Moderne Keramik

Moderne Keramik (auch Studiokeramik)[1] ist eine seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ĂŒbliche Bezeichnung fĂŒr Keramikkunst als Teil der Bildenden Kunst, abgeleitet vom Begriff Moderne Kunst. Sie umfasst Objekte aus dem Werkstoff Keramik, die sich von der kunsthandwerklichen Tradition der GebrauchsgegenstĂ€nde und dekorativen figĂŒrlichen Darstellungen emanzipieren. Sie unterscheidet sich von historischer Keramikkunst und unterliegt Ă€hnlichen Entwicklungen wie andere Sparten der modernen und zeitgenössischen Bildenden Kunst.
Vorgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Herstellung von GefĂ€Ăen, Skulpturen und anderen WerkstĂŒcken aus keramischen Werkstoffen hat eine lange kulturgeschichtliche Entwicklung, die sich in einer bis ca. 6000 Jahre v. Chr. zurĂŒckreichenden Geschichte der Keramik in Vorderasien und Europa, sowie in einer sogar seit 11000 v. Chr. belegten Tradition in Japan widerspiegelt. Seit diesen AnfĂ€ngen entwickelte sich die Erzeugung von Keramik zu einem spezialisierten Handwerk der Produktion von GebrauchsgegenstĂ€nden (etwa Aufbewahrungs-, Koch- und Essgeschirr), aber auch fĂŒr die Ă€sthetische Gestaltung des menschlichen Ambiente (etwa durch Dekoration von WĂ€nden und Böden durch Keramikfliesen, die schon im Alten Orient nachweisbar ist). Die Töpferscheibe war eine schon frĂŒh entwickelte Technik der Modellierung. Auf dieser handwerklichen Basis ergaben sich seit der Antike kunsthandwerkliche Gestaltungen und stilistische Verfeinerungen. Hier seien nur beispielhaft die chinesischen Terrakotta-Armeen oder Chinesisches Porzellan, die griechische Vasenmalerei, das römische Keramik-Mosaik, die koreanische Seladon-Keramik, die Majolika- und Fayence-Techniken der europĂ€ischen Renaissance, die Delfter Keramiken und andere von chinesischem Porzellan inspirierte Techniken genannt.
Hier hat sich in der Gestaltung von keramischen Objekten eine vielfĂ€ltige Ă€sthetische Vertiefung und spezialisierte Formensprache entwickelt, die solchen Erzeugnissen â obwohl als Gebrauchskeramik und Zierkeramik geschaffen â im kunst- und kulturgeschichtlichen RĂŒckblick den Charakter von Keramikkunst zuweist.
Geschichte âModerner Keramikâ
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Entwicklung der Keramik in Europa ging dann von der kunsthandwerklichen Herstellung zunĂ€chst in Richtung industrieller Massenfertigung, um den wachsenden Bedarf an dekorativem Geschirr durch das BĂŒrgertum zu decken. Nicht umsonst waren die ersten VorlĂ€ufer der Industrialisierung die im 18. Jahrhundert gegrĂŒndeten Porzellanmanufakturen und Steinzeug-Fabriken. Stilistisch waren die dort gefertigten Produkte aber eher Kopien von traditionellen Formen und Dekorationen denn eigenstĂ€ndige Weiterentwicklungen und kĂŒnstlerische Innovation.
Die als EinzelstĂŒcke in einem Atelier entstandene Keramik, im englischsprachigen Bereich hierfĂŒr auch zusammenfassend studio pottery (Studio-Töpferei),[2] kommt erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den Einfluss vor allem ostasiatischer (chinesischer und japanischer) Keramik und in der Aufbruchsstimmung des Jugendstils zur Geltung. Vor allem die japanische GefĂ€Ăkeramik in ihrer freieren und abstrahierenden Formgebung, ihrem unkonventionellen Umgang mit dem Material Ton und den experimentellen Möglichkeiten der Glasurgestaltung (vgl. Abb. 1) inspirierten die Pioniere der modernen Kunstkeramik. Die Keramikerdynastie Massier im französischen Vallauris, wo heute noch eine Biennale fĂŒr zeitgenössische Keramikkunst stattfindet, hatte daran erheblichen Anteil. Auch Pablo Picasso verbrachte einige Jahre seines KĂŒnstlerlebens (1948â1955) in Vallauris und schuf dort bedeutende Keramikskulpturen. In England war Bernard Leach â auch unter dem Einfluss japanischer Volkskunstkeramik â stilbildender Vorreiter (s. Abb. 2).
Im deutschen Sprachgebiet konnte sich nach der Jahrhundertwende die Moderne Keramik in KĂŒnstlergemeinschaften und Kunstschulen wie dem Werkbund oder dem Bauhaus weiterentwickeln. Hier bestand jedoch stets eine Spannung und Auseinandersetzung um die Frage, wie kĂŒnstlerische Gestaltung und industrielle Techniken zu verbinden sind. So vertraten Walter Gropius (Bauhaus) und Hermann Muthesius (Werkbund) den Standpunkt, dass KĂŒnstler als Gestalter und Designer auftreten sollten, ihre Produkte dann aber in Serie gefertigt werden sollen, Ă€hnlich wie bei der Gestaltung von Druckgraphik.
Aktuelle Situation
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Grundlagen moderner Keramikkunst
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]WĂ€hrend vorher moderne Keramikkunst in Werkstatt- und Meisterschulen wie dem Deutschen Werkbund oder dem Ăsterreichischen Werkbund vermittelt wurde, wurde nach der ZĂ€sur des Zweiten Weltkriegs Keramik als kĂŒnstlerische Ausbildung in vielen LĂ€ndern Europas an den Akademien und Kunsthochschulen verankert, was dazu beitrug, dass eine wachsende Zahl von KeramikkĂŒnstler tĂ€tig wurden. So entstand in ganz Europa und auch weltweit eine bis heute zunehmende Zahl von Keramik-Ateliers, die das keramische EinzelstĂŒck in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellen. In Deutschland war dabei jene KĂŒnstlergruppe federfĂŒhrend, die die wichtige Biennale Form und Glasur (1969â2000) bestritt und gestaltete (darunter Volker Ellwanger,[3] Brigitte Schuller, Görge Hohlt,[4] Beate Kuhn, Karl[5] und Ursula Scheid,[6] sowie Gerald[7] und Gotlind Weigel[8]). In Ăsterreich trugen KĂŒnstler wie Robert Obsieger, Kurt Ohnsorg, GĂŒnter Praschak oder Franz Josef Altenburg wesentlich zur Etablierung der Modernen Keramik bei.
Die Formgebung der keramischen Objekte wurde und wird dabei immer freier. Als prototypisch fĂŒr Moderne Keramik ist daher die Unikat-Keramik zu sehen, sei es als keramische Plastik (s. z.âB. Abb. 3, 7), als Weiterentwicklung der GefĂ€Ăform (s. z.âB. Abb. 4, 5, 8) oder als abstraktes Objekt (s. z.âB. Abb. 6).
Moderne Keramik in Deutschland in der Nachkriegszeit bis 1990
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Moderne Keramik ist keine von Gleichgesinnten getragene neue Stilrichtung, sondern entstand aus der WertschĂ€tzung des Materials Ton als kĂŒnstlerisches Gestaltungs- und Ausdrucksmittel. Im Feld der Moderne ist sie ein Gegenpol zum Grundsatz des Bauhauses âform follows functionâ und die beachtliche Emanzipation vom Begriff der âangewandten Kunstâ.[9]
Es ist das gleichzeitige Aufeinandertreffen einiger weniger auf der Suche nach einem neuen Weg neben dem traditionellen keramischen Handwerk. Walter Popp beginnt in den 1950er Jahren seine LehrtĂ€tigkeit an der Kunsthochschule Kassel im Fachbereich Keramik. Durch seine als interdisziplinĂ€r zu bezeichnende Lehre vermittelte er seinen SchĂŒlern, der spĂ€ter sogenannten Kasseler Schule fĂŒr Keramik, die fĂŒr die eigene KreativitĂ€t erforderliche geistige Haltung. Studierende aus den Bereichen der freien Kunst â z. B. Robert Sturm, Konrad Quillmann (Bildhauerei), Dieter Crumbiegel (Malerei), Antje BrĂŒggemann-Breckwoldt und Reinhold Rieckmann (Grafik) â machen von Popp inspiriert das Material Ton zu einem spezifisch kĂŒnstlerischen Ausdrucksmittel. Durch seine keramischen Montagen setzt Walter Popp die Gebrauchsfunktion des GefĂ€Ăes zugunsten des kĂŒnstlerischen Ausdrucks auĂer Kraft.
