Horses
| Horses | ||||
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| Studioalbum von Patti Smith | ||||
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VerĂśffent- |
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Aufnahme |
2.â18. September 1975 | |||
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Format(e) |
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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43:10 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
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Horses ist das Debßtalbum der US-amerikanischen Sängerin Patti Smith und erschien im November 1975. Es wird zu den einflussreichsten Rock-Alben aller Zeiten gezählt und gilt als stilprägend fßr das Genre Punk.
Hintergrund
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Vor ihrer Karriere als Musikerin trat Patti Smith in New York City als Lyrikerin und Malerin in Erscheinung. Zusammen mit dem Gitarristen Lenny Kaye stellte Smith eine Begleitband zusammen und gab Konzerte im Szeneclub CBGBâs. 1974 erschien die erste Single Hey Joe (Version)/Piss Factory, die Smith zusammen mit Kaye, Richard Sohl und Tom Verlaine einspielte. Im Mai 1975 wurde sie von Arista Records unter Vertrag genommen.[1] Das DebĂźtalbum wurde zwischen August und September in den Electric Lady Studios aufgenommen. Produziert wurde Horses von John Cale, einem frĂźheren Mitglied von The Velvet Underground. Die Zusammenarbeit erwies sich aufgrund kreativer Differenzen als schwierig.[2][3][4]
Am 10. November 1975 brachte Arista das Album als LP und MC auf den Markt. Auf CD wurde es erstmals 1988 verĂśffentlicht. Im November 2005 erschien Horses als âLegacy Editionâ samt Bonus-CD. Am 10. Oktober 2025 verĂśffentlichte Arista die â50th Anniversary Editionâ, die Jubiläumsausgabe enthält ein neues Remaster und erschien auf 2 CDs bzw. 2 LPs.
Das Porträtfoto auf dem Albumcover stammt von Robert Mapplethorpe.
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seite A
- 1. Gloria â 5:57
- In Excelsis Deo (Patti Smith)
- Gloria (Van Morrison)
- 2. Redondo Beach (Smith, Richard Sohl, Lenny Kaye) â 3:26
- 3. Birdland (Smith, Sohl, Kaye, Ivan KrĂĄl) â 9:15
- 4. Free Money (Smith, Kaye) â 3:52
Seite B
- 5. Kimberly (Smith, Allen Lanier, Kral) â 4:27
- 6. Break It Up (Smith, Tom Verlaine) â 4:04
- 7. Land â 9:25
- Horses (Smith)
- Land, of a Thousand Dances (Chris Kenner)
- La Mer(de) (Smith)
- 8. Elegie (Smith, Lanier) â 2:57
NeuverĂśffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bonustrack (CD)
- 9. My Generation (Live) (Pete Townshend) â 3:21
Legacy Edition (2005)
- 10. Gloria (Live) â 7:01
- 11. Redondo Beach (Live) â 4:29
- 12. Birdland (Live) â 9:52
- 13. Free Monday (Live) â 5:29
- 14. Kimberly (Live) â 5:28
- 15. Break It Up (Live) â 5:24
- 16. Land (Live) â 17:35
- 17. Elegy (Live) â 5:00
- 18. My Generation (Live) â 6:57
50th Anniversary Edition (2025)
- 9. Gloria: In Excelsis Deo (RCA Demo) â 6:19
- 10. Redondo Beach (RCA Demo) â 3:45
- 11. Birdland (Alternate Take) â 5:54
- 12. Snowball â 3:14
- 13. Kimberly (Alternate Take) â 4:10
- 14. Break It Up (Alternate Take) â 3:45
- 15. Distant Fingers â 3:46
- 16. The Hunter Gets Captured by the Game â 2:54
- 17. We Three â 4:35
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| AllMusic | |
| Rolling Stone | |
| Pitchfork | |
| Spin | |
| Uncut | |
| Musikexpress | |
| Laut.de |

