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The North Star (Film)

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Film
Titel The North Star
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1943
Länge 106[1] Minuten
Stab
Regie Lewis Milestone
Drehbuch Lillian Hellman
Produktion Samuel Goldwyn
Musik Aaron Copland
Kamera James Wong Howe
Schnitt Daniel Mandell
Besetzung

Nicht im Abspann

The North Star ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahre 1943. Regie führte Lewis Milestone; das Drehbuch schrieb Lillian Hellman. Die Hauptrollen spielten Anne Baxter, Dana Andrews und Walter Huston. Der Film wurde in schwarzweiß gedreht.

Ein schöner Sommertag im ukrainischen Dorf North Star. Zuerst werden drei Familien vorgestellt. Da wäre zunächst die Familie Pavlov. Vater Rodion ist der Dorfvorsteher. Er und seine Frau Sophia haben zwei Töchter, Marina und Olga. Boris Simonov und seine Frau Nadya haben zwei Söhne, Kolya, der in der Luftwaffe dient und den ganzen Film über eine Uniform trägt, sowie Damian. Schließlich noch die Familie des berühmten Arztes Dr. Kurin, der mit seiner Frau Anna die beiden Kinder Clavdia und Grischa hat. Außerdem wird noch der Schweinehirt Karp vorgestellt. Dabei wird mehrfach gezeigt, wie glücklich alle sind.

Es ist der letzte Schultag vor den Ferien. Damian wird ausgezeichnet als bester Schüler des Jahrgangs und kann damit auf die höhere Schule gehen. Dazu gibt es noch eine Rede des Schuldirektors über die große Geschichte des Landes und den Auftrag an jeden Schüler und jede Schülerin, dieser gerecht zu werden, sowie ein Auftritt des Schulchors. Am Abend findet ein großes Fest im Dorf statt, bei dem viel gesungen und getanzt wird.

Am nächsten Morgen brechen Marina, Damian, Clavdia und Grischa unter Führung von Kolya zu einer fünftägigen Wanderung nach Kiew auf. Der erste Tag verläuft angenehm mit viel Gesang. Am zweiten Tag werden sie von Karp mitgenommen, der mit einer Gruppe von Planwagen Richtung Kiew fährt. Auch hier wird wieder gesungen, allerdings wird der Gesang von einer Flugzeugstaffel unterbrochen. Kolya kann die Leute gerade noch in einen Straßengraben schicken, bevor der Trupp von den Flugzeugen angegriffen wird. Trotzdem sterben ein Erwachsener und ein Kind bei dem Angriff. Die Planwagen werden zerstört.

Kurz darauf wird auch das Dorf angegriffen. Dabei wird unter anderem Olga erschossen; sie stirbt in den Armen ihrer Mutter. Daraufhin teilt Boris Simonov das Dorf auf: Die kampffähigen Männer bilden eine Guerillaarmee und verlassen nach einem feierlichen Schwur singend das Dorf. Die Aufgabe der anderen ist es, die Guerilla mit Nahrungsmitteln und Informationen zu versorgen und das Dorf abzubrennen, wenn die Nazis kommen. Boris besorgt Waffen für die Guerilla, wird aber auf dem Rückweg von einem deutschen Kampfflugzeug abgeschossen. Die Wandergruppe und Karp sehen das, können Boris aber nicht retten. Sie begraben ihn und übernehmen die Aufgabe, die Waffen zur Guerilla zu bringen. Allerdings muss Kolya zum Dienst zurück und daher die Gruppe verlassen.

Zwei Nazi-Ärzte, Dr. von Harden und Dr. Richter, beschließen, in North Star ein Militärkrankenhaus zu errichten. Als die von den beiden geleitete Gruppe sich dem Dorf nähert, beginnen die Bewohner, es zu verbrennen, kommen aber nicht weit damit, so schnell wie es erobert ist. Sophia Pavlova wird gefoltert, da sie sich weigert, zu sagen, wo ihr Mann, der Dorfvorsteher, ist.

Kolya ist inzwischen im Kampfeinsatz, in einem Flugzeug. Als alle anderen an Bord erschossen sind und er nicht gleichzeitig fliegen und die Bomben abwerfen kann, entschließt er sich, das Flugzeug in einer Selbstmordaktion direkt in eine Nazitransportgruppe zu lenken.

