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Radwanderroute

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Beschilderung eines Radwanderwegs in SĂŒdtirol (Italien)
Start des Donauradwegs in Passau (Deutschland)

Radwanderrouten bzw. Radwanderwege sind ausgeschilderte WegfĂŒhrungen, die vorrangig dem Fahrradtourismus dienen. Touristische Radrouten werden oft vereinfacht als „Radwege“ bezeichnet. Bei lĂ€ngeren touristischen Radrouten spricht man auch von Radfernroute und Radfernwanderweg, manchmal auch Fernradweg oder Radfernweg. In der Schweiz werden die Radfernwege auch als Veloroute bezeichnet.

Zur Bezeichnung

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Obwohl ein großer Teil der touristischen Radrouten das Wort „Radweg“ im Namen trĂ€gt, sind sie nur in den seltensten FĂ€llen „Radwege“ im Sinn der Straßenverkehrsordnungen oder baulich angelegte Radverkehrsanlagen. Es sind in aller Regel Routen, die ĂŒber unterschiedlichste Straßen, Wege und FĂŒhrungsformen ausgewiesen sind.

Die Bezeichnung von touristischen Radrouten ist regional und national unterschiedlich. So sind vor allem in SĂŒddeutschland, Österreich und SĂŒdtirol neben „Radweg“ auch „Radwanderweg“ (in Analogie zum „Weitwanderweg“ der Bergsteigerei und dem „Reitwanderweg“) oder „Radwanderroute“ gebrĂ€uchlich, in der Schweiz vornehmlich „Radwanderroute“. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt fĂŒr Fachdiskussionen und -literatur die Verwendung des Begriffs „Touristische Radroute“ statt „Radweg“ und fĂŒr ĂŒberregionale Radrouten den Begriff „Radfernweg“ statt des auch gebrĂ€uchlichen Begriffs „Fernradweg“.[1]

Weniger auf touristische Aspekte, sondern vor allem auf effektives Vorankommen ausgelegt sind Radschnellwege.

FĂŒhrungsform

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Der Begriff „touristische Radroute“ ist unabhĂ€ngig von seiner FĂŒhrungsform. Meist wird versucht, die Routen auf eigenstĂ€ndige Radverkehrsanlagen oder verkehrsarme Nebenstraßen, Feld- und Waldwege zu legen. FĂŒhren touristische Radrouten ĂŒber Hauptverkehrsstraßen, sind oft Radverkehrsanlagen vorhanden. Radrouten auf stillgelegten Bahntrassen ermöglichen Routen mit geringen Steigungen abseits von Autoverkehr.

Themenradrouten

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Touristische Radrouten orientieren sich hĂ€ufig an kulturellen, naturellen oder geografischen Themen. Besonders beliebt sind Radrouten entlang von FlĂŒssen und KanĂ€len, da sie Naturerlebnis mit einer steigungsarmen Trassierung verbinden können (z. B. Oder-Neiße-Radweg). Andere Routen verbinden KulturdenkmĂ€ler (wie der Umgebindehausradweg), geschichtliche Orte (wie Krabat-Radweg) oder besonders interessante NaturrĂ€ume (wie beim Wolfsradweg). Als herausragende Route im Eurovelo-Netz wird der Iron Curtain Trail (EV13) genannt, der auch Kulturweg des Europarats ist.

Themenradrouten eignen sich besonders gut zur Vermarktung durch TourismusverbĂ€nde und FremdenverkehrsĂ€mter. Dazu gibt es BroschĂŒren, Webseiten und Werbeanzeigen, mit denen Fahrradreisende in die Tourismusregion gelockt werden sollen. Nicht immer ist die kĂŒrzeste oder steigungsĂ€rmste, sondern die interessanteste Strecke das Ziel, weswegen touristische Radrouten nicht immer auch fĂŒr den Alltagsradverkehr attraktiv sind.

Blau markierter Radschnellweg in England

Wichtiges Merkmal von touristischen Radrouten ist eine durchgehende Wegweisung. Wurden frĂŒher einfache Wegweiser Ă€hnlich Wanderwegweisern verwendet, so ist es heute ĂŒblich, kleine Schilder mit Routenpiktogrammen an genormte Hauptwegweiser anzuheften.

Zur Orientierung dienen insbesondere Radwanderkarten (als spezielle Topografische Karten) oder auch die breite Auswahl an digitalen Routenplanern.

