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Juno Berthelsen

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Juno Berthelsen (* 19. Oktober 1982 in Nuuk)[1] ist ein grönlÀndischer Politiker (Naleraq), Menschenrechtsaktivist und Musiker.

Juno Berthelsen ist der Bruder der KĂŒnstlerin Julie Edel Hardenberg (* 1971) und der ArchĂ€ologin Mari Kleist (* 1974).[2] Er besuchte von 2001 bis 2004 die Metropolitanskolen in Kopenhagen, wo er seinen Gymnasialabschluss machte.[3] Er war anschließend als Musiker aktiv. 2010 veröffentlichte er sein DebĂŒtalbum Perfect 10.[4] Von 2015 bis 2018 studierte er Geisteswissenschaften (International Humanistisk Bachelor) an der UniversitĂ€t Roskilde und anschließend KulturĂŒbergreifende Studien an der UniversitĂ€t Kopenhagen, die er mit dem Titel cand.mag. verließ.[3]

WĂ€hrend des Studiums arbeitete er als Studentische Hilfskraft am dĂ€nischen Institut fĂŒr Menschenrechte. Er verbrachte zudem 2019 ein Praktikum an der grönlĂ€ndischen ReprĂ€sentation in Washington, D.C. Nach dem Studium war er von 2021 bis 2022 MinistersekretĂ€r fĂŒr Außenminister Pele Broberg, bis die Naleraq aus der Regierung ausschied, wonach er jedoch im Außenministerium angestellt blieb.[3] Er kandidierte erfolglos bei der Folketingswahl 2022, wo seine Partei keinen der beiden grönlĂ€ndischen Sitze erhielt.[5] 2023 wurde er zum BĂŒrochef im Außenministerium befördert, zuerst kommissarisch und ab 2024 permanent.[3] 2023 wurde er Vorsitzender des Lokalverbands der Naleraq in Nuuk[6] und 2024 wiedergewĂ€hlt.[7] Bei der Parlamentswahl in Grönland 2025 erreichte er 95 Stimmen, ebenso viele wie Gerth Mikaelsen, der den letzten Parlamentssitz der Partei zugelost bekam.[5] Als erster NachrĂŒcker zog Juno Berthelsen im September 2025 dennoch fĂŒr den kurz zuvor verstorbenen Hans Enoksen ins Inatsisartut ein.[8] Bei der Kommunalwahl 2025 erreichte er mit 68 Stimmen den zweiten NachrĂŒckerplatz seiner Partei, die aber nur einen Sitz in der Kommuneqarfik Sermersooq erzielen konnte. Er kandidierte auch bei der Folketingswahl 2026, wo er 213 Stimmen erhielt und damit erster Stellvertreter von Qarsoq HĂžegh-Dam wurde.[5]

Juno Berthelsen ist als Aktivist tĂ€tig. Seit 2018 ist er der grönlĂ€ndische Vertreter im Arctic Youth Network. Von 2020 bis 2022 war er in einem Projekt des Arktischen Rats fĂŒr Gleichstellung der Geschlechter aktiv. Seit 2020 ist er Mitglied einer Arbeitsgruppe fĂŒr ErnĂ€hrungssicherung in der Arktis.[3] 2023 wurde er Vorstandsmitglied in der grönlĂ€ndischen LGBT-Vereinigung Sipineq+.[9] Er ist zudem MitgrĂŒnder der grönlĂ€ndischen Antikolonialismusorganisation Nalik.[10]

Er ist mit der Museumsinspektorin im Nuuk-Kunstmuseum Kristine BĂžnlĂžkke Spejlborg Berthelsen verheiratet, mit der er eine Tochter hat.[3]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Juno Berthelsen. Altinget.
  2. ↑ "Move on" udkommer i dag. Sermitsiaq.AG (3. Oktober 2008).
  3. 1 2 3 4 5 6 CV. Inatsisartut.
  4. ↑ Juno udgiver debutalbum. Sermitsiaq.AG (1. November 2010).
  5. 1 2 3 Wahlergebnisse in Grönland. valg.gl.
  6. ↑ Kassaaluk Kristensen: Juno Berthelsen bliver ny formand for Naleraq Nuuk. Sermitsiaq.AG (26. Mai 2023).
  7. ↑ Kassaaluk Kristensen: Naleraq opretter flere lokalafdelinger. Sermitsiaq.AG (4. April 2024).
  8. ↑ Morten Okkels: Inatsisartut godkender udskiftning hos Naleraq. Sermitsiaq.AG (26. September 2025).
  9. ↑ Kassaaluk Kristensen: Sipineq+: FĂžrste bestyrelse pĂ„ plads. Sermitsiaq.AG (19. MĂ€rz 2023).
  10. ↑ Juno Berthelsen. Wilson Center.