"Aber die Sprache um ein Wort Ă€rmer machen heiĂt das Denken der Nation um einen Begriff Ă€rmer machen." - Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweiter Band, Zum ersten Buch, zweite HĂ€lfte, Kapitel 12
"Begriffe wie Geist und Psyche wĂ€ren wenig nĂŒtzlich, wenn der Geist keinen EinfluĂ auf den Körper hĂ€tte und auch von ihm nicht beeinfluĂt werden könnte. WĂ€re der Geist lediglich ein âEpiphĂ€nomenâ - eine zwar spezifische, aber völlig passive Eigenschaft des Gehirnzustandes -, dann könnte dieser Zustand als bloĂes Nebenprodukt des Körpers nicht auf ihn zurĂŒckwirken, und dem Geist kĂ€me offensichtlich nur eine ohnmĂ€chtige und unbedeutende Nebenrolle zu." - Roger Penrose: Schatten des Geistes : Wege zu einer neuen Physik des Bewusstsein, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, 1995, ISBN 3-86025-260-7; Kapitel 4.1: Der Geist und die Naturgesetze, S 268.
"Begriffe sind der Niederschlag von Einsichten in das Constante, Allgemeine, Charakteristische, Typische einer Gruppe von Objecten, die Concentrierung und Fixierung des in einer Reihe von Urteilen Gedachten. Sie enthalten das »Wesen« einer Klasse von Objecten. Dieses »Wesen« ist aber nicht etwa das »Ding an sich«, sondern das, was dem Denkenden als logisch wichtig, bedeutsam erscheint, und das hÀngt sehr vom Standpunkt und von der IndividualitÀt des Denkenden ab." - Rudolf Eisler, aus dem Vorwort, Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Erste Ausgabe: Berlin 1899. Band 1. Berlin 1904, S. III-VIII, zeno.org
"Demut und Bescheidenheit sind fĂŒr mich Begriffe, die zu Unrecht vollstĂ€ndig ausgestorben sind." - Dieter Nuhr, Stern Nr.4/2011, 20. Januar 2011, S. 115
"Denn eben wo Begriffe fehlen, // Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein." - Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 1995 f. / Mephistopheles
"Ein »Begriff« ist nicht bloĂ ein helles, klares Zentrum, er ist vielmehr eine Wolke aus Bedeutung oder Einfluss von kleineren und gröĂeren Dimensionen umgeben, in der die Heiligkeit abnimmt, bis sie ganz verschwindet." - Jan Christiaan Smuts, Holism and Evolution, 1926
"Es zerfiel mir alles in Teile, die Teile wieder in Teile, und nichts mehr lieĂ sich mit einem Begriff umspannen. Die einzelnen Worte schwammen um mich; sie gerannen zu Augen, die mich anstarrten und in die ich wieder hineinstarren muĂ: Wirbel sind sie, in die hinabzusehen mich schwindelt, die sich unaufhaltsam drehen und durch die hindurch man ins Leere kommt." - Hugo von Hofmannsthal, Ein Brief, 1902. In: Gesammelte Werke, Band 7, S. Fischer, Frankfurt a.M. 1979, S. 466, zeno.org
"Ich habe keine lebendige Empfindung eines Verkehrs mit Gott. Ich beneide die, die eine solche haben, da ich weiĂ, daĂ sie mir unendlich helfen wĂŒrde. Das GöttÂliche ist fĂŒr mein aktives Leben auf abstrakte BegrifÂfe beschrĂ€nkt, die als Ideale mich interessieren und beeinflussen, aber sie tun es nur schwach im VerÂgleich mit dem GottesgefĂŒhl, wenn ich ein solches hĂ€tte." - William James, C.Stumpf: William James nach seinen Briefen. Leben, Charakter, Lehre, Berlin 1928, Seite 17, zitiert nach akademieforum.de
"Man sagt von Gott: »Namen nennen Dich nicht«. Das gilt von Mir: kein Begriff drĂŒckt Mich aus, nichts, was man als mein Wesen angibt, erschöpft Mich; es sind nur Namen. Gleichfalls sagt man von Gott, er sei vollkommen und habe keinen Beruf, nach Vollkommenheit zu streben. Auch das gilt allein von Mir." - Max Stirner, Der Einzige und sein Eigentum
"Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefÀllt." - Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft, A 32/B 32
"Von Gott sich einen Begriff sich abstrahieren zu wollen ist ebenso, als ein ganzes Konzert sich als einen Ton denken." - Wilhelm Heinse, Aphorismen
"Was uns auf dem Weg ins Zeitalter des Superindustrialismus widerfĂ€hrt, können wir nur verstehen, wenn wir die Beschleunigungsprozesse kennen und den Begriff der VergĂ€nglichkeit erfassen." - Alvin Toffler, Der Zukunftsschock. Strategien fĂŒr die Welt von morgen. MĂŒnchen, 1982 ISBN 3-442-11364-4. Ăbersetzer: Alvin Toffler
"Zum Leitstern seiner Bestrebungen soll man nicht Bilder der Phantasie nehmen, sondern deutlich gedachte Begriffe." - Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit