Alpiq Holding
| Alpiq Holding AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1. Februar 2009 |
| Sitz | Lausanne, Schweiz |
| Leitung | Antje Kanngiesser (Geschäftsführerin) Alberto de Paoli (Verwaltungsratspräsident) |
| Mitarbeiterzahl | 1417 (2025)[1] |
| Umsatz | 5,9 Mrd. CHF (2025)[1] |
| Branche | Energieversorgung / Energiedienstleistung |
| Website | www.alpiq.com |
| Stand: 31. Dezember 2025 | |

Die Alpiq Holding AG ist ein international tätiger Schweizer Energiekonzern mit Sitz in Lausanne. Das Unternehmen ging aus dem Zusammenschluss der Atel Holding AG (Aare-Tessin AG für Elektrizität) und der EOS S.A. (Energie Ouest Suisse) hervor und nahm die operative Tätigkeit am 1. Februar 2009 auf.
Der Energiekonzern beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter, ist in den meisten Ländern Europas tätig und gilt als systemrelevant.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Unternehmen entstand im Februar 2009 aus dem Zusammenschluss der Energie Ouest Suisse (EOS) und der Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel).[3]
Im Jahr 2011 betrug der Jahresverlust 1,3 Milliarden Franken.[4] Im Zeitraum von 2012 bis 2016 ging der Umsatz des Unternehmens um mehr als die Hälfte zurück, und Alpiq machte weiterhin starke Verluste. Grund hierfür war, dass Alpiq keine Endkunden versorgt, sondern den erzeugten Strom im Grosshandel vertreibt, wo die erzielbaren Preise damals unter den Erzeugungskosten lagen. Weiterhin wurde Wasserkraft, im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien, nicht vom Staat unterstützt.[5][6] Alpiq kündigte deswegen im März 2016 an, 49 % an den Wasserkraftwerken verkaufen zu wollen, jedoch fand sich kein Käufer.[6][5]
Im März 2018 erwarb Bouygues für über 800 Millionen Schweizer Franken das Energiedienstleistungsgeschäft von Alpiq.[7] Nach Uneinigkeiten über den endgültigen Anpassungsbetrag kam es zu einem Schiedsgerichtsverfahren. Dieses wurde 2020 beendet und Alpiq erstattete über 50 Millionen Schweizer Franken an Bouygues.[8]
Bis zum Jahr 2019 besaß Alpiq auch zwei Kohlekraftwerke in Tschechien, bis diese Ende August 2019 an die Seven Energy Group des Investors Pavel Tykač übergingen, da Alpiq zunehmend in erneuerbare Energien investieren will.[9][10] Alpiq versuchte die beiden Kraftwerke bereits seit 2012 zu veräussern, erhielt jedoch keine annehmbaren Angebote.[11]
Auf der Medienkonferenz Anfang April 2019 wurde bekannt gegeben, dass die EDF ihre Alpiq-Anteile verkauft und die zuvor per September 2020 gekündigte Konsortialvereinbarung vorzeitig verlässt. Bis Ende Mai 2019 übernahmen die EOS Holding und Primeo Energie je die Hälfte des Aktienpakets, finanziert durch ein Pflichtwandeldarlehen der Credit-Suisse-Anlagestiftung CSA Energie-Infrastruktur Schweiz. Angestrebt wurde die Dekotierung der Alpiq-Aktien von der Six Swiss Exchange mittels Squeeze-out, sowie die Aufteilung des Alpiq-Aktienkapitals.[12] Das Dekotierungsgesuch wurde am 26. November 2019 von der Six Exchange Regulation bewilligt und die Dekotierung auf den 17. Dezember 2019 festgesetzt. Am letzten Tag an der Börse lag der Kurs bei ungefähr 70 Schweizer Franken.[13]
Seit Mitte der 2020er Jahre baut Alpiq ein Geschäft mit Batterie-Energiespeichersystemen auf. Im Oktober 2025 nahm das Unternehmen in Finnland seinen ersten eigenen Batteriespeicher in Betrieb, Anfang 2026 erwarb es eine weitere Anlage in Frankreich. Im Juli 2026 übernahm Alpiq 90 % am britischen Batteriespeicher-Entwickler und -Betreiber Harmony Energy.[14]
Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Alpiq Holding SA ist eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Obligationenrecht (OR) mit Sitz in Lausanne. Sie ist als Betreiberin mehrerer Kraftwerke tätig in den Bereichen Energiegewinnung und Energiehandel.
