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Vox Continental

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Vox Continental

Die Vox Continental ist eine transistorisierte elektronische Orgel (Combo-Orgel) des britischen Herstellers Vox Amplification, eingefĂŒhrt im Jahre 1962. Typisch fĂŒr die „Connie“ war ihr dĂŒnner, heller Klang. Konzipiert wurde die Orgel als ein transportables Instrument, um Schwergewichte wie die Hammond-Orgel zu ersetzen. Dies wurde nicht erreicht, doch spielten in den 1960er Jahren viele Musiker eine Continental und machten sie zu einer der beliebtesten und bekanntesten Combo-Orgeln.

Neben der einmanualigen Continental mit 49 Tasten (vier Oktaven) existiert ein Typ mit zwei Manualen, der als Vox Continental II bzw. Vox Super Continental bezeichnet wird. Bereits 1966 erschien die einfacher ausgestattete Vox Jaguar, die im Auftrag von Vox in Italien von GEM und EME gefertigt wurde.[1] Im Jahr 1968 folgte die zweimanualige Luxusversion Vox Continental Baroque (V305), die jedoch ausschließlich fĂŒr den nordamerikanischen Markt produziert wurde.[2] Ab 1969 folgten unter neuer Firmenleitung weitere Varianten wie die Vox Corinthian.[3]

Die Continental ist optisch auffĂ€llig durch den roten Deckel, die invers-farbige Tastatur (Ă€hnlich einem Cembalo) und die Z-förmigen Stahlrohr-StĂŒtzen.

Als Bedienelemente sind vier Zugriegel vorhanden, die die 16'-, 8'- und 4'-Register sowie die Mixtur regeln. Zwei weitere Zugriegel bestimmen die IntensitĂ€t der Stimmen „Flöte“ (Sinus) und „Reed“ (Rechteck). Als Effekt steht ein Vibrato mit konstanter Frequenz zur VerfĂŒgung.

Oszillatorplatinen zur Klangerzeugung

Die Elektronik ist mit Germanium-Transistoren bestĂŒckt, ĂŒberwiegend vom Typ OC71. Zur Klangerzeugung dienen zwölf LC-Oszillatoren fĂŒr die chromatischen Halbtöne, die ĂŒber das Vibrato-Signal in ihrer Frequenz moduliert werden können. Ein Transistor formt das Ausgangssignal der Oszillatoren zum Rechtecksignal, dieses wird mit sechs kaskadierten Multivibratoren jeweils eine Oktave heruntergeteilt. RC-TiefpĂ€sse nehmen den Rechtecksignalen die klangliche SchĂ€rfe.

Die resultierenden 84 Frequenzen (7 Oktaven) werden pro Taste als Subharmonische (16'), Grundfrequenz (8') und erste Harmonische (4') geleitet und gelangen bei Tastendruck auf die drei Sammelschienen dieser Fußlagen. Ein vierter Tastenkontakt wird mit der Mixtur versorgt, einer Mischung aus drei-, vier-, fĂŒnf- und achtfacher Frequenz (Fußlagen 2 2/3', 2', 1 3/5' und 1'). In der obersten Oktave liegen fĂŒr die Fußlagen 1 3/5' und 1' einige Töne oberhalb der zur VerfĂŒgung stehenden 84 Frequenzen; es werden stattdessen Töne verwendet, die eine Oktave tiefer liegen (Harmonic Foldback).

Vier Zugriegel bestimmen die IntensitÀt der vier Sammelschienen in je acht Amplitudenstufen. Zwei weitere Zugriegel mischen das ungefilterte Summensignal (Reed) und das zweistufig RC-Tiefpass-gefiltertes Summensignal (Flute).[4]

Das GerĂ€t wird ĂŒblicherweise mit Classic Rock der 1960er Jahre assoziiert. BerĂŒhmte Songs mit dem „Continental-Sound“ sind House of the Rising Sun von The Animals, Light My Fire von The Doors, und I’m Down von The Beatles.

Im Video zu Summer in the City von The Lovin’ Spoonful spielen John Sebastian und Bassist Steve Boone zwei Vox Continental.

Commons: VOX Continental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Vgl. die historische ModellĂŒbersicht auf voxshowroom.com zur Vox Jaguar.
  2. ↑ voxshowroom.com zur Vox Continental Baroque
  3. ↑ voxshowroom.com zur Vox Corinthian
  4. ↑ http://www.reinout.nl/?page_id=80 Vox-SchaltplĂ€ne (englisch)