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Malachi Thompson

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Malachi Richard Thompson (* 21. August 1949 in Princeton (Kentucky); † 16. Juli 2006 in Chicago) war ein US-amerikanischer Jazztrompeter.

Leben und Wirken

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Thompson wurde von seiner jazzbegeisterten Mutter frĂŒhzeitig musikalisch gefördert; ab dem 5. Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht in Chicago, wo er aufwuchs. Beim Besuch eines Konzerts der Band von Count Basie entdeckte er die Trompete als sein Instrument. Er studierte es auf dem College und der UniversitĂ€t und nahm Privatstunden bei Freddie Hubbard und Woody Shaw. Nach ersten Erfahrungen in Rhythm-&-Blues-Gruppen schloss er sich 1966 dem Ensemble von Troy Robinson an. Bereits 1967 kam er in Kontakt zu AACM-Musikern wie Muhal Richard Abrams, Leroy Jenkins, Henry Threadgill und Lester Bowie.

Thompson spielte aber in der Operation Breadbasket Big Band der Southern Christian Leadership Conference und begleitete dort Cat Anderson, Donald Byrd oder Nat Adderley. Weiterhin spielte er mit Joe Williams und Von Freeman, grĂŒndete aber auch eigene Gruppen. Nach dem Studienabschluss zog er nach New York, wo er sowohl mit Frank Foster oder Sam Wooding als auch mit Joe Henderson oder Jackie McLean arbeitete. Daneben betĂ€tigte er sich auch in der Loft Scene, wo er sowohl im Umkreis von Sam Rivers als auch von Archie Shepp tĂ€tig war. Bereits 1978 grĂŒndete er zudem gemeinsam seine erste Freebop-Band, um die Spielauffassung des Hard Bop fĂŒr grĂ¶ĂŸere improvisatorische FreirĂ€ume zu öffnen. Beteiligt waren u. a. Carter Jefferson, Victor Lewis, David Murray, Oliver Lake, James Spaulding, Gary Bartz, Paul Quinichette. Mit Kalaparusha Maurice McIntyre entstand der Mitschnitt Live from Studio Rivbea: July 12, 1975.

Daneben grĂŒndete Thompson mit Norman Spiller ein großes Trompetenensemble mit Rhythmusgruppe. 1982 schloss er sich dann der Hot Trumpet Repertory Company von Lester Bowie an, der spĂ€teren Brass Fantasy, der er bis 1988 angehörte. 1983 zog er nach Washington, D.C., 1985 dann nach Wien, wo er bis 1989 blieb. Nach seiner RĂŒckkehr nach Chicago musste er wegen einer Blutkrebs-Erkrankung pausieren, schrieb das BĂŒhnenstĂŒck „The Jazz Life“ (1990) und arbeitete als JazzpĂ€dagoge und als Journalist. 1991 konnte er sich wieder dem aktiven Musizieren widmen und grĂŒndete wieder eine eigene Freebop Band, die mehrere Platten vorlegte. Bald rĂŒckte aber die Arbeit mit einer weiteren Formation, Africa Brass, in den Vordergrund, die fĂŒr die Produktion von „Lift Every Voice“ (1994) um einen Chor verstĂ€rkt wurde. Daneben spielte Thompson Theatermusiken ein. Thompson wirkte auch an Einspielungen von Gil Scott-Heron, Quincy Jones, Erroll Parker, Hubert Eaves III und Shamek Farrah mit.