Dr. Kurin erfährt, dass die Kinder des Dorfes zu Zwangsbluttransfusionen herangezogen werden, damit verletzte Nazikämpfer mit dem Blut versorgt werden können. Er eilt sofort in das Krankenhaus und möchte dies unterbinden, wird aber schnell erwischt. Dr. Richter will ihn gefangensetzen, Dr. von Harden verhindert dies aber. Er kennt die wissenschaftlichen Leistungen von Dr. Kurin und respektiert ihn deswegen, nimmt ihn aber als Kämpfer nicht ernst. Bei dem Gespräch kommt ein kleiner Junge, dem Blut entnommen wurde, zu Dr. Kurin und stirbt kurz darauf an Blutverlust. Dr. Kurin darf ihn mitnehmen, um ihn zu beerdigen, er bringt ihn aber zu den Guerilla.

In der Zwischenzeit wird der Waffentransport, versteckt in einem Wald, von einem sehr langen und immer wieder kurz unterbrochenen Nazitransport aufgehalten. Damian beschließt, die Soldaten abzulenken, damit die anderen die Straße, auf der der Transport unterwegs ist, überqueren können. Clavdia, die sich nutzlos und feige fühlt, folgt ihm heimlich. Damian gelingt es mit der Hilfe Clavdias, die Nazis lange genug aufzuhalten, dabei wird Clavdia getötet. Damian wird von einer Granate ausgeschaltet und für tot liegen gelassen. Er überlebt, ist aber jetzt blind. Bald wird er von Marina und Karp gefunden.

Als Dr. Kurin den toten Jungen zu den Guerilla bringt, beschließen diese, den Angriff zur Rückeroberung des Dorfes sofort zu starten, auch wenn die Waffen noch nicht da sind. Sie hoffen, sie noch rechtzeitig zu bekommen. Bald ist der Kampf im Gange. Dr. Kurin findet eine Pistole und begibt sich damit zum Krankenhaus. Dort trifft er auf Richter und von Harden. Er erzählt von Harden, dass er Menschen, die für die Nazis kämpfen, diese aber verachten und sich als etwas Besseres fühlen, am schlimmsten findet. Dabei erschießt er zuerst Richter und dann von Harden. Inzwischen erreicht auch die Gruppe mit den Gewehren das Dorf, das bald darauf von den Nazis befreit ist. Die Überlebenden verlassen das Dorf. Marina hält dabei einen Monolog und sagt, dass dies der letzte Krieg sei und man einer friedlichen Zukunft entgegen sehe.

Lillian Hellman wurde von Harry Hopkins, einem engen Vertrauten Präsident Roosevelts, gebeten, das Buch für einen Dokumentarfilm über den Kampf der Russen gegen die Nazis zu schreiben.[2] Für diesen Film waren William Wyler als Regisseur und Gregg Toland als Kameramann vorgesehen. Er sollte in der Sowjetunion gedreht werden; Hellman und Wyler hatten bereits die Erlaubnis Moskaus dafür. Während der Verhandlungen mit Samuel Goldwyn wurde aus dem Dokumentarfilm erst ein Halbdokumentarfilm und dann ein kommerzieller Film. In dieser Zeit wurde Wyler in der Air Force tätig und wurde auf Hellmans Bitte durch Lewis Milestone ersetzt.[3]

Hellman war sehr zufrieden mit ihrem Drehbuch. Sie wollte zeigen, dass die Kollektivierungen in der sowjetischen Landwirtschaft erfolgreich seien und sogar die Zukunft sein würden.[4] Dazu hatte sie selbst ein solches Kollektiv besichtigt, allerdings in der Nähe von Moskau und organisiert durch sowjetische Regierungsstellen.[5][6]

Sehr verärgert mit den Änderungen von Lewis Milestone und Samuel Goldwyn kaufte sich Lillian Hellman für 30.000 $ aus dem Vertrag heraus.[7] Sie veröffentlichte ihr Originaldrehbuch noch 1943, was zu dieser Zeit unüblich war.[7] Laut Bernard F. Dick waren dies jedoch keine substanziellen Änderungen, das wahre Problem lag darin, dass Milestone, Goldwyn und William Cameron Menzies einen Ansatz wählten, bei dem das Drehbuch vor allem einfach sein sollte.[3] Dies wird allerdings auch anders gesehen. Durch die Änderungen würde der Showdown zwischen Kurin und Harden kraftlos wirken. Auch der ukrainische Gegenangriff wirke deswegen mehr wie ein Kavallerieangriff aus einem Routinewestern.[4] Hellman wurde ersetzt durch Edward Chodorov, der im Film aber nicht genannt wurde.[1][8]

Produktionsfirmen

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Der Film wurde von der Samuel Goldwyn Company produziert.

Für Farley Granger war es der Debütfilm,[6] für den ehemaligen Kinderstar Jane Withers die erste dramatische Rolle als Erwachsene.[8]

Ausgerechnet Erich von Stroheim und Martin Kosleck, die Darsteller der beiden Naziärzte, waren die einzigen Juden in der Besetzungsliste.