Wikipedia:Sperrprüfung
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Ich bitte um Überprüfung meiner unbefristeten Sperre vom 3. Oktober 2026.
Am 3. September wurde ich auf meiner Benutzerdiskussionsseite ausdrücklich auf WP:KI hingewiesen. Ich habe am selben Abend geantwortet:
Ich schrieb dort:
- „Die Regeln und Erwartungen der deutschsprachigen Wikipedia in diesem Punkt sind mir inzwischen sehr klar.“
und:
- „Ich werde künftig aber auch die Formulierungen selbst verfassen und den Text auf keinen Fall durch ein LLM erstellen oder sprachlich glätten lassen.“
Dass meine Arbeitsweise vor dieser Verwarnung den Erwartungen von dewiki nicht ausreichend entsprach, bestreite ich nicht. Ich hatte aber den Hinweis klar verstanden und habe danach mein Vorgehen dementsprechend geändert.
Für die Sperrprüfung ist deshalb für mich vor allem entscheidend, was ich nach dem 3. September auf dewiki gemacht habe.
Landstraße (Wien)
[Quelltext bearbeiten]Landstraße (Wien) ist für mich das deutlichste Beispiel.
Am 29. August hatte ich den Artikel umfangreicher aktualisiert:
Benutzer:Maclemo hielt Teile davon für zu ausführlich und kürzte sie:
Ich stellte meine ursprüngliche Fassung nicht wieder her.
Nach der Verwarnung korrigierte ich am 8. September die Bezirksfläche von 7,42 auf 7,39 km²:
Quelle war die aktuelle Seite der Stadt Wien:
https://www.wien.gv.at/landstrasse/
Die Änderung wurde von Benutzer:Maclemo gesichtet.
Am 20. September ergänzte ich die kurz zuvor eröffnete Verlängerung der Straßenbahnlinie 18:
Quelle:
https://www.wien.gv.at/verkehr/planung-strassenbahn-linie18
Die Änderung wurde von Benutzer:Pvvertreter gesichtet.
Maclemo hielt den Umfang dennoch für zu groß und setzte meine Ergänzung zurück (was ich teilweise verstand):
Ich revertierte ihn deshalb nicht, sondern ging auf die Diskussionsseite:
Diskussion:Landstraße (Wien)#Verlängerung der Straßenbahnlinie 18
Maclemo erklärte dort seinen Einwand. Er hielt einen eigenen ausführlicheren Absatz für unverhältnismäßig und konnte sich allenfalls einen kurzen Hinweis vorstellen.
Er schrieb daraufhin selbst eine kürzere Kompromissfassung in den Artikel:
Diese Fassung ließ ich selbstverständlich stehen.
Anschließend antwortete ich auf der Diskussionsseite:
und schrieb unter anderem:
- „Du hast aber recht, dass im Abschnitt ‚Verkehr‘ auch zu den anderen Straßenbahnlinien nichts Näheres über deren Verlauf oder Endpunkte steht. Ein eigener Absatz zur Linie 18 wäre da wohl zu viel.“
Das war für mich tatsächlich ganz normale Zusammenarbeit mit einem Benutzer, der den Artikel und das Thema gut kennt.
Am 2. Oktober fielen mir vier weitere Punkte im Artikel auf. Ich änderte diesmal überhaupt nichts, sondern fragte vorher auf der Diskussionsseite:
Diskussion:Landstraße (Wien)#Einige Fragen zu einzelnen Punkten im Artikel
Ich schrieb dort ausdrücklich:
- „Mir geht es nicht darum, den Artikel aufzublähen – gerade seine jetzige Größe und sein Zuschnitt gefallen mir gut. Ich wollte die Punkte deshalb lieber erst hier zur Diskussion stellen.“
Darauf entstand eine produktive Diskussion. Benutzer:Invisigoth67, Benutzer:Maclemo und Benutzer:Pvvertreter beteiligten sich und vertraten zu den einzelnen Punkten teilweise unterschiedliche Auffassungen. Genau das war auch der Sinn meiner Anfrage: nicht einfach selbst Änderungen vorzunehmen, sondern zunächst andere Meinungen einzuholen und einen Austausch darüber anzustoßen, was für den Artikel sinnvoll und angemessen wäre. So arbeite ich sehr gerne.