Zur gleichen Zeit, 1961, hatte Jakob Wilhelm Hinder sich in Deidesheim niedergelassen und eröffnete dort eine Galerie fĂŒr keramische GebrauchsgegenstĂ€nde und Objekte. Mit Lotte Reimers, seiner Mitarbeiterin seit 1952, baute er seine stĂ€ndige Sammlung aus und grĂŒndete 1972 das âMuseum fĂŒr Moderne Keramikâ. Hinder erkannte das auĂerordentlich Neue, unterstĂŒtzte Popp und die Kasseler Studenten durch AnkĂ€ufe und Aufnahme dieser Arbeiten in seine Schau- und Vorbildsammlung, empfahl diese seinen Kunden, den neuen Sammlern Gottfried Cremer (Frechen), Ilse und Hermann T. Wolff (Hinang), um einige zu nennen. Damit schuf er eine â bescheidene â wirtschaftliche Existenz fĂŒr die KĂŒnstler und gewann weitere Freunde fĂŒr die âModerne Keramikâ.
Es entstanden neue Galerien: Hagenah (Bremen), Köster (Mönchengladbach), Böwig (Hannover), Vehring (Syke), Deisenroth (Fulda) u. a. Hinder publiziert in unregelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden in der âKeramischen Zeitschriftâ ĂŒber die von ihm vertretenen Keramiker und begrĂŒndet so erste Versuche einer literarischen Aufarbeitung. 1971 veröffentlichten Hinder und Reimers das erste Kompendium âModerne Keramik aus Deutschlandâ. Neben der Kasseler Schule fĂŒr Keramik erweitert sich der Kreis um keramische KĂŒnstler, die ĂŒber die handwerkliche Tradition hinaus ihr Werk in den kĂŒnstlerischen Bereich einbringen: Ingeborg und Bruno Asshoff, Ursula und Karl Scheid, Signe Pistorius-Lehmann, Klaus Lehmann und Beate Kuhn, die ein spezifisch keramisch-skulpturales Werk schafft.
1969 verleiht die Gesellschaft der Keramikfreunde das erste Mal den Richard-Bampi-Preis.[10] 1972 wurde der Preis der Frechener Kulturstiftung[11] etabliert, 1973 in Höhr-Grenzhausen erstmals der Westerwaldpreis fĂŒr Keramik[12] ausgelobt. 1976 grĂŒndet der Westerwaldkreis das Keramikmuseum Westerwald,[13] das neben historischer Keramik auch eine Sammlung Moderner Keramik enthĂ€lt. In den 1980er-Jahren machen einige KĂŒnstler der Modernen Keramik nun selbst als Lehrer an Hochschulen die Tendenzen der modernen Keramik zu ihrer Lehrmeinung: Dieter Crumbiegel in Höhr-Grenzhausen und Krefeld, Johannes Gebhardt in Kiel, Fritz Vehring in Bremen.
Keramiksammlungen und Keramikmuseen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wichtig zur Etablierung Moderner Keramik im Kunstbetrieb war auch die Entwicklung privater und öffentlicher Sammlungen seit dem Zweiten Weltkrieg, und zwar insofern, als damals vermehrt durch private MĂ€zene und bestehende Keramikmuseen Werke der zeitgenössischen Keramikkunst angekauft und damit öffentlich sichtbar gemacht wurden. Inzwischen sind aber die meisten privaten Sammlungen in öffentlichen Besitz ĂŒbergegangen. Zu nennen sind hier folgende Sammlungen und Museen:
- Die Sammlung des dt. Steinzeugproduzenten Gottfried Cremer, die seit 2002 im Keramikmuseum Keramion beheimatet ist.
- Die Sammlung der Paderborner Glas- und Keramikerzeuger Ingrid und Rudolf Welle,[14] die seit 2007 im Museum fĂŒr Angewandte Kunst (Gera) zu sehen ist.