Das Album wurde Ăźberschwänglich rezensiert und ist heute in zahlreichen Bestenlisten auf vorderen Plätzen vertreten. Lester Bangs schrieb 1976 im Magazin Creem, das Album enthalte âden besten Garagen-Band-Sound, den es bisher in den 1970er Jahren zu hĂśrenâ gebe. Die deutsche Musikzeitschrift Sounds lobte 1979 den âSound, in dem Rock-Riffs und Sprachrhythmen immer mehr verschmolzenâ und fĂźhlte sich musikalisch an die rhythmische Monotonie und den hypnotischen Gesang von John Cales Velvet Underground erinnert, textlich an Arthur Rimbaud, William S. Burroughs und den Slang der New Yorker HeroinsĂźchtigen. Der Rezensent monierte aber ein ĂbermaĂ an Kunstwollen, Pathos und Manierismus: Einige Passagen seien âfast gequält kĂźnstlerischâ.[12]
Die Musikzeitschrift Rolling Stone wählte Horses 2003 und 2012 auf Platz 44 der 500 besten Alben aller Zeiten.[13] In der Aufstellung von 2020 erreichte es Platz 26.[14] Es belegt zudem Platz 5 der 100 besten Debßtalben und Platz 12 der 40 besten Punk-Alben.[15][16]
Der New Musical Express fĂźhrt es auf Platz 12 der 500 besten Alben aller Zeiten.[17]
Horses belegt Platz 70 der 200 besten Alben von Uncut.[18]
In der Auswahl der 100 besten Alben des Guardians erreichte es Platz 33.[19]
Das Magazin Time nahm Horses in die Auswahl der 100 wichtigsten Alben auf.[20]
National Public Radio fĂźhrt es auf Platz 7 der 150 besten Alben, die von Frauen stammen.[21]
âBecause Smith was a poet before she was a singer⌠and John Cale of the Velvet Underground produced⌠and her lover Robert Mapplethorpe took the cover photo, Horses is often praised for fusing classical verse, feminism, punk and the avant-gardeâwhich makes this epic debut sound like it belongs on a syllabus for a class few people would willingly take. In fact, itâs a rock record of overwhelming power.â
âHorses erwies sich als ein so obsessives wie kathartisches GlanzstĂźck. Ein Album, das literarische EinflĂźsse von Dichtern wie William Blake, Emily Dickinson und William Burroughs mit ekstatischem Rock verband, hatte bisher noch niemand versucht. [...] Horses erlangte den Status eines politischen Manifests fĂźr eine andere Ordnung der Dinge als die bĂźrgerliche Weltsicht, ein bleibender Meilenstein der amerikanischen Alternativkultur.â
âPatti Smith schafft auf ihrem DebĂźt eine bewegende Mischung aus Rock und Poesie. Sie gibt genauso viel auf Jim Morrison und Bob Dylan wie auf die Philosophen William Blake und Arthur Rimbaud. Musikalisch zitiert sie oft die alten Rock-GrĂśĂen, textlich geht sie aber weiter: Patti Smith sorgt mit einfachen Worten fĂźr gewaltige Bilder im Kopf des ZuhĂśrers. [...] Horses ist genau die Art von rohem Art-Rock, der zum Vorbild fĂźr die spätere Punk- und New-Wave-Bewegung wird. Aber Horses ist mehr als der Drei-Akkorde-Minimalismus, den später The Clash oder die Buzzcocks bekannt machen. Es ist eine Ansammlung von poetischen Anspielungen auf Rockmusik â fĂźr die man vielleicht ein paar Jahre älter sein muss, um sie zu verstehen. Aber die Kraft, die von diesem Album ausgeht, spĂźrt man auch so.â
âMit Horses gab es neue Regeln fĂźr weibliche Popstars: die LP setzte Signale fĂźr Sängerinnen von Chrissie Hynde und Johnette Napolitano bis zu Courtney Love und Liz Phair. Doch die Wirkung von Patti Smith beschränkte sich nicht auf ein Geschlecht. Sie kombinierte die Energie der aufsprieĂenden New Yorker Punkszene mit den abenteuerlichen Erzählungen der kalifornischen Beatpoeten und kreierte einen einzigartigen Sound, der sogar kunstbeflissene Bands wie die Talking Heads und R.E.M. beeinflusste. Im Team mit John Cale schaffte Smith ein hypnotisches und schmerzhaft persĂśnliches Album, das auch nach 30 Jahren noch voll einschlägt. [...] Horses erhielt positive Kritiken, der bescheidene Hit kam bis auf Nr. 47 der Billboard Charts. Wichtiger und bisher unbestritten war jedoch, dass die LP Patti Smith als grĂśĂte Punkdichterin der Rockgeschichte etablierte.â
2009 wurde Horses in das National Recording Registry der Library of Congress und 2021 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.[25][26]
Es gehĂśrt zu den 1001 Albums You Must Hear Before You Die.
