Zum Inhalt springen

Plackwald

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Plackweghöhe (Plackwald)
Blick auf den Plackwald mit dem Lörmecke-Turm (mittig rechts)
Blick auf den Plackwald mit dem Lörmecke-Turm (mittig rechts)
Blick auf den Plackwald mit dem Lörmecke-Turm (mittig rechts)
Systematik nachHandbuch der naturrÀumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. OrdnungMittelgebirgsschwelle
Großregion 2. OrdnungRheinisches Schiefergebirge
Haupteinheitengruppe33 →
SĂŒderbergland
Über-Haupteinheit334 →
NordsauerlÀnder Oberland
Naturraum334.4 →
Plackweghöhe (Plackwald)
Höchster GipfelPlackweghöhe (581,5 m)
Geographische Lage
Koordinaten51° 23â€Č 44″ N, 8° 20â€Č 46″ OKoordinaten: 51° 23â€Č 44″ N, 8° 20â€Č 46″ O
Plackweghöhe (Plackwald) (Nordrhein-Westfalen)
Plackweghöhe (Plackwald) (Nordrhein-Westfalen)
Lage Plackweghöhe (Plackwald)
KreisKreis Soest, Hochsauerlandkreis
BundeslandNordrhein-Westfalen
StaatDeutschland

Der Plackwald ist ein bis 581,5 mÂ ĂŒ. NHN[1] hoher Höhenzug des Rheinischen Schiefergebirges im Kreis Soest und Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen. Innerhalb des NordsauerlĂ€nder Oberlands (Ordnungsnummer 334) bildet er die naturrĂ€umliche Untereinheit Plackweghöhe (Plackwald) (334.5).

Der Plackwald liegt im Naturpark Arnsberger Wald zwischen Meschede im SĂŒden und Warstein im Norden. Er erstreckt sich vom nordöstlichen Stadtgebiet von Arnsberg im Westen bis zum Briloner Ortsteil Esshoff im Osten. Als Teil der Wasserscheide zwischen Ruhr im SĂŒden und deren Zufluss Möhne im Norden weist er eine Reihe von Anhöhen mit der Plackweghöhe (581,5 m) als höchste Erhebung auf, deren Name zugleich Synonym fĂŒr den Höhenzug beiderseits entlang des Plackwegs darstellt. Hauptverkehrsachse ist die etwa mittig an der Passhöhe Stimmstamm (541,1 m) die Landschaft durchschneidende Bundesstraße 55. Zu den markanten Stellen des Plackwaldes gehören der Fernmeldeturm Meschede und der Aussichtsturm Lörmecke-Turm und zu seinen FließgewĂ€ssern Heve, Langer Bach, Lörmecke und Wideybach.

NaturrÀumliche Zuordnung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Plackwald bildet in der naturrĂ€umlichen Haupteinheitengruppe SĂŒderbergland (Nr. 33) und in der Haupteinheit NordsauerlĂ€nder Oberland (334) die Untereinheit Plackweghöhe (Plackwald) (334.5). Nördlich schließen sich die Untereinheiten Oberer Arnsberger Wald (334.3) und Warsteiner HĂŒgelland (334.4) an, im Osten der Obermöhne- und Almewald (334.6), im SĂŒdwesten und Westen das Oeventroper Ruhrtal (334.1) und im SĂŒden die Haupteinheit SauerlĂ€nder Senken (335).[2][3]

Der Plackwald ist ein etwa 500 bis 550 m hoher FlachrĂŒcken, der sich vom Großen Berg beim Arnsberger Ortsteil Oeventrop ĂŒber den Warsteiner Kopf und die Nuttlarhöhe bis zur Briloner HochflĂ€che ostwĂ€rts hinzieht. Geologisch besteht der Höhenzug aus gefalteten Gesteinen des Oberkarbons. In der Nuttlarer Mulde bilden quarzitische Ton- und Grauwackeschiefer der Arnsberger Schichten aus dem Namurium den Untergrund. HĂ€ufig streichen dabei Tonschiefer-Horizonte aus.[2][3]