- Die Porzellan- und Keramiksammlung Rudolf Strasser,[15] die 2003 von den Museen der Stadt Landshut erworben wurde.
- Die Keramiker Jakob Wilhelm Hinder und Lotte Reimers, die in Deidesheim eine Sammlung aufbauten und dort ein âMuseum fĂŒr moderne Keramikâ fĂŒhrten; diese Sammlung wurde 1993 vom Ministerium fĂŒr Bildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz ĂŒbernommen und wird seit 2005 als âModerne Keramik des 20. Jahrhundertsâ in der Villa Ludwigshöhe[16] gezeigt.
- Der niederlĂ€ndische Japanologe Cornelis Ouwehand, dessen Sammlung Moderner Keramik tw. dem Museum Bellerive der ZĂŒrcher Hochschule der KĂŒnste gestiftet wurde.
- Das Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen (BRD) beherbergt eine Sammlung historischer und zeitgenössischer Keramik.
- Das Hetjens-Museum (Deutsches Keramikmuseum) in DĂŒsseldorf, das neben Sammlungen zu historischer, islamischer oder japanischer Keramik auch die Sammlung Moderner Keramik des Sammlers GĂŒnter Lontzen beherbergt.
- Die Studiensammlung Moderne Keramik im EuropĂ€ischen Museum fĂŒr Modernes Glas (Rödental), die mit 500 Arbeiten von ĂŒber 250 internationalen KĂŒnstlern die gröĂte PrĂ€sentation moderner Keramik im sĂŒddeutschen Raum ist; es handelt sich dabei um einen reprĂ€sentativen Querschnitt der umfangreichen BestĂ€nde der Kunstsammlungen der Veste Coburg.
- Das Internationale Keramik-Museum in Weiden in der Oberpfalz, Zweigmuseum der Neuen Sammlung, wechselnde zeitgenössische und moderne Sonderausstellungen; ĂŒber 230 moderne Keramiken in der Dauerausstellung, u. a. Sammlung Klaus Freiberger, Sammlung Adolf Egner sowie moderne afrikanische Keramik (Donation Herzog Franz von Bayern)
- Museum Schloss GlĂŒcksburg (Römhild) â Sammlung zeitgenössischer internationaler Keramikkunst der Keramiksymposien Römhild (seit 1975).
- Das MusĂ©e Ariana (Schweizer Museum fĂŒr Keramik und Glas) in Genf ist das gröĂte entsprechende Museum der Schweiz und beherbergt eine groĂe Sammlung Moderner Keramik.
- Das Centre de la cĂ©ramique. Keramis in La LouviĂšre (Belgien), gegrĂŒndet 2015.[17]
- Das MusĂ©e national de CĂ©ramique â SĂšvres, das neben der weltbekannten Porzellansammlung auch umfangreiche BestĂ€nde Moderner Keramik hat.
- Die Sammlung von Studio Pottery der York Art Gallery,[18] die u. a. durch den Erwerb der Sammlung Henry Rothschild entstand.
- Das American Museum of Ceramic Art (AMOCA) in Pomona (Cal.) beherbergt auch eine Sammlung Moderner Keramik.
- Das Museum of Modern Ceramic Art[19] in Gifu (Japan), gegrĂŒndet 2005, sammelt Moderne Keramik weltweit.
- Das Keramikmuseum Scheibbs zur Tonindustrie Scheibbs, einer bedeutenden Manufaktur der Zwischenkriegszeit des Expressionismus mit Hang zur fernöstlichen Groteske mit Verbindung zur Wiener WerkstÀtte.
- Im Jahre 2018 schenkten France und Wolfgang Kermer ihre Sammlung französischer Keramik aus dem Zeitraum 1970 bis 2000 der Stadt SaargemĂŒnd (MusĂ©es de Sarreguemines).[20] Zuvor war die Sammlung, deren Bestandskatalog Werke von rund einhundert KĂŒnstlern verzeichnet,[21] in verschiedenen deutschen Museen gezeigt worden.[22]
Die Keramikszene seit 1990
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Keramikszene ist von groĂer Vielfalt weltweit gekennzeichnet, die von kĂŒnstlerischer GefĂ€Ăkeramik (nun auch unter Einbeziehung des Werkstoffs Porzellan) bis zu bildhauerisch gestalteten keramischen Skulpturen, keramischen Land-Art-Objekten und zu Mischtechniken reicht, die keramische Materialien mit Holz, Stein oder Metall verbinden.
