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National Collegiate Athletic Association

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National Collegiate Athletic Association
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Rechtsform Verband
Gründung 3. Februar 1906 (Intercollegiate Athletic Association)
1910 (NCAA) in Indianapolis (Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten)
Sitz Indianapolis[1]
Präsident Charlie Baker
Mitglieder 1281
Website NCAA

Die National Collegiate Athletic Association (NCAA) ist eine gemeinnützige und damit von der Steuerpflicht befreite Non-Profit-Organisation, über die viele Colleges und Universitäten der Vereinigten Staaten und eine Universität Kanadas ihre Sportprogramme organisieren. Sie umfasst über 1280 Einrichtungen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich den Interessen und der Ausbildung der studentischen Athleten verpflichtet fühlen. Der Sitz befindet sich in Indianapolis.

Aufgrund der großen Zuschauerbeliebtheit und der entsprechenden Vermarktung durch die Medien nimmt der Universitätssport in den USA einen weit höheren Stellenwert ein, als dies in den meisten anderen Ländern der Welt der Fall ist.

Im August 1973 wurde das derzeitige Drei-Divisionen-System der Division I, Division II und Division III von den Mitgliedern der NCAA angenommen. Nach NCAA-Bestimmungen können die Hochschulen der Division I und der Division II den Athleten Stipendien für die Ausübung einer Sportart anbieten. Hochschulen der Division III dürfen keine Sportstipendien anbieten. Im Allgemeinen treten größere Hochschulen in der Division I und kleinere in II und III an. 1978 wurde der Football der Division I weiter in die Divisionen I-A und I-AA unterteilt. Anschließend wurde kurz der Begriff „Division I-AAA“ hinzugefügt, um Hochschulen der Division I abzugrenzen, die überhaupt kein Football-Programm anbieten. Dieser Begriff wird jedoch von der NCAA offiziell nicht mehr verwendet.[2] 2006 wurden die Divisionen I-A und I-AA in die Football Bowl Subdivision (FBS) bzw. Football Championship Subdivision (FCS) umbenannt.

Entstehung und frühe Jahre

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Der Hochschulsport begann in den USA 1852, als sich Mannschaften von Universitäten in Harvard und Yale zu einem Wettkampf im Rudern zusammenfanden.[3] Da der Rudersport bis in die späten 1800er Jahre hinein der vorherrschende Sport im Land blieb, wurden viele der anfänglichen Debatten über die sportliche Eignung und den Zweck der Hochschulen durch Organisationen wie die Rowing Association of American Colleges und die Intercollegiate Rowing Association geregelt. Als andere Sportarten, insbesondere Football und Basketball, aufkamen, wurden viele dieser Konzepte und Standards übernommen. Vor allem Football entwickelte sich zu einem Massensport, wobei sich die Spielregeln jedoch ständig änderten und oft für jeden Wettkampf angepasst werden mussten.

Hauptverwaltung der NCAA im White River State Park in Indianapolis

Als sich der Sohn des US-Präsidenten Theodore Roosevelt beim American Football in Harvard schwer verletzte, kam es zu einem Treffen des Präsidenten mit Vertretern der drei bedeutendsten Universitäten der Ivy League, Harvard, Yale und Princeton, um im Weißen Haus Schritte zu diskutieren, wie man den Collegesport sicherer machen könnte. Am 31. März 1906 wurde schließlich als eine Folge dieser Treffen die „Intercollegiate Athletic Association of the United States“ (IAAUS) gegründet, um Regeln für den Hochschulsport in den Vereinigten Staaten aufzustellen.

Die NCAA entstand aus jenen Konferenzen des Weißen Hauses, die Präsident Roosevelt Anfang des 20. Jahrhunderts als Reaktion auf wiederholte Verletzungen und Todesfälle im College-Football einberief, die „viele Colleges und Universitäten dazu veranlasst hatten, den Sport einzustellen“.[4] Im Anschluss an diese Treffen des Weißen Hauses und die daraus resultierenden Reformen organisierte der Präsident der New York University, Henry MacCracken, ein Treffen von 13 Colleges und Universitäten, um Änderungen der Spielregeln im Football zu initiieren; bei einem Folgetreffen am 28. Dezember 1905 in New York wurden 62 höhere Bildungseinrichtungen Gründungsmitglieder des Intercollegiate Athletic Association of the United States (IAAUS).[4] Die IAAUS wurde am 31. März 1906 offiziell gegründet.[4] 1910 wurde aus der IAAUS die National Collegiate Athletic Association (NCAA).[5]

Mehrere Jahre lang war die NCAA eine Diskussionsplattform und ein regelsetzendes Gremium, doch 1921 wurde die erste nationale Meisterschaft der NCAA durchgeführt: die National Collegiate Track and Field Championships. Nach und nach wurden weitere Regelkomitees gebildet und weitere Meisterschaften geschaffen, darunter 1939 eine Basketball-Meisterschaft.[6]

Eine Reihe von Krisen brachte die NCAA nach dem Zweiten Weltkrieg an einen Wendepunkt. Der „Sanity Code“ – angenommen, um Richtlinien für die Rekrutierung und finanzielle Unterstützung festzulegen – konnte den Missstand nicht eindämmen. Nach der Saison vervielfachten sich die Footballspiele mit wenig Kontrolle, und die Mitgliedsschulen waren zunehmend besorgt darüber, wie sich das neue Medium Fernsehen auf die Zuschauerzahlen auswirken würde.[6]

Die Komplexität dieser Probleme und die wachsende Zahl der Mitglieder und Meisterschaften zeigten die Notwendigkeit einer hauptamtlichen professionellen Führung. Walter Byers, der zuvor in Teilzeit als Assistent der Geschäftsführung tätig war, wurde 1951 zum Exekutivdirektor ernannt, und 1952 ein nationales Hauptquartier in Kansas City, Missouri, eingerichtet.[6]

Byers verlor keine Zeit, um der Organisation seinen Stempel aufzudrücken. Es wurde ein Konzept zur Kontrolle der Live-Übertragung von Footballspielen genehmigt, der Kongress delegierte die Vollzugsbefugnisse an den Verbandsrat, und es wurde ein Gesetz zur Regelung der Bowlspiele nach der Saison verabschiedet.[6]

Mit dem Anstieg der Hochschulsportarten wurde der Umfang der Leichtathletikprogramme immer größer, was die NCAA zwang, eine Struktur zu schaffen, die unterschiedliche Schwerpunkte berücksichtigte. 1973 wurde die Mitgliedschaft des Verbandes in drei rechtliche und wettbewerbliche Divisionen – I, II und III – aufgeteilt.[7] Fünf Jahre später, 1978, stimmten die Mitglieder der Division I für die Schaffung der Unterabteilungen I-A und I-AA (2006 in Football Bowl Subdivision und Football Championship Subdivision umbenannt) im Football.[6]

Bis in die 1980er Jahre bot die NCAA keinen Collegesport für Frauen an, diese Aufgabe hatte bis dato eine Organisation namens Association for Intercollegiate Athletics for Women (AIAW) übernommen. 1982, zehn Jahre nach der Verabschiedung des Title IX, der Bildungsnovelle von 1972 (Education Amendment of 1972) gegen sexuelle Diskriminierung an bundesfinanzierten Bildungseinrichtungen,[8] und nach langwierigen Rechtsstreits und Blockaden der NCAA-College-Football-Hochschulen gegen die Gleichberechtigung, folgte die NCAA dem Beispiel der National Association of Intercollegiate Athletics (NAIA) und bot an, fortan Damenmeisterschaften zu veranstalten. 1982 gab es deswegen zwei (bzw. drei) nationale Damenmeisterschaften in den gängigen Sportarten, doch die AIAW konnte gegen die finanzielle Macht der NCAA auf Dauer nicht bestehen und löste sich im Juni 1983 nach einer ergebnislosen Monopolklage gegen die NCAA vor einem Bundesgericht auf.

In den 1980er Jahren war der College-Football im Fernsehen zu einer größeren Einnahmequelle für die NCAA geworden. Im September 1981 reichten der Vorstand der University of Oklahoma und die University of Georgia Athletic Association beim Bezirksgericht in Oklahoma Klage gegen die NCAA ein. Die Kläger erklärten, dass die NCAA mit ihren Fernsehplänen für den Football Preisabsprachen, Produktionsbeschränkungen, Boykott und Monopolisierung betrieb, die nach dem Sherman Act illegal seien. Die NCAA argumentierte, dass ihre wettbewerbsfördernden und nichtkommerziellen Rechtfertigungen für das Vorhaben – Schutz des Zuschauerraums, Aufrechterhaltung des Wettbewerbsgleichgewichts zwischen den NCAA-Mitgliedsinstitutionen und die Schaffung eines attraktiveren „Produkts“, das mit anderen Formen der Unterhaltung konkurrieren kann – den Plan angemessen machten. Im September 1982 entschied das Bezirksgericht zugunsten der Kläger, dass der Plan gegen die Kartellgesetze verstößt. Es untersagte der Vereinigung die Durchsetzung des Vertrags. Die NCAA legte bis zum Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten Berufung ein, verlor aber 1984 gegen den Aufsichtsrat der Universität von Oklahoma[9] (Wären die Fernsehverträge, die die NCAA mit ABC, CBS und ESPN hatte, für die Saison 1984 in Kraft geblieben, hätten sie der Vereinigung und ihren Mitgliedern etwa 73,6 Millionen Dollar eingebracht).

Die Studenten können bis zum Abschluss des Bachelor-Examens für die Hochschule starten, so dass sie auch nur für diesen Zeitraum von meist vier Jahren finanziell gefördert werden können. Durch die unterschiedliche Qualität der Hochschulen und unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen ist der Wettbewerb verzerrt. Um dies auszugleichen, hat die NCAA Mindestmaßstäbe für den Highschool-Abschluss gesetzt. Da auch dieser von Highschool zu Highschool sehr verschieden sein kann, wird ein Mindest-Score im SAT (Scholastic Aptitude Test) verlangt. Durch die Vielzahl an Stipendien- und Trainingsmöglichkeiten bieten die Hochschulen der NCAA mehr als zehnmal so vielen guten Sportlerinnen und Sportlern optimale Trainingsmöglichkeiten, als dies in Deutschland der Fall ist.[10] Aus diesem Grund entscheiden sich deutsche studentische Spitzensportler zunehmend ein Studium in den USA zu beginnen. Besonders europäischen studentischen Spitzensportlern gelingt es die Unterstützungen seitens der amerikanischen Universitäten für ihre duale Karriere zu nutzen.[11]

2009 wurde die Simon Fraser University in Burnaby, Britisch-Columbia, die erste nicht US-amerikanische Mitgliedsinstitution der NCAA.[12][13]

Im Jahr 2014 stellte die NCAA mit einem Nettoumsatz von 989 Millionen Dollar einen Rekord auf. Mit knapp 1 Milliarde Dollar zählt sie zu den größten aller großen Sportorganisationen.

Nennenswerte Gerichtsfälle

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  • In den späten 1940er Jahren gab es nur zwei Colleges, Notre Dame und Pennsylvania, mit einem landesweiten Fernsehvertrag, einer beträchtlichen Einnahmequelle. Im Jahr 1951 stimmte die NCAA dafür, jegliche Live-Fernsehübertragung von College-Footballspielen während der Saison zu verbieten. Kurz nachdem die NCAA ein Fernsehverbot beschlossen hatte, zwang sie die öffentliche Empörung zum Rückzug. Stattdessen stimmte die NCAA dafür, die Anzahl der im Fernsehen übertragenen Spiele für jede Mannschaft zu beschränken, um den Rückgang der Zuschauerzahlen zu stoppen. Der Präsident der University of Pennsylvania, Harold Stassen, widersetzte sich dem Monopol und erneuerte den Vertrag mit ABC. Schließlich ließ die University of Pennsylvania ihre Klage fallen, nachdem die NCAA die Bitte der Penn State University abgelehnt hatte, dass der US-Generalstaatsanwalt die Rechtmäßigkeit des restriktiven Plans der NCAA beurteilen solle[14] und drohte, die Quakers aus dem Verband auszuschließen. Notre Dame setzte die Fernsehübertragung seiner Spiele bis 1953 fort, indem sie das Verbot umging, indem sie ihre Spiele filmte und am nächsten Abend ausstrahlte.[15]
  • 1957 wies der Oberste Gerichtshof von Colorado eine Klage der Familie des verstorbenen Footballspielers Ray Herbert Dennison vom Trinidad College ab. Obwohl er bei einem Spiel gegen das Fort Lewis A&M College auf dem Feld eine tödliche Gehirnerschütterung erlitt, hatte Dennison keinen Anspruch auf eine Entschädigung, da er nicht vertraglich zur Teilnahme am Football verpflichtet war. Darüber hinaus stellte das Gericht fest, dass „das College keinen direkten Nutzen aus den Aktivitäten erhielt, da das College nicht im Football-Geschäft tätig war und keinen Nutzen aus diesem Bereich der Freizeitbeschäftigung zog“.[16]
  • 1977 leitete der US-Kongress, teilweise ausgelöst durch den Fall Tarkanian, eine Ermittlung gegen die NCAA ein[17] und zwang in Verbindung mit dem Fall Tarkanian die internen Akten der NCAA öffentlich zugänglich zu machen.[18]
  • 1998 einigte sich die NCAA auf die Beilegung einer Klage in Höhe von 2,5 Millionen Dollar, die der ehemalige Basketballtrainer des UNLV, Jerry Tarkanian, eingereicht hatte. Tarkanian verklagte die NCAA, nachdem er gezwungen war, seinen Rücktritt der UNLV, wo er von 1975 bis 1992 als Cheftrainer tätig war, zu erklären. In der Klage wurde behauptet, die Agentur habe ihn ausgewählt und das Basketballprogramm der Universität dreimal in diesem Zeitraum bestraft. Tarkanian sagte: „Sie können nie und nimmer all den Schmerz und die Qualen wieder gutmachen, die sie mir zugefügt haben. Alles, was ich sagen kann, ist, dass sie 25 Jahre lang auf mich eingeschlagen haben“. Die NCAA sagte, dass sie den langen Kampf bedauere und dass sie nun mehr Verständnis für Tarkanians Position habe und dass der Fall den Durchsetzungsprozess zum Besseren verändert habe.[19]
  • 1999 wurde die NCAA wegen der Diskriminierung weiblicher Sportlerinnen unter Titel IX verklagt, weil sie den Männern systematisch mehr Ausnahmegenehmigungen für die Teilnahme am College-Sport erteilt hat als den Frauen. In der Rechtssache National Collegiate Athletic Association v. Smith entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass die NCAA diesem Gesetz nicht unterliegt, ohne die Stichhaltigkeit der Diskriminierungsklage zu prüfen.[20]
  • Im Jahr 2007 wurde der Fall White et al. gegen die NCAA von den ehemaligen Studierenden der NCAA, Jason White, Brian Pollack, Jovan Harris und Chris Craig, als Sammelklage eingereicht. Sie argumentierten, dass die derzeitigen Beschränkungen der NCAA für ein volles Stipendium oder Zuschüsse eine Verletzung der staatlichen Kartellgesetze darstellten. Sie begründeten dies damit, dass es den Mitgliedsschulen der NCAA in Ermangelung einer solchen Beschränkung freisteht, alle finanziellen Unterstützungspakete anzubieten, die sie zur Anwerbung der Studenten und Athleten benötigen. Die NCAA vereinbarte vor der Entscheidung des Gerichts die Einrichtung des Former Student-Athlete Fund, um „qualifizierte Kandidaten zu unterstützen, die gemäß den Bedingungen des Abkommens mit den Klägern in einer staatlichen Kartellrechtsklage den Erhalt von Kosten für die Karriereentwicklung und/oder die Erstattung von Ausbildungskosten beantragen“.[21]
  • Im Jahr 2013 erklärte Jay Bilas, dass die NCAA einzelne Spieler durch Trikotverkäufe in ihrem Shop begünstigt habe. Konkret gab er die Namen mehrerer Top-College-Fußballer, darunter Tajh Boyd, Teddy Bridgewater, Jadeveon Clowney, Johnny Manziel und AJ McCarron, in die Suchmaschine des offiziellen Online-Shops der NCAA ein. Die Suchergebnisse lieferten entsprechend nummerierte Team-Trikots. Die NCAA entfernte daraufhin die auf ihrer Website aufgeführten Team-Trikots.[22]
  • Im März 2014 reichten vier Spieler eine Sammelklage ein, in der sie die NCAA und ihre fünf führenden Konferenzen als „unrechtmäßiges Kartell“ bezeichneten. Die Klage behauptet, dass die NCAA den Wert von Sportstipendien begrenzt habe, „die Verdienstmöglichkeiten von Football- und Basketballspielern unrechtmäßig eingeschränkt habe, während sie mit ihrer Arbeit Milliarden verdient habe“.[23] Gabe Feldman, Direktor für Sportrecht an der Tulane University, bezeichnete die Klage als „eine unmittelbar erkennbare Angelegenheit für die NCAA“. Am 30. September 2015 entschied der U.S. Court of Appeals for the Ninth Circuit, dass die Begrenzung der Vergütung auf die Kosten für den Studienplatz eines Athleten ausreichend sei. Gleichzeitig entschied es gegen den Vorschlag eines Bundesrichters, studentischen Sportlern eine Entschädigung in Höhe von 5.000 Dollar pro Jahr zu zahlen.[24]
  • Im August 2015 hob das National Labor Relations Board eine im Vorjahr getroffene Entscheidung auf, mit der Stipendiaten der Northwestern University als Angestellte eingestuft wurden und ihnen damit das Recht auf Tarifverhandlungen für ihre Ansprüche zugestanden wurde. Die Bemühungen um eine gewerkschaftliche Organisierung waren eine Initiative der College Athletes Player Association und von Kain Colter, der mit Unterstützung der United Steelworkers Group arbeitete. Der Fall wurde schließlich aufgrund von Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Urteils in öffentlichen und privaten Institutionen eingestellt. Die NCAA hat als Reaktion auf diese Initiative mehrere Verbesserungen in Bezug auf den Wert von Sportstipendien und die medizinische Versorgung vorgenommen.[25]