Die Geschäftsbereiche der Alpiq Holding sind seit dem 1. Januar 2026 in Assets, Trading und Energy Solutions gegliedert. Der Bereich Assets umfasst den Betrieb der Kraftwerke und Speicheranlagen zur Stromerzeugung. Der Bereich Trading ist für den Handel auf dem europäischen Stromhandelsmarkt und die Optimierung der eigenen Kraftwerke zuständig. Der Bereich Energy Solutions umfasst Produkte und Dienstleistungen für Kunden, darunter die Direktvermarktung und Stromabnahmeverträge.[15]
Geleitet wird die Alpiq Holding durch den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Oberleitung und die strategische Ausrichtung der Alpiq Gruppe. Zum Verwaltungsrat gehören (Stand Oktober 2026) Alberto de Paoli (Präsident),[16] François Gabella (Vizepräsident), Adrian Honegger, Christian Plüss, Adèle Thorens Goumaz, Jørgen Kildahl und Ronald Trächsel. Weiterhin ist der Verwaltungsrat für die Aufsicht der Geschäftsleitung verantwortlich.[17][18] Der Geschäftsleitung gehören (Stand November 2026) Antje Kanngiesser als Vorsitzende, Peter-Wim Gerssen als Finanzchef, Amédée Murisier als Leiter des Geschäftsbereichs Assets, Bianca Sarbu als Leiterin des Geschäftsbereichs Energy Solutions,[19] sowie Morgane Trieu Cuot als interimistische Leiterin des Geschäftsbereichs Trading an.[20][21]
Standorte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alpiq ist in verschiedenen Ländern in Europa aktiv. Neben dem Stammsitz in der Schweiz betreibt das Unternehmen weitere Kraftwerke an mehreren Standorten in Italien, Spanien, Frankreich und Ungarn. Die verschiedenen Kernkraft- und Wasserkraftwerke befinden sich in der Schweiz,[22] die Kraftwerke für neue erneuerbare Energien befinden sich in der Schweiz, Italien, Frankreich und Schweden. Alpiq ist in Italien, Spanien und Ungarn mit bis zu 100 % an Gas-Kombikraftwerken beteiligt. Weitere Niederlassungen befinden sich in Tschechien, Deutschland und in den nordischen Ländern.[23]
Unternehmenszahlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Alpiq einen Umsatz von rund 5,9 Milliarden Schweizer Franken und beschäftigte 1417 Mitarbeiter.[1] Die folgende Tabelle zeigt Unternehmenszahlen gemäss IFRS von Alpiq für die Jahre 2016 bis 2025:
| Jahr | Umsatz (Mio. Schweizer Franken) | Gew./Verl. (Mio. Schweizer Franken) | Beschäftigte |
|---|---|---|---|
| 2016 | 4.412 | 260 | 1429 |
| 2017 | 5.525 | 4 | 1504 |
| 2018 | 5.186 | −63 | 1548 |
| 2019 | 4.099 | −268 | 1226 |
| 2020 | 3.905 | 110 | 1258 |
| 2021 | 7.177 | −271 | 1266 |
| 2022 | 14.861 | 111 | 1180 |
| 2023 | 8396 | 1336 | 1221 |
| 2024 | 6.643 | 943 | 1350 |
| 2025 | 5.749 | 197 | 1417 |
Aktionariat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Alpiq Holding AG verfügt über ein Aktienkapital von 331'103.64 Schweizer Franken, eingeteilt in 33'110'364 Namenaktien mit einem Nennwert von je 0.01 Schweizer Franken.[24] Die drei Aktionärsgruppen EOS Holding SA, Schweizer Kraftwerksbeteiligungs-AG und das Konsortium der Schweizer Minderheitsaktionäre halten je ein Drittel der Alpiq-Aktien.[25]
Anteile per 31. Dezember 2025:
- 33,33 % EOS Holding SA
- 33,33 % Schweizer Kraftwerksbeteiligungs-AG
- 19,91 % Primeo Energie Genossenschaft (vormals EBM, Genossenschaft Elektra Birseck)
- 6,44 % EBL (Genossenschaft Elektra Baselland)
- 2,12 % Eniwa Holding AG
- 1,79 % Aziende Industriali di Lugano (AIL) SA
- 1,12 % IBB Holding AG
- 1,00 % Regio Energie Solothurn
- 0,96 % WWZ AG.[25]
Geschäftstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Alpiq Holding AG ist eine unabhängige Stromproduzentin und Energiehändlerin. Alpiq ist aktiv in den Geschäftsfeldern Energieerzeugung, Energiehandel und Dienstleistungen. Zu den Kunden zählen mittelständische Unternehmen, Grossbetriebe und öffentliche Institutionen.[26] Im europäischen Energiehandel ist Alpiq an allen grossen Strombörsen und Handelsplattformen vertreten.
Zur Stromgewinnung nutzt Alpiq Wasserkraft, Kernenergie, Erdgas und neue erneuerbare Energiequellen wie Kleinwasser-, Wind- und Solarkraftwerke. Im Jahr 2025 verfügte Alpiq über eine Produktion von 14'860 Gigawattstunden (GWh), welche sich wie folgt zusammensetzte:[15]
- 7001 GWh Wasserkraft (47 %)
- 4546 GWh Kernkraft (31 %)
- 2990 GWh konventionelle thermische Kraftwerke (20 %)
- 323 GWh Wind und Photovoltaik (2 %).[15]
Kernkraftwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Unternehmen ist an zwei Kernkraftwerken beteiligt. Alpiq hält eine 40-%-Beteiligung am schweizerischen Kernkraftwerk Gösgen (Leistung 1060 MW), dessen Geschäftsleitung sie zudem innehat. Am schweizerischen Kernkraftwerk Leibstadt (Leistung 1165 MW) hält sie 27,4 %. 2016 versuchte Alpiq, die Kernkraftwerke zu verkaufen, da die Produktionskosten der Kernkraftwerke über den damaligen Strompreisen lagen.[27]
Wasserkraftwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alpiq betreibt und hält Beteiligungen an Speicher- und Flusskraftwerken in der Schweiz, dazu Kleinwasserkraftwerke in der Schweiz, Frankreich und Italien. Das in den Stauseen gespeicherte Wasser erlaubt die schnelle Erzeugung von Spitzenenergie in Zeiten starker Nachfrage. Die Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke können nach Bedarf eingesetzt werden und tragen zur Stabilität der Stromnetze bei, indem sie Strom liefern, wenn Sonne und Wind wenig Energie bereitstellen.[28] Den Grundbedarf an Strom, der jeden Tag verbraucht wird, liefern Flusskraftwerke. Mit einem kleinen Gefälle wird mit der Kraft grosser Wassermengen in den Flusskraftwerken Bandenergie (Grundlast) erzeugt.