Klassifizierung

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Logo von Bett+Bike

Der ADFC bietet seit 2006 an, Radfernrouten zu ĂŒberprĂŒfen und mit einer Sternezahl als QualitĂ€tsradroute zu klassifizieren. In die Bewertung gehen dabei folgende Kriterien mit unterschiedlicher Gewichtung ein: „komfortable Befahrbarkeit“ (Breite & Barrierefreiheit), OberflĂ€che, Wegweisung, RoutenfĂŒhrung, (Verkehrs-)Sicherheit, Anbindung an den öffentlichen Verkehr, touristische Infrastruktur (Bett+Bike-Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie, RastplĂ€tze usw.) und die Vermarktung (Karten/Apps, Buchungsportale usw.). Nach spĂ€testens drei Jahren ist fĂŒr eine Nachklassifizierung eine erneute PrĂŒfung notwendig, damit die Strecke weiterhin als QualitĂ€tsradroute vermarktet werden darf. Da die Kriterien sehr streng sind, werden selten 5 Sterne vergeben. Bereits Routen mit 3 oder 4 Sternen sind von guter bis sehr guter QualitĂ€t (Ă€hnlich den Sternen fĂŒr Hotels).

Wege der LĂ€nder und Regionen

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Internationale Radfernrouten in Europa

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Radwanderrouten und Radfernwege in Deutschland

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Der 1145 m lange Milseburgtunnel ist Teil des Milseburgradwegs auf einer ehemaligen Bahntrasse in der Rhön.
Fahrradwegweiser mit Routenpiktogrammen in Deutschland

Landes- und kommunale Tourismus-Marketing-Gesellschaften[2] richten gern zur Förderung des regionalen Tourismus touristische Fahrradrouten ein. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club[3] empfiehlt fĂŒr Radfernwege eine Reihe von Mindestkriterien.

  • eindeutiger Name
  • Konzeption als Strecke, Rundkurs oder Netz
  • MindestlĂ€nge 150 Kilometer oder empfohlene Notwendigkeit von zwei StreckenĂŒbernachtungen
  • durchgĂ€ngige Befahrbarkeit mit dem Fahrrad, auch mit Tandem oder AnhĂ€nger
  • mindestens zwei Meter breit
  • bei jedem Wetter befahrbar
  • einheitliche und durchgĂ€ngige Wegweisung
  • naturnahe RoutenfĂŒhrung
  • möglichst geringe Belastung durch Kraftfahrzeugverkehr
  • touristische Infrastruktur entlang der Route (Restaurants, Hotels, Herbergen, CampingplĂ€tze)
  • Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr
  • regelmĂ€ĂŸige Kontrolle und Wartung

Auch innerhalb dieser Kriterien kann die QualitĂ€t der Routen sehr unterschiedlich sein, so durch unterschiedliche FahrbahnbelĂ€ge, lokale Steigungen und gelegentliche Strecken an oder auf Straßen mit hoher Kfz-Belastung. Eine Datenbank oder Kartenmaterial mit Hinweisen auf solche MĂ€ngel wie sogenannten „unvermeidlichen LĂŒckenergĂ€nzungen“ sind noch nicht etabliert, entsprechende Karten sind jedoch fĂŒr einige Regionen verfĂŒgbar.

In diesem Sinne hat der ADFC ein Radnetz Deutschland vorgeschlagen, das aus 12 Premiumrouten bestehen soll.[4] Daneben ist auch ein Netz primÀr stÀdteverbindender Routen vorhanden.[5] Das Land Nordrhein-Westfalen weist seit 2013 unter dem Titel Alleen-Radwegeprogramm Radwege auf stillgelegten Bahntrassen aus; derzeit 364 km.[6]

Radwanderwege in Österreich

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In Österreich werden die Radwanderwege seitens der Landesregierungen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, in deren Kompetenzbereich sie baulich fallen, der nationalen Tourismusorganisation Österreich Werbung (ÖW) und den Landestourismusorganisationen erarbeitet. Diese Radwege sind durchwegs durch die Geoinformationssysteme der LĂ€nder (auf Spezialkarten der Mapserver der LĂ€nder, auch zusammengefasst unter geoland.at), bis auf Katasterebene einsehbar zugĂ€nglich, und als Kartenmaterial publiziert.

Die internationale Anbindung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Radorganisation EuroVelo und im Rahmen von EU-Projekten (INTERREG). Neben den klassischen Fernrouten ist in Österreich naturgemĂ€ĂŸ auch das Wegenetz der Mountainbiketracks im alpinen GelĂ€nde gut erschlossen. Hier arbeiten die LĂ€nder im Besonderen mit dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV) und den anderen Alpinvereinen, die Bergwege und HĂŒtten betreuen, zusammen. Forciert wird auch die Zusammenarbeit mit ÖBB und ÖBB-Postbus, was den einfachen Transport und Verleih von RĂ€dern fĂŒr Ferntouren betrifft.

In Österreich weisen die amtlichen Kartenwerke und Landestourismusinformationen aus.

  • Das Burgenland hat ein umfassendes Netz an 2.500 km (grĂ¶ĂŸtenteils asphaltierten) markierten Radwanderwegen und 433 km Mountainbikestrecken ausgebaut. Detailliertes Kartenmaterial wird in Form von Onlinedokumenten angeboten[7][8]
  • Die 1.300 km markierten Radwege in KĂ€rnten fĂŒhren grĂ¶ĂŸtenteils entlang der FlĂŒsse oder rund um Seen.[9] Die bekannteste Radtour ist der Drauradweg, der am Ursprung der Drau in Italien beginnt, quer durch KĂ€rnten verlĂ€uft und in VaraĆŸdin in Kroatien endet. Bekannte Radwanderwege sind auch die um den Wörthersee, den MillstĂ€tter See sowie die SĂŒdkĂ€rntner 6-Seen-Runde.[10] FĂŒr Mountainbiker bietet die Region Nockberge 700 km beschilderte Touren fĂŒr alle Leistungsstufen.[11]
  • Niederösterreich verfĂŒgt ĂŒber etwa 4000 km Radwegenetz,[Anm 1] und hat eine Kampagne RADLand gestartet, um dieses noch auszubauen. Unter den zahlreichen Touren der Klassen familienfreundlich, sportlich, genussvoll und Bike sind 7 Großtouren als Top Radroute ausgewiesen. Erschienen sind vier Kartenwerke (Radkarte Weinviertel Ost, Radatlas Mostviertel, Radatlas Waldviertel und bikeline Kamp-Thaya-March Radtourenbuch).[12][13][14]
  • 5000 km Radweg bestehen in Oberösterreich, 2200 km davon werden als „touristisch besonders interessante Radrouten-Highlights“ bezeichnet (30 Hauptrouten, 7 Verbindungswege zwischen den einzelnen Routen), die den Schwerpunkt des oberösterreichischen Landesradwanderwege-Konzeptes bilden. Der Fokus liegt auf Familienfreundlichkeit und Trassierung „abseits vom Straßenverkehr, entlang von FlĂŒssen und Seen.“[15]
  • In der Steiermark wird ein Radroutennetz von 1.000 km ausgewiesen, ĂŒber das sich 64 Radrouten erstrecken, davon 13 Hauptradrouten. Eingeteilt werden die Wege in die Sparten Flussradeln, Genussradeln, Familienradeln und Mountainbiken. Herausgegeben wird die kostenlose Radkarte Steiermark[16][17][18][19]
  • Das Land Salzburg hat bisher 630 km Radverkehrsweg ausgebaut (bis 2015 sind 760 km in flĂ€chendeckendem Ausbau geplant), und 6.000 beschilderte Rad- und Mountainbikewege mit insgesamt 2000 km. Seit der Ausrichtung der UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2006 ist besonders der Raum um die Stadt Salzburg mit Straßenrouten erschlossen, 6 Radwanderwege sind als Top Radroute ausgewiesen, davon drei Mehrtagesrouten. Die Salzburger Landesregierung hat ein eigenes Radverkehrsinformationssystem namens LAS WEGAS aufgebaut.[20][21][22][23]
  • Die Tiroler Landesregierung weist 1.000 km Radwanderwege in ganz Tirol (enge Zusammenarbeit besteht mit der SĂŒdtiroler Landesregierung) aus, und fasst 29 ĂŒberregionale Radwanderwege zusammen.[24][25][26][27]
  • Vorarlberg bietet innerhalb der 250 km Radwege vorrangig ein Kurzstreckennetz, speziell ausgewiesen sind etwa zehn Radwandertouren, die teils in das internationale Fernwegenetz eingebunden sind.[28][29]
  • Von den 1100 Kilometern Radverkehrsnetz (Stand 2006) in Wien sind 7 Radrouten als Themenradwege ausgewiesen – sofern sie nicht Teil oder Alternative zu den niederösterreichischen Fernwegen sind, sind auch sie naturgemĂ€ĂŸ Kurzstrecken.[30][31] Auch hier ist als Radkarte Wien ein Kartenwerk veröffentlicht.[32]

Zu den bekanntesten transnationalen Routen Österreichs zĂ€hlen der Donauradweg (Passau – Linz – Wien – Preßburg, EuroVelo-Route EV6, R1 OÖ, R6 NÖ; die meistbefahrene Radroute Europas), die Route Via Bavarica Tyrolensis – Inntal-Radweg – EV7 Sonnen-Route (Linz – Salzburg – Lienz) sowie die Baltisch-Adriatische Route (EV9 BrĂŒnn – Wien – Marburg).[33]

Radwanderrouten in der Schweiz

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Radfahrer auf der schweizerischen Rhein-Route
Velo-Wegweiser im TĂ€gerwiler Wald (Schweiz)

Die Stiftung Veloland Schweiz unterscheidet zwischen nationalen und regionalen Radwanderrouten.[34] Die neun nationalen Radwanderrouten, welche rote Markierungen tragen, sind:

Radwanderrouten in SĂŒdtirol

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Nationale Radrouten in DĂ€nemark

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In DĂ€nemark existieren neben vielen regionalen Routen elf nationale Radrouten (Nr. 11 ist nicht vergeben).

  • (1) Vestkystruten, 560 km
  • (2) Hanstholm – KĂžbenhavn, 420 km
  • (3) HĂŠrvejsruten, 450 km
  • (4) SĂžndervig – KĂžbenhavn, 310 km
  • (5) Østkystruten, 650 km
  • (6) Esbjerg – KĂžbenhavn, 330 km
  • (7) SjĂŠllands Odde – RĂždbyhavn, 240 km
  • (8) Sydhavsruten (RudbĂžl – MĂžn), 360 km
  • (9) HelsingĂžr – Gedser, 290 km
  • (10) Bornholm rundt, 105 km
  • (12) Limfjordsruten, 610 km

Radwanderwege in Frankreich

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In Frankreich gibt es Radwanderwege und eine entsprechende Beschilderung unter der Bezeichnung VĂ©loroutes; zudem diverse grenzĂŒberschreitende Radwanderwege im Rahmen der europĂ€ischen Zusammenarbeit, z. B. der ItinĂ©raire cyclable europĂ©en (EuropĂ€ischer Radwanderweg) Molsheim–Strasbourg–Kehl–Offenburg.

Radrouten in Großbritannien

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Im National Cycle Network (NCN) waren 246 Radrouten ausgewiesen (Stand 25. April 2019). Als erster Radwanderweg wurde 1984 der 15 Meilen lange Bristol and Bath Railway Path eröffnet, der ĂŒber eine stillgelegte Eisenbahnstrecke verlĂ€uft (jetzt ein Streckenabschnitt der National Cycle Route 4). Die Gesamtstrecke aller NCN-Radrouten waren auf rund 20.000 Kilometer gewachsen (Stand: November 2018), allerdings fĂŒhrten sie auch ĂŒber vom Autoverkehr genutzte Straßen.[35] 2020 wurde das Netz um alle Strecken mit Autoverkehr, auch um einige der beliebtesten Strecken, und um die wenig befahrenen, aber teilweise unĂŒbersichtlichen Strecken auf den Hebriden sowie um fĂŒr unsicher befundene Wege reduziert.[36] Danach hatte das Netz 2024 insgesamt 5158 Meilen (8300 km) Radwege ohne Autoverkehr.[37]

Landesweite Radrouten in den Niederlanden

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Amsterdam: Ein Schild am Laternenmast weist zum Knotenpunkt 52.

Die Niederlande unterhalten ein dichtes Netz an Radfernwegen, die so genannten Landelijke Fietsroutes (kurz LF-routes). DarĂŒber hinaus ist das ganze Land von einem System von Fahrradknotenpunkten (niederl.: knooppunt) durchzogen, wodurch sich sehr individuelle Möglichkeiten der Routengestaltung ergeben. Die 24 Knooppuntnetwerken kĂŒmmern sich um die Nummerierung der Knotenpunkte und die Beschilderung der Wege.[38]

Nationale Radrouten in Norwegen

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In Norwegen gibt es ein nationales Radroutennetz (Nasjonale sykkelruter) von zehn Wegen, die (bis auf die Radwege Nr. 1 und 10) alle im sĂŒdlichen Teil des Landes verlaufen.

Radwanderwege in Spanien

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Im Rahmen des Projektes VĂ­as Verdes (grĂŒne Wege) wurden stillgelegte Eisenbahnstrecken zu Radwanderwegen umgenutzt.

Radtrails in Kanada

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In Kanada besteht der Trans Canada Trail.

Radrouten in den USA

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In den USA gab es mangels eines nationalen Radwegenetzes lange nur VerbĂ€nde wie die Adventure Cycling Association (ACA), die Empfehlungen und FĂŒhrungen fĂŒr Themen- und Fernrouten anboten. Von staatlicher Seite beschrĂ€nkte man sich auf lediglich zwei Routen, die seit 1982 existieren und grĂ¶ĂŸtenteils den Empfehlungen der ACA folgten. Erst 2003 begann eine Arbeitsgruppe der AASHTO das nationale Radwegenetz grundlegend zu ĂŒberarbeiten und stellte 2008 erste Ergebnisse vor. 2009 zog die Federal Highway Administration die Planungen an sich und prĂ€sentierte schließlich 2011 ein enorm erweitertes und nummeriertes Radwegenetz durch die gesamten Vereinigten Staaten. Es handelt sich hierbei nach aktuellen Stand jedoch grĂ¶ĂŸtenteils um Korridorempfehlungen, in denen zukĂŒnftig einmal eine Radroute verlaufen soll – eine tatsĂ€chliche WegefĂŒhrung oder Beschilderung existiert vorerst nur an einigen Stellen.

DarĂŒber hinaus werden auch immer mehr ungenutzte Bahnstrecken in Fahrradwege umgewandelt (Rails to Trails) und im Umfeld einiger StĂ€dte existieren regionale Radroutennetze.

Mountainbike-Routen

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Gelegentlich sind bei alpinen Mountainbike-Routen Schiebe- oder Tragestrecken unvermeidbar

Im europĂ€ischen Alpenraum werden „Transalp-Routen“ von Mountainbikern befahren. Diese Routen sind als Fernradwege zugleich europĂ€ische AlpenĂŒberquerungen, die in hochalpine Regionen fĂŒhren. Sie sind auf mehrere Tage angelegt und erfordern gelegentlich Trittsicherheit. Und unter UmstĂ€nden kommen auch Schiebe- und Tragestrecken auf steilen Geröllabschnitten hinzu. Vielfach publiziert, sind sie ausschließlich im Sommer befahrbar und nicht eigens ausgeschildert. Diese Fahrradrouten nutzen die alpine Infrastruktur, die unter anderem von Alpenvereinen, wie DAV, SAC, AVS und ÖAV, geschaffen wurden. Sie werden stetig erhalten mit hochalpinen SchutzhĂŒtten, Gebirgspfaden, Wegnetzen, modernem Wanderkartenmaterial und klaren Wegmarkierungen.

Zu diesen europÀischen Mountainbike-Routen gehören

Portal: Tourismus und SehenswĂŒrdigkeiten – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Tourismus und SehenswĂŒrdigkeiten
Commons: Radwanderwege – Sammlung von Bildern
Wikivoyage: Reisen mit dem Fahrrad – ReisefĂŒhrer
  1. ↑ Weinviertel: 1600 km, Mostviertel: 900 km, Waldviertel: 1.000 km, Industrieviertel: k. A.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Kleine Routenkunde (Memento vom 13. Mai 2021 im Internet Archive), auf adfc.de, abgerufen am 22. April 2019.
  2. ↑ Deutschland per Rad entdecken, abgerufen am 22. April 2019
  3. ↑ Radfernwege – Was sind Radfernwege? Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, 11. Juli 2009, archiviert vom Original am 1. Februar 2014; abgerufen am 28. Januar 2014.
  4. ↑ Radnetz Deutschland: Netz-Ausbau, auf adfc.de, abgerufen am 3. Januar 2021.
  5. ↑ StĂ€dte-Direktverbindungen per Rad in Deutschland, ohne touristische Umwege, auf www.radweit.de
  6. ↑ Pressemitteilung des MBWSV NRW: 09.06.2008 : Minister Wittke stellt das Alleen-Radwegeprogramm vor: 364 Kilometer neue Radwege auf stillgelegten Bahntrassen (Memento vom 23. September 2013 im Internet Archive), abgerufen am 30. September 2013
  7. ↑ Radlerland. In: burgenland.at. Amt der BurgenlĂ€ndischen Landesregierung – Landesamtsdirektion-Öffentlichkeitsarbeit, abgerufen am 21. April 2019.
  8. ↑ Radfahren Mit dem Drahtesel durchs Burgenland. Burgenland Tourismus, abgerufen am 21. April 2019 (Routenkarten-PDF bei den einzelnen Wegbeschreibungen).
  9. ↑ Trekkingrad Genussradeln auf der sonnigen SĂŒdseite der Alpen. In: radland.kaernten.at. Abgerufen am 3. Januar 2021.
  10. ↑ Radfahren in KĂ€rnten. In: kaernten.at. Abgerufen am 3. Januar 2021.
  11. ↑ Tourismusportal des Landes KĂ€rnten, Mountainbike. In: radland.kaernten.at. Abgerufen am 18. Januar 2019.
  12. ↑ Radverkehr in der Steiermark. In: Tourismus- und Kulturportal des Landes Niederösterreich. Niederösterreichische Landesregierung, Niederösterreich-Werbung, abgerufen im Jahr 2009 (RADLand).
  13. ↑ Mountainbiken in Niederösterreich, auf .niederoesterreich.at, abgerufen am 3. Januar 2021.
  14. ↑ Genussvoll Radfahren in Niederösterreich, auf niederoesterreich.at, abgerufen am 3. Januar 2021
  15. ↑ Radwanderwege. In: DORIS. Land Oberösterreich, abgerufen am 3. Januar 2021.
  16. ↑ Radfahren & Mountainbiken in der Steiermark, auf steiermark.com, abgerufen am 21. April 2019.
  17. ↑ Radfahren in der Steiermark (Memento vom 11. Mai 2019 im Internet Archive), auf radland.steiermark.at, abgerufen am 21. April 2019.
  18. ↑ Radwege zum Genuss – Die aktuelle Steiermark Radkarte ist wieder da! (Memento vom 28. Oktober 2012 im Internet Archive)
  19. ↑ Verkehrswege Steiermark, auf GIS-Steiermark, abgerufen am 24. Februar 2025.
  20. ↑ „LasWegas“ – Informationssystem fĂŒr lĂ€ndliche Straßen, Wege und BrĂŒcken im Land Salzburg, auf salzburg.gv.at, abgerufen am 22. April 2019.
  21. ↑ Das Salzburger Landesradverkehrsnetz. Land Salzburg – Fachabteilung Verkehrsplanung, archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen im Jahr 2009.
  22. ↑ Biken und Radfahren: Bergauf – Bergab – Geradeaus. SalzburgerLand, abgerufen am 22. April 2019.
  23. ↑ SAGISonline – Tourismus, abgerufen am 22. April 2019.
  24. ↑ Mit dem Radrouting Tirol auf dem richtigen Weg, auf tirol.gv.at, abgerufen am 21. April 2019.
  25. ↑ Erholungs- & Erlebnisraum Wald – Fördermaßnahmen Sommerthemen, auf tirol.gv.at, abgerufen am 21. April 2019.
  26. ↑ Download GPS – Kartenoverlays – Google Earth. Abgerufen am 21. April 2019., auf tirol.gv.at
  27. ↑ tiris – Tiroler Rauminformationssystem, auf tirol.gv.at, abgerufen am 21. April 2019.
  28. ↑ Mountainbike-Netz Vorarlberg. Land Vorarlberg – Landesvermessungsamt, archiviert vom Original am 19. Februar 2014; abgerufen im Jahr 2009.
  29. ↑ Digitale Radwege- und Mountainbikekarte (Memento vom 1. Februar 2009 im Internet Archive)
  30. ↑ Radfahren in Wien. In: Webservice der Stadt Wien. Magistrat der Stadt Wien – Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46), abgerufen im Jahr 2009.
  31. ↑ Themenradwege durch die Stadt
  32. ↑ MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung (Hrsg.): Radkarte Wien. Wien 2009, ISBN 978-3-902576-16-3.
  33. ↑ Die Radwanderrouten in Österreich (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  34. ↑ Die Radwanderrouten der Schweiz
  35. ↑ Sustrans announces plan for first UK-wide network of traffic-free walking and cycling paths for everyone. 12. November 2018, abgerufen am 21. Januar 2021.
  36. ↑ Laura Laker: National Cycle Network cuts a quarter of its routes on safety grounds auf theGuardian.com
  37. ↑ The National Cycle Network auf sustrans.org.uk
  38. ↑ Radfernwege in den Niederlanden