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PrÀtendent

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Ein PrĂ€tendent (von lateinisch prae + tendere ‚hervorstrecken, beanspruchen‘) ist jemand, der etwas oder ein Recht fĂŒr sich in Anspruch nimmt oder sich eine Stellung oder einen Status anmaßt.

Ein ThronprÀtendent erhebt in einer Monarchie Anspruch auf den Thron.

Rechtswissenschaft

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Im deutschen Schuldrecht machen in einem PrĂ€tendentenstreit zwei GlĂ€ubiger AnsprĂŒche gegen denselben Schuldner geltend. Der Schuldner kann sich eines solchen Streits entledigen, indem er seine Leistung hinterlegt (§ 378 BGB).[1][2] Der Prozess wird dann ausschließlich zwischen den PrĂ€tendenten fortgefĂŒhrt (§ 75 ZPO).

Entsprechende Regelungen gibt es auch in Österreich[3] und in der Schweiz (Art. 168 OR).[4][5][6]

Das deutsche Familienrecht kennt den VaterschaftsprÀtendenten. Dieser ist, wer glaubhaft machen kann, der Mutter in der gesetzlichen EmpfÀngniszeit beigewohnt zu haben (§ 1592 Abs. 3 in Verbindung mit § 1600d BGB).[7][8]

Wiktionary: PrĂ€tendent – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ BGH, Urteil vom 12. Oktober 1999 – XI ZR 24/99
  2. ↑ BGH, Urteil vom 30. Januar 2015 – V ZR 63/13
  3. ↑ OGH, Beschluss vom 29. April 2013 – 8Ob36/13x
  4. ↑ PrĂ€tendentenstreit (OR 168)
  5. ↑ BGE 134 III 348, Urteil vom 8. April 2008
  6. ↑ Zur Freigabe beschlagnahmer Forderungen im PrĂ€tendentenstreit strafprozess.ch, 15. Februar 2013
  7. ↑ Kammergericht, Beschluss vom 7. August 2014 – 19 UF 35/14
  8. ↑ BGH, Beschluss vom 18. Februar 2015 – XII ZB 473/13