NCAA-„Revolution“ durch NIL-Regelung

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Die NCAA wurde in der Vergangenheit dafür kritisiert, dass die Hochschulen hohe Geldbeträge mit den Spielen und deren Vermarktung verdienen, ohne dass die Spieler, die formell Amateure waren, daran beteiligt waren. Aktive, die in verschiedener Form durch ihre Tätigkeit Geld oder Sachleistungen erhielten, wurden bestraft. Im Falle von Verletzungen genießen die Spieler, da sie formell lediglich ein Hobby ausüben, außerdem nicht denselben Schutz wie ein Angestellter.[26]

Seit 2021 haben Spieler die Möglichkeit, von Dritten für die Vermarktung ihres Namens, ihres Images und ihres Abbildes profitieren (englisch: Name, Image, Likeness, kurz NIL) Geld zum Beispiel in Form von Werbeverträgen zu erhalten.[27][28] Über sogenannte Kollektive wurde das über die NIL-Regelung ausgeschüttete Geld faktisch als Gehälter für NCAA-Sportler ausgezahlt.[29] Einige Sportler erhielten auf diese Weise Millionensummen.[30]

In einer Sammelklage, die ehemalige und gegenwärtige Sportler der ersten NCAA-Division gegen die NCAA sowie fünf Conferences (Pac-12 Conference, Big Ten Conference, Big 12 Conference, Southeastern Conference, Atlantic Coast Conference) einreichten, wurde das Regelwerk der NCAA angefochten, das die Vergütung von Hochschulsportlern einschränkte oder völlig untersagte. Es kam im Mai 2025 zu einem milliardenschweren Vergleich, der im Juni desselben Jahres von einer kalifornischen Richterin genehmigt wurde.[31]

Damit wurde geregelt, dass Hochschulen ihre Sportler künftig direkt bezahlen dürfen. Das wurde als neue Ära im US-Hochschulsport und als Ende des Amateurstatus in einigen der wichtigsten NCAA-Sportarten eingestuft.[29] Festgehalten wurde, dass die jährliche Obergrenze für die Vergütung von Sportlern zunächst 20,5 Millionen US-Dollar pro Universität beträgt[32] und in den folgenden Jahren ansteigt. Des Weiteren wurde in dem Vergleich festgehalten, dass die NCAA in den folgenden zehn Jahren Entschädigungen von insgesamt fast 2,8 Milliarden US-Dollar an Sportler zahlen muss, die zwischen 2016 und 2025 Mannschaften von Hochschulen der ersten NCAA-Division angehörten.[29]

Im Basketballsport sorgten die neuen Verdienstmöglichkeiten an NCAA-Universitäten dafür, dass sich in Hinblick auf die Saison 2025/26 zahlreiche junge Spieler aus europäischen Ländern US-Hochschulmannschaften anschlossen. Darunter befanden sich viele, die zu den aussichtsreichsten Talenten ihrer Jahrgänge in Europa zählen.[33]

Viele NCAA-Universitäten waren fortan in der Lage, Gehälter zu bieten, die selbst die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Euroleague-Mannschaften deutlich übertrafen.[34] Die Änderungen im US-Hochschulbasketball und der nachfolgende Wechsel einer erheblichen Anzahl an Talenten in die USA wurden als großer Rückschlag für die Nachwuchsarbeit im europäischen Spitzenbasketball eingestuft.[34]

Die NCAA ist in verschiedene Kabinette und Komitees aufgegliedert, die jeweils aus Vertretern der einzelnen Mitglieder bestehen. Diese einzelnen Organe unterliegen der Kontrolle des „Management Councils“, das wiederum aus Vertretern der Schulen wie auch aus Vertretern der Sportler besteht.