Die für die Schweiz wichtigsten Speicherkraftwerke sind die Anlagen Grande Dixence mit einer Leistung von über 2000 Megawatt, sowie Nant de Drance mit einer Leistung von 900 Megawatt. Nant de Drance gehört mit seiner Leistung von 900 Megawatt zu einem der leistungsstärksten Pumpspeicherwerke der Schweiz.[29] An beiden Anlagen hält Alpiq Beteiligungen, 60 % am Speicherkraftwerk Grande Dixence und 39 % an der Anlage Nant de Drance.[30]
Alpiq besitzt und betreibt zudem verschiedene Flusskraftwerke an der Aare in den Kantonen Solothurn, Bern, Aargau und Wallis. Das Laufkraftwerk bei Flumenthal weist eine Leistung von 27 Megawatt auf und erzeugt pro Jahr 146 Millionen Kilowattstunden Strom. Das Laufkraftwerk Gösgen bei Niedergösgen ist mit einer Jahresproduktion von rund 300 Millionen Kilowattstunden und einer Leistung von 51,3 Megawatt eines der grössten Laufkraftwerke an der Aare. Am 23. September 2020 erhielt das Kraftwerk rückwirkend per 1. Januar 2020 eine neue Konzession für 70 Jahre. Das Laufkraftwerk Ruppoldingen erzeugt mit 23 Megawatt Leistung pro Jahr 115 Millionen Kilowattstunden und ist mit dem Schweizer Ökostrom-Label naturemade star zertifiziert.[31][22]
Alpiq ist an mehreren Ausbauprojekten in der Wasserkraft beteiligt. Die Grande Dixence SA, an der Alpiq 60 % hält, plant oberhalb von Zermatt den Mehrzweckspeicher Gornerli mit einem Stauvolumen von rund 120 Millionen Kubikmetern.[32] Bei den Stauseen Moiry und Emosson sind Erhöhungen der Staumauern um 9 beziehungsweise 10 Meter projektiert, die die Speicherkapazität um insgesamt mehr als 165 Gigawattstunden vergrössern sollen.[33] Im Februar 2026 erwarb Alpiq das Pumpspeicherprojekt Navaleo in Kastilien und León (Spanien) mit einer geplanten Leistung von 535 Megawatt.[34]
Die Alpiq Holding betreibt folgende Speicherkraftwerke:[30]
| Anlage | Standort | Leistung MW | Jahresproduktion GWh | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Blenio Kraftwerke | Locarno TI, Schweiz | 400 | 835 | 17 % |
| Speicherkraftwerk Cleuson-Dixence
(mit Anlage von Grande Dixence) |
Bieudron, Riddes VS, Schweiz, | 2069 | 2000 | 72,7 % |
| Speicherkraftwerk Emosson | Martigny VS, Schweiz | 420 | 850 | 50 % |
| Speicherkraftwerk Gougra | Anniviers VS, Schweiz | 168 | 643 | 54 % |
| Engadiner Kraftwerke | Zernez GR, Schweiz | 410 | 1418 | 22 % |
| Grande Dixence
(mit Anlage von Cleuson-Dixence) |
Bieudron, Riddes VS, Schweiz, | 2069 | 2000 | 60 % |
| Kraftwerke Hinterrhein | Sils, Thusis, Bärenburg, Ferrara, Schweiz | 744 | 1368 | 9,3 % |
| Forces Motrices Hongrin-Léman S.A. (FMHL) | Veytaux VD, Schweiz | 480 | 1000 | 39,3 % |
| Maggia Kraftwerke | Locarno TI, Schweiz | 626 | 1265 | 12,5 % |
| Kraftwerk Electra-Massa | Bitsch VS, Schweiz | 340 | 564 | 34,5 % |
| Nant de Drance | Finhaut VS, Schweiz | 900 | 39 % | |
| Salanfe S.A. | Vernayaz VS, Schweiz | 70 | 110 | 100 % |
| Simplon Speicherkraftwerke | Gondo, Gabi, Tannuwald, Schweiz | 80 | 258 | 81,97 % |
| Speicherkraftwerke Zervreila | Safien, Rothenbrunnen, Realta, Schweiz | 266 | 550 | 21,6 % |
Neben den Speicherkraftwerken betreibt Alpiq zudem folgende Flusskraftwerke:[22]
| Anlage | Standort | Leistung MW | Jahresproduktion GWh | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Kraftwerk Ruppoldingen | Boningen, Schweiz | 23 | 115 | 100 % |
| Kraftwerk Flumenthal | Riedholz, Schweiz | 27 | 146 | 62,1 % |
| Kraftwerk Gösgen | Niedergösgen, Schweiz | 51.3 | 300 | 100 % |
| Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt | Rheinfelden, Schweiz | 120 | 705 | 13,5 % |
| Kraftwerk Martigny-Bourg | Martigny-Bourg, Schweiz | 22 | 89 | 18 % |
Gas-Kombi- und Gasturbinenkraftwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alpiq ist in Italien, Spanien und Ungarn mit bis zu 100 % an Gas-Kombikraftwerken beteiligt.[35]
| Anlage | Standort | Leistung MW | Jahresproduktion GWh | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Csepel | Csepel, Ungarn | 403 | 500 | 100 % |
| Novel | Novara, Italien | 100 | 602 | 51 % |
| Plana del Vent | Vandellos, Spanien | 846 | 662 | 50 % |
| San Severo | San Severo (Provinz Foggia), Italien | 403 | 1421 | 100 % |
| Vercelli | Vercelli, Italien | 50 | 100 % |
Erneuerbare Energien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neben den Wasserkraftwerken betreibt Alpiq auch Stromproduktion durch Windenergie, Kleinwasserkraft und Solarenergie. Für die Optimierung von bestehenden Anlagen sowie Planung, Bau, Betrieb und Unterhalt von neuen Anlagen arbeitet Alpiq mit Planungsbüros und Unternehmen in den verschiedenen Regionen zusammen. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Kleinwasserkraftwerke, an welchen Alpiq beteiligt oder in deren Besitz ist:[36]
| Anlage | Standort | Leistung MW | Jahresproduktion GWh | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Alagna Valsesia | Alagna Valsesia, Italien | 4,6 | 9 | 90 % |
| Bätterkinden | Bätterkinden, Schweiz | 0,37 | 2,47 | 65 % |
| Brüggmühle und Sittermühle | Bischofszell, Schweiz | 0,283 | 1,22 | 100 % |
| Buchholz | Gossau SG, Schweiz | 0,14 | 0,53 | 23 % |
| Cotlan | Rüti, Schweiz | 2,6 | 12,5 | 60 % |
| Büttenen 1&2 | Grellingen, Schweiz | 0,895 | 5,43 | 100 % |
| Eisenhammer | Flawil, Schweiz | 0,24 | 0,84 | 100 % |
| Freienstein | Freienstein, Schweiz | 0,61 | 2,27 | 18 % |
| Grüneta | Müllheim, Schweiz | 0,198 | 1,41 | 100 % |
| Hagerhüsli | Bätterkinden, Schweiz | 0,5 | 2,85 | 65 % |
| Hämmerli | Lenzburg, Schweiz | 0,1 | 0,5 | 23 % |
| Hüscherabach | Hüscherabach, Schweiz | 1,9 | 6,1 | 60 % |
| Lavinuoz | Lavin, Schweiz | 2,9 | 10,8 | 25 % |
| Le Bayet | Saint-Paul-sur-Isère, Frankreich | 2,5 | 6,2 | 100 % |
| Model | Weinfelden, Schweiz | 0,418 | 2,51 | 49 % |
| Moos | Grellingen, Schweiz | 0,88 | 5,74 | 100 % |
| Mühle Matzingen | Matzingen, Schweiz | 0,105 | 0,64 | 100 % |
| Mühle Meyerhans | Weinfelden, Schweiz | 0,42 | 2,45 | 49 % |
| Murkart | Frauenfeld, Schweiz | 0,325 | 1,48 | 100 % |
| Nenzlingen | Nenzlingen, Schweiz | 0,34 | 1,43 | 100 % |
| Peist | Arosa, Schweiz | 0,295 | 1,2 | 51 % |
| Riein | Riein, Schweiz | 0,015 | 0,07 | 100 % |
| Riva Valdobbia | Riva Valdobbia, Italien | 1,0 | 8,5 | 90 % |
| Seon | Seon, Schweiz | 0,072 | 0,41 | 75 % |
| Striempel | Langnau am Albis, Schweiz | 0,014 | 0,046 | 100 % |
| Tambobach | Splügen, Schweiz | 1,835 | 7,85 | 70 % |
| Tomils | Tomils, Schweiz | 0,038 | 0,129 | 100 % |
| Trans | Trans, Schweiz | 0,022 | 0,09 | 100 % |
| Walzmühle | Frauenfeld, Schweiz | 0,062 | 0,37 | 100 % |
| Widen | Weinfelden, Schweiz | 0,77 | 4,4 | 49 % |
Solarkraftwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alpiq betreibt mehrere Solarkraftwerke in der Schweiz, Frankreich und Italien.[37] 2022 lancierte Alpiq zusammen mit der Gemeinde Gondo-Zwischbergen und der Energie Electrique du Simplon das Projekt Gondosolar zur Installation von Solarmodulen in Alpjerung bei der Gemeinde Gondo.[38][39] Zudem ist Alpiq an weiteren Projekten zur Installation von hochalpinen Photovoltaikanlagen beteiligt, wie den Projekten Prafleuri und Grimentz Solaire.[40][41] Im Juli 2024 verkaufte Alpiq ihre sieben Schweizer Aufdach-Photovoltaikanlagen an die PS Panneaux Solaires SA.[42][43]
| Anlage | Standort | Leistung MW | Jahresproduktion GWh | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Photovoltaikanlage Ruppoldingen | Boningen, Schweiz | 0,111 | 0,1 | 100 % |
| Società Agricola Solar Farm 2 | Cammarata, San Michele di Ganzaria, Campofranco und Monte Mele, Italien | 5,190 | 7 | 100 % |
| Società Agricola Solar Farm 4 | Naro, Italien | 8,408 | 13,5 | 100 % |
Windkraftwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alpiq betreibt Windkraftwerke in Italien, Frankreich, Schweden und der Schweiz, wo Alpiq im Januar 2011 ihren ersten Windpark in Betrieb nahm.[44] Im Dezember 2020 schlossen Alpiq und das Schweizer Unternehmen Future Generation Renewable Energy (Fu-Gen) eine Miteigentümer-Vereinbarung für den von Alpiq entwickelten Windpark Tormoseröd im Südwesten Schwedens; der Windpark ist seit 2023 in Betrieb, Alpiq hält daran eine Beteiligung von 30 %.[45][46] Bis 2023 besass Alpiq zudem einen Windpark in Bulgarien, dieser wurde jedoch zusammen mit Alpiq Wind Services an die Renalfa Gruppe verkauft.[47]
| Anlage | Standort | Leistung MW | Jahresproduktion GWh | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| Windpark Roca Rossa | Caltanissetta, Palermo und Agrigento, Italien | 84 | 127 | 100 % |
| Windpark Cers | Béziers, Frankreich | 11,5 | 36 | 15 % |
| Windpark Cattolica Eraclea | Caltanissetta, Palermo und Agrigento, Italien | 40 | 56 | 100 % |
| Windpark Roussas-Gravières | Roussas, Frankreich | 10,5 | 21 | 100 % |
| Windpark Le Peuchapatte | Muriaux, Schweiz | 6,9 | 13,5 | 100 % |
| Windpark Ennese | Ramacca, Raddusa, Castel di Iudica und Assoro, Italien | 70,5 | 111 | 100 % |
| Windpark Monte Mele | Realmonte und Agrigento, Italien | 9 | 12 | 100 % |
| Windpark Tormoseröd | Strömstad und Tanum, Schweden | 72,6 | 220 | 30 % |
Batteriespeicher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alpiq baut Batterie-Energiespeichersysteme (Battery Energy Storage System, BESS) auf. Im Oktober 2025 nahm Alpiq in Valkeakoski in Finnland ein erstes eigenes Batteriespeichersystem mit einer Leistung von 30 Megawatt und einer Kapazität von 36 Megawattstunden in Betrieb. Die Anlage wird für Systemdienstleistungen sowie im Kurzfrist- und Intraday-Handel eingesetzt und kann innerhalb von Millisekunden auf Schwankungen der Netzfrequenz reagieren.[48]
Im Januar 2026 erwarb Alpiq von Harmony Energy den Batteriespeicher Cheviré im Hafen von Nantes Saint-Nazaire in Frankreich. Die im Dezember 2025 eingeweihte Anlage weist eine Leistung von 100 Megawatt und eine Kapazität von 200 Megawattstunden auf und war zum Zeitpunkt der Übernahme der grösste in Betrieb stehende Batteriespeicher Frankreichs.[49][50] Anfang Juli 2026 übernahm Alpiq 90 % an Harmony Energy, einem 2010 gegründeten Entwickler und Betreiber von Batterie-Energiespeichersystemen mit Sitz im Vereinigten Königreich.[51][14]
