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Schwere Knochen

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Schwere Knochen ist ein Roman des österreichischen Schriftstellers und Filmemachers David Schalko aus dem Jahr 2018. Nach den beiden Fernsehserien Braunschlag und Altes Geld, ist Schwere Knochen der dritte Teil von Schalkos „Trilogie der Gier und Korruption“.[1] Der Roman spielt in der Wiener Unterwelt der Nachkriegszeit und wurde von wahren Fakten und Begebenheiten inspiriert.[2]

Ferdinand Krutzler erlebt mit seinen besten Freunden Wessely, Praschak und Sikora eine wilde Jugend in Erdberg. Sie grĂŒnden die Erdberger Spedition. Nach einer heimlichen WohnungsausrĂ€umung werden sie verhaftet und kommen in ein Konzentrationslager. In Mauthausen bekommt Krutzler zufĂ€lligerweise die gute Position als BlockĂ€ltester. Er bekommt viel von den Strategien und Taktiken dort mit, erzĂ€hlt jedoch niemandem etwas davon, was ihm zugutekommt. Nach der Befreiung durch die Amerikaner flĂŒchtet er zurĂŒck nach Wien. Dort trifft er seine alten Freunde wieder. Gemeinsam stellen sie sich ein großes Kontaktnetzwerk in der Unterwelt Wiens zusammen. Jeder bekommt eine Zone Wiens, fĂŒr die er verantwortlich ist. Ein riesiges Schmuggelnetz entsteht. Krutzler trifft Podgorsky wieder, den er im KZ kennen gelernt hat. Er arbeitet wieder bei der Polizei und steckt nach kurzer Zeit mit den vier Freunden unter einer Decke. Bald bekommen sie die Mission „Eiserner Besen“ zugeteilt. Auf dieser Liste stehen zehn Personen, die umgebracht werden mĂŒssen. Mit Hilfe von Doktor Harlacher lassen sie die meisten Personen eines „natĂŒrlichen“ Todes sterben. Nach dem Tod Stalins Ă€ndert sich alles. Krutzler und seine Freunde mĂŒssen mit dem Schmuggel aufhören und leben sich auseinander. Krutzler fĂ€llt in ein Loch. Er wird immer unglĂŒcklicher und weiß nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Die Beziehung der Erdberger Spedition und der Polizei löst sich langsam auf und mit der Erdberger Spedition geht es den Bach herunter. Gegen Ende des Buchs zieht Praschak nach Panama; Wessely, Sikora und Krutzler sterben.

  • Ferdinand Krutzler: Notwehr-Spezialist, 2 m groß, trĂ€gt stets seine schwarze Hornbrille und sieht aus wie ein HirschkĂ€fer, ist angelehnt an Josef (Notwehr-) Krista[2]
  • Wessely: Meister der Karten, hat wegen seiner bleichen Hautfarbe den Spitznamen „bleicher Wessely“
  • Praschak: Fleischer, hat keine besonderen Talente, hĂ€lt sich aus vielen GeschĂ€ften der Erdberger Spedition heraus
  • Sikora: Zauberer, hat aufgrund seines Laufstils den Spitznamen „schlacksiger Sikora“, verliebt sich in jede Prostituierte

Zusammen bilden sie die Erdberger Spedition.

  • Muschkowitz (Musch): ZuhĂ€lterin, Zeitweise Geliebte vom Krutzler, ist angelehnt an Wanda Kuchwalek
  • Herwig: Sohn der Musch
  • Rosi Krutzler: Mutter vom Krutzler
  • Tante Elvira: Schwester der Krutzlermutter, herzlos, eitel, stirbt an einem Hitzeschlag
  • Nazi-Huber: ist dafĂŒr verantwortlich, dass Krutzler, Wessely und Sikora ins KZ kommen
  • Dostal: Arbeitseinsatzleiter im KZ Mauthausen
  • Podgorsky: Polizist, spĂ€ter Major, steckt oft mit der Erdberger Spedition unter einer Decke
  • Stanek: nachfolgender Major, nach Podgorskys KĂŒndigung, arbeitet gegen die Erdberger Spedition
  • GrĂŒnbaum/Greenham: Jude, der den Krutzler im KZ mit Infos versorgt, spĂ€ter gehört er zu den VerbĂŒndeten der Erdberger Spedition
  • Gusti: Frau vom Praschak
  • Bregovic: Besitzerin vom „gelben Papagei“
  • Bregovic-BrĂŒder: die neun Söhne der Bregovic
  • Doktor Harlacher: Tierarzt, fĂŒhrt illegale Importe von Tieren durch, VerbĂŒndeter der Erdberger Spedition
  • Schimpansendame Honzo: die Äffin von Harlacher; wohnt mit ihm in seiner Wohnung, Harlacher möchte sie möglichst zum Menschen machen (Kleider anziehen etc.), sie existierte in echt und ist jetzt ausgestellt im Naturhistorischen Museum Wien
  • Kamel: arbeitet fĂŒr den Krutzler
  • Lassnig: Geliebte vom Wessely
  • Kugelfang: arbeitet fĂŒr den Krutzler
  • Jerabek: arbeitet fĂŒr den Wessely, extrem groß und furchteinflĂ¶ĂŸend
  • Schwarze Baron: VerbĂŒndeter der Erdberger Spedition, Besitzer einer Bar
  • Schani: Ringer auf dem „Heumarkt“
  • „Der Deutsche“: hohes Tier der Russen
  • Milady: gehört zum französischen Teil von Wien, hat Kontakt mit Sikora
  • Petrow: Vorgesetzter des Deutschen, hat eine eigene Galerie
  • Gisela: Prostituierte, die im Krieg beide Beine verloren hat
  • Hitler
  • Stalin

Der Großteil der Geschichte spielt vor, wĂ€hrend und vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien. Nach der Verhaftung werden Wessely, Sikora und Krutzler in die KZ nach Dachau und Mauthausen gebracht. SpĂ€ter kehren sie wieder zurĂŒck nach Wien.

Viele Orte der Geschichte gab es in echt, einige existieren sogar heute noch.

Die Erdberger Spedition (S. 11–44)

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Ferdinand Krutzler, Wessely, Praschak und Sikora leben in Erdberg. Sie sind unzertrennliche Freunde. Schon frĂŒh erlernen sie das Handwerk des Betrugs. Mit 16 Jahren können sie bereits jeden Tresor knacken und auch ihr Hunderter-Zaubertrick wird immer bekannter. Wessely, ein Kartenfreund, steckt die anderen damit an und so werden ab diesem Zeitpunkt alle Entscheidungen durch die Karten getroffen. Auch als es um die Musch geht. Der Krutzler zieht die höchste Karte und somit beginnt eine Geschichte, die ihn sein Leben lang begleiten soll. Ziel ist es, ihre Unterhose als Pfand zu beschlagnahmen. Ein leichtes Spiel fĂŒr den Krutzler. Er schenkt ihrem Sohn Herwig eine Vogelspinne und erklĂ€rt der Musch, dass er sie von der Spinne befreie, wenn er im Gegenzug ihre Unterhose bekommt. Bald wollen sich die vier jedoch nicht mehr mit kleinen Gaunereien abgeben und grĂŒnden die Erdberger Spedition. Gekonnt rĂ€umen sie HĂ€user und Wohnungen aus. Auch der Nazi-Huber bleibt nicht verschont. Dieser lĂ€sst sich diese Aktion jedoch nicht gefallen und lĂ€sst kurzerhand die TĂ€ter suchen und ins KZ Dachau verfrachten. Nur der Praschak bleibt verschont, da ihn sein Vater, unter der Bedingung, dass er spĂ€ter die Fleischerei ĂŒbernimmt, deckt.

Die große Reise (S. 45–82)

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Die Krutzlermutter muss in ein Stelzenhaus in Strombad Kritzendorf umziehen. WĂ€hrenddessen werden in Dachau die Abzeichen verteilt. Der Krutzler, der Wessely und der Sikora bekommen grĂŒne, da sie unter die Kriminellen gehen. Schnell empfiehlt sich der Krutzler fĂŒr höhere Positionen und wird nach Mauthausen befördert. Dort angekommen bekommt er unverhofft die Nummer 100 und wird somit zum BlockĂ€ltesten. Die Achse Dostal, Krutzler und Podgorsky, den er im Zug kennengelernt hat, funktioniert so gut, dass diese selbst von Hitler gelobt wird. In Mauthausen bekommt Krutzler allerhand mit. Er durchschaut schnell mit welcher „KreativitĂ€t“ die Buchhaltung gefĂŒhrt wird, um möglichst viele „natĂŒrliche“ TodesfĂ€lle notieren zu können. Dort in Mauthausen erfindet er spĂ€ter auch den sehr bekannten Krutzler’schen Halsstich. Krutzler gilt im KZ als verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig gerecht. Trotz seiner Privilegien hĂ€lt er engen Kontakt zu den HĂ€ftlingen und organisiert in seiner Freizeit sogar Fußballturniere. Das Wichtigste fĂŒr den Krutzler ist die Information. Und so kommt bald ein Mann namens GrĂŒnbaum dazu, ein Jude, der dem Krutzler Informationen ĂŒberbringt, die er als HĂ€ftling von den anderen mitbekommt. Das Ziel des Krutzler ist von der Nummer 100 zur Nummer 10 aufzusteigen. Die Übernahme von Wien wĂ€re dann der Schritt zur Nummer 1. Durch den GrĂŒnbaum erfĂ€hrt Krutzler wichtige Informationen ĂŒber die Nummer 10, was fĂŒr diese das Ende bedeutet und fĂŒr den Krutzler den Aufstieg zur Nummer 10. Mit der Nummer 10 kommen ihm viele neue Privilegien zugute. Er darf nun jeden Abend mit Dostal einen Cognac trinken, nicht nur donnerstags. ZusĂ€tzlich steht ihm jetzt auch der Besuch im Bordell zur VerfĂŒgung.

Die Frau im Turban (S. 83–106)

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Nach der Befreiung von Mauthausen durch die Amerikaner Ă€ndert sich alles schlagartig. Zuerst bleibt Krutzler noch im KZ, doch bald wird es auch fĂŒr ihn zu gefĂ€hrlich und er muss flĂŒchten. Er lĂ€uft drei Wochen lang die Donau hinunter Richtung Wien. Auf dem Weg ernĂ€hrt er sich ausschließlich von den Tieren, die ihm ĂŒber den Weg laufen. Kurz vor Wien kommt er am neuen Haus seiner Mutter vorbei. Beide freuen sich nicht sonderlich einander zu sehen. Danach holt Krutzler bei Tante Elvira seine Schatzkiste, welche er bei einer der WohnungsrĂ€umungsaktionen mitgenommen und darin Geld versteckt hatte. Er bewahrt darin auch ein Bild von einer Frau im Turban auf.

Der Weg ins Paradies (S. 107–142)

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Als Krutzler den Praschak besucht, lernt er dessen Frau Gusti kennen. Die beiden trauen sich von Anfang an nicht ĂŒber den Weg. Vom Praschak erfĂ€hrt Krutzler, wo er den Sikora findet, und macht sich auf den Weg. Im gelben Papagei erzĂ€hlt er ihm, dass am Dienstag ein Treffen in der Fleischerei vom Praschak stattfindet. Vom Sikora bekommt Krutzler die Adresse von Harlacher, bei dem er eine Viper fĂŒr Herwig bekommt. Dann geht er zu der Wohnung, die GrĂŒnbaum ihm gesagt hat. Als er dort ankommt, sieht er einen Brief von ihm, mit der Aufforderung einen sogenannten Seibold einzuschĂŒchtern. Dies sollte seine erste Notwehr nach dem KZ werden. Dann macht sich Krutzler auf zur Musch. Auf dem Weg trifft er Wessely. Auch ihm erzĂ€hlt er vom Treffen am Dienstag. Als er im Lokal bei der Musch ankommt, erklĂ€rt ihm der Barkeeper, dass er die Musch nicht sehen könnte. Deshalb gibt der Krutzler dem Barkeeper den Karton mit der Viper und sagt, dass das ein Geschenk fĂŒr die Musch ist. Wenig spĂ€ter öffnet die Musch den Karton und die Viper schießt heraus. Sie bekommen Angst und töten die Viper. Als diese schon tot ist, erinnert sich die Musch plötzlich an den Krutzler und weiß, dass diese von ihm ist.

Dresden (S. 143–170)

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Krutzler fĂ€hrt zum Hotel Dresden, wo die Musch mit Herwig lebt. Bei ihr findet er Unterschlupf und verbringt viele Abende mit ihrem Sohn Herwig. Am Dienstag treffen sich die vier Freunde wie vereinbart bei Praschak. Gemeinsam erinnern sich die Vier an alte Zeiten. Sie planen auch schon wieder ihr nĂ€chstes Projekt, die Übernahme der Herrschaft ĂŒber Wien. Nach dem Ende des Kriegs wird Wien zwischen den Russen, Amerikanern, EnglĂ€ndern und Franzosen viergeteilt. Diese Zonen teilen sich Krutzler, Wessely und Sikora untereinander auf. Krutzler ĂŒbernimmt unter dem GrĂŒnbaum die amerikanische Zone und der Wessely, der schon seit einer Weile fĂŒr den Deutschen in der russischen Zone arbeitet, ĂŒbernimmt diese. Sikora, der einzige der Französisch spricht, bekommt die französische Zone. Nur Praschak bekommt keine, da seine Frau ihm keinen Umgang mit den Besatzern erlaubt. Gemeinsam schmuggeln sie Zigaretten, Whiskey, Zigarren und Cognac zwischen den Zonen hin und her. Der Krutzler hat die beste Zone erwischt. Er stellt sich eine Mannschaft aus dem Kamel, dem Simsalabim und dem Kugelfang zusammen. Krutzler trifft Podgorsky, welcher wieder bei der Polizei arbeitet. Dessen Cousin hat einen russischen Soldaten umgebracht und soll jetzt zur Rechenschaft gezogen werden. Podgorsky bittet den Krutzler ihm zu helfen. Er soll den Deutschen ĂŒberzeugen, seinen Cousin am Leben zu lassen. Dieses GesprĂ€ch will der Krutzler auch gleich ausnutzen, um die Herrschaft ĂŒber Wien zu bekommen.

Milady (S. 171–202)

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Wessely fĂ€hrt Krutzler zur Villa seines Vorgesetzten. Der Deutsche hĂ€lt es jedoch fĂŒr unmöglich, die Russen zu ĂŒberreden, Podgorskys Cousin nichts anzutun. Krutzler versucht ihn zu ĂŒberzeugen, indem er sagt, dass Podgorsky bald nach oben gelangen wird und er dann bei ihm einen Stein im Brett hĂ€tte. Der Deutsche denkt nach und stimmt dann zu.

Sikora lernt eine gut aussehende Frau kennen, die er Milady nennt. Sie behauptet die beste Informierte in ganz Wien zu sein. Die beiden treffen sich öfters in einer Bar. Nach einer Weile wird Sikora wĂŒtend, da sie weder emotionale noch berufliche Beziehungen mit ihm will. Er bricht daraufhin in ihren Tresor ein und legt ihr ein gefĂ€lschtes Heiratsdokument rein, welches aussagt, dass sie mit einem hochrangigen Nazi verheiratet sei. Schlussendlich haben die beiden dann doch eine Beziehung. Dadurch, dass die Milady zur französischen Zone gehört, gelingt dem Sikora so der Zugriff auf die Franzosen.

Lenin (S. 203–234)

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Wessely hat sich in die Lassnig, die Ehefrau eines Großindustriellen, verliebt. Sie haben eine AffĂ€re. Krutzler hat ein Treffen mit Kommandant Petrow, welcher fĂŒr die russische Zone zustĂ€ndig ist. Er hat eine Vorliebe fĂŒr GemĂ€lde von Lenin und besitzt eine eigene Galerie. Der Krutzler kann den Kommandanten davon ĂŒberzeugen, der Erdberger Spedition alle Grenzen fĂŒr ihre Schmuggeleien zu öffnen, indem er ihm als Gegenleistung ein paar Tage mit Gisela sowie 8000 Dollar verspricht. Greenham und der Deutsche wissen nichts von den Verhandlungen. FĂŒr die Erdberger lĂ€uft alles so wie es sein soll.

Um die Zonen gegeneinander auszuspielen, erzÀhlt der Sikora der Milady, dass Greenham mit den Russen und den Amerikanern unter einer Decke steckt. Dadurch landet diese Information bei den internationalen Statthaltern, was ihr Ziel war.

Um das Image von Petrow zu verbessern und den Cousin vom Podgorsky zu retten, sagen Podgorsky und andere Zeugen aus, dass nicht der Cousin den tödlichen Schlag gemacht hatte, sondern ein Mann namens Opak. Nach seiner Verhaftung schießen die Amerikaner auf Greenham und weitere VerbĂŒndete der Erdberger Spedition. Der Kugelfang ĂŒberlebt den Angriff knapp und wird einmal mehr seinem Namen gerecht. Der Deutsche verschwindet plötzlich spurlos.

Old Shatterhand (S. 235–267)

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Wien wird von den Alliierten, der Stadtregierung und den Erdbergern kontrolliert. Wessely kĂŒmmert sich um die GlĂŒcksspiele und Sikora hat angefangen, Bordelle zu betreiben. Da der Podgorsky endlich die Position des Majors zugesprochen bekommt, schmeißt Krutzler ein Fest fĂŒr ihn im gelben Papagei. Auch Doktor Harlacher ist mit Honzo da. Diese hĂ€lt plötzlich eine Pistole in der Hand und erschießt den Papagei, was die Bregovic ĂŒberhaupt nicht erfreut. Herwig kommt, um die Musch abzuholen, und schafft es, die Äffin zu beruhigen.

Die Erdberger beherrschen nun Wien. Sie fangen an, mehr in GlĂŒcksspiele und Prostituierte zu investieren. Krutzler kĂŒmmert sich um den Herwig und hilft, ihn zu erziehen.

Die Musch und der Krutzler sind in einem Streit verfangen. Die Musch ist schon seit fĂŒnf Tagen weg. Als sie zurĂŒckkommt, erzĂ€hlt sie, dass sie betrunken bei einem Doktor gelandet sei, der sie verkleidet und auf eine Indianerparty mitgenommen hat. Auf der Party habe sie einen Mann verkleidet als Old Shatterhand gesehen. Nach langem Nachdenken erkennt sie ihn als den Nazi-Huber.

Old Firehand (S. 268–294)

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In der Lobby des Hotel Dresden wird Krutzler von jemandem erwartet. Krutzler kennt ihn nicht, der Besucher behauptet jedoch, den Krutzler aus dem KZ zu kennen. Er ist Jude und meint, dass der Krutzler den Juden etwas schuldig sei und jetzt auch zur neuen Nazi-Elite gehöre. Der Jude ĂŒbergibt ihm eine Liste mit zehn Namen, welche er in der Operation Eiserner Besen umbringen soll. Darunter auch der Nazi-Huber. Krutzler nimmt die Mission an, auch um dem Podgorsky einen Gefallen zu tun, welcher ihm bis jetzt bereits fĂŒnf Mal zum Freispruch verhalf. Die Mission könnte einen Krieg zwischen den Amerikanern und den Russen auslösen, doch den Podgorsky scheint das nicht zu stören. Vor Sonnenuntergang findet ein Treffen statt, bei dem Praschak eine brillante Idee hat, wie sie die Mission Eiserner Besen lösen können.

SpĂ€ter macht die Musch ein Old Firehand-KostĂŒm fĂŒr den Krutzler, damit er unerkannt mit ihr auf die Karl-May-Festspiele gehen kann. Als Krutzler den Nazi-Huber auf dem Fest erkennt, ersticht er ihn, ohne zu zögern. Die Musch tĂ€uscht kurzerhand vor, in Ohnmacht zu fallen, damit Krutzler im entstehenden Chaos verschwinden kann. Die anderen Erdberger und Musch sind jedoch wĂŒtend, dass Krutzler den Nazi-Huber im Alleingang umgebracht hat und sie sich nicht rĂ€chen konnten. SpĂ€ter flĂŒstert die Lassnig dem Krutzler betrunken zu, dass sie hofft, dass ihr Ehemann an einem Herzinfarkt stirbt. Auch wenn sie dies nicht wirklich will, erfĂŒllt Krutzler jeden Auftrag, den er bekommt.

Karpfen (S. 295–330)

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Praschak ist der Meinung, dass die Leute auf der Liste eines natĂŒrlichen Todes sterben mĂŒssen – zumindest soll es so aussehen. DafĂŒr holt sich die Erdberger Spedition Doktor Harlacher zur Hilfe. Schon am darauffolgenden Tag beginnen sie mit ihrer Mission. Ihr erstes Opfer stirbt nach 2 Wochen an einer Pilzvergiftung. Das zweite wird vom Kamel, Kugelfang und Jerabek dazu gebracht, sich zu betrinken und danach einen Karpfen zu essen, an dessen GrĂ€ten er schließlich erstickt. Dann werden die Mitglieder der Erdberger Spedition zu einer Krisensitzung gerufen, an der Podgorsky ihnen mitteilt, dass die Amerikaner sie im Visier haben. Die dritte und vierte Tat passieren dann gleichzeitig. Die Erdberger Spedition fĂŒhrt mit Hilfe vom Podgorsky die Amerikaner hinters Licht. Podgorsky erzĂ€hlt ihnen einen falschen Plan, wie sie die Erdberger ĂŒberfĂŒhren können.

Es bricht ein Streit zwischen den Russen und den Amerikanern aus und Stalin bricht die Aktion Eiserner Besen ab. Doch Krutzler hat noch einen Mord, den er begehen möchte. Er fĂ€hrt mit dem Kugelfang und dem Kamel zum Haus der Lassnig. SpĂ€ter wird es heißen, dass Herr Lassnig an Herzversagen gestorben ist. ZurĂŒck im Auto haben Kugelfang und Krutzler ein sehr komisches GefĂŒhl. Der Krutzler dreht sich zum Kugelfang um und sieht ihm an, dass er die Erdberger Spedition bei den Amerikanern verraten hatte. Daraufhin wird er von der Wiener Unterwelt verbannt und im Wald ausgesetzt. Bei der Untersuchung von Lassnigs Tod wird Fremdeinwirken festgestellt, woraufhin sich die Lassnig sicher ist, dass es der Krutzler war. Die Polizei braucht einen TĂ€ter und da Krutzler alle FĂ€den in der Hand hat, entscheidet sich Wessely, fĂŒr ihn ins GefĂ€ngnis zu gehen.

Stalin (S. 331–358)

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Nach dem Tod Stalins Ă€ndert sich einiges in Wien. So auch fĂŒr die Erdberger Spedition, die nun ihre TĂ€tigkeit als Schmuggler nicht mehr ausĂŒben können. Jeder macht sein eigenes Ding und sie gehen sich aus dem Weg. Der Krutzler streitet sich mit Musch und es bricht fĂŒr ihn eine Welt zusammen. Man merkt, dass der Krutzler schwĂ€chelt und nicht mehr der ist, der er mal war. Podgorsky und Harlacher wollen den Krutzler etwas aufmuntern. Harlacher hat den Plan, ein Restaurant zu eröffnen, in dem gefĂ€hrdete Tiere auf dem Speiseplan stehen. Er hofft so die Reichen nach Wien locken zu könnte. Krutzler soll helfen, die Tiere zu schmuggeln, doch er hat keine Lust dazu. WĂ€hrend Krutzler in der Bar des schwarzen Barons mit Podgorsky und Harlacher ĂŒber dessen Idee spricht, ruft seine Mutter an. Sie sei in Gefahr und er solle sofort zu ihr nach Kritzendorf fahren. Krutzler hĂ€lt dies nicht fĂŒr nötig und es entsteht ein lĂ€ngeres GesprĂ€ch, worin die Mutter einmal mehr sagt, was fĂŒr ein Nichtsnutz ihr Sohn sei.

Dinge, die es nicht gibt (S. 359–390)

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Mit dem Kamel fĂ€hrt Krutzler schließlich doch noch zu seiner Mutter. Sie finden sie am Ufer der Donau mit Ästen bedeckt. Sie erzĂ€hlt, sie habe gestern einen seltsamen Tag erlebt. Auf ein Mal stand eine Horde Hawaiianer in ihrem Garten. Als sie dann zu ihnen gehen wollte, waren jene aber plötzlich nicht mehr im Garten, sondern auf ihrem Hausdach. Da sie danach so Angst vor ihnen hatte, habe sie jetzt die Nacht mit Ästen bedeckt an der Donau verbracht.

Harlacher kommt dazu und diagnostiziert bei der Mutter SinnestÀuschungen. Daraufhin lÀdt die Mutter alle zum Essen ein. Der schwarze Baron kommt ebenfalls. Auch er leidet unter Halluzinationen. Sie essen gemeinsam den aufgetischten Fisch, welcher gar nicht existiert.

Nach dem Essen wird das Kamel damit beauftragt, auf die Krutzlermutter aufzupassen. Diese treibt ihn allerdings bald schon in den Wahnsinn, da ihre Halluzinationen immer schlimmer werden. SpÀter bildet sie sich ein Hochwasser ein und erstickt daran.

Krutzler ist einmal mehr in der Bar vom Baron, als er einen Anruf von Jerabek erhĂ€lt. Es scheint wichtig zu sein und die beiden treffen sich in der Wohnung von Krutzler. Sie spielen Russisch Roulette und beim dritten Schuss erwischt es den Jerabek. Danach verdĂ€chtigen alle den Krutzler, ihn umgebracht zu haben, doch es konnte bewiesen werden, dass es Selbstmord war. Doch ganz zufĂ€llig war dieser auch nicht, denn der Krutzler hatte zuvor von der Musch erfahren, dass die Lassnig dem Jebarek dies aufgetragen hatte, und so wusste der Krutzler welchen Revolvertyp Jebarek mitbringen wĂŒrde, und konnte dann die Patrone durch eine Attrappe austauschen.

Fleischburgen (S. 391–424)

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Ferdinand Krutzler hat den Kontakt zu seinen Kumpanen verloren. Er lebt einsam im Reichtum in seiner Wohnung. Sein wertvollster Besitz ist das Zimmer, in dem er 30 Standuhren stehen hat, welche genau gleichzeitig ticken. Krutzler beschließt, den Praschak zu kontaktieren. Er spricht mit ihm ĂŒber die Zeiten frĂŒher, darĂŒber, wie sich die Leute, mit denen sie frĂŒher zu tun hatten, geĂ€ndert haben. Praschak besitzt inzwischen ein SpielbĂŒro auf dem Heumarkt. Als Krutzler dort in die Spiele eingreift, stĂŒrzt er zuerst den Seriensieger Schani, was fĂŒr den Praschak Ă€ußerst schlecht fĂŒrs GeschĂ€ft ist. Als er wenig spĂ€ter auch noch eine SchlĂ€gerei anzettelt und dem Schani in die Beine schießt, reicht es dem Praschak und er schmeißt Krutzler raus. Auch der Sikora und der Podgorsky rĂŒgen ihn.

Der Sikora arbeitet an dem Plan, den Wessely aus dem GefĂ€ngnis zu befreien. Als der Außenminister Österreichs ein paar Tage spĂ€ter eine Rede hĂ€lt, welcher auch die GefĂ€ngniswĂ€rter lauschen, stellt sich der Wessely in seiner Zelle tot, so dass der Krankenwagen gerufen wird. Doch bevor der echte Rettungsdienst losgefahren ist, kommen der Sikora und der Harlacher und geben sich als SanitĂ€ter aus, worauf sie den Wessely in die Freiheit tragen. Da der Krutzler ahnt, dass die meisten ihn verdĂ€chtigen werden, will er mit der Musch schlafen, damit er ein Alibi hat. Doch diese möchte das nicht und so geht er in eine Bar, in der sich aber spĂ€ter niemand mehr an ihn erinnern wird.

Metamorphosen (S. 425–456)

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Herwig zieht beim Krutzler ein, da die Musch wegen Körperverletzung im GefĂ€ngnis sitzt. Da der Herwig jedoch die verschiedensten Tiere mit nach Hause bringt, hĂ€lt es der Krutzler nicht lange mit ihm aus und wird komplett irre. Schlussendlich bringt er Herwig zu Doktor Harlacher, welcher sich sehr darĂŒber freut.

Krutzler bekommt eine Einladung von Wessely, der sich als Graf getarnt in Salzburg versteckt. Als er dort am Bahnhof ankommt, wird er von der Lassnig, nunmehr Ehefrau von Wessely, abgeholt. Jener erholt sich immer noch von seinem GefĂ€ngnisausbruch und hat sich sehr verĂ€ndert. Er will jetzt ein normales Leben fĂŒhren. Krutzler soll den Wessely, im Auftrag von Podgorsky, wieder zurĂŒck ins GefĂ€ngnis bringen. Da er dies nicht tut, wird das VerhĂ€ltnis zwischen ihm und dem Podgorsky brĂŒchig und somit auch das VerhĂ€ltnis zwischen der Erdberger Spedition und der Polizei. Das langfristig aufgebaute System der Erdberger Spedition geht langsam den Bach runter, jeder ist fĂŒr sich selbst verantwortlich.

Der Krutzler sucht den Harlacher auf, um eine Droge fĂŒr die Musch zu besorgen, da sie immer sehr unglĂŒcklich ist. Als er Harlacher trifft, erfĂ€hrt er, dass er und Herwig schon lange wegen unterschiedlicher Meinungen ĂŒber die Äffin zerstritten sind und Herwig nicht mehr bei ihm wohnt. Dieser ist wieder zurĂŒck in die alte Wohnung der Musch gezogen, wo ihn der Krutzler findet. Die Wohnung gleicht einem Dschungel, alles ist verwuchert und ĂŒberall hat es exotische Tiere. Herwigs neuer Liebling ist sein Krokodil, ein paar Wochen spĂ€ter wird er von diesem getötet. Krutzler besucht die Musch im GefĂ€ngnis, erzĂ€hlt ihr, dass es Herwig bestens geht, und kĂŒsst sie, um ihr die Droge zu geben. Die beiden werden jedoch erwischt und Krutzler bekommt Besuchsverbot.

Das Lied vom traurigen Sonntag (S. 457–490)

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Die Polizei belauscht ein kritisches GesprĂ€ch zwischen Podgorsky und Praschak, woraufhin Podgorsky abgesetzt wird und in Rente geht. Stanek wird sein Nachfolger. In Praschaks Leben kommt es zu einigen Probleme und VorfĂ€llen, welche ihn zurĂŒck in die Fleischerei zu seiner Gattin Gusti bringen. Trotzdem mischt er noch ĂŒberall in den UnterweltgeschĂ€ften mit, auch in denen vom Sikora, was diesem nicht gefĂ€llt. Die Polizei geht immer mehr gegen die wienerische Unterwelt vor und fĂŒhrt einige Razzien durch.

Wessely besucht den Krutzler. Sie reden ĂŒber Wesselys MissverstĂ€ndnisse mit Lassnig, den Rest der Zeit schweigen sie. Etwas spĂ€ter kommen Sikora und Praschak hinzu und erzĂ€hlen, dass Praschak aus Versehen jemanden getötet hat. Die vier Freunde setzen sich hin und es ist fast wie in alten Zeiten. Sie beschließen, in eine Bar zu gehen, um den Hundertertrick noch ein letztes Mal anzuwenden. Sie feiern noch eine Weile, denn es ist klar, dass Praschak fort muss, da er sonst in den Knast kĂ€me. Er beschließt nach Panama zu ziehen, dort heiratet er und wird ein völlig anderer Mensch.

Krutzler bekommt einen Anruf vom Zoodirektor. Die Äffin ist seit lĂ€ngerer Zeit dort und liege jetzt im Sterben. Der Krutzler soll ihr in ihren letzten Momenten beistehen.

Fernweh (S. 491–518)

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Der Wessely ist als Graf untergetaucht und niemand weiß, wo er genau ist. Die Polizei ist frustriert, dass sie ihn nicht erwischt, und zwischen ihm und Lassnig scheint alles wieder besser zu sein.

Sikora sieht die Schatzkiste von Krutzler mit dem Bild der Frau im Turban. Er lĂ€sst nicht locker, bis Krutzler erzĂ€hlt, wer sie ist. Krutzler erzĂ€hlt ihm jedoch nicht die Wahrheit, stattdessen erfindet er eine riesige Geschichte ĂŒber diese Frau namens Dora. Sikora ist sehr angetan von ihr, betet sie an wie eine Göttin und stellt sich ihr gemeinsames Leben vor. Kurze Zeit spĂ€ter wird er wegen einer Kleinigkeit verhaftet und landet im GefĂ€ngnis.

Musch ist mittlerweile frei und Krutzler beschließt, sie aufzusuchen. Als er vor ihrer HaustĂŒr steht, verpasst diese ihm jedoch nur ein paar SchlĂ€ge. Stanek taucht bei Krutzler zu Hause auf und macht ihm ein Angebot. Der Rest seiner Truppe sei erledigt und er solle nun endlich den BregovicbrĂŒdern die wienerische Unterwelt ĂŒberlassen. Stanek gibt ihm Zeit, darĂŒber nachzudenken, und Krutzler fĂ€hrt fĂŒr eine Weile in den Urlaub nach Italien.

Geheimagenten (S. 519–546)

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Krutzler und die BregovicbrĂŒder haben Krieg, der Krutzler will Wien nicht aufgeben. Er stellt viele Spione an, die sich bei den BregovicbrĂŒdern einschmeicheln, zudem zeigt sich Krutzler der Öffentlichkeit fast gar nicht mehr.

Als Sikora aus dem GefĂ€ngnis entlassen wird, bittet Krutzler diesen, fĂŒr ihn die BregovicbrĂŒder auszuspionieren. Der Sikora tut dies aber nur unter der Bedingung, dass der Wessely auch mitmachen muss. Um Wessely anzulocken, veröffentlicht Krutzler eine Todesanzeige mit versteckter Botschaft. Die Polizei, darunter auch Stanek, werden darauf aufmerksam. Um sie auf eine falsche Spur zu bringen, bittet Krutzler den schwarzen Baron um Hilfe. Dieser willigt ein und die Polizei fĂ€llt auf den Trick herein. Krutzler trifft Wessely am Bahnhof, welcher schon wieder eine neue Tarnung hat, mit der er vollstĂ€ndige ImmunitĂ€t genießt. Die beiden unterhalten sich und treffen sich spĂ€ter noch mit dem Sikora. Die drei Erdberger setzen sich zusammen, um das Problem mit den BregovicbrĂŒdern zu besprechen. Sikora bittet die anderen bei diesem GesprĂ€ch, auch ihn zu töten, damit er mit seiner Dora vereint ist. Die beiden tĂ€uschen es bis zur letzten Sekunde auch vor, lassen ihn dann jedoch am Leben. Zwei Wochen lang lebt der Sikora noch, bevor man ihn tot in seiner Wohnung auffindet.

Asphalt (S. 547–569)

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Nach dem Tod von Sikora zieht sich Krutzler zurĂŒck und verbarrikadiert sich in seiner Wohnung. Podgorsky leidet an Alzheimer und sieht hinter jeder Ecke eine Verschwörung. Wessely will sich mit dem Krutzler treffen. Vor diesem Treffen feiert der Krutzler noch mit dem Baron in der Tikibar. Beim Treffen versucht Wessely, den Krutzler umzubringen, dieser kann sich jedoch wehren und tötet den Wessely. Krutzler ist schwer verletzt und niemand hilft ihm. Er schafft es gerade noch bis zum gelben Papagei. Dort angekommen, holt er die versteckte Pistole aus seinem Versteck und bringt bis auf den JĂŒngsten alle BregovicbrĂŒder um. Der Krutzler wird verhaftet, ĂŒberlebt seine Verletzungen, spricht seine letzten Worte und erhĂ€ngt sich in seiner Zelle. Die Musch sieht die Todesanzeige und besucht das Grab vom Krutzler, um sich von ihm zu verabschieden.

ErzÀhltechnik

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Die Dialoge des Romans sind grundsĂ€tzlich in der indirekten Rede unter Verwendung des Konjunktivs geschrieben. Es ist keine lineare ErzĂ€hlung, immer wieder kommen EinschĂŒbe aus der Vergangenheit und der Zukunft vor. Oft werden Wörter, SĂ€tze oder ganze Abschnitte kursiv geschrieben. Meist handelt es sich dabei um direkte Reden oder Niedergeschriebenes (z. B. Briefe). Der Roman wird auf eine berichtende Art erzĂ€hlt, die Dinge werde beschrieben, aber nicht kommentiert.

Die Originalsprache des Romans ist Deutsch. Es kommen jedoch auch viele österreichische und vereinzelte französische und russische Begriffe vor.

ErzÀhlperspektive

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Der ErzĂ€hler scheint ĂŒber alles Bescheid zu wissen. Er „begleitet“ hauptsĂ€chlich den Krutzler, jedoch weiß er auch, was die anderen Personen sich erzĂ€hlen und denken. Es handelt sich daher um eine auktoriale ErzĂ€hlperspektive, die Haltung des ErzĂ€hlers ist somit neutral.

Schwere Knochen wurde ĂŒberwiegend positiv bewertet.[2][3][4][5][6] Ab und zu wurde die ErzĂ€hlform und der Verlust an Spannung gegen Ende des Romans bemĂ€ngelt.[3][5]

In der Frankfurter Allgemeinen bewertet Tobias Döring, dass es Schalko gelungen ist, eine starke Mischung aus Krimi, Sozialroman, Politthriller und vielem mehr zu kreieren, dass man sĂŒchtig werden muss. „Ein Dreischillingroman, Grand Guignol und greller Spaß, so handlungs- wie pointenprall, voll schrĂ€ger Typen, irrer Szenen, Alltagsweisheit, Aberwitz und KabinettstĂŒckchen, vieles davon total ĂŒberdreht und eben dadurch schwindelnd mitreißend.“ Er ist der Meinung, Schalko hĂ€tte sich mit seinem vierten Roman in die Meisterliga von Wolf Haas hineingeschrieben. Der Roman wird von einem allwissenden ErzĂ€hler dargeboten, der halb Stimme des Milieus, halb teilnehmender Beobachter ist: „(
) als lauschten wir in einem Wiener Vorstadtbeisl in achtzehn hart durchzechten NĂ€chten der Suada eines spĂ€ten Zeitzeugen.“[4]

Dietmar Jacobsen kritisiert im Titel-Kulturmagazin das gelegentliche Fehlen an erzĂ€hlerischer Disziplin, das sei der einzige Mangel im ganzen Roman. Mal blutig-skurril, mal mit viel Schwarzhumor ist die Geschichte erzĂ€hlt. „Im »wianerischen« Ton gehalten, kommt es als eine Gangstersaga daher, in der viel Sozialkritik und ein bitterböser Blick auf das Nachkriegsösterreich enthalten sind.“ Viel wird ĂŒber Schalkos andere Werke mitdiskutiert, vor allem ĂŒber seine Arbeit fĂŒrs Fernsehen, wie zum Beispiel â€șBraunschlagâ€č (2011) oder â€șAltes Geldâ€č (2015) und, dass es zu diesem Roman wohl keine Verfilmung geben wird, aber man sollte niemals „Nie“ sagen.[5]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Tagesspiegel: So hart wie Diamant
  2. 1 2 3 Interview mit David Schalko, David Baum, Stern.de, 11. April 2018, abgerufen am 8. Mai 2020.
  3. 1 2 Splatter-Stoizismus nach Wiener Art, Burkhard MĂŒller, SĂŒddeutsche Zeitung, 29. Mai 2018, abgerufen am 8. Mai 2020.
  4. 1 2 Im Wiener Schmugglereldorado, Tobias Döring, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. September 2018, abgerufen am 8. Mai 2020.
  5. 1 2 3 Kriminelle Spediteure, Dietmar Jacobsen, Titel-Kulturmagazin.net, 20. Januar 2019, abgerufen am 8. Mai 2020.
  6. ↑ Wiener SchmĂ€h und Wiener Schmier, Michael Drewniok, Krimi-Couch.de, Januar 2019, abgerufen am 8. Mai 2020.