Meerestier

Ein Meerestier ist ein Tier, dessen hauptsĂ€chlicher Lebensraum das Ăkosystem Meer ist.[1] Der Begriff bezeichnet keine natĂŒrliche Verwandtschaftsgruppe (Taxon) im Sinne der biologischen Systematik, sondern ist eine Sammelbezeichnung fĂŒr Tiere, welche dem marinen Plankton, Nekton oder Benthon angehören. Im weiteren Sinn gehören auch bestimmte Seevögel (z. B. Pinguine), Wasserschildkröten und Robben, deren Jungen an Land zur Welt kommen, zu den Meerestieren.
Es wird allgemein davon ausgegangen, dass das Leben im Meer entstanden ist und sich die Lebewesen zunÀchst nur in diesem Lebensraum mit seinen physikalisch relativ homogenen Bedingungen ausgebreitet haben.
Viele der heute das Meer bewohnenden Arten sind nicht dort entstanden, sondern stammen von Formen ab, die vom Land (z. B. Wale) oder aus dem SĂŒĂwasser (z. B. Echte Knochenfische (Teleostei)) eingewandert sind und sich sekundĂ€r an ein Leben im Meer angepasst haben.
Statistiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den rund 8,7 Millionen Arten von Organismen sind circa 2,2 Millionen Meerestiere.[2] Nur 12 Prozent der Meerestiere sind Fische. Krebstiere machen ein FĂŒnftel der beschriebenen Arten aus. Den gröĂten Anteil der unter Wasser lebenden Lebewesen stellen jedoch die Meeresmikroben dar. Forscher gehen davon aus, dass es mehrere Milliarden Mikrobenarten gibt, die noch entdeckt werden mĂŒssen. Das Vorkommen gröĂerer Meerestierarten sind nach Forschungen seit Beginn der Aufzeichnung um durchschnittlich rund 90 Prozent zurĂŒckgegangen. Die Jagd auf den Blauflossenthunfisch in der Nordsee hat dazu gefĂŒhrt, dass zu Beginn der 1960er Jahre diese Region leer gefischt war. Bis heute ist das Vorkommen des Blauflossenthunfisches in der Nordsee selten.[3] Etwa 100.000 Meereslebewesen pro Jahr verenden am PlastikmĂŒll in den Ozeanen, weil sie den Abfall mit Futter verwechseln und fressen. Sie fĂŒhlen sich satt, verhungern jedoch schlieĂlich mit mĂŒllgefĂŒlltem Magen.[4]
Beispiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachfolgend sind einige Gruppen von Meerestieren und die StĂ€mme aufgefĂŒhrt, zu denen die Gruppen systematisch gehören:



Siehe auch
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- Biologie
- Lebensmittel
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Digital Atlas of Marine Species and Locations, Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science, University of Miami
- Leben im Ozean, Lighthouse-Foundation
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Informationen Meerestiere. das-tierlexikon.de, 2010, abgerufen am 22. November 2015.
- â Eduardo Klein: Unentdeckte Arten: Nie gesehen - und schon ausgestorben. Spiegel Online, 24. August 2011, abgerufen am 22. November 2015.
- â Kirsten Bode, Julia Kloft: Terra X: Universum der Ozeane. In: Dumbo und die Urzeit-Krabbe â Die Forscher des Census of Marine Life ziehen Bilanz. ZDF, 24. Oktober 2010, archiviert vom am 3. Dezember 2016.
- â PlastikmĂŒll im Meer â Zahlen und Fakten. (PDF; 289 KB) In: wissenschaftsjahr.de. Abgerufen am 14. Januar 2019.