Nach Norden fĂ€llt der Plackwald vergleichsweise sanft bis auf 450 m Höhe in den Breitenbrucher Wald (334.32) und das Warsteiner HĂŒgelland ab. Nach SĂŒden hin ist der Abfall zum rund 250 m tiefer gelegenen Ruhrtal schroff und scharfkantig. Über die am SĂŒdrand des Oberen Arnsberger Wald gelegene Plackweghöhe verlĂ€uft die Oberkante der Abdachung des Rumpfgebirges zu den InnensauerlĂ€nder Senken (335) hin. Dadurch bedingt ist das Klima im Plackwald rauer und mit rund 1.000 mm Jahresniederschlag regenreicher als in anderen Bereichen des NordsauerlĂ€nder Oberlands. Die Mai-/Juli-Mitteltemperatur betrĂ€gt etwa 12 bis 13 °C. Die podsoligen Böden sind basenarm, sandig-lehmig und mittelgrĂŒndig. In den Quellmulden neigen sie zur StaunĂ€sse- und Moorbildung.[2][3]

Zu den Bergen, Erhebungen, Berspornen und anderen markanten, hoch gelegenen Stellen des Plackwaldes gehören – sortiert nach Höhe in Meter (m) ĂŒber Normalhöhennull (NHN; wenn nicht anders genannt laut [1]):

  • Plackweghöhe (581,5 m), nordnordöstlich von Eversberg (am Plackweg); mit Lörmecke-Turm
  • Namenlose Kuppe (557,4 m), sĂŒdsĂŒdöstlich vom Fernmeldeturm Meschede
  • Warsteiner Kopf (556,9 m), nordnordöstlich von Eversberg
  • Gemeinheitskopf (551,9 m), nordnordwestlich von Föckinghausen
  • Namenlose Kuppe (550,6 m), nordwestlich vom Fernmeldeturm Meschede (am Plackweg)
  • Niekopf (550,4 m), nördlich von Eversberg; Quellbereich des Wideybachs
  • Wiemert (544,2 m), nördlich von Föckinghausen
  • Ensterknick (543,2 m), FlurstĂŒck/Wohnplatz nördlich von Meschede-GalilĂ€a (am Plackweg)
  • Nuttlarer Höhe (542,2 m[4]), nördlich von Nuttlar
  • Stimmstamm (541,1 m), Passhöhe an B 55, nördlich von Meschede
  • Liverhagen (522,6 m[4]), nördlich von Eversberg
  • Moosberg (522,0 m), nördlich von Meschede
  • Hornscheid (519,7 m), nördlich von Eversberg
  • Brandenberg (509,3 m), nördlich vom Fernmeldeturm Meschede
  • Neuer Berg (504,2 m), sĂŒdwestlich von Hirschberg
  • Wennemer Höhe (503,3 m), nördlich von Wennemen
  • Kopf (500,8 m), nordöstlich von Eversberg
  • Blumenkopf (SĂŒdkopf, 500,7 m), sĂŒdwestlich von Warstein, nahe der B 55
  • Blumenkopf (Nordkopf, 498,9 m), sĂŒdwestlich von Warstein, nahe der B 55
  • Großer Berg (476,0 m), nordöstlich von Freienohl
  • Meidenberg (466,7 m), sĂŒdöstlich von Hirschberg

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. 1 2 3 Martin BĂŒrgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturrĂ€umlichen Einheiten auf Blatt 110 Arnsberg. Bundesanstalt fĂŒr Landeskunde, Bad Godesberg 1969. → Online-Karte (PDF; 5,6 MB), mit Westteil der Untereinheit Plackweghöhe (Plackwald)
  3. 1 2 3 Martin BĂŒrgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturrĂ€umlichen Einheiten auf Blatt 111 Arolsen. Bundesanstalt fĂŒr Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB), mit Ostteil der Untereinheit Plackweghöhe (Plackwald)
  4. 1 2 Karten und Daten des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (Hinweise)