Monika Wienfort
Monika Wienfort (* 29. September 1961 in Essen) ist eine deutsche Neuzeithistorikerin.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Monika Wienfort studierte von 1981 bis 1987 Geschichte, Soziologie und Germanistik an der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum und der UniversitĂ€t Bielefeld, wo sie im Sommersemester 1990 bei Reinhart Koselleck mit der Arbeit Monarchie in der bĂŒrgerlichen Gesellschaft. Deutschland und England von 1640 bis 1848 promoviert wurde. Von 1989 bis 1997 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich âBĂŒrgertumâ an der UniversitĂ€t Bielefeld. Dort erfolgte 1998 auch ihre Habilitation mit einer Arbeit ĂŒber Patrimonialgerichte in PreuĂen. Von 2002 bis 2011 vertrat sie die Professur fĂŒr Neuere Geschichte an der Technischen UniversitĂ€t Berlin. Es folgten Vertretungsprofessuren in Bielefeld und Braunschweig. 2011/2012 war sie Fellow der School for History am Freiburg Institute for Advanced Studies. Von 2012 bis 2014 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin und von 2014 bis 2017 vertrat sie den Lehrstuhl fĂŒr Neuere und Neueste Geschichte sowie Geschichte und ihre Didaktik an der UniversitĂ€t Wuppertal. Seit dem Wintersemester 2021/22 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls fĂŒr Brandenburgisch-PreuĂische Geschichte an der UniversitĂ€t Potsdam.
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Rechts- und Verfassungsgeschichte des 19. Jahrhunderts sowie die preuĂische und britische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Ihr Interesse an der preuĂischen Geschichte wurde von Reinhart Koselleck geweckt. Besonders in der Erforschung des preuĂischen Adels und der Patrimonialgerichtsbarkeit konnte sie sich einen Namen machen.[1] Sie ist Mitglied im Kuratorium der Hugo-PreuĂ-Stiftung, in der PreuĂischen Historischen Kommission und seit 2022 stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung fĂŒr Verfassungsgeschichte.[2]
Wienfort ist mit dem Berliner Historiker Paul Nolte verheiratet.[3]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Monarchie in der bĂŒrgerlichen Gesellschaft. Deutschland und England von 1640 bis 1848 (= BĂŒrgertum. Studien zur Zivilgesellschaft. Band 4). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35669-2 (zugleich: Dissertation, UniversitĂ€t Bielefeld 1990).
- Patrimonialgerichte in PreuĂen. LĂ€ndliche Gesellschaft und bĂŒrgerliches Recht 1770â1848/49 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Band 148). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35163-1 (zugleich: Habilitations-Schrift, UniversitĂ€t Bielefeld 1998). (AuszĂŒge bei Google Books).
- Der Adel in der Moderne. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-8252-2857-6.
- Geschichte PreuĂens. C. H. Beck, MĂŒnchen 2008 (2. Auflage 2015), ISBN 978-3-406-56256-3.
- Verliebt, verlobt, verheiratet. Eine Geschichte der Ehe seit der Romantik. C. H. Beck, MĂŒnchen 2014, ISBN 978-3-406-65996-6.
- Monarchie im 19. Jahrhundert. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2019, ISBN 978-3-11-046326-2.
- Katholizismus im Kalten Krieg. Vertriebene in Königstein 1945â1996 (= Veröffentlichungen der Kommission fĂŒr Zeitgeschichte. Reihe C: Themen der kirchlichen Zeitgeschichte. Band 4). Brill Schöningh, Paderborn 2023, ISBN 978-3-506-79538-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Rezension in sehepunkte, Juli 2007 (PDF; 110Â kB), Rezension im Februar 2007 in H-Soz-u-Kult (PDF; 63Â kB) (beide am 2. Oktober 2015 abgerufen).
- â Monika Wienfort â Zur Person. In: uni-potsdam.de. UniversitĂ€t Potsdam, Professur fĂŒr Brandenburgisch-preuĂische Geschichte, abgerufen am 23. Juli 2023 (deutsch).
- â Jörg Lau: PortrĂ€t: Keine Angst vor der Verantwortung. In: Die Zeit, 15. April 2004, Nr. 17.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wienfort, Monika |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Historikerin |
| GEBURTSDATUM | 29. September 1961 |
| GEBURTSORT | Essen |