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Inkarzeration

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Als Inkarzeration (von lateinisch carcer „Umfriedung“, „GefĂ€ngnis“) wird in der Medizin das Einklemmen von Gewebe bezeichnet. Eingeklemmtes Gewebe kann in seiner Funktion gestört sein, z. B. wenn nach einem Eingeweidebruch ein Teil des Darms abgeklemmt wird. Durch eine solche Darmeinklemmung (oder Darminkarzeration) bzw. Brucheinklemmung[1] kann Kot oder Gas im entsprechenden Darmabschnitt eingeschlossen sowie die Passage des Nahrungsbreis beeintrĂ€chtigt sein oder unterbunden werden. Des Weiteren kann durch die Einklemmung die Blutzufuhr und damit die NĂ€hrstoff- und Sauerstoffversorgung des Gewebes gestört sein, was bis zum Absterben der betroffenen Regionen fĂŒhren kann.

Eine Inkarzeration gilt – je nach Art des eingeklemmten Gewebes – aufgrund dieser Risiken als gefĂ€hrliche Komplikation, die einer operativen Behandlung bedarf.

  • Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. BegrĂŒndet von Willibald Pschyrembel. Bearbeitet von der Wörterbuchredaktion des Verlags. 255. Auflage. De Gruyter, Berlin 1986, ISBN 978-3-11-018534-8.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Christian Neubert, Ludwig Faupel, Uwe Katzenmeier: BauchwandbrĂŒche. In: Franz Xaver Sailer, Friedrich Wilhelm Gierhake (Hrsg.): Chirurgie historisch gesehen. Anfang – Entwicklung – Differenzierung. Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle, Deisenhofen bei MĂŒnchen 1973, ISBN 3-87185-021-7, S. 139–152.