| Anlage | Standort | Leistung MW | Kapazität MWh | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| BESS Valkeakoski | Valkeakoski, Finnland | 30 | 36 | 100 % |
| BESS Cheviré | Nantes Saint-Nazaire, Frankreich | 100 | 200 | 100 % |
Wasserstoff
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im April 2024 übernahm Alpiq die Mehrheit am finnischen Wasserstoffunternehmen P2X Solutions mit Sitz in Espoo.[52] P2X Solutions baute in Harjavalta im Südwesten Finnlands die erste Anlage des Landes zur Produktion von grünem Wasserstoff im industriellen Massstab.[53][54] Die Anlage mit einer Elektrolyseleistung von 20 Megawatt wurde im Februar 2025 in Betrieb genommen.[55]
In der Schweiz ist Alpiq zusammen mit H2 Energy und Linde an der Hydrospider AG beteiligt, die seit 2020 mit verschiedenen Partnern die Produktion, Logistik und Betankung von grünem Wasserstoff aufgebaut hat. Die 2-Megawatt-Elektrolyseanlage von Hydrospider beim Alpiq-Laufwasserkraftwerk in Niedergösgen kann bis zu 300 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren.[56][57]
Umwelt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2018 wurde bei Alpiq durchschnittlich 298 Gramm CO2-Äquivalente und 19 Kubikmillimeter Atommüll pro Kilowattstunde erzeugt. Unter den vier grössten Energiekonzernen in der Schweiz, neben Alpiq sind dies Axpo, BKW und Repower, schnitt Alpiq mit durchschnittlich 347 Umweltbelastungspunkten (UBP) am schlechtesten ab.[58] Durch den Verkauf der letzten beiden Kohlekraftwerke in Tschechien im selben Jahr wurde der Ausschuss von CO2-Emissionen von Alpiq dadurch um 60 % gesenkt.[9]
Beim Bau des Pumpspeicherkraftwerks Nant de Drance wurden insgesamt 22 Millionen Schweizer Franken in ökologische Ausgleichsmassnahmen investiert. Hierbei wurde mit dem WWF und Pro Natura zusammengearbeitet. Zu den Massnahmen gehörten vor allem die Wiederherstellung von Feuchtbiotopen, um die Wiederbesiedlung von gefährdeten oder seltenen Tier- und Pflanzenarten zu ermöglichen.[59] Weiterhin betreibt Alpiq ein Joint-Venture mit der Firma Hydrospider, welche am Wasserkraftwerk Gösgen eine Elektrolyseanlage für die Produktion von grünem Wasserstoff nutzt.[60]
Auch an den unternehmenseigenen Kraftwerken betreibt Alpiq Umweltschutz. In Flüssen unterhalb von Wasserkraftwerken besteht oft ein Mangel an Geschiebe, welches als Lebensraum vieler aquatischer Lebewesen gilt. Um dem Geschiebedefizit in der Aare unterhalb des Wasserkraftwerks Ruppoldingen entgegenzuwirken und den Lebensraum zu schützen, schüttete Alpiq 2021 insgesamt 6000 Kubikmeter Kies in den Fluss.[31] Das Wasserkraftwerk Ruppoldingen ist zudem mit dem naturemade star zertifiziert, die höchste Auszeichnung für Ökostrom in der Schweiz. Für jede mit Herkunftsnachweis verkaufte Kilowattstunde aus dem Kraftwerk wird Geld in die Alpiq-Ökofonds eingezahlt. Diese Gelder werden dann zur Unterstützung von ökologischen Aufwertungs- und Verbesserungsmassnahmen genutzt. Mehr als fünf Millionen Schweizer Franken wurden in solche Massnahmen investiert, darunter Revitalisierungsmassnahmen am Witibach in Grenchen und die ökologische Aufwertung an der Aare.[61]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Geschäftsbericht 2025. Alpiq Holding, abgerufen am 25. August 2026 (englisch).
