Rhönradweg
| Rhönradweg | |
|---|---|
| GesamtlÀnge | 180 km |
| Lage | |
| Karte | |
| Startpunkt | Bad Salzungen
|
| Zielpunkt | Hammelburg |
| ADFC-Zertifizierung | Beschreibung beim ADFC ADFC Klassifikationen |
Der Rhönradweg (oder auch Rhön-Radweg) mit einer LĂ€nge von insgesamt 180 Kilometern fĂŒhrt von Bad Salzungen nach Hammelburg. Er verlĂ€uft von ThĂŒringen aus ĂŒber Hessen bis nach Bayern.
Verlauf des Rhönradweges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bad Salzungen < 0Â km â 180Â km >
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Rhönradweg beginnt am Bahnhofsvorplatz in unmittelbarer NĂ€he der Tourist-Information am Gradierwerk. Von dort geht es zur anderen Flussseite der Werra und zunĂ€chst gemeinsam mit dem Werratal-Radweg flussabwĂ€rts. Ăber Tiefenort gelangt man zum sehenswerten Fachwerkort Kieselbach. In Merkers wird die Flussseite gewechselt und man erreicht Dorndorf, wo frĂŒher Kalisalz abgebaut wurde. Dort mĂŒndet das RhönflĂŒsschen Felda, das seinen Ursprung in der Hohen Rhön hat, in die Werra. Diese wird wieder ĂŒberquert und mit dem Fluss windet sich der Radweg bis zur historischen BrĂŒcke von Vacha.
Vacha < 22Â km â 158Â km >
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Ein Abstecher ĂŒber die historische WerrabrĂŒcke bringt einen nach Vacha zur Ă€ltesten Stadtsiedlung WestthĂŒringens. Sie verdankt ihre Existenz der Lage an der uralten Handelsverbindung zwischen dem Rheinland und dem mitteldeutschen Raum, der âFrankfurt-Leipziger HandelsstraĂeâ, die auch âDes Reiches StraĂe (Via Regia)â genannt wird und hier die Werra queren musste. Zahlreiche sehenswerte Fachwerkbauten â die Ă€ltesten aus dem 15. Jahrhundert â prĂ€gen das Stadtbild von Vacha. ZurĂŒck auf der rechten Werraseite, fĂ€hrt man weiter nach Philippsthal.
Philippsthal < 24Â km â 156Â km >
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Philippsthal heiĂt es nun âAbschied nehmenâ vom Werratal, denn nun geht es auf den nĂ€chsten 50 Kilometer durch das Ulstertal der âHohen Rhönâ entgegen. Entlang der Ulster wird mehrfach die Landesgrenze ThĂŒringen-Hessen gekreuzt. Diese Region war bis 1989 fĂŒr Touristen unpassierbar. Tipp: In Wenigentaft hat man ĂŒber die Waldhessen Route 14 Zugang (2 km) zum 25 Kilometer langen âRadwanderweg Hessisches Kegelspielâ.
Geisa < 43Â km â 137Â km >
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Ăber einen gut ausgebauten Radweg wird die Stadt Geisa am FuĂe des Gangolfiberges erreicht. Seit 817 im Besitz des Klosters Fulda, wird Geisa seit 1265 durch eine Mauer gesichert, die noch heute teilweise erhalten ist. Der Marktplatz bildet das prĂ€gende Zentrum des Ortes.Tipps: Von Buttlar aus gelangt man auf einer stillgelegten Bahnlinie, die heute ein Radweg ist, in sanfter Steigung auf die umliegende Bergkette und kann ĂŒber Oechsen nach Dermbach zum Feldatal-Radweg fahren. In Geisa zweigt eine Radroute ab zur GedenkstĂ€tte Point Alpha. Auf der Trasse der ehemaligen Bahnlinie durch das Ulstertal fĂ€hrt man zum historischen StĂ€dtchen Tann.
Tann < 53Â km â 127Â km >
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Das Schicksal von Tann war ĂŒber Jahrhunderte hin immer Grenzschicksal. FrĂŒher lag es an der Nahtstelle der Territorien der Bischöfe von WĂŒrzburg, der Ăbte von Fulda, der hessischen Landgrafen, der Grafen von Henneberg und deren Nachfolger, der Herzöge von Sachsen. So wurde Tann, nachdem es zuerst fuldisch und spĂ€ter Reichsgebiet gewesen war, 1806 bayrisch, dann preuĂisch und seit 1945 hessisch. Bis zur Wiedervereinigung war Tann Grenzgemeinde zur DDR. Auf einem Wirtschaftsweg direkt entlang der Ulster und einem schmalen StrĂ€Ăchen, das verschlafene kleine Ulsterorte verbindet, fĂŒhrt die Route nach Hilders. Wenige hundert Meter nach dem Ărtchen Aura zweigt der Milseburgradweg ab.
Hilders < 64Â km â 116Â km >
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]FĂŒr geĂŒbte Radfahrer ist Hilders in das Mountainbike-Routennetz der Rhön integriert.
In Hilders zweigt der Hochrhön-Radweg, die Variante des Rhön-Radweges ab. Der Rhön-Radweg jedoch bleibt im Tal und fĂŒhrt ĂŒber die Ferienorte Thaiden, Seiferts und Melperts (OT der Gemeinde Ehrenberg) zum Luftkurort WĂŒstensachsen im oberen Ulstertal.
WĂŒstensachsen < 73Â km â 107Â km >
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Die bedeutendsten Naturschutzgebiete der Rhön sowie die Kernzonen des BiosphĂ€renreservates liegen rund um WĂŒstensachsen und sind ĂŒber den Rhönradweg oder ĂŒber das gut ausgebaute Mountainbike-Routennetz gut zu erreichen. In WĂŒstensachsen beginnt der Aufstieg des Rhönradweges zur Langen Rhön auf gut 800 m Höhe. Der Weg verlĂ€uft mit einer durchschnittlichen Steigung von fĂŒnf Prozent reizvoll zwischen Weiden und Buchenwald und trifft am Parkplatz Schornhecke auf die Hochrhön-PanoramastraĂe (direkt unterhalb des Heidelsteins).
Hochrhön < 81 km â 99 km >
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Knapp zwei Kilometer nach dem Parkplatz Schornhecke treffen Hochrhön-Radweg und Rhönradweg wieder zusammen. Durch die Hochrhönlandschaft fĂ€hrt man nun vorbei an der ThĂŒringer HĂŒtte, einem ehemaligen Zollhaus (bewirtschaftet), und der RhönklubhĂŒtte Schweinfurter Haus (bewirtschaftet, Ăbernachtung) hinunter in die TĂ€ler der FrĂ€nkischen Rhön.
Durch den Fachwerkort Urspringen, wo die Bahra âals fertiger Bach unter der Kirche entspringtâ, kommt man zur Marktgemeinde Oberelsbach. In Urspringen zweigt der Radfernweg Rhön-Sinntal ab. Auf ihm erreicht man Fladungen. An seinem Ende, in Mellrichstadt, besteht die Möglichkeit, mit dem Zug nach Bad Salzungen zurĂŒckzufahren.
Oberelsbach < 92Â km â 88Â km >
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort liegt im Zentrum der Rhön, umrahmt von seinen Gemeindeteilen. Tipp: In Oberelsbach zweigt der Elstal-Radweg ab, auf dem man direkt nach Bad Neustadt fahren kann. Die Route fĂŒhrt nun weiter flach entlang des Osthanges der Hochrhön. Vom Bischofsheimer Ortsteil UnterweiĂenbrunn radelt man bequem auf der Trasse der ehemaligen Bahn nach Bischofsheim.
Bischofsheim < 104Â km â 76Â km >
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Am FuĂe des Kreuzberges liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Bischofsheim. Das Wahrzeichen der Stadt, der spĂ€tromanische Zentturm aus dem 13. Jahrhundert, das historische Rentamt und die zum groĂen Teil noch sehr gut erhaltene Stadtmauer verleihen Bischofsheim ein mittelalterliches Flair. Die Fortsetzung des Rhön-Radweges fĂŒhrt zunĂ€chst wieder bis UnterweiĂenbrunn auf dem gleichen Radweg zurĂŒck und dann weiter durch das Brendtal nach Bad Neustadt im Tal der FrĂ€nkischen Saale.
Bad Neustadt < 123Â km â 67Â km >
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bad Neustadt ist so etwas wie ein Drehkreuz fĂŒr Radler. Von hier fĂŒhren Radfernwege nach Meiningen, zum Main nach Schweinfurt und WĂŒrzburg, nach Fulda, zur Quelle der FrĂ€nkischen Saale und natĂŒrlich auch nach Bad Salzungen. Vom Radler-Info-Punkt fĂŒhrt die Route zunĂ€chst durch den Kurpark und das Kurviertel von Bad Neustadt, dann durch den Ort Salz, in dem die verschollene Pfalz Karls des GroĂen vermutet wird.
Niederlauer < 129Â km â 51Â km >
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tipp: In Niederlauer zweigt der Radfernweg Main-Werra ab, der nach Schweinfurt zum Main-Radweg bzw. weiter nach WĂŒrzburg fĂŒhrt.
Bad Kissingen < 155Â km â 25Â km >
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Am Ende des Kurparks in Bad Kissingen fĂŒhrt die Radroute ĂŒber die SaalebrĂŒcke zur linken Flussseite. Bis zum Markt Euerdorf verlĂ€uft der Weg nahe an der FrĂ€nkischen Saale. Beim Golfplatz fĂŒhrt eine Nebenroute des âBayernnetzes fĂŒr Radlerâ nach Schweinfurt an den Main.
Hammelburg < 180Â km â 0Â km >
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Hammelburg hat wie viele Weinorte ein einzigartiges Flair. Bereits 716 wird der Ort als âhamulo castellumâ erwĂ€hnt. Den Ruf als Geburtsstadt des Frankenweins hat die Stadt durch Bayerns Ă€lteste im Original erhaltene Urkunde, die im Staatsarchiv WĂŒrzburg ruht. Mit diesem SchriftstĂŒck bestĂ€tigte am 7. Januar 777 Karl der GroĂe erstmals den Weinbau in Hammelburg. Seit dieser Zeit ist das Werden der Stadt eng mit der Rebkultur verbunden.
Anschlussradwege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Radwanderkarte â Leporello Rhönradweg 1 : 50 000. Publicpress-Verlag, Geseke 2007, ISBN 978-3-89920-394-3.
- Rhönradweg. Radwanderkarte 1 : 50 000. 1. Auflage. BVA Bielefelder Verlag, 2006, ISBN 3-87073-403-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rhönradweg In: Radroutenplaner Hessen.
Koordinaten: 50° 48âČ 52,7âłÂ N, 10° 13âČ 51,5âłÂ O