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Takakia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Takakia
Systematik
Abteilung: Laubmoose (Bryophyta)
Unterabteilung: Takakiophytina
Klasse: Takakiopsida
Ordnung: Takakiales
Familie: Takakiaceae
Gattung: Takakia
Wissenschaftlicher Name der Unterabteilung
Takakiophytina
Stech & W.Frey
Wissenschaftlicher Name der Klasse
Takakiopsida
Stech & W.Frey
Wissenschaftlicher Name der Ordnung
Takakiales
Stech & W.Frey
Wissenschaftlicher Name der Familie
Takakiaceae
Stech & W.Frey
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Takakia
S. Hatt. & Inoue

Die Moosgattung Takakia umfasst zwei Arten mit hauptsächlich asiatischer Verbreitung und bildet alleine die Unterabteilung Takakiophytina. Aufgrund der einzigartigen Kombination von Merkmalen der Lebermoose im Gametophyten und solchen der Laubmoose im Sporophyten steht die Gattung systematisch sehr isoliert.

Diese Moose besitzen unterirdische Stolonen, Stämmchen ohne Rhizoide und mit Zentralstrang. Die Blättchen sind in vier Zellreihen geteilt und stehen in drei Reihen. Die Pflanzen besitzen Schleimhaare. Eine Art wächst nicht mit einer Scheitelzelle, sondern mit einem Apikalmeristem.

Die Chromosomenzahl beträgt n = 4.

Die Gattung besitzt sowohl Merkmale der Laubmoose wie der Lebermoose.

Lebermoos-Charakteristika

  • Zentralstrang in der Seta
  • Hydroiden im Stämmchen
  • Die Blättchen sind einzellreihig aufgespalten
  • Rhizoide fehlen
  • Vorhandensein von Stolonen
  • Schleimpapillen

Die meisten Lebermoos-Merkmale treten also im Gametophyten auf.

Laubmoos-Charakteristika

  • Schwach entwickelte Columella
  • Mützenförmige Kalyptra
  • Die Sporen werden nach der Seta gebildet
  • Der Sporophyt ist ausdauernd
  • Ultrastruktur der Spermatozoiden
  • Entwicklung der Antheridien
  • Entwicklung des Sporophyten
  • Zellnetz der Lamina der Blättchen
  • Öltropfen statt Ölkörper
  • Gametophyt-Sporophyt-Verbindung

Die meisten Laubmoos-Merkmale treten im Sporophyten auf.

Takakia steht den Lebermoosen und Laubmoosen evolutionär betrachtet sehr nahe. Im Jahr 2021 wurde das komplette Genom der Plastiden von T. lepidozioides ermittelt. Hierbei wurde eine große genetische Vielfalt festgestellt.[1] Es handelt sich um die größte Ansammlung von Genen innerhalb der Plastiden von Moosen und enthält vermutlich die ursprünglichsten Merkmale der Plastiden von Moosen.

Im Jahr 2023 wurde das gesamte Genom von T. lepidozioides entschlüsselt. Demnach ist es die älteste lebende evolutionäre Schwestergruppe aller übrigen Moose und steht somit nah an dem Ursprung aller anderen Landpflanzen.[2]

Die Gattung besteht aus zwei Arten: