Zum Inhalt springen

Subventions-Lkw

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Ein Subventions-Lkw Mannesmann-MULAG fĂŒr die St. Wendeler Großhandlung Franz Bruch, die Keimzelle der Globus Holding (1913)
BĂŒssing-5-t-Subventionslastwagen 1918

Als Subventions-Lkw wurden Lastkraftwagen bezeichnet, deren Ankauf vom Staat subventioniert wurde, weil sie insbesondere im Kriegsfall von besonderem militĂ€rischen Nutzen waren. Solche Art der Subvention von militĂ€risch nutzbaren WirtschaftsgĂŒtern wurde in der Geschichte vieler Staaten zu diversen Zeiten recht unterschiedlich gehandhabt. In Deutschland wurde vor dem Ersten Weltkrieg ein besonderes Förderprogramm aufgelegt, das Lastkraftwagen mit 4 Tonnen Nutzlast betraf.

Geschichte und Vorgaben im Deutschen Reich

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Verbreitung und den Ankauf von insbesondere militĂ€risch geeigneten Kraftfahrzeugen zu fördern, wurde beschlossen, deren Beschaffung durch den Staat zu subventionieren. GrundsĂ€tzlich konnten (und können noch heute) in bestimmten FĂ€llen allgemeiner Gefahr, insbesondere im Falle eines Krieges, in privatem Eigentum stehende Sachen beschlagnahmt werden, wenn sie dazu dienen können, die allgemeine Gefahr abzuwenden. Dies regelte frĂŒher das Reichsleistungsgesetz, heute das Bundesleistungsgesetz. Dies bedeutete, dass im Kriegsfall Fuhrwerke wie auch Pferde, aber auch Kraftfahrzeuge (gegen EntschĂ€digung) beschlagnahmt werden konnten.

Der Bedarf der deutschen kaiserlichen Armee

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Felddienstordnung sah vor, dass der Nachschub mit der Eisenbahn aus der Heimat bis zu einem „Land-Etappenort“ transportiert und dort dann auf die (pferdebespannten) Nachschubkolonnen der Armeekorps umgeladen werden sollte; diese beförderten den Nachschub dann bis zur Truppe weiter.

Etappenverbindung einer Armee, D.V.E. Nr. 267 „Felddienstordnung“ (1908)

War eine Eisenbahn nicht vorhanden oder zerstört, konnte eine schnell verlegbare Heeresfeldbahn Aushilfe schaffen[1]. Hier bot sich als weitere Alternative der Kraftzug an. Eine GegenĂŒberstellung zwischen bespannter Fuhrparkkolonne und Kraftwagenkolonne ergab[2]:

Leistungbespannte FuhrparkkolonneKraftwagenkolonne
Nutzlast57,6 Tonnen54 Tonnen
Personal121 Personen61 Personen
Pferde139 Tierekeine
Fahrzeuge48 zweispĂ€nn. Fahrzeuge9 ArmeelastzĂŒge
Marschgeschwindigkeit3–5 km/h8–16 km/h
Marschleistung22,5–30 km/Tag60–100 km/Tag
LĂ€nge der Kolonne650 m60 m

Mithin: Durch Verwendung von ArmeelastzĂŒgen konnte mit der HĂ€lfte des Personals die gleiche Transportmenge mit der dreifachen Geschwindigkeit transportiert werden, die LĂ€nge der Kolonne schrumpfte um 90 Prozent.

Die Konsequenzen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Mannesmann-Mulag, Technik des Fahrgestells
Mannesmann-Mulag, Technik des Fahrgestells

Infolgedessen bestand ein großer Bedarf an ArmeelastzĂŒgen, die ausweislich einer Vorgabe der Generalinspektion des MilitĂ€r-Verkehrswesens folgende Parameter erfĂŒllen können mussten: Gesamtgewicht maximal 7,5 Tonnen, Nutzlast 4 Tonnen fĂŒr den Lkw, Nutzlast 2 Tonnen fĂŒr einen AnhĂ€nger, mindestens 30 PS, Höchstgeschwindigkeit 12 km/h bei Eisenbereifung und 16 km/h bei Vollgummireifen, geforderte Tagesleistung entsprechend 90 bzw. 120 km, Betriebsstoffvorrat fĂŒr 250 km, Bodenfreiheit min. 28 cm, Spurweite 1,70 m[3]. FĂŒr Subventions-Lkw mit AnhĂ€nger war ein Bremser vorgeschrieben, der die Bedienung der AnhĂ€nger-Bremse ĂŒbernahm und auf dem AnhĂ€nger Platz fand.[4] Die Leistungsvorgaben wurden in den Folgejahren teilweise geĂ€ndert, so z. B. die Mindestleistung 1913 auf 40 PS, die Nutzlast des Lkw auf 4,5 to angehoben[5].

Privatpersonen und Unternehmen, die derartige Lkw beschafften, erhielten ab 1908 vom Staat eine Subvention von 4000.- Mark zur Anschaffung, ferner fĂŒr die ersten vier Jahre einen Betriebskosten-Zuschuss von jĂ€hrlich 1000.- Mark. Entgegen anders lautenden Quellen gab es diese Subventionen allerdings nur fĂŒr Lkw, die mindestens die obigen Voraussetzungen erfĂŒllten, nicht indessen fĂŒr weitere Typen beispielsweise mit geringerer Nutzlast. Die preußische Heeresverwaltung förderte die EinfĂŒhrung von Motorlastwagen, um

„[
] fĂŒr den Kriegsfall solche Wagen dann durch Requirierung in möglichst großer Zahl zur VerfĂŒgung zu haben. Das Mittel fĂŒr diesen Zweck bestand in der staatlichen Subvention fĂŒr Motorlastwagen, eine Einrichtung, mit der die preußische Heeresverwaltung bahnbrechend voranging.“

– Th. Wolff: Das Automobil im Kriege.[6]

1908 wurden 166 Subventions-Lkw geliefert von folgenden Firmen: Daimler 61, BĂŒssing 50, NAG 25, SAF 20, Scheibler-MULAG 6, Stoewer 4[7], in den Folgejahren kamen Benz und DĂŒrkopp hinzu[8], ferner Adler, DAAG und Ehrhardt.[9]

Interessant ist, welcher Gewerbesparte die Betriebe angehörten, die 1908 bis 1912 Subventions-Lkw in welcher Anzahl beschafften:

Branche19081909191019111912Summe
Brauereien9471625957343
Ziegeleien71217121159
WarenhÀuser7156141355
MĂŒhlen91766947
Gutsbesitzer211116333
Spediteure25611428
Bauwesen5567427
Bergbau, Steinbruch7456123
Maschinenbau6153419
Druckereien41121018
Molkereien, Naturprodukte7632018
Sonstige16181114564
Summe166176140141111734

BewÀhrung im Krieg

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand zum 1. Januar 1914 gab es in Deutschland 812 Lkw mit 40 PS Motorleistung oder mehr, also dem, was vom Subventions-Lastzug gefordert wurde. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden in Deutschland unter Verwendung der Subventions-LastzĂŒge 68 Etappen-Kraftwagen-Kolonnen mobil gemacht, hiervon erhielten die an der Westfront eingesetzten Armeen: 1. und 2. Armee je 18, 3. Armee 9, 4. und 5. Armee je 5, 6. Armee 8, 7. Armee 3 Kolonnen, die an der Ostfront eingesetzte 8. Armee keine. Zwei Kolonnen erhielt das zur Verteidigung Oberschlesiens bestimmte Landwehrkorps. Der Etat jeder Etappen-Kraftwagen-Kolonne umfasste 2 Offiziere, 62 Unteroffiziere und Mannschaften, 3 Pkw, 2 Kleinautos, 1 Omnibus, 2 Lkw (als mobile Werkstatt und fĂŒr Treibstoff und Ersatzteile) und 9 ArmeelastzĂŒge zu je einem Subventions-Lkw mit mindestens 4 Tonnen und einem AnhĂ€nger mit 2 Tonnen Nutzlast[10]. Weitere gleiche Kolonnen kamen schnell hinzu.

Die ArmeelastzĂŒge bewĂ€hrten sich nicht. SpĂ€testens mit Einsetzen des Stellungskrieges im September/Oktober 1914 fuhren die Etappen-Kraftwagen-Kolonnen den Nachschub direkt bis ins Frontgebiet vor, indessen waren die LastzĂŒge fĂŒr die dortigen Wege zu schwer und zum Wenden zu unhandlich. Waren in den Monaten August bis Dezember 1914 noch 392 ArmeelastzĂŒge neu geliefert worden, sank die Zahl der Neuanfertigungen 1915 auf 279, 1916 auf 99 und 1917 auf 46 StĂŒck. 1918 wurde keiner mehr gefertigt[11].

Stattdessen wurde der leichtere Dreitonner-Lkw bevorzugt, der ab 1915 als „Regel-Dreitonner“ in den deutschen StreitkrĂ€ften lief.

Subventions-Lkw in anderen LĂ€ndern

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreich-Ungarn

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnliche Wege wie Deutschland ging Österreich-Ungarn. Wegen der schlechteren Straßen bevorzugte man jedoch SubventionslastzĂŒge mit nur 3 Tonnen Nutzlast fĂŒr den Lkw und 2 Tonnen Nutzlast fĂŒr den AnhĂ€nger. Die Fahrzeuge mussten folgende Parameter aufweisen: Vierzylindermotor, Mindestleistung 35 PS, Verbrauch auf 100 km maximal 30 kg Benzin und Öl, Radstand 3,60 m, spĂ€ter 4,20 m, ReifengrĂ¶ĂŸe vorne 920×120, hinten 1040×120×2, Gesamtgewicht leer max. 3,6 Tonnen, Nutzlast 3 Tonnen. Ferner waren Außenmaße, Spurweite, Anstrich und AusrĂŒstung normiert. Solche Fahrzeuge wurden ab 1910 von den Herstellern Austro-Fiat, Perl, Fross-BĂŒssing, Puch und Praga angeboten, spĂ€ter kamen Österreichische Saurerwerke, GrĂ€f & Stift und Raba hinzu. Mit der Regierung wurde eine Vereinbarung ĂŒber den Preis getroffen: Der Kaufpreis betrug 25.000 Österreichische Kronen, der KĂ€ufer (der den Lastzug fĂŒnf Jahre in einwandfreiem Zustand zu halten hatte) erhielt bei Kauf eines Lastzuges vom Staat einen Zuschuss von 10.000 Kronen, die in Raten ausgezahlt wurden[12].

Hinzu kam spĂ€ter ein FĂŒnftonner, der folgende Parameter aufweisen musste: Vierzylindermotor, Mindestleistung 45 PS, Verbrauch auf 100 km maximal 40 kg Benzin und Öl, Radstand 4,20 m, ReifengrĂ¶ĂŸe vorne 920×120, hinten 1050×140×2, Gesamtgewicht leer max. 3,8 Tonnen, Nutzlast 5 Tonnen[13]. Solche Fahrzeuge produzierten Fross-BĂŒssing, Austro-Fiat und Saurer[14].

Seit 1906 wurden in Frankreich jĂ€hrlich Dauererprobungsfahrten durchgefĂŒhrt, um diejenigen Lkw herauszufinden, die fĂŒr militĂ€rische Zwecke am geeignetsten waren. Hierbei ging es in erster Linie um ZuverlĂ€ssigkeit im dauernden Betrieb. Die Hersteller von Lkw, die alle Tests zur Zufriedenheit bestanden hatten, erhielten eine PrĂ€mie, in einigen FĂ€llen wurden auch die Lkw, die an den Erprobungsfahrten teilgenommen hatten, vom französischen Staat gekauft[15].

1909 Ă€nderte sich die Praxis der PrĂ€mierung: Der Preis wurde jetzt nicht mehr an den Hersteller des Lkw ausgezahlt, sondern an Personen, die sich entschlossen, einen prĂ€mierten Lkw-Typ zu kaufen: Nach einem Ministerialerlass vom 22. April 1910 betrug die PrĂ€mie 5000 Franc fĂŒr einen Lkw mit 2000 kg Nutzlast, sie erhöhte sich um 300 Franc je weitere 250 kg Nutzlast bis zu einer maximalen Nutzlast von 3000, spĂ€ter 3500 kg. Die sich so errechnende PrĂ€mie wurde in Raten im Jahr der Anschaffung wie auch in den drei Folgejahren ausgezahlt[16]. Im Gegenzug war der Halter des Lkw verpflichtet, das Fahrzeug im Kriegsfall dem Staat zur VerfĂŒgung zu stellen. Entsprechend prĂ€miert wurden:

Am Beispiel der Lkw von Berliet kann verdeutlicht werden, wie die vom Staat ausgelobte PrĂ€mie (oder besser: Subvention) sich auswirkte: So wurde das Fahrgestell des 3,5-Tonners Berliet M vom Hersteller fĂŒr 13.500 Franc angeboten. Der Staat zahlte dem KĂ€ufer eine Subvention von 5000 + 6×300 = 6800 Franc, sodass sich der effektive Anschaffungspreis auf 6700 Franc ermĂ€ĂŸigte. Nachdem Berliet seinen zeitgleich gebauten 1,2-Tonnen-Lieferwagen (dessen Erwerb nicht subventioniert wurde) fĂŒr 7500 – 9500 Franc anbot[18], war der Berliet M trotz höherer Nutzlast preiswerter als das kleinere Modell, die Anschaffung eines 3,5-Tonners statt eines 1,2-Tonners also fĂŒr den KĂ€ufer durchaus attraktiv.

Großbritannien

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großbritannien beschloss im September 1911 ein Ă€hnliches Schema („subsidy scheme“ genannt) fĂŒr Lkw mit 3 Tonnen Nutzlast („Type A“) und 1,5 Tonnen Nutzlast („Type B“). Vorgeschrieben war ein Vierzylindermotor, beim Typ A mit mindestens 30 englischen Steuer-PS (tax-HP), beim Typ B mit mindestens 24,8 tax-HP. Der Benzintank musste mindestens 30 Gallonen (ca. 137 Liter) fassen, voll beladen als Typ A eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 engl. Meilen/Std. (= ca. 16 km/h), als Typ B eine solche von 12 Meilen/Std. (= ca. 20 km/h) einhalten können, zwei seitliche Begrenzungsleuchten, mindestens einen Scheinwerfer und ein RĂŒcklicht sowie einen Acetylengaserzeuger haben. Frontlenker waren von der Förderung ausgeschlossen. Zur Vereinheitlichung der Bedienung musste (wie auch heute noch) das Kupplungspedal links, das Bremspedal in der Mitte und das Gaspedal rechts angebracht sein, das Kupplungspedal mit einem C („clutch“) und das Bremspedal mit einem B(„brake“) versehen sein. Alle Lkw mussten ein Vierganggetriebe mit RĂŒckwĂ€rtsgang haben, zu schalten mittels Schalthebels rechts vom Fahrer. Der Handbremshebel musste sich rechts des Schalthebels befinden und an seiner Spitze einen runden Knopf haben. Alle RĂ€der hatten aus Stahl zu sein, die Vollgummireifen in bestimmten genormten GrĂ¶ĂŸen, vier Zughaken (je zwei vorne und hinten, jeweils am Chassisrahmen). Der KĂŒhler musste mit einer Metallschiene geschĂŒtzt sein. Das dreisitzige FĂŒhrerhaus musste mit einer wasserdichten Plane abgedeckt sein. Der zu subventionierende Typ musste eine DauerprĂŒfung durch das Motor Transport Committee des War Ministry bestanden haben. Diese Voraussetzungen erfĂŒllten in den entsprechenden GrĂ¶ĂŸenklassen die Lkw der Firmen Dennis, Karrier, Hallford, Maudslay, Leyland, Thornycroft und Wolseley[19].

Der Halter eines solchen Wagens hatte Anspruch auf eine staatliche Förderung (subsidiary), wenn

  • der Lkw nach dem 1. Januar 1910 gekauft worden war
  • ordnungsgemĂ€ĂŸ gewartet und in einer Garage oder einem anderen frostfreien Raum abgestellt war
  • nur von einem ausgebildeten Fahrer gesteuert wurde.

Die Förderung betrug fĂŒr die Dauer von vier Jahren jĂ€hrlich 15 britische Pfund fĂŒr einen Lkw mit Kardanantrieb, 8 Pfund fĂŒr einen Lkw mit Kettenantrieb und 10 Pfund, wenn die Antriebskette durch eine BlechhĂŒlle geschĂŒtzt war. Nach vier Jahren galt der Lkw als verbraucht und damit nicht mehr förderungswĂŒrdig[20].

Im Gegenzug war der Halter verpflichtet, das Fahrzeug im Kriegsfall dem Staat zur VerfĂŒgung zu stellen.

Bei Kriegsausbruch 1914 waren in Großbritannien ca. 700 solcherart geförderte Lkw vorhanden. Sie bewĂ€hrten sich nicht: Die Straßen insbesondere von London zu den KanalhĂ€fen (von wo die Fahrzeuge nach Frankreich verschifft werden sollten) sollen ĂŒbersĂ€t gewesen sein mit liegengebliebenen Kraftfahrzeugen, etliche andere brachen in Frankreich zusammen, die Wracks fielen den vorrĂŒckenden deutschen Truppen in die HĂ€nde[21]: Offenbar verstanden die Halter unter einer regelmĂ€ĂŸigen Wartung („thorough repair“) etwas anderes als das War Ministry.

In den einschlĂ€gigen Quellen[22] wird ein entsprechendes Subventionsschema nicht erwĂ€hnt. Zu berĂŒcksichtigen ist hierbei allerdings, dass in den Jahren, in denen die oben aufgezĂ€hlten Staaten die Subventionen fĂŒr militĂ€risch nutzbare Lkw regelten, Italien von 1911 bis Oktober 1912 den Italienisch-TĂŒrkischen Krieg fĂŒhrte. Hier brauchte es vor allem zur Eroberung Libyens große Mengen an Kraftfahrzeugen. So hatte das italienische Heer aus diesem Krieg 1914 noch einen Friedensbestand von ca. 600 fĂŒr MilitĂ€rzwecke geeigneten Kraftfahrzeugen[23] und damit möglicherweise mehr als die Heere aller anderen europĂ€ischen Staaten zusammen. Außerdem war das Land sehr arm und der Motorisierungsgrad der Zivilbevölkerung entsprechend gering: Es ist daher zweifelhaft, ob durch entsprechende Förderung wirklich grĂ¶ĂŸere Mengen von Zivilpersonen zum Ankauf militĂ€rtauglicher Lkw hĂ€tten bewegt werden können.

Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurden – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – vergleichbare Subventionsprogramme nicht mehr aufgelegt:

  • Im Rahmen der etatmĂ€ĂŸig stattfindenden Heeresmotorisierung wurden Kraftfahrzeuge aller Art mehr und mehr erforderlicher Teil der AusrĂŒstung der Truppe, die Fahrzeuge waren also bereits im Frieden in der Truppe vorzuhalten.
  • Der Anteil an zivil zugelassenen Lastkraftwagen, der vor dem Ersten Weltkrieg selten ĂŒber 5 % aller Kraftfahrzeuge betragen hatte, kletterte schnell auf 20 bis 25 %.
  • Olaf v. Fersen (Hrsg.): Ein Jahrhundert Automobiltechnik, Nutzfahrzeuge, Stuttgart 1987, ISBN 3-18-400656-5
  • Wolfgang H. Gebhardt: Taschenbuch deutscher LKW-Bau 1896–1918. Stuttgart 1989, ISBN 3-440-05997-9
  • Tim Gosling: British Military Trucks of World War One, Erlangen 2014, ISBN 978-3-936519-37-2
  • Peter Kirchberg, Siegfried Bunke: Vom Horch zum Munga, MilitĂ€rfahrzeuge der Auto Union. 1. Auflage. Delius Klasing, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-7688-3143-7.
  • MAN Nutzfahrzeuge GmbH (Hrsg.): H. BĂŒssing: Mensch, Werk, Erbe, Göttingen 1986, ISBN 3-525-13175-5.
  • MilitĂ€rgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Deutsche MilitĂ€rgeschichte in sechs BĂ€nden 1648–1939, Band 3, Herrsching 1983, ISBN 3-88199-112-3.
  • Werner Oswald: Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr, Stuttgart 1982, ISBN 3-87943-850-1.
  • Nicola Pignato, Filippo Cappellano: Gli autoveicoli tattici e logistici del r. esercito italiano fino al 1943. Stato maggiore dell'esercito, Ufficio storico, Rom 2005, ISBN 88-87940-46-0 (2bĂ€ndig, tomo primo und tomo secundo).
  • Wilfried Schimon: Österreich-Ungarns Kraftfahrformationen im Weltkrieg 1914–1918, Klagenfurt 2007, ISBN 978-3-7086-0243-1.
  • H.C. Graf v. Seherr-Thoss: Die deutsche Automobilindustrie, Stuttgart 1974, ISBN 3-421-02284-4
  • Walter J. Spielberger: Kraftfahrzeuge und Panzer des österreichischen Heeres 1896 bis heute, 1. Aufl. Stuttgart 1976, ISBN 3-87943-455-7*
  • Francois Vauvillier: Les camions bĂąchĂ©s de l' armĂ©e francaise, in GBM Histoire de guerre, blindĂ©s & matĂ©riel No.94, Paris 2010, ISSN 1956-2497
  • Jochen Vollert: Lastkraftwagen, German military trucks Vol. 1 u.2, Erlangen 2021, ISBN 978-3-936519-50-1.
  • Dienstvorschrift-Exerzierregelement Nr. 267 Felddienst-Ordnung (F.O.), Mittler & Sohn, Berlin, 1908. Landesarchiv-BW.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ D.V.E. Nr. 267 „Felddienst-Ordnung“ vom 22. MĂ€rz 1908, Anhang S. 22/23
  2. ↑ Kirchberg/Bunke S. 26
  3. ↑ BĂŒssing Mensch, Erbe, Werk S. 205
  4. ↑ Christoph Maria Merki: Der holprige Siegeszug des Automobils 1895–1930, zur Motorisierung des Strassenverkehrs in Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Böhlau, Wien 2002, S. 84, ISBN 978-3-205-99479-4 (Zugleich Dissertation an der UniversitĂ€t_Bern 2001).
  5. ↑ BĂŒssing Mensch, Erbe, Werk S. 211
  6. ↑ Th. Wolff: Das Automobil im Kriege. In: Polytechnisches Journal. 330, 1915, S. 281–289.
  7. ↑ BĂŒssing Mensch, Erbe, Werk S. 205/6
  8. ↑ Olaf_von_Fersen: Ein Jahrhundert Automobiltechnik – Nutzfahrzeuge. VDI-Verlag, DĂŒsseldorf 1987, ISBN 3-18-400656-5, S. 18.
  9. ↑ Oswald S. 24
  10. ↑ Deutsche MilitĂ€rgesch. Bd. 3 S. 262
  11. ↑ Hodam S. 196, 197
  12. ↑ Spielberger, Österreich S. 39–41, 52–53
  13. ↑ Spielberger, Österreich S. 40–41
  14. ↑ Spielberger, Österreich S. 54
  15. ↑ Vauvillier GBM 94 S. 32
  16. ↑ Vauvillier GBM 94 S. 37
  17. ↑ Vauvillier GBM 94 S. 37
  18. ↑ Berliet: Camion & Autobus (1910/1911), Seiten 12–13
  19. ↑ Gosling S. 30
  20. ↑ Gosling S. 30
  21. ↑ Gosling S. 31
  22. ↑ Nicola Pignato, Filippo Cappellano: Gli autoveicoli tattici e logistici del R. Esercito Italiano fino al 1943, Tomo primo, Rom 2005
  23. ↑ Pignato/Cappellano S. 24