Leider wurde dann am 3. Oktober die gesamte Bearbeitungsfolge pauschal als „ki-cross-wiki“ zurückgesetzt:
Dabei verschwanden nicht nur meine Änderungen, sondern auch die von Maclemo selbst geschriebene Kompromissfassung und andere bereits überarbeitete bzw. gesichtete Änderungen.
Noch am selben Morgen machte Benutzer:Invisigoth67 diesen Komplett-Revert wieder rückgängig:
Seine Zusammenfassung lautete:
- „Revert: Sorry, aber ein Komplett-Revert ist hier nicht sinnvoll, da die Änderungen bereits vom Kollegen Maclemo überarbeitet wurden und es zahlreiche Daten-Aktualisierungen gab.“
Die Diskussion, die ich am 2. Oktober angestoßen hatte, ging anschließend weiter. Wegen meiner Sperre konnte ich auf die späteren Beiträge, insbesondere die Antworten von Pvvertreter am 3. Oktober, nicht mehr reagieren.
Gerade diese Entwicklung halte ich für wichtig. Nach der Verwarnung habe ich hier nicht versucht, meine eigene Fassung durchzusetzen. Ich habe Kürzungen akzeptiert, diskutiert, einen Einwand anerkannt, einen von einem anderen Benutzer formulierten Kompromiss stehen gelassen und später vor weiteren Änderungen zuerst gefragt und dann darüber diskutiert.
Skranon bezeichnete meinen Diskussionsbeitrag vom 2. Oktober am 4. Oktober, also erst nach meiner Sperre, unter Berufung auf Pangram als „ki-generiert“. Ich war darüber wirklich überrascht. Ich habe den Beitrag selbst und ohne LLM formuliert; weder wurde er durch ein LLM erstellt noch sprachlich geglättet. Ich bitte deshalb darum, ihn nach seinem Inhalt und dem tatsächlichen Verlauf der anschließenden Diskussion zu beurteilen und nicht allein nach dem Ergebnis eines automatischen Detektors.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welche Formulierung bzw. Schreibweise ich stattdessen hätte verwenden sollen. Der Beitrag war schlicht und in wenigen Minuten geschrieben, nachdem ich die vier Punkte für mich geordnet hatte. Ich wollte mich bewusst klar, ohne Jargon, strukturiert und gezielt äußern, und diese vier konkreten Fragen den drei Benutzern stellen, die den Artikel am besten kennen, um eine Diskussion anzustoßen. Die Diskussion entstand kurz danach.
Weitere Bearbeitungen nach der Verwarnung
[Quelltext bearbeiten]Bei Robert Jacquinot de Besange nahm ich nach dem 3. September eine Reihe einzelner Sach- und Quellenkorrekturen vor.
Einige Beispiele:
- Spezial:Diff/270228872 – Präzisierung zur Genfer Konvention und zum IKRK-Kommentar von 1958;
- Spezial:Diff/270235401 – Ergänzung des konkret dokumentierten Waffenstillstands vom 12. Februar 1932 anhand eines zeitgenössischen amerikanischen Diplomatenberichts: https://history.state.gov/historicaldocuments/frus1932v03/d317
- Spezial:Diff/270235460 – Entfernung unter anderem der unbelegten Behauptung, Jacquinot sei 1927 zum Delegierten des Roten Kreuzes in China ernannt worden;
- Spezial:Diff/270250062 – Präzisierung der Verbindung zwischen Jacquinot und dem Nanking-Komitee anhand zeitgenössischer amerikanischer Diplomatenakten: https://history.state.gov/historicaldocuments/frus1937v03/d822 und https://history.state.gov/historicaldocuments/frus1937v03/d828
Mir ist wichtig, dass diese Bearbeitungen nicht nur aus Ergänzungen bestanden. Ich habe auch unbelegte Aussagen entfernt oder enger formuliert.