Kommerzieller Erfolg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chartplatzierungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| ChartsChartplatzierungen | HĂśchstÂplatzieÂrung | WoÂchen |
|---|---|---|
| 64 (1Â Wo.) | 1 | |
| 47 (17Â Wo.) | 17 |
Auszeichnungen fßr Musikverkäufe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Land/Region | AusÂzeichÂnungÂen fĂźr MuÂsikÂverÂkäuÂfe (Land/Region, AusÂzeichÂnung, VerÂkäuÂfe) |
VerÂkäuÂfe |
|---|---|---|
| 35.000 | ||
| Insgesamt | 35.000 |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Mark Paytress: Break it Up: Patti Smithâs âHorsesâ and the Remaking of Rock ânâ Roll (englisch). Piatkus Books/Portrait, London 2006. ISBN 0-7499-5107-9.
- Philip Shaw: Horses (33 â ), Continuum International Publishing Group, London/New York 2008. ISBN 978-0-8264-2792-2.
- Patti Smith: Just Kids, Ecco Press, New York 2010. ISBN 978-0-06-621131-2.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Horses bei Discogs
- Horses bei Rate Your Music
- Juliane Reil: Ein Meilenstein der Rockgeschichte wird 40 auf Deutschlandfunk (12. Dezember 2015)
- Bernd SchleĂelmann: Bewegendes DebĂźt mit Poesie und Punk auf Bremen Eins (13. Oktober 2022)
- Jana BĂśhm und Christof Leim: Zeitsprung: Am 10.11.1975 legt Patti Smith ihr einflussreiches DebĂźt âHorsesâ vor auf UDiscover Music (10. November 2020)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Irdische Transzendenz auf deutschlandfunkkultur.de (abgerufen am 4. Mai 2023)
- â "A season in Hell": The making of Patti Smith's "Horses" auf salon.com (abgerufen am 4. Mai 2023)
- â Patti Smith on Horses: âI was not really a punkâ auf bbc.com (abgerufen am 4. Mai 2023)
- â How We Met: John Cale and Patti Smith auf independent.co.uk (abgerufen am 4. Mai 2023)
- â Review von William Ruhlmann auf allmusic.com (abgerufen am 15. November 2017)
- â Review (21. Januar 1997) auf rollingstone.com (archiviert vom 11. November 2007; abgerufen am 4. Mai 2023)
- â Review von Jenn Pelly auf pitchfork.com (abgerufen am 9. November 2025)
- â David Marchese: Discography Patti Smith, in: Spin 09/2008, S. 108.
- â David Cavanagh: The Patti Smith Discography, in: Uncut 07/2012, Ausgabe 182, S. 37.
- â Review von Peter Felkel auf musikexpress.de (abgerufen am 15. November 2017)
- â Review von Josef Gasteiger auf laut.de (abgerufen am 15. November 2017)
- â Lätz Däntz: Patti Smith: Horses. In: Sounds. Platten 66â77, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1979, S. 1168 f.
- â 500 Greatest Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 15. November 2017)
- â The 500 Greatest Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 4. Mai 2023)
- â 100 Best Debut Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 4. Mai 2023)
- â 40 Greatest Punk Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 9. November 2025)
- â The 500 Greatest Albums Of All Time: 100-1 auf nme.com, abgerufen am 15. November 2017
- â 200 Greatest Albums of All Time, in: Uncut 02/2016, Ausgabe 225, S. 43.
- â 100 Best Albums Ever aus: The Guardian (19. September 1997)
- 1 2 All-TIME 100 Albums auf time.com, abgerufen am 15. November 2017
- â Turning The Tables: The 150 Greatest Albums Made By Women auf npr.org (abgerufen am 4. Mai 2023)
- â SchĂźtte, Uwe: Basis-Diskothek Rock und Pop, Philipp Reclam jun. Stuttgart 2004, S. 165â66.
- â BR Ruhmeshalle: Horses (7.3.2013) auf br.de, abgerufen am 15. November 2017
- â Dimery, Robert (Hrsg.): 1001 Alben â Musik, die sie hĂśren sollten, bevor das Leben vorbei ist, 8. Auflage, Edition Olms ZĂźrich 2015, S. 348.
- â The Sounds of Fighting Men, Howlin' Wolf and Comedy Icon Among 25 Named to the National Recording Registry auf loc.gov (abgerufen am 15. November 2017)
- â GRAMMY Hall Of Fame auf grammy.com (abgerufen am 11. Februar 2025)
- â Chartplatzierung in der Schweiz. In: hitparade.ch. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
- â Chartplatzierung in den USA. In: billboard.com. Abgerufen am 19. Oktober 2025 (englisch).
- â ARIA Accreditations. In: aria.com.au. Abgerufen am 19. Oktober 2025 (englisch).