In der NCAA werden folgende Sportarten organisiert: Basketball, Baseball (Männer), Softball (Frauen), American Football/College Football (Männer), Hockey (Frauen), Bowling (Frauen), Golf, Fechten, Lacrosse, Fußball, Turnen, Rudern (Frauen), Volleyball, Eishockey, Wasserball, Sportschießen (koedukativ), Tennis, Skilaufen, Leichtathletik, Schwimmen, Wasserspringen und Ringen (Männer).

Die NCAA ist nicht die einzige Collegesportorganisation in den USA. Die National Association of Intercollegiate Athletics (NAIA) ist eine andere Organisation. Das kanadische Gegenstück zur NCAA ist die Canadian Interuniversity Sport (CIS).

Präsidenten der NCAA

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Divisions-Geschichte

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Im Laufe der Jahre wurden die Bezeichnungen für die einzelnen Divisionen, in denen die verschiedenen Universitäten aufgegliedert sind, mehrmals umbenannt. Die folgende Auflistung enthält die Namen der Divisionen seit Gründung der IAAUS.

Zeitraum Divisionen
1906–1956 keine
1956–1972 University Division (Major College) College Division
1973–heute Division I Division II Division III
1978–2006 Division I-A (nur Football) Division I-AA (nur Football) Division I-AAA Division II Division III
2006–heute Division I Football Bowl Subdivision (nur Football) Division I Football Championship Subdivision (nur Football) Division I Division II Division III

Die NCAA vergibt derzeit jährlich 92 nationale Meisterschaften – 47 Frauen-, 43 Männer- und zwei gemischte Meisterschaften für Sportschießen und Skifahren. Die NCAA wird im akademischen Jahr 2025–26 eine einzige Meisterschaft im Frauen-Ringen hinzufügen, die Mitgliedern aller drei NCAA-Divisionen offensteht. Außerdem wird die Fechtmeisterschaft 2025–26, die bisher eine einzelne koedukative Mannschaftsmeisterschaft war, in separate Meisterschaften für Männer und Frauen aufgeteilt.

Im akademischen Jahr 2026/27 werden neue nationale Meisterschaften in zwei Frauensportarten eingeführt: Akrobatik & Tumbling sowie Stunt (Letzteres eine Disziplin des Cheerleadings).

Im akademischen Jahr 2027/28 werden in zwei Frauensportarten neue Divisionsmeisterschaften eingeführt – im Bowling der Division II und im Ringen der Division III.

Zu den von der NCAA anerkannten Sportarten gehören die folgenden:


Die Football Bowl Subdivision der Division I ermittelt ihren eigenen Meister unabhängig von der NCAA über das „College Football Playoff“; dies ist keine offizielle NCAA-Meisterschaft. Die zuletzt hinzugekommene Meisterschaft ist eine einzige, alle Divisionen umfassende Meisterschaft im Beachvolleyball der Frauen, die Ende 2014 und Anfang 2015 von den Verantwortlichen aller drei Divisionen genehmigt wurde. Die erste Meisterschaft fand im Frühjahr 2016 statt.[35] Die NCAA hatte die Sportart bis zum 23. Juni 2015 als „Sandvolleyball“ bezeichnet, bevor sie ankündigte, dass sie den international anerkannten Namen „Beachvolleyball“ verwenden würde.[36]

Die NCAA vergibt Meisterschaften in den folgenden Sportarten:

Division I (M) Division II (M) Division III (M) Sport Division I (W) Division II (W) Division III (W)
1978– (FBS)

1978– (FCS)

