Nadelgeld
Erscheinungsbild
Nadelgeld oder Spillgeld (von Spille = Spindel) bezeichnete im deutschen Gemeinrecht einen Betrag, den ein Mann seiner Ehefrau in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden gab. Ăber dieses Geld konnte sie fĂŒr persönliche Zwecke und Anschaffungen â etwa fĂŒr Kleidung â frei verfĂŒgen, insoweit unterlag sie also nicht der Vormundschaft ihres Mannes. Beim Adel war es ĂŒblich, die Höhe des Spillgeldes ehevertraglich festzulegen.[1]
Ăltere Werke erwĂ€hnen als Nadel-, Spill- oder TrĂŒffelgeld auch dasjenige Geld, welches Töchter bei der EheschlieĂung zusĂ€tzlich zu dinglicher Ausstattung und Heiratsgut erhalten.[2][3]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wiktionary: Nadelgeld â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Wissensportal.
- â Nadelgeld. In: Brockhausâ Kleines Konversations-Lexikon. 1. Auflage. Band 3: MâR. Brockhaus, Leipzig 1839, S. 235 (Digitalisat. zeno.org).
- â Nadelgeld. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Band 11: MatelicaâNishnei-Kolymsk. Altenburg 1860, S. 640 (Digitalisat. zeno.org).