Aktuelle Entwicklungen im Feld Moderner Keramik werden in den einschlÀgigen Zeitschriften und bei Keramik-Symposien besprochen. Hier einige Beispiele:
- Die Zeitschrift Neue Keramik. Das EuropÀische Keramikmagazin erscheint sechsmal jÀhrlich und hat auch eine englische Ausgabe.[23]
- Das Keramik Magazin Schweiz[24] ist ein Online-Portal mit allen News und Informationen zu Keramik, Töpfern, Keramikerinnen und Keramikern, herausgegeben von Schweizer Verband fĂŒr Keramik in ZĂŒrich.
- Die Zeitschrift Ceramic Review. The International Magazine of Contemporary and Historical Ceramic Art[25] erscheint sechsmal jÀhrlich in London (UK).
- Die Zeitschrift La revue de la céramique et du verre[26] erscheint ebenfalls im Zweimonatsrhythmus in Paris (FRA).
- Die Zeitschrift Studio Potter[27] erscheint zweimal jĂ€hrlich, sie wird vom britischen Verband der âStudio Potterâ (Kunstkeramiker) herausgegeben.
- Das weltbekannte Symposion EuropÀischer Bildhauer in Sankt Margarethen im Burgenland, das 1959 von Karl Prantl ins Leben gerufen und damit der Ahnherr aller Kunstsymposien wurde, wurde ab 1972 unter der damaligen Leitung von Maria Biljan-Bilger zu einem Keramiksymposium ausgebaut.
- Das Internationale Keramiksymposium in Römhild (BRD) findet seit 1975 in unregelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden statt.
- Das Keramiksymposium Gmunden[28] wurde 1963 von Kurt Ohnsorg ins Leben gerufen, fand damals bis 1969 statt und war damit das erste Symposium speziell fĂŒr Keramikkunst weltweit. 2003 wurde es wiederbelebt und findet seither in verschiedenen AbstĂ€nden statt.
- Das PanevÄĆŸys international ceramic symposium[29] findet seit 1988 jĂ€hrlich in der litauischen Stadt PanevÄĆŸys statt. Werke der teilnehmenden KĂŒnstler werden in der PanevÄĆŸys Civic Art Gallery vor Ort und auch virtuell ausgestellt.[30] Hier sind inzwischen Werke von 183 KĂŒnstlern aus aller Welt zu sehen.
- Das International Ceramics Studio[31] in KecskemĂ©t ist das Zentrum moderner Keramikkunst in Ungarn, es veranstaltet seit 1978 Symposien und hat eine groĂe Sammlung von Arbeiten der ĂŒber 500 teilnehmenden KĂŒnstlern.
Ein Beispiel fĂŒr Keramik im stĂ€dtischen Raum ist die Kunstinstallation Genesis â Sieben Tage des Herrn von Markus LĂŒpertz in der Karlsruher U-Bahn mit 14 groĂformatigen Keramikreliefs in zentralen Bahnhöfen in der Karlsruher Innenstadt, die 2023 enthĂŒllt wurden.
Literatur
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- Richard Borrmann: Moderne Keramik, Seemann, Leipzig 1902.
- Jakob Hinder und Lotte Reimers: Moderne Keramik aus Deutschland. Museum fĂŒr Moderne Keramik, Deidesheim 1971.
- Ekkart Klinge: Deutsche Keramik heute. Verlagsanstalt Handwerk, DĂŒsseldorf 1984.
- Keramion â Museum f. Zeitgenöss. Keramische Kunst (Hrsg.): EuropĂ€ische Keramik der Gegenwart: zweite internationale Ausstellung im Keramion. Greven & Bechthold, Köln 1986.
- Societe dâEncouragement aux Metiers dâArt (SEMA) (Hg.)/Bazin, Mireille (Red.): L'Europe des ceramistes, Metiers dâArt, Paris 1989.
- Verein fĂŒr keramische Kunst e. V. (Hg.) Bewegung. EuropĂ€ische Keramik '96, Frechen b. Köln 1996.