1973– 1973– American Football
1947– 1968– 1976– Baseball
1939– 1957– 1975– Basketball 1982– 1982– 1982–
Bowling 2004– 2028– 2004–
1938– 1958– 1973– Crosslauf 1981– 1981– 1981–
1948– 1978–84; 1993–99 1984– Eishockey 2001– 2002–
1954– 1972– 1974– Fußball 1982– 1988– 1986–
1941– Fechten 1982–
1939– 1963– 1975– Golf 1982– 1996–99; 2000– 1996–99; 2000–
1938– 1968–84 Turnen 1982– 1982–86
Hockey 1981– 1981– 1981–
1971– 1974–79; 1980–81; 1993– 1974–79; 1980– Lacrosse 1982– 2001– 1985–
1965– 1985– 1985– Leichtathletik (Indoor) 1983– 1985; 1987– 1985; 1987–
1921– 1963– 1974– Leichtathletik (Outdoor) 1982– 1982– 1982–
1928– 1963– 1974– Ringen 2026– 2026– 2028–
Rudern 1997– 2002– 2002–
1924– 1964– 1975– Schwimmsport 1982– 1982– 1982–
1954– Skifahren 1954–
Softball 1982– 1982– 1982–
1980– Sportschießen 1980–
1946– 1963– 1976– Tennis 1982– 1982– 1982–
1970– 2012– Volleyball (Indoor) 1981– 1981– 1981–
Volleyball (Beach) 2016–
1969– Wasserball 2001–

Zusätzlich zu den oben genannten Sportarten organisierte die NCAA von 1948 bis 1960 eine Boxmeisterschaft. Die NCAA stellte Boxen nach dem sportlichen Niedergang in den 1950er Jahren und nach dem Tod eines Boxers beim NCAA-Turnier 1960 ein.

Die Anzahl der Mannschaften (Schulprogramme), die in den einzelnen Sportarten in ihrer jeweiligen Division teilnehmen, ist im Jahr 2019 wie folgt:[37]

Sportarten der Männer

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Sport Division I Division II Division III
American Football 254 169 249
Baseball 297 265 389
Basketball 351 312 423
Crosslaufen 317 275 405
Eishockey 60 7 83
Fechten 21 2 12
Fußball 205 215 417
Golf 299 227 312
Turnen 15 0 1
Lacrosse 73 71 242
Leichtathletik (Indoor) 269 173 292
Leichtathletik (Outdoor) 289 223 322
Ringen 75 62 108
Schwimmsport 131 75 238
Sportschießen 18 2 3
Skifahren 11 6 15
Tennis 251 167 331
Volleyball 22 24 102
Wasserball 25 8 16

Sportarten der Frauen

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Sport Division I Division II Division III
Basketball 349 313 439
Beachvolleyball 60 13 3
Bowling 34 32 17
Crosslaufen 348 300 424
Eishockey 35 5 66
Fechten 26 2 15
Feldhockey 77 35 166
Fußball 333 267 438
Golf 267 198 235
Turnen 61 7 15
Lacrosse 116 112 291
Leichtathletik (Indoor) 332 196 296
Leichtathletik(Outdoor) 340 255 333
Ringen 6 39 67
Rudern 88 16 44
Schwimmsport 194 104 262
Skifahren 12 7 16
Softball 295 291 412
Sportschießen 24 2 3
Tennis 312 223 369
Volleyball 334 301 434
Wasserball 33 12 19

Emerging Sports for Women

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Zusätzlich zu den oben genannten Sportarten erkennt die NCAA sogenannte Emerging Sports for Women an. Für diese Sportarten gibt es Stipendienbeschränkungen pro Sportart, aber derzeit keine offiziell anerkannten NCAA-Meisterschaften. Eine Mitgliedsinstitution kann diese Sportarten nutzen, um das für ihre Division erforderliche Maß an Sportförderung zu erreichen. Ein „Emerging Sport“ muss innerhalb von 10 Jahren Meisterschaftsstatus erlangen (mindestens 40 Programme für Mannschaftssportarten, außer in der Division III mit 28) oder stetige Fortschritte im Hinblick auf dieses Ziel vorweisen können, um auf der Liste zu bleiben.[38] Bis dahin steht der Sport unter der Aufsicht der NCAA und ihrer zuständigen Einrichtungen. Der Status „Emerging Sport“ erlaubt es, dass Vereinsmannschaften an Wettbewerben teilnehmen können, um die von der NCAA festgelegte Mindestanzahl von Wettbewerben zu erfüllen.