Bei Saintes gab es nach meiner Erklärung vom 3. September nur noch eine einzige ganz kleine Artikelbearbeitung:
Ich ergänzte bei Xanten lediglich „seit 2002“ und belegte das mit einer Bürgerinformation der Stadt Xanten.
Bei Joseph Roth gab es ebenfalls nur noch eine einzige Artikelbearbeitung:
Ich änderte in einem Satz „Abdankung“ zu „Rücktritt“, weil ein Bundeskanzler zurücktritt und nicht abdankt. So ein grober Fehler konnte nicht in einem Artikel über Joseph Roth stehen bleiben.
Auch auf Diskussionsseiten habe ich nach der Verwarnung bewusst viel vorsichtiger gearbeitet. Bei Richard Löwenherz hatte ich eine mögliche Ergänzung weiter recherchiert. Nach Auskunft aus Wien kam ich selbst zu dem Schluss, nachdem ich einige E-Mails mit dem Wien Geschichte Wiki ausgetauscht hatte:
- „Die Tafel selbst taugt nicht als Beleg.“
Ich habe also einen zunächst denkbaren Beleg nach weiterer Recherche selbst verworfen.
Paul Legrand und mein eigener Fehler
[Quelltext bearbeiten]Am 3. Oktober wurde bei Paul Legrand meine Korrektur seines Todesjahres von 1894 auf 1898 sowie des Todestages 16. April 1898 zurückgesetzt.
Ich reagierte darauf im KI-Cleanup deutlich frustriert.
Wikipedia:WikiProjekt KI/Cleanup#Benutzer:Fifernai
Ich verwies auf den Normdatensatz der Bibliothèque nationale de France, also der französischen Nationalbibliothek:
https://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb14655582j
Dort steht:
- „Mort : 1898-04-16, Paris, 10e arrondissement (France)“
Benutzer:KurtR antwortete:
- „In diesem Fall war Deine Korrektur korrekt aber unbelegt.“
Diesen Einwand akzeptiere ich. Die Sachkorrektur war richtig, aber ich hätte einen Einzelnachweis direkt an der geänderten Stelle setzen sollen.
Auch das gehört für mich zu einer ehrlichen Prüfung meiner Beiträge: Nicht alles war perfekt, und wo ein konkreter Fehler meiner Bearbeitungstechnik vorliegt, kann ich ihn benennen.
Warum ich um Aufhebung der Sperre bitte
[Quelltext bearbeiten]Der Vorwurf lautet unter anderem, ich hätte „keine Einsicht“ gezeigt.
Das passt aus meiner Sicht nicht zu dem, was ich nach der Verwarnung tatsächlich getan habe.
Ich habe den Hinweis am 3. September ausdrücklich verstanden und akzeptiert. Der Hinweis war völlig korrekt. Danach habe ich meine Arbeitsweise geändert: Ich habe überwiegend kleinere und quellenbezogene Änderungen vorgenommen, unbelegte Angaben entfernt, Kürzungen anderer Benutzer stehen gelassen, Diskussionen geführt statt zu revertieren und vor weiteren Änderungen teilweise ausdrücklich zuerst gefragt.
Ich möchte nicht behaupten, dass jede Bearbeitung perfekt war. Das war sie nicht. Aber ich sehe nach dem 3. September keinen konkreten deutschsprachigen Beitrag, der zeigt, dass ich die Verwarnung ignoriert oder meine damalige Zusage gebrochen hätte.
Falls es einen solchen Diff gibt, bitte ich darum, ihn konkret zu nennen. Dann kann genau dieser Beitrag geprüft werden.
Ich bitte deshalb darum, die unbefristete Sperre aufzuheben und meine tatsächliche Mitarbeit nach der Verwarnung bei der Entscheidung zu berücksichtigen.

