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Nadelgeld

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Nadelgeld oder Spillgeld (von Spille = Spindel) bezeichnete im deutschen Gemeinrecht einen Betrag, den ein Mann seiner Ehefrau in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden gab. Über dieses Geld konnte sie fĂŒr persönliche Zwecke und Anschaffungen – etwa fĂŒr Kleidung – frei verfĂŒgen, insoweit unterlag sie also nicht der Vormundschaft ihres Mannes. Beim Adel war es ĂŒblich, die Höhe des Spillgeldes ehevertraglich festzulegen.[1]

Ältere Werke erwĂ€hnen als Nadel-, Spill- oder TrĂŒffelgeld auch dasjenige Geld, welches Töchter bei der Eheschließung zusĂ€tzlich zu dinglicher Ausstattung und Heiratsgut erhalten.[2][3]

Wiktionary: Nadelgeld – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Wissensportal.
  2. ↑ Nadelgeld. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. 1. Auflage. Band 3: M–R. Brockhaus, Leipzig 1839, S. 235 (Digitalisat. zeno.org).
  3. ↑ Nadelgeld. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Band 11: Matelica–Nishnei-Kolymsk. Altenburg 1860, S. 640 (Digitalisat. zeno.org).