Die vier Sportarten, die derzeit als „Emerging Sports for Women“ gelten, sind:

Die jüngsten „Emerging Sports“, die in den vollen Meisterschaftsstatus erhoben wurden, sind Akrobatik & Tumbling sowie Stunt; beide erhielten diesen Status im Januar 2026. Die ersten offiziellen NCAA-Meisterschaften in diesen beiden Sportarten werden im akademischen Jahr 2026/27 ausgetragen. (Stunt ist eine Cheerleader-Disziplin, bei der die Akrobatik stark im Vordergrund steht.)[39]

Meisterschaften

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Banner der NCAA-Meisterschaften 2006 in der NCAA Hall of Champions in Indianapolis

Für jede von der NCAA sanktionierte Sportart mit Ausnahme des FBS-Footballs der Division I vergibt die NCAA Gold-, Silber- und Bronzetrophäen für die erst-, zweit- und drittplatzierten Teams. Bei den NCAA-Basketballturnieren erhalten die beiden Halbfinalisten, die es nicht zum Meisterschaftsspiel geschafft haben, bronzene Trophäen für den dritten Platz (vor 1982 spielten die Teams ein „Consolation“-Spiel zur Ermittlung des dritten Platzes). Ähnliche Trophäen werden an die beiden Halbfinalisten bei den NCAA-Footballturnieren (welche in der Division I FCS und den beiden unteren Divisionen ausgetragen werden) vergeben, die noch nie ein Spiel um den dritten Platz bestritten haben. Die siegreichen Mannschaften bleiben im Besitz dieser Trophäen, es sei denn, es wird später festgestellt, dass sie durch schwere Regelverstöße gewonnen wurden.

Ab der Saison 2001/2002 und erneut in der Saison 2007/2008 wurden die Trophäen geändert. Ab der Basketball-Saison 2006 erhalten die Teams, die es in die Runde der letzten Vier des Turniers der Division I schaffen, nach dem Gewinn ihrer Regionalmeisterschaft bronzene Pokale für die „Regionalmeisterschaft“. Die Mannschaften, die es in das nationale Meisterschaftsspiel schaffen, erhalten eine zusätzliche Trophäe, die für den Sieger vergoldet und für den Zweitplatzierten versilbert ist. Ab Mitte der 1990er Jahre erhalten die Nationalen Meister im Herren- und Damen-Basketball nach der Übergabe der Standard NCAA-Meisterschaftstrophäe eine aufwendige Trophäe mit einem Sockel aus schwarzem Marmor und einem „Hals“ aus Kristall mit einem abnehmbaren Kristallbasketball.

Stand 23. Dezember 2019 haben Stanford, UCLA und Southern California (USC) die meisten NCAA-Meisterschaften. Stanford hat 126 und UCLA 118 der gesamten NCAA-Mannschaftsmeisterschaften im Männer- und Frauensport gewonnen, während USC mit 107 an dritter Stelle steht.

Football Bowl Subdivision

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Die NCAA hat nie eine offizielle Meisterschaft für ihre höchste Stufe im Football, die jetzt als Division I FBS bekannt ist, zugelassen. Stattdessen vergeben mehrere externe Einrichtungen ihre eigenen Titel. Die NCAA veranstaltet kein Meisterschaftsturnier oder Spiel für Division I FBS Football. In der Vergangenheit wurde Teams, die in einer Reihe von Medienumfragen am Ende der Saison den ersten Platz belegten, vor allem in der AP-Umfrage unter Schriftstellern und in der Trainerumfrage, die „National Championship“ zugesprochen.

Seit 2014 hat das College Football Playoff – ein Zusammenschluss der Conferences und unabhängigen Schulen, die in der Division I FBS und in sechs Bowl-Spielen antreten – vereinbart, die vier besten Teams (basierend auf einem dreizehnköpfigen Komitee, das die Teams auswählt und festsetzt) in zwei Halbfinalspielen unterzubringen, wobei die Gewinner ins Finale der College Football Playoff National Championship einziehen, die von der NCAA nicht offiziell genehmigt oder anerkannt wird. Der Gewinner des Spiels erhält eine Trophäe; da die NCAA keine nationale Meisterschaft für den FBS-Football der Division I vergibt, steht diese Trophäe nicht für die NCAA, wie dies bei anderen nationalen College-Sport-Meisterschaften der NCAA der Fall ist.

Siehe auch: NCAA Division I

Anmerkungen

  • FBS-Conferences im Football sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.
  • FCS-Conferencens im Football sind mit zwei Sternchen gekennzeichnet (**)
  • Konferenzen, die weder Football noch Basketball fördern, sind kursiv dargestellt.

Conferences, die ausschließlich FCS Football fördern

Conferences, die ausschließlich Eishockey fördern