- Ingrid Vetter: Keramik in Deutschland â 1955â1990. Arnoldsche, Stuttgart, 1997, ISBN 3-925369-77-5.
- Walter Helmut Lokau: Die gescheiterte Institutionalisierung. Eine kritische Bilanz der Rezeption zeitgenössischer Keramik in Deutschland nach 1945. Univ. Freiburg, Dissertation 2007, online.
- Ingrid Vetter: Moderne Keramik des 20. Jahrhunderts. Arnoldsche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89790-275-6.
- France Kermer et al.: Moderne Keramik aus Frankreich 1970 bis 2000. Aus der Sammlung Kermer, Theodor-Zink-Museum, Kaiserslautern 2014, ISBN 978-3-936036-38-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Studiokeramik - Moderne Keramik - Keramikkunst - Keramik Shop. In: ROBERT ZĂBLIN. Abgerufen am 1. Dezember 2025 (deutsch).
- â Vgl. den Artikel in der englischsprachigen Wikipedia Studio pottery
- â Infos Volker Ellwanger, abgefragt am 17. MĂ€rz 2016.
- â Infos Görge Hohlt, abgefragt am 17. MĂ€rz 2016.
- â Infos Karl Scheid, abgefragt am 17. MĂ€rz 2016.
- â Infos Ursula Scheid, abgefragt am 17. MĂ€rz 2016.
- â Infos Gerald Weigel, abgefragt am 17. MĂ€rz 2016.
- â Infos Gotlind Weigel, abgefragt am 17. MĂ€rz 2016.
- â Ingrid Vetter: Keramik in Deutschland â 1955â1990. Arnoldsche, Stuttgart, 1997, ISBN 3-925369-77-5.
- â Wettbewerbe und PreistrĂ€ger der Gesellschaft der Keramikfreunde ( des vom 15. Juli 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Keramikpreis der Frechener Kulturstiftung
- â Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen startet den Westerwaldpreis 2019, Pressemitteilung auf radio westerwald vom 28. September 2018.
- â Homepage Keramikmuseum Westerwald
- â Ekkart Klinge: Keramik des 20. Jahrhunderts. Sammlung Welle. Dumont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3859-7.
- â Niehoff, Franz (Hrsg.): Die Welt der GefĂ€Ăe â Zeitgenössische Keramik â Sammlung Rudolf Strasser. Museen der Stadt. Landshut 2000, ISBN 3-924943-17-6.
- â Infos zur Sammlung Reimers, abgefragt am 23. MĂ€rz 2016.
- â Keramis, abgefragt am 30. April 2016.
- â Keramiksammlung York Art Gallery, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zum Gifu Ceramic Museum ( vom 18. August 2016 im Internet Archive), abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Klaus Kadel-Magin: Keramik-Kunst in ihrer Hochburg: France und Wolfgang Kermer schenken dem Museum von Sarreguemines ihre Sammlung. In: Die Rheinpfalz, Nr. 99, 28. April 2018, Beilage: Ihr Wochenende, m. Abb.
- â CĂ©ramique française 1970â2000: Donation France et Wolfgang Kermer. [Texte: CĂ©leste Lett; France Kermer; Wolfgang Kermer] Sarreguemines, Ădition MusĂ©es de Sarreguemines, 2018, ISBN 978-2-913759-24-4.
- â Marlene Jochem: Moderne Keramik aus Frankreich 1970 bis 2000: aus der Sammlung Kermer. In: Keramos, Zeitschrift der Gesellschaft der Keramikfreunde e. V. DĂŒsseldorf, Heft 226, 2014/IV, S. 63â72Â m. Abb.
- â New Ceramics Info, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zum Keramik Magazin Schweiz, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zur Ceramic Review, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zur Revue CĂ©ramique, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zur Zeitschrift Studio Potter
- â Infos zum Keramiksymposium Gmunden, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zum Symposium in PanevÄĆŸys, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zur Sammlung der PanevÄĆŸys Civic Art Galler ( vom 25. MĂ€rz 2016 im Internet Archive), abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.
- â Infos zum ICS KecskemĂ©t und der Sammlung Moderner Keramik, abgefragt am 22. MĂ€rz 2016.