- ↑ Georg Halter: Energieversorgungssicherheit – Strom-Rettungsschirm: nachvollziehbar – aber nicht ohne Risiko. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 18. Mai 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.
- ↑ Sébastian Lavoyer. Im Hirn von Alpiq, wo Milliarden umgesetzt werden. In: Aargauer Zeitung, 4. Februar 2023.
- ↑ Kurt Marti: Wie der Alpiq-Konzern in Tschechien 190 Millionen verlochte. In: infosperber.ch. 6. März 2020, abgerufen am 12. März 2024.
- 1 2 Oliver Leu: Alpiq gibt Verkauf von Wasserkraftwerken auf. Tages-Anzeiger, 28. August 2017, abgerufen am 29. November 2017.
- 1 2 Alpiq schreibt Staudämme zum Verkauf aus. Handelszeitung, 7. März 2016, abgerufen am 29. November 2017.
- ↑ Mario Graf: Alpiq und Bouygues Construction erzielen Einigung. In: Energate Messenger. 23. Dezember 2020, abgerufen am 27. April 2023.
- ↑ Streit geklärt: Schweizer Alpiq einigt sich mit französischer Bouygues. In: Handelszeitung. 23. Dezember 2020, abgerufen am 8. Mai 2023 (Schweizer Hochdeutsch).
- 1 2 Alpiq sells Czech power plants to Sev.en Energy for $313 million. In: Reuters. 17. Mai 2019, abgerufen am 26. April 2023 (englisch).
- ↑ Alpiq schliesst Verkauf tschechischer Kohlekraftwerke Kladno und Zlín ab. In: Cash.ch. 30. August 2019, abgerufen am 26. April 2023 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ Klaus Ammann: Strategischer Entscheid - Alpiq will ihre Kohlekraftwerke verkaufen. In: srf.ch. 30. Oktober 2018, abgerufen am 12. März 2024.
- ↑ Sven Millischer. Der Squeeze-out-Plan. In: Handelszeitung Nr. 15, 11. April 2019.
- ↑ Oltner Stromkonzern. Alpiq-Aktie verabschiedet sich von der Börse. Schweizer Radio und Fernsehen, 16. Dezember 2019, abgerufen am 27. April 2023.
- 1 2 Andy Colthorpe: Alpiq follows Harmony Energy acquisition with 1.2GWh project announcement. In: Energy-Storage.News. 24. Juli 2026, abgerufen am 25. August 2026 (englisch).
- 1 2 3 About us – Geschäftsbericht 2025. In: alpiq.com. Alpiq Holding, abgerufen am 25. August 2026 (englisch).
- ↑ Alpiq Aktionäre wählen Alberto de Paoli in den Verwaltungsrat. 6. Oktober 2026, abgerufen am 16. Oktober 2026.
- ↑ Alpiq stärkt Verwaltungsrat mit zwei neuen Profilen. In: netzbetreiberinfo.ch. Abgerufen am 25. August 2026.
- ↑ Verwaltungsrat. In: alpiq.com. Alpiq Holding, abgerufen am 25. August 2026.
- ↑ Alexander Schaeffer: Alpiq holt Bianca Sarbu für Energy Solutions. In: Netzbetreiberinfo.ch. 28. April 2026, abgerufen am 3. November 2026.
- ↑ Morgane Trieu Cuot nommée directrice Trading par intérim d’Alpiq. In: Agefi. Abgerufen am 25. August 2026 (französisch).
- ↑ Geschäftsleitung. In: alpiq.com. Alpiq Holding, abgerufen am 25. August 2026.
- 1 2 3 Flusskraftwerke. In: alpiq.com. Abgerufen am 27. April 2023.
- ↑ Konzerngesellschaften. In: alpiq.com. Abgerufen am 27. April 2023 (Schweizer Hochdeutsch).
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