College Tennis

College Tennis bezeichnet als Teil des Hochschulsports Tennis, das an Hochschulen (Colleges und UniversitÀten) in den USA gespielt wird. College Tennis ist im Damen- und Herrenbereich populÀr.
Organisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Intercollegiate Tennis Association (ITA) organisiert die Mehrzahl der Turniere, teilweise in Zusammenarbeit mit der United States Tennis Association (USTA). Bei RegelÀnderungen ist zudem die National Collegiate Athletic Association (NCAA) von Bedeutung. Diese ist auch Veranstalterin der jÀhrlichen Meisterschaften. Die ITA erstellt auch die Ranglisten des College Tennis.
Spielbetrieb
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine College-Tennis-Saison gliedert sich in die Herbstsaison und die FrĂŒhlingssaison. Die Herbstsaison beginnt im September. Höhepunkte sind die ITA Menâs All-American Championships und ITA Womenâs All-American Championships im September oder Oktober, sowie die ITA National Fall Championships im November. In die FrĂŒhlingssaison fallen unter anderem die ITA Division I National Menâs Team Indoor Championship und ITA Division I National Womenâs Team Indoor Championship, sowie die Regular Season und die Postseason. Die zuletzt genannten Formate sind in sogenannten Conferences organisiert. Den Abschluss einer Saison stellen die NCAA Division I Tennis Championships im Mai dar. Bei dem prestigetrĂ€chtigen Turnier werden jĂ€hrlich die nationalen Meister des College Tennis ermittelt. Dazu gibt es ĂŒber die ganze Saison verteilt sogenannte Sanctioned Tournaments (zu Deutsch: genehmigte Turniere). Die Ergebnisse aller dieser Wettbewerbe flieĂen in die Berechnung der ITA-Rangliste ein.
Regeln
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Begegnung zweier Teams wird Dual Match genannt und besteht aus drei Doppeln und sechs Einzeln. Die Mannschaft, die zwei Doppel gewinnt, sichert sich den ersten Punkt. Die Einzel bringen dem Gewinner jeweils einen Punkt, sodass insgesamt sieben Punkte vergeben werden. Gespielt wird im Best-of-Seven-Modus, sodass der Sieger feststeht, wenn eine Mannschaft vier Punkte erreicht hat. Je nach Turnierformat, werden dann alle noch laufenden â fĂŒr den Ausgang der Gesamtbegegnung unerheblichen â Matches abgebrochen oder zu Ende gespielt. Im ersteren Fall wird im Spielbericht DNF (Did not finish) vermerkt.
WÀhrend die Einzel nach den gebrÀuchlichen Tennisregeln auf zwei GewinnsÀtze ausgetragen werden, kommt bei den Doppeln eine besondere Regel zum Tragen: Hier wird nur ein Satz gespielt, der sich entscheidet, wenn eines der beiden Doppel acht Spiele gewinnt. Zum Sieg wird ein Vorsprung von zwei Spielen benötigt. Um die Spieldauer zu reduzieren, wird beim Stand von 8:8 ein Tie-Break gespielt, der das Match entscheidet.
In den letzten Jahren gab es vermehrt Bestrebungen, die Dauer der Matches zu reduzieren, um College Tennis fĂŒr die Zuschauer attraktiver zu machen. So wird im Doppel nur noch ein regulĂ€rer Satz bis sechs statt acht gespielt. Zudem wurde die No-Ad-Regel eingefĂŒhrt, die besagt, dass bei Einstand ein Entscheidungsball gespielt wird. Das AufwĂ€rmen mit dem Gegner wurde abgeschafft. Die RegelĂ€nderungen gelten bislang nur in der NCAA Division I.[1]
Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Karriere im College Tennis dauert in der Regel vier Jahre. In der NCAA Division I gibt es eine Altersgrenze von 24 Jahren, die nicht ĂŒberschritten werden darf. Viele Spieler kommen von auĂerhalb der USA und studieren mithilfe eines Tennisstipendiums. Nach dem Ende der Collegekarriere versuchen sich die besonders ambitionierten Spieler, auf der Profitour durchzusetzen. Bekannte Profis, die in der Vergangenheit im College Tennis aktiv waren, sind Benjamin Becker[2], John Isner[3], Kevin Anderson[4] und Steve Johnson.[5]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- www.ncaa.com (englisch)
- www.itatennis.com (englisch)
- www.collegetennisonline.com (englisch)
- www.tennisrecruiting.net (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â ITA announces new Division I dual meet format. In: itatennis.com. Intercollegiate Tennis Association, 6. August 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 4. Januar 2017; abgerufen am 4. Januar 2017 (englisch).
- â Benjamin Becker. In: baylorbears.com. Baylor University, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 1. Februar 2013; abgerufen am 21. Oktober 2014 (englisch).
- â John Isner. In: georgiadogs.com. University of Georgia, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Oktober 2014; abgerufen am 21. Oktober 2014 (englisch).
- â Kevin Anderson. In: fightingillini.com. University of Illinois, abgerufen am 4. Januar 2017 (englisch).
- â Steve Johnson. In: usctrojans.com. University of Southern California, abgerufen am 21. Oktober 2014 (englisch).