Celje
| Celje Cilli | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat | |||
| Historische Region | Untersteiermark / Štajerska | ||
| Statistische Region | Savinjska (Sanngebiet) | ||
| Gemeinde | Stadtgemeinde Celje | ||
| Koordinaten | 46° 14′ N, 15° 16′ O | ||
| Höhe | 238 m. i. J. | ||
| Fläche | 22,7 km² | ||
| Einwohner | 37.520 (1. Januar 2021[1]) | ||
| Bevölkerungsdichte | 1.653 Einwohner je km² | ||
| Telefonvorwahl | (+386) / (0) 3 | ||
| Postleitzahl | 3000 | ||
| Kfz-Kennzeichen | CE | ||
| Struktur und Verwaltung | |||
| Website | |||
Die Stadt Celje [] (deutsch Cilli bzw. Zilli [])[2] ist Hauptort der Stadtgemeinde Celje im Nordosten von Slowenien. Sie liegt in der historischen Landschaft Spodnja Štajerska (Untersteiermark) und in der statistischen Region Savinjska.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt Celje liegt am Fluss Savinja im südöstlichen Teil des Celje-Beckens – rund 70 km nordöstlich der Landeshauptstadt Ljubljana. In Celje mündet die Hudinja in die Voglajna, die im Stadtbereich wie die Ložnica in die Savinja mündet. Beherrscht wird das Stadtbild vom Burgberg.
Celje ist das wirtschaftliche Zentrum der Region und ein Verkehrsknotenpunkt zwischen Ljubljana im Westen, Maribor im Norden, Zidani Most im Süden, Velenje und Slovenj Gradec im Nordwesten sowie Rogaška Slatina im Osten. Laško ist eine größere Nachbarstadt von Celje.
Stadtgliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt Celje gliedert sich in zehn Stadtviertel (slowenisch: Mestne četrti, Abkürzung: MČ) und neun Ortsgemeinschaften (slowenisch: Krajevne skupnosti, Abkürzung: KS).[3] Die deutschen Namen in den Klammern wurden bis zum Abtreten des Gebietes an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen in der Zeit der Habsburgermonarchie vorwiegend von der deutschsprachigen Bevölkerung verwendet und sind seit 1929, als der Zusammenschluss zu Jugoslawien erfolgte, unüblich.[4][5]
Stadtviertel (Mestne četrti):
- MČ Center
- MČ Dečkovo naselje (Vedesendorf)
- MČ Dolgo Polje (Vedesendorf)
- MČ Gaberje (Gabriach bei Cilli)
- MČ Hudinja (Unterkötting)
- MČ Karel Destovnik Kajuh
- MČ Lava (Lau)
- MČ Nova vas (Neudorf)
- MČ Savinja
- MČ Slavko Šlander
Ortsgemeinschaften (Krajevne skupnosti):
- KS Aljažev hrib
- KS Ljubečna (Lubitschna)
- KS Medlog (Mellach)
- KS Ostrožno (Ostruschnau)
- KS Pod gradom (Unterwisell)
- KS Škofja vas (Bischofdorf)
- KS Šmartno v Rožni dolini (St. Martin am Rosenwalde)
- KS Teharje (Tüchern)
- KS Trnovlje (Ternaullach)
Darüber hinaus gehören weitere 38 Ortschaften zur Stadtgemeinde.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Altertum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste nachweisbare Siedlung entstand in der Zeit der Hallstattzeit. Unter den Kelten (nach 400 v. Chr.) wurde der Ort Kelea genannt und war Teil des sich um 200 v. Chr. gebildeten keltischen Königreichs Noricum. Rom verleibte sich Noricum um 15. v. Chr. zunächst als tributpflichtiges Königreich ein, ab Kaiser Claudius (41–54) war es vollständig eine römische Provinz und damit auch die Stadt Kelea, ab nun besser bekannt unter ihrem lateinischen Namen Celeia.[6]
Kaiser Claudius erhob Celeia 46 n. Chr. zum Municipium, wobei es lateinisches Stadtrecht erhielt. Die Stadt wird in dieser Zeit als reich und dicht besiedelt mit mehrgeschossigen Marmorpalästen und breiten Plätzen und Straßen beschrieben, befestigt mit Mauern und Türmen. Sie lag an einer Römerstraße von Aquileia nach Pannonien, der Ostroute der Bernsteinstraße. Der Mars-Tempel von Celeia soll im ganzen Römerreich bekannt gewesen sein. Celeia verwaltete als eine der neun römischen Städte Noricums dessen südlichsten Zipfel von der Provinzgrenze im Süden bis kurz vor der Drau. Dieser Stadtbezirk grenzte im Norden an das Verwaltungsgebiet Flavia Solvas und im Nordwesten an das von Virunum. Zwei Duoviri, die als Stadtrichter fungierten, zwei Ädilen, die für die Einhaltung der Gesetze und Marktrechte eintraten, ein Quästor, der die Stadtkasse verwaltete, und ein 100-köpfiger Stadtrat standen an der Spitze der Stadt. In der Nähe des Municipiums befand sich beim heutigen Ort Ločica ob Savinji ein Legionslager, das im 2. Jahrhundert durch die Legio II Italica erbaut wurde und als dessen erstes bekanntes Standlager gilt. Nach der Aufspaltung Noricums während der Reichsreform Kaiser Diokletians, gehörte Celeia zur Provinz Noricum Mediterraneum („Binnen-Noricum“). Unter Konstantin I. (272–337) wurde Celeia um 320 Aquileia zugeordnet. Von der Mitte des 4. Jahrhunderts bis um 800 war es Bischofssitz. Unter Kaiser Gallienus wurde die Provinz Noricum als verwüstet beschrieben. Nach dem Fall Roms nach 476 n. Chr. ließ der neue König von Italien, Odoaker, Noricum räumen, da es nicht mehr zu halten war. Mit diesem Befehl wanderte auch der letzte Rest der römischen Bevölkerung von Celeia nach Italien ab.