiert, sind diese keineswegs „genormt“. Einzelne Register können je nach Orgelbauer, Orgellandschaft oder Epoche verschiedene Namen oder Klangeigenschaften haben. Eine kurze Erklärung weiterer Fachbegriffe aus dem Bereich Orgel findet sich im Orgel-Glossar.

Oft sind Registernamen auch aus verschiedenen Wörtern zusammengesetzt. Eine Liste der gebräuchlichsten Namenszusätze ist am Ende des Artikels zu finden.

Aeoline
(auch Äoline oder Eoline) zu Beginn des 19. Jahrhunderts wie beim Harmonium ebenfalls zunächst ein 8′- oder 16′-Register mit durchschlagenden Zungen, ähnlich der Physharmonica. Dieses Register hatte kurze oder gar keine Aufsätze. Ab ca. 1820 setzte sich aber unter dem Namen „Aeoline“ ein offenes 8′-Labialregister mit sehr enger Mensur durch. In vielen romantischen Orgeln ist dieses die zarteste Streicherstimme.
Äoline
siehe Aeoline
Äolodikon
16′- oder 8′-Zungenregister, sehr zart und einschlagend
Acuta
(lat. „scharf“) eine hochliegende Mixtur, vergleiche auch Zimbel und Scharff
Akustischer Bass
(auch Donner, Gravissima oder Vox balenae) eine aus Oktav- und Quintpfeifen bestehende doppelte Pfeifenreihe in tiefer Lage. Man nutzt hierbei Residualtöne, um Kosten, Platz und Gewicht für sehr große Pfeifen zu sparen. Ein akustisches 32′-Register besteht aus den beiden Pfeifenreihen einer 16′-Oktave und einer 10 2⁄3′-Quinte. Als Residualton entsteht so der Eindruck eines verhältnismäßig leisen 32′-Registers.
Amorosa
siehe Dolzflöte
Apfelregal
  1. (oder Knopfregal) ein leise klingendes Regal-Register, dessen bis zu ca. 10 cm hohe Becher aus einem engen, zylindrischen Röhrchen und einer daraufgesetzten hohlen Kugel mit Löchern besteht.
  2. ein Apfelregal (Musikinstrument) mit dem zuvor beschriebenen Register.
Bachflöte
sehr weit mensuriertes, offenes, zylindrisches Nachthorn, das von Walcker in der Orgelbewegung seinen Namen erhielt
Baarpfeife
vor allem in Holland als Labialregister vorkommend zu 8′ und 4′, ähnlich der Bahrpfeife und dem Barem
Bärpfeife
kurzbechriges Zungenregister, 8′, vergleichbar mit einem Regal oder Krummhorn
Bahrpfeife
(auch Baarpfeuff, Bahrpfeiff) seltene Bezeichnung aus dem Rheinland für eine 8′-Quintadena
Barem
sehr selten gebautes gedacktes 16′-Register der Barockzeit aus Holz mit sanfter, stiller Intonation
Bassetthorn
8′ Register, hat einen warmen runden Ton. Das Bassetthorn kann als Klarinettenregister oder als Harmoniumregister gebaut sein. In England scheinen Krummhorn, Klarinette und Bassetthorn dasselbe zu sein.
Basson
frz. Zungenregister, meist 16′ nach Bauart des Hautbois (Oboe). Manchmal anstatt der Bombarde als zurückhaltende 16′-Zungenstimme im Pedal oder Schwellwerk disponiert, entsprechend dem Fagott.
Basszink
ein kornettartiges Register im Pedal, meist 2-fach als 5 1⁄3′ + 3 1⁄5′ oder 3-fach als 5 1⁄3′ + 3 1⁄5′ + 2 2⁄7′.
Bauernflöte
im 16. und 17. Jahrhundert gedecktes, eng mensuriertes Labialregister aus Metall im Pedal, meist 1′ oder 1⁄2′, später auch offenes Manualregister mit weiter Mensur, teils auch halbgedeckt mit Rohr
Bifara
(auch Biffara, Biffaro, Bifora, Bitra) siehe Piffaro
Blockflöte
(auch Blockpfeife, Englische Flöte, Flaut angelica, Flûte à bec) konisches oder zylindrisches 4′- oder 2′-Labialregister mit weiter Mensur und weichem, füllendem, klarem Klang. In sehr alten Orgeln bezeichnet Blockflöte eine weit mensurierte Pfeifenreihe, die aus dem gotischen Blockwerk abgespalten wurde. Seit der Renaissance kann mit Blockflöte auch ein Register gemeint sein, das den Klang des gleichnamigen Holzblasinstruments nachahmt.
Bombarde
kräftiges Zungenregister mit natürlich langen trichterförmigen Bechern in 32′- oder 16′-Lage; im Pedal als 32′-Register auch mit Kontrabombarde bezeichnet. Im Barock in Süddeutschland und Frankreich meist anstelle der sonst üblichen Posaunen gebaut.
Bordun
(auch Bourdon, Burdon, Brummbass) meist gedecktes 32′-, 16′- oder 8′-Register aus Holz, im französischen Raum als Bourdon Bezeichnung für Gedackt. Während in mittel-, west- und süddeutschen Orgeln auf Basis eines 8′-Prinzipals oftmals ein 16′-Bordun im Hauptwerk disponiert ist, so findet sich in norddeutschen Orgeln an dieser Stelle für gewöhnlich eine Quintadena. In der Gotik Bezeichnung für die tiefsten Basspfeifen oder die tiefsten Pfeifen des Prinzipal-Plenums
Bourdonecho
(auch Bourdon doux) siehe Lieblich Gedeckt
Brummbass
siehe Bordun
Burdon
seltener Alternativname für Bordun
Campana
(auch Campanella, Campanello, Campanelli, Campanetta) italienische Bezeichnung für ein Glockenspiel oder Glockenton (siehe dort)
Carillon
ein Effektregister. Es entspricht entweder dem gleichnamigen Originalinstrument mit vollwertigen Glocken oder stellt ein sonstiges Glockenspiel dar. Drittens wurde vor allem in niederländischen und rheinischen Orgeln des späten 18. und 19. Jahrhunderts auch ein terzhaltiges, zusammengesetztes Register (oft 4′ + 1 3⁄5′) von hellem Klang derart bezeichnet.
Céleste
siehe Vox coelestis
Celestina
(auch Coelestina oder Celestiana) sanftes, eng mensuriertes 4′-Register aus Holz, nicht mit Vox coelestis gleichzusetzen.[1]
Cello
(auch Violoncello) enges Streicherregister, meist 8′-Lage im Pedal
Cembalo
(auch Spinett) Mechanismus, mit dem ein Cembalo über die Orgelklaviatur bedient werden kann, meist in 16′-, 8′- oder 4′-Lage; normalerweise nur in Konzertorgeln, vergleiche auch Piano. Teilweise wird der Klang auch nur imitiert, siehe dann Glockenton.
Chamade
siehe En chamade
Choralbass
meist Prinzipalregister, fast immer 4′-Lage im Pedal
Clairon, Clarine oder Clarino
französisches Zungenregister, meist 4′ nach Bauart der Trompette (Trompete) mit konischen, nach oben erweiterten Bechern
Clarabella
(lat. „clarus“ für „hell“ sowie „bellus“ für „schön“) 8′-Register, klanglich zwischen Prinzipal und Hohlflöte, siehe auch Offenflöte; Anfang des 19. Jahrhunderts durch James Chapman Bishop entwickelte Pfeifenart
Clarinette
(auch Klarinette) Zungenregister, das das gleichnamige Musikinstrument nachahmt, sowohl aufschlagend als auch durchschlagend gebaut
Contrabass
siehe Kontrabass
Copl, Copel, Coppel oder Copula
süddeutsche Bezeichnung für Gedackt 16′ oder 8′, in kleinen Orgeln auch 4′
Cor Anglais
siehe Englisch Horn
Cor chamois
(auch Cor de chamois) siehe Gemshorn
Cor de Nuit
französische Bezeichnung für Nachthorn, hier in der Regel jedoch als 8′ und in gedackter Bauweise
Cor d’Orchestre
siehe Horn
Corneta de 26
in spanischen Orgeln ein Kornett auf 16′-Basis für die Diskanthälfte des Manuals. Es enthält mindestens die Chöre zu 16′, 8′, 5 1⁄3′, 4′ und 3 1⁄5′, dazu gegebenenfalls noch höhere Chöre.
Cornett (auch Cornet und Cornetto)
siehe Kornett
Corno
siehe Horn
Cornopean
englisches Zungenregister mit voller Becherlänge, oft mit gedeckeltem Becher. Klanglich ähnlich einer Trompete, sehr grundtonreich, meist im Schwellwerk disponiert
Cremona
englische Bezeichnung für eine Klarinette oder Krummhorn, meist 8′-Zungenregister
Cromorne
französisches, meist hohl intoniertes Krummhorn
Cuculus
(lat. „Kuckuck“, ein Vogel): nur Registerzug, Effekt ist ein Kuckucksruf (siehe Kuckucksruf (Orgel))
Deutsche Flöte
siehe Wiener Flöte
Diapason
englische Bezeichnung für ein Prinzipal 8′; kommt in offener Bauweise (open diapason) aus Metall und Holz, aber auch als sehr weiter Gedackt (stopped diapason, meist aus Holz) vor. Ein 16′-Register im Manual wird double diapason genannt.
Dolce
siehe Flauto dolce
Dolcissimo
siehe Flauto dolcissimo
Dolkan
(auch Dolzan, Dulkan oder Dulzan genannt) trichterförmiges Labialregister, meistens 8′ oder 4′, ähnlich der Flauto dolce
Dolzflöte
(auch Dulzflöte, Dulcianflöte, Dulzianflöte, Amorosa, Lieblich Flöte oder Flûte douce genannt) seltenes weiches, offenes Flötenregister, wird meist in der Lage 8′ oder 4′ gebaut
Donner
Effektregister – erzeugt ein Geräusch, ähnlich dem Donnergrollen. In der Altenberger Domorgel auch Bezeichnung für ein akustisches 64′-Register (aus Contraposaune 32′ und labialem 21 1⁄3′) im Pedal
Doppelflöte
(auch Flauto doppio oder Duiflöte oder Seraphonflöte) Register aus Holz, dessen Pfeifen auf zwei Seiten (entweder gegenüber oder über Eck) je einen Aufschnitt (Labium) haben, meist in 8′- oder 4′-Tonlage, meist gedeckt, dann auch als Doppelgedackt bezeichnet. Als Doppelrohrflöte auch mit gelochtem Deckel mit Röhrchen angefertigt. Dieses Register wurde im 16. Jahrhundert entwickelt und ist vor allem in den USA sowie Galizien überdurchschnittlich populär.
Doublette
2′-Prinzipal beziehungsweise Superoktave, seltener zweichörige Mixtur offener Metallpfeifen oder Rauschquinte
Duiflöte
siehe Doppelflöte
Dulcan
(auch Dulzan)
siehe Dolkan
Dulcayna
(auch Dulzaina) spanisches 8′-Zungenregister, ähnlich dem Krummhorn, aber en Chamade (siehe dort) gebaut.
Dulciana
(auch Dulziana) sehr weiche, eng mensurierte, schwache 8′-Streicherstimme, die vom englischen Orgelbauer Svetzler erfunden wurde und deren tiefe Oktaven oft mit dem 8′ Gedeckt zusammengeführt sind. Klanglich ähnlich der Flauto dolce, aber mit deutlicherem Streicherklang.
Dulcianflöte
siehe Dolzflöte
Dulzan
siehe Dulcan
Dulziana
siehe Dulciana
Dulzian
(auch Dulcian) langbechriges Zungenregister in 32′-, 16′- oder 8′-Lage mit engen Schallbechern, die unten konisch und oben zylindrisch geformt sind. Hauptsächlich im norddeutschen Raum üblich, dort im 17. und 18. Jahrhundert typische Rückpositivzunge in 16′ und 8′-Lage. In mittelgroßen Orgeln auch als 16′-Zunge im Hauptwerk. Große Bandbreite an verschiedenen Klangfarben, je nach Tonlage (16′ oder 8′), Region und Erbauungszeit. Von Arp Schnitger zur Perfektion gebracht, in 8′-Lage dann sehr voll und grundtönig im Klang. Diese Form hielt sich vor allem in den Niederlanden bis zum 19. Jahrhundert. In 16′-Lage ab Anfang des 18. Jahrhunderts zusehends vom grundtönigeren Fagott abgelöst, dafür ist das Fagott in 8′-Lage sehr selten. Sehr selten bezeichnet Dulcian (Dulzian) auch einen weichen Prinzipal enger Mensur, teils ähnlich einem Keraulophon.
Dulzianflöte
siehe Dolzflöte
Dulzflöte
siehe Dolzflöte
Echo
siehe Echoflöte
Echobass
siehe Stillgedackt
Echoflöte
(auch Echo) sehr weiche Flöte zu 8′ oder 4′, entweder aus Holz oder Metall, manchmal teils oder ganz gedeckt; klanglich ähnlich der Fernflöte und Flauto dolcissimo. Oftmals befindet sich das Register in einem separaten schwellbaren Holzkasten.
Echokornett
ein meist wenigchöriges Kornett, welches in einem Kasten mit oder ohne Schweller untergebracht ist. Fehlende Chöre zu 8′ und 4′ sind dann als einzelne Register ebenfalls in dem Kasten vorhanden. Es wird alternierend mit dem Kornett benutzt, um eine Echowirkung zu erzielen.
en Chamade
frontal aus dem Prospekt herausragende (im Horizontalprospekt verbaute) Pfeifenreihen, meist Trompeten (vergleiche Spanische Trompete)
Engelsstimme
siehe Vox Angelica
Englische Flöte
(auch Flaut angelica) siehe Blockflöte
Englisch Horn
(auch Cor Anglais oder Kopftrompete) Zungenregister, klanglich ähnlich einer Tenoroboe
Eoline
siehe Aeoline
Erzähler
unvergleichbares, 1904 von Ernest Martin Skinner entwickeltes konisches Orgelregister, das in Nordamerika verbreitet ist; es imitiert keine menschliche Stimme, sondern habe Skinner an eine redselige Plauderei erinnert;[2] meist in 8′-Lage und in unterschiedlicher Lautstärke; klanglich ausgewogen zwischen Mixtur und weichen Streichern, vergleiche auch Kleinerzähler
Euphonia
(auch Euphon) 8′-, 4′- oder auch 16′-Register, nach Art der Clarinette gebaut, klanglich zwischen Oboe, Physharmonika und Clarinette zu finden
Exaudire
siehe Vox inauditiva
Faberton
(auch Tonus Fabri) entweder 2-chörige Mixtur oder Glockenton, es handelt sich um ein gemischtes Aliquotregister
Fagott
(auch Basson) Zungenregister mit natürlich langen trichterförmigen Bechern, die meistens oben verschlossen und mit seitlichen Bohrungen versehen sind, in 32′- oder 16′-Lage, leiser als Posaune. Etwas grundtöniger als der Dulzian. Auch als 16′- oder 8′-Fagottbass im Pedalwerk existierend. In seltenen Fällen kann das Fagott auch als Durchschlagzunge ausgeführt sein.
Fagott-Oboe
Register, bei welchem der Bassbereich (bis zum kleinen b), durch die Fagottstimme (analog zur Bassentsprechung des Fagotts für die Oboe im Orchester) und die Diskantstimme (ab dem kleinen b) durch die Oboe gespielt wird, teils mit regulierbarer Windzufuhr, um eine noch höhere klangliche Effektivität zu erreichen, siehe jeweils Fagott und Oboe
Farbmixtur
(auch Farbenzimbel) Eine Mixtur mit Aliquoten auf 16′- oder 32′-Basis sehr hoher Ordnung (7., 9. 11. und 13.) in gestreuter Disposition und durchbrochener Repetition.
Feldflöte
(auch Feldpfeife) kleine, hohe Flötenstimmen (meist 4′ oder 2′), mittlere bis enge Mensur, klanglich ähnlich der Piccolo, Flageolett oder dem Flautino
Feldtrompete
hell intonierte Trompete, meist 4′
Fernflöte
sehr weiches 8′- oder 4′-Flötenregister aus Metall oder Holz. Es existieren sowohl offene als auch gedeckte Ausführungen. Vergleiche Flauto Dolcissimo und Echoflöte
Flachflöte
Labialregister in weiter Mensur und mit sehr breiten Labien
Flageolett
meist hohe 1′- oder 2′-Piccoloflöte
Flautado
spanische Bezeichnung für einen Prinzipal, meist 16′ oder 8′; nicht zu verwechseln mit Flauto (Flöte)
Flaut angelica
siehe Englische Flöte
Flautino
(auch Flautina) offenes 2′-Flötenregister, manchmal auch in 4′- oder 1′-Lage; klanglich ähnlich der Hellpfeife, dem Oktavin, der Piccolo, Feldflöte oder dem Register Flageolett
Flauto
Flötenregister, meist 8′ oder 4′, siehe Blockflöte
Flaut Major
kräftiges 8′-Flötenregister, meist zur Verstärkung der Achtfüße im Hauptwerk
Flauto d’Amore
(auch Liebesflöte) weiches, liebliches 8′- oder 4′-Flötenregister, normalerweise gedeckt mit leichtem Streicherklang
Flauto di pan
siehe Panflöte
Flauto dolce
(auch Liebliche Flöte oder Dolce), sehr weich klingende (Block-)Flöte, teils mit leichtem Streicherklang, siehe Flauto und Namenszusätze, teils synonym mit Dolzflöte
Flauto dolcissimo
(auch Dolcissimo) sehr weiche, liebliche Flöte zu 16′, 8′ oder 4′. Die Hartholz-Pfeifen besitzen schmale, nach innen gerichtete Münder sowie eine enge Mensur. Klanglich handelt es sich um eine sehr weiche Flöte, noch zarter als die Flauto dolce, ansonsten ähnelt der Ton dem einer Aeoline, Fernflöte oder Echoflöte.
Flauto doppio
siehe Doppelflöte
Flauto piccolo
siehe Piccolo
Flauto traverso
siehe Querflöte
Flautotraversbass
16′-Bassregister der Querflöte
Flöte
(auch Tibia (lat.) oder Flauto (ita.)) Labialregister weiter Mensur aus Holz oder Metall, 16′- bis 2′-Lage, sehr viele verschiedene Bauformen möglich
Flötenprinzipal
weit mensuriertes Prinzipalregister in 8′-Lage
Flûte à bec
siehe Blockflöte
Flûte allemande
siehe Deutsche Flöte
Flûte bouchée
Bezeichnung für einen gedeckten Prinzipal, meist 8′ (siehe Gedeckt)
Flûte à cheminé
siehe Rohrflöte
Flûte douce
siehe Dolzflöte
Flûte harmonique
überblasenes Flötenregister in weiter Mensur und doppelter Baulänge in 8′-, 4′- und 2′-Lage, als 4′ in der Regel als Flûte octaviante, als 2′ als Octavin oder Flûte octaviante bezeichnet, oft in französischen Schwellwerken disponiert, weicher und klarer Klang, vergleiche Oktavin und Flûte octaviante
Flûte octaviante
4′-Flûte harmonique (siehe dort)
Flûte ouvert
siehe Offenflöte
Flûte traversière
siehe Querflöte
Flûte triangulaire
Dreiecksflöte (Flöte, deren Körper die Form eines Prismas mit dreieckiger Grundfläche besitzt) mit großem Flötenmund, hohler dumpfer Klang, weniger prominent als bei der Hohlflöte, meist 8′, manchmal auch 16′.
Fourniture
Bezeichnung für eine drei- bis sechsfache Mixtur (siehe dort), in französischen Orgeln allgemein die Bezeichnung für eine Mixtur
Französisches Horn
siehe Horn
Fuchsschwanz
(auch Fuchsschwank) siehe nichtakustische Registerzüge
Fugara
offenes streichendes Labialregister enger Mensur, 8′- oder 4′-Lage, kommt meist im Schwellwerk vor, klanglich zwischen der Gambe und engem (Geigen-)Prinzipal
Gambe
(auch Gamba) offenes streichendes Labialregister enger Mensur, 16′- bis 4′-Lage, siehe auch Viola da gamba
Gambetta
kleine, weiche 4′-Gambe
Gedackt
(auch Gedeckt oder Tibia Clausa genannt) gedecktes Labialregister, unterschiedliche Mensuren möglich, z. B. als Lieblich Gedackt enge, als Grobgedackt weite Mensur, 32′- bis 4′-Lage; manchmal auch eine gedeckte Prinzipalpfeifenreihe (Flûte bouchée)
Gedeckt
siehe Gedackt
Geige
(auch Viole) siehe Violine
Geigenprinzipal
eng mensuriertes Prinzipal 16′- bis 4′-Lage
Gelindgedeckt
weiches Gedecktregister zu 16′ oder 8′, praktisch das Gleiche wie ein Musiziergedeckt oder Lieblich Gedeckt (siehe dort)
Gemshorn
konische Pfeifen (Holz oder Metall), 16′- bis 2′-Lage, der Klang liegt zwischen Prinzipalen und Flöten, und ist je nach Stilrichtung hornig, leicht streichend (Romantik) oder weicher Flötenklang (Renaissance, Nachahmung des gleichnamigen Blasinstruments). Die Form des Pfeifenkorpus ist ähnlich wie bei der Spitzflöte. Im Bass auch als Gemshornbass 16′ oder 8′ existierend.
Glasflöte
Glaskolben, bei der der Luftstrom durch eine Anblasvorrichtung auf die Kante des Glaskolben gelenkt wird und ein Klang ähnlich einer Panflöte entsteht. Erstmaliger Einbau durch Orgelbau Kutter 2012 in der Orgel der kath. Kirche St. Johannes Baptist in Jena.[3] Der Klang ist sehr flötig und grundtönig, in 8′ Lage.[4]
Glockenspiel
(auch Stahlspiel oder Glockenregister genannt) entweder echtes Glockenspiel mit Metallglocken, die über eine mechanische oder elektronische Vorkehrung über die Klaviatur bedient werden, meist in 4′- oder 2′-Lage, oder Röhrenglocken oder hohe Aliquotmischung 1 3⁄5′ + 1′
Glockenton
(auch Glöcklein, Glöckleinton, Campana, Campanella, Faberton oder Zimbelflöte genannt) 2′-, 1′- oder auch 1⁄2′-Flötenregister, das ein Glockenspiel (siehe dort) nachahmt. Es handelt sich um ein gemischtes Aliquotregister. Das Register repetiert jedoch meist – wie eine Mixtur – jede Oktave.
Grand Cornet
im Hauptwerk disponiertes Kornett, weiter mensuriert als die anderen Kornettarten. Es wird in der Regel ab c1 gebaut (2 Oktaven) und dient vor allem zur Verstärkung der im Diskant schwächer werdenden Zungen im Grand Jeux. Im unteren Bereich wird dieses Kornett etwas schwächer intoniert, damit der Übergang fließend ist.
Gravissima
seltenes, akustisches Pedalregister 64′, besteht z. B. aus einer 32′- und einer 21 1⁄3′-Pfeifenreihe; siehe auch Akustischer Bass und Vox balenae
Große Tierce
siehe Großterz
Großgemshorn
siehe Gemshorn und Namenszusatz „Groß“
Großprinzipal
siehe Prinzipal und Namenszusatz „Groß“
Großterz
(auch Große Tierce, Terzbass oder Terzenbass) tiefes Terzregister aus dem klassisch-französischen Orgelbau, das gegenüber der üblichen Tonhöhe (1 3⁄5′) eine Oktave tiefer liegt (3 1⁄5′)
Harfe
das gleichnamige Instrument nachahmendes Register, meist aus kleinen Metall- oder Holzstangen, die angeschlagen werden
Harfenprinzipal
meist konisches Prinzipal-Register in 16′-, 8′- oder 4′-Lage mit enger Mensur. Im Staccato gespielt erinnert der Klang an den der Harfe, ansonsten an Streicher.
Harmonia aetheria
2 2⁄3′-Register enger Mensur, drei- bis vierfach (aus drei/vier Chören bestehend), meist auf dem schwächsten Manual vorzufinden; klanglich eine diskrete Mixtur mit Streicherklang (Streichermixtur), die Intonation ähnelt der des Geigenprinzipals
Harmonica
(auch Harmonika) 8′-Register des „Geigenchors“ mit zartem, feinem, etwas streichenden Ton, der zwar schwächer als der Salicional ist, aber die Aeoline etwas an Stärke übertrifft
Hautbois
(auch Oboe) frz. Zungenregister, meist 8′ mit oben eingebuckten Bechern
Helikon
selten als 16′, häufig als 4′-Register, meist im Pedal, ähnlich einer Tuba
Hellflöte
(auch Hellpfeife oder Klarflöte) offenes 8′- oder 4′-Holzflötenregister enger bis mittlerer Mensur; klanglich klarer und heller als die Hohlflöte, ansonsten ähnlich der Piccoloflöte oder der Register Flageolett und Oktavin
Hintersatz
Mixtur, meist nicht repetierend, nur Quint- und Oktavchöre enthaltend und normalerweise im Pedal stehend (siehe Pedalmixtur). Der Name stammt von dem ebenfalls nicht repetierenden Hintersatz des Blockwerks, der hinter dem Prospekt stand; in sehr alten Orgeln die höheren, nicht auf Einzelschleifen gestellten Chöre des Blockwerks als frühe Form der Mixtur, in süddeutschen Orgeln hielt sich der Hintersatz als Begriff für eine meist große, tiefliegende Hauptwerksmixtur noch bis in die Renaissance.
Hohlflöte
offenes Flötenregister mit zylindrischen, manchmal auch leicht konischen Pfeifen, oft Holz, 8′ bis 2′, verschiedene Bauformen; der Klang ist meist rund und füllend, kann aber auch sehr zart sein.
Hölzernes Gelächter
(auch Hölzerngelächter, Holzgelächter oder Hültze Glechter) meist ein gemischtes Aliquotregister oder ein einzelnes Aliquotregister, baulich ähnlich einer Flageolett, meist in Kombination mit einer 16′-Quintadena verwendet, seltener ein hölzernes Glockenspiel. Der Klang ist hölzern-klirrend, als ob ein Löffel auf einen (Holz-)Topf schlagen würde, so Arnolt Schlick um 1500.
Holzflöte
meistens offenes Labialregister aus Holz, mit weitem Labium, 8′ oder 4′
Holzgedackt
meist 8′ oder 16′, Holzregister, klanglich ähnlich Gedeckt
Holzharmonika
(auch Terpodion oder Holzharmonica) zartes, durchschlagendes Rohrwerk mit oder ohne Schallbecher, Zungenregister, meist 8′, klanglich ähnlich der Harmonica, nur weicher. Bei Eberhard Friedrich Walcker ist es ein sehr enges Streicherregister aus Holz, sehr zart und leise mit äußerst komplexem Obertonspektrum und langem Anspracheverhalten (z. B. Evang. Kirche in Hoffenheim, Walcker, 1845).
Holzprinzipal
offenes Labialregister mittlerer Mensur, vergleiche auch Prinzipal, 32′ (im Pedal), 16′, 8′ und 4′, höhere Lagen sind selten, da die Pfeifen zunehmend schwieriger herzustellen sind. Klang leicht flötenartig von natürlich-hölzernem Charakter und insgesamt etwas weicher und grundtöniger als ein Prinzipal aus Metall, dezentes, aber doch gut wahrnehmbares Spucken; als Choralstimme im Pedalwerk oft bei Seifert, Klais et al. zu finden
Holzregal
Regal mit Becher (und/oder auch Kehlen) aus Holz, meist in 8′- oder 4′-Lage.
Horn
(auch Hörnli) im Rheinland und der Schweiz vorzufindendes Register ähnlich dem Kornett oder der Sesquialtera; meist zweichörig aus Flöte und Terz. Die Pfeifen werden aus einer stark bleihaltigen Legierung hergestellt. Der Klang ähnelt dem des Kornetts beziehungsweise eines Hornes, daher der Name. Das Register als Äquivalent zum Kornett und Sesquialter ist bereits im frühen 16. Jahrhundert belegt. Als Französisches Horn oder Orchesterhorn (Cor d’Orchestre) wurde ausgehend von verschiedenen anderen Lingualpfeifen wie Oboe und Trompete versucht, das gleichnamige Musikinstrument nachzuahmen.
Jeu céleste
sanftes, nicht schwebendes Register (im Gegensatz zur Voix céleste), im elsässischen Orgelbau der Salicional im Récit
Jubal (Jubalflöte)
(auch Tubal oder Tubalflöte) 8′-, 4′- oder 2′-, doppelt labierte Pfeifen mit hellem Klang
Kalkantenruf
Akustisches Signal, um den Kalkanten zum Treten aufzufordern; seit der Elektrifizierung der Orgelgebläse funktionslos
Kammerflöte
(auch Kammergedeckt oder Kammerton-Gedackt) seltenes 8′-Gedecktregister, das etwas tiefer gestimmt ist als der Rest der Orgel, zum Begleiten anderer Instrumente, vergleiche Kammerton
Keraulophon
In Kontinentaleuropa hornartiges Zungenregister (Aristide Cavaillé-Coll), ähnlich dem Bassetthorn, in England auch aeolinenartiges Streicherregister, stets in 8′-Lage
Klarinette
Sowohl durch- als auch aufschlagend ausgeführtes Zungenregister mit leicht konischem Becher; kommt meist in 8′-Lage vor
Kleinerzähler
enger mensurierter, weicher Verwandter des Erzählers, meist 8′- oder 4′-Lage[2]
Kleingedackt
(auch Kleingedeckt) gedecktes Labialregister weiter Mensur aus Metall, Klang leicht quintig und durchdringend, meist in 4′-Lage
Kontrabass
(auch Contrabass) meist 32′- oder 16′-Bassregister, entweder als Streicher wie Violone oder als ein leiseres Prinzipal
Konzertflöte
siehe Querflöte
Kopftrompete
siehe Englisch Horn
Koppeln
(nur Registerzüge) Spielhilfen, die das gleichzeitige Spiel von verschiedenen Werken auf einem Manual oder das Spiel der Manualregister im Pedal erlauben, eine Sonderform ist die romantische Melodiekoppel (siehe dort)
Koppelflöte
Metall, halbgedacktes Register, Hut mit konischem Aufsatz. Klang hohl, flötig, obertönig, 8′ oder 4′, meist nur im Neu-Barock verwendet
Kornett
(auch Cornet oder Cornett)
  1. Gemischtes Labialregister, 3-fach bis 7-fach, immer terzhaltig, meist 5-fach, bestehend aus 8′ + 4′ + 2 2⁄3′ + 2′ + 1 3⁄5′, nicht repetierend, Mensur in der Regel weit, also keine Klangkrone. Der Klang ist hornartig, rund und füllend. Grand Cornet (siehe dort) besteht aus einer Mixtur überblasender Flöten in 8′ + 4′ + 2 2⁄3′ + 2′ + 1 3⁄5′-Tonlage. Ein Kornett wird oft aufgebänkt (siehe dort), das heißt auf einem Pfeifenstock, der nicht direkt auf der Windlade aufliegt, sondern durch Kondukten mit dieser verbunden ist, erhöht aufgestellt. In von der Orgelbewegung beeinflussten Instrumenten finden sich auch exotischere Zusammensetzungen, häufig zum Beispiel das Septimenkornett (vergleiche dort). In kleineren Orgeln der Spätromantik findet sich als höchste Stimme gelegentlich auch eine sogenannte Kornett-Mixtur, also ein repetierendes Kornett (meist dreichörig mit 2 2⁄3′ + 2′ + 1 3⁄5′ in der tiefsten Lage). Oft nur in der mittleren und hohen Lage ausgebaut. Für weitere Informationen zu den unterschiedlichen Kornettarten sowie den baulichen Ausführungen, siehe Kornett (Orgel). Weitere Arten des Kornetts sind Basszink, Nasardos, Echokornett, Corneta (vergleiche jeweils dort) sowie Cornet de Récit, Cornet im Positiv, Cornet d’Écho, Cornet décomposé und das zerlegte Kornett.
  2. Zungenstimme in 2′-Lage im Pedal nach Trompetenbauart. Als Cantus-Firmus-Stimme im Pedal in norddeutschen Orgeln bis Mitte des 18. Jahrhunderts häufig anzutreffen.
Krummhorn
Zungenregister mit zylindrischen Bechern in halber oder voller Länge, 8′, seltener 16′ oder 4′. Das Register gehört zu den ältesten bekannten Zungenstimmen und ahmt den Klang des gleichnamigen Holzblasinstruments nach. In französischen Barockorgeln ist es üblicherweise im (Rück-)Positiv zu finden und wird oft sehr weit mensuriert und mit einem etwas hohlen Klang intoniert. Im romantischen Orgelbau wird es eng mensuriert und mit leichtem Strich intoniert, wodurch es klanglich nicht so nah am gleichnamigen Holzblasinstrument liegt.
Krummhornregal
kurzbechiges Zungenregister in 8′-Lage, klingt frech, relativ kräftig. Ausführung auch mit Deckel, dann nasal, mild.
Kuckucksruf (auch Cuculus)
nur Registerzug, Effekt (Imitation eines Kuckucksrufes)
Larigot
weit mensurierte Quinte 1 1⁄3′, auch kleiner Nasat genannt
Liebliche Flöte
siehe Flauto dolce oder Dolzflöte (je nach Bauart) beziehungsweise Flöte und Namenszusatz „Lieblich“
Liebesflöte
siehe Flauto d’Amore
Liebesgeige
siehe Viole d’amour
Lieblich Gedeckt
(auch Lieblich Gedackt oder Lieblich Bourdon)
weiches, zartes Gedecktregister, vergleiche dort und siehe Namenszusätze
Lochgedackt
ein Gedackt mit einem Loch in der Mitte des Deckels. Es kann auch als Rohrflöte ohne Rohr betrachtet werden, meist in 8′-, 4′- oder 2′-Lage. Rohrflöten werden wegen des ähnlichen Klanges mitunter ganz oder teilweise als Lochgedackt ausgeführt. Klanglich liegt das Register zwischen offenem Nachthorn und Rohrflöte.
Meeresflöte
(auch Meeresflaut) siehe Unda Maris
Melodia
auch Melodica genannt, offen gebautes Holzregister, normalerweise in 8′-Lage; warmer, weicher Klang; fließende Abgrenzung zu Wald-, Hohl-, Travers-, Liebes- und Suabe-Flöte.
Melodiekoppel
romantische Koppel, die die Oberstimme eines Akkords so verstärkt, dass die oberste Taste des Akkords eine Oktave höher auf selbem Manual mitklingt. Bei der Melodiekoppel I an II erklingt die Melodie auf dem zweiten Manual.
Metallflöte
Labialregister weiter Mensur aus Metall.
Mixtur
eine Klangkrone (siehe auch Acuta, Scharff und Zimbel), meistens nur aus Oktaven und Quinten bestehend („silberner“ Klang), im süddeutschen und vereinzelt im mitteldeutschen Raum sind auch terzhaltige Bauformen („goldener“ Klang) anzutreffen, teilweise auch in weiteren Klangfarben (wie z. B. Streichermixtur). Für nähere Informationen vergleiche auch Klangkronen.
Mollterz
ein unechtes (1 4⁄5′ oder 3 3⁄5′) oder echtes (16⁄19′) Aliquotregister, prinzipalisch oder als Flöte
Montre
im französischen Orgelbau ein Prinzipal, der im Prospekt steht, meistens 16′ oder 8′
Musette
Zungenregister (meistens 16′ oder 8′), mit engen, konisch zulaufenden Becher, klanglich ähnlich einem Krummhorn, angelehnt an das gleichnamige Musikinstrument Musette
Musiziergedeckt
(auch Musikgedeckt, Musiziergedackt) 8′- oder 4′-Gedecktregister, sehr weicher Klang, ähnlich Gelindgedeckt oder Lieblich Gedeckt
Nachthorn
offenes oder gedacktes Flötenregister mit in der Regel zylindrischen Metallpfeifen. Seit der Orgelbewegung häufig mit einer sehr weiten Mensur und sehr schmalem Labium gebaut. Es besitzt einen sehr weichen und leisen Klang, 16′ bis 1′.
Nachtigall
(nur Registerzug, auch Rossignol, Rosignol, Vogelschrei, Vogelgeschrei, Vogelgezwitscher) Effekt
Vogelgezwitscher oder Vogelgeschrei, erzeugt durch zwei kleine offene Pfeifen, die über Kopf bis in die Nähe des Labiums in einem Wasserbad installiert sind. Durch den Winddruck wird die Wasseroberfläche in Bewegung versetzt und das Labium der Pfeifen auf diese Weise unregelmäßig mit Wasser zugesetzt, was ein Zwitschern imitiert.
Nasardos
in spanischen Orgeln ein kornettähnliches, immer terzhaltiges Register nur für die Basshälfte des Manuals. Für die Diskanthälfte desselben Manuals ist dann stets ein Corneta vorhanden.
Nasat oder Nasard
weit mensuriertes Quintregister 2 2⁄3′, oft konisch oder als Rohrflöte (Bezeichnung dann oft „Rohrnasat“) oder gedeckt gebaut.
None
ein Aliquotregister, meist in der 8⁄9′-Lage (auf 8′ bezogen der 9. Teilton), vor allem in der Hochzeit der Orgelbewegung in den 1950er- und 1960er-Jahren populär. Bei späteren Umgestaltungen oft wieder entfernt.
Obertöne
Labialregister, welches aus verschiedenen Aliquoten besteht
Oboe
Zungenregister mit trichterförmigen Bechern, erst eng dann oben weiter, oben teilgedeckt, meistens 8′, siehe auch Hautbois
Offenflöte
(auch Flûte ouvert) manchmal auch als Synonym für Clarabella verwendet. 8′- oder 4′-Register, weiter mensuriert als der Prinzipal, nicht überblasend, warmer rund wirkender Ton
Oktavbass
Prinzipalregister im Pedal, aus Holz oder Metall, meistens 8′
Oktave
(in 2′ und 1′ Lagen auch
Superoktave, Oktävchen, Oktävlein) Prinzipalregister in höherer Lage als der Prinzipal des entsprechenden Werkes, (Oktave 8′ wenn Prinzipal 16′), 16′ bis 1′
Oktavin
(auch Octavin) helle, klare 2′-Flûte harmonique, sehr selten auch Synonym für eine Superoktave
Ophicleide
(auch Ophikleide) sehr starkes, lautes 16′- oder 8′-Register mit dünnen und breiten Zungen und tubaähnlicher Intonation, klanglich zwischen Posaune und Fagott, ähnlich dem Originalinstrument.
Orchesterflöte
(auch Orchesterpfeife) vergleiche Traversflöte
Orlos
spanisches 8′-Zungenregister, klanglich ähnlich dem Regal, der Musette oder Schalmei, baulich ein Regal mit kurzen, zylindrischen Bechern, oftmals auch en Chamade (horizontal aus dem Prospekt ragend)