Zum Inhalt springen

Kulturgeschichte des Blutes

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Heiliges Blut)

Blut wurde schon frĂŒh als TrĂ€ger der Lebenskraft angesehen. Die Beobachtung, wie beim Verbluten eines Menschen oder beim Ausbluten eines Schlachttiers dessen KrĂ€fte schwinden, ließ die Menschen darauf schließen, dass das Blut ein Urstoff des Lebens sei. Zudem ist Blut ein Lebensmittel.

In der griechisch-antiken und germanischen Mythologie galt der Mensch deshalb als aus dem Blut der Götter erschaffen. Diese Vorstellung prĂ€gt auch den Tanach: Danach bestehe der Mensch aus „Fleisch und Blut“. Dieses VerstĂ€ndnis des Blutes als Geheimnis der Entstehung des Lebens erklĂ€rt die besondere Bedeutung des Blutes und der Farbe Rot als Symbol von Leben und Fruchtbarkeit. In der politischen Symbolik, zum Beispiel auf Flaggen, symbolisiert Rot dagegen oft das Blut der Gefallenen oder steht allgemein fĂŒr den Tod.

Im antiken Griechenland wurde frisches Blut teils als Heilmittel gegen die Epilepsie angesehen. Dahinter stand die Vorstellung, dass beim Ausfließen des Blutes die Seele den Leib verlasse. Die Bewusstlosigkeit der Epileptiker fĂŒhrte zu der Annahme, ihre Seele sei erschlafft und könne durch frisches Blut wieder zu KrĂ€ften kommen. So bestand die Nahrung der Schatten im Hades, also der Seelen der Toten, in der Odyssee (Kapitel 11) aus Widderblut, welches Odysseus in eine Grube gab, um die Schatten anzulocken. In der Bluttaufe des Tauroboliums wird das Blut eines geopferten Stiers als KrafttrĂ€ger gesehen.

In der Tora findet sich die Vorstellung, die Blut mit Leben oder Seele gleichsetzt. (Lev 17,11–14 EU). Das Blut war ein heiliges Element, ein unmittelbar göttliches Element, denn alles Leben sei von Gott. Das Blut von geschlachteten Tieren durfte nicht verzehrt werden, weder im profanen Leben noch wĂ€hrend einer religiösen Opferfeier (Dtn 12,23 EU; 1 Sam 14,31f EU; Ez 33,25 EU). Das Blut jedes geschlachteten Tieres musste der Gottheit zurