Zum Inhalt springen

Ruralgemeinde

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Ruralgemeinde (lateinisch rurare ‚auf dem Lande leben‘) war die im Königreich Bayern in den Jahren 1818 bis 1835 gebrĂ€uchliche Bezeichnung fĂŒr eine Landgemeinde. Das stĂ€dtische Pendant war die Munizipalgemeinde.

Die Ruralgemeinden wurden aufgrund der Gemeindeedikte 1808 und 1818 gebildet. 1835 wurden sie in Landgemeinden umbenannt.[1]

Es waren kĂŒnstlich gebildete Landgemeinden mit einer großen Streuung verschiedenartiger Siedlungstypen ĂŒber ein grĂ¶ĂŸeres Gebiet, oft ohne klar erkennbares Zentrum. Ruralgemeinden können als SiedlungsverbĂ€nde angesehen werden.[2]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Gemeindeverfassung (19./20. Jahrhundert) – Gemeindeedikt von 1818. In: Historisches Lexikon Bayerns.
  2. ↑ Franz-Rasso Böck, Ralf Lienert, Joachim Weigel (Hrsg.): Jahrhundertblicke auf Kempten 1900–2000. Dannheimer – AllgĂ€uer Zeitungsverlag, Kempten (AllgĂ€u) 1999, ISBN 3-88881-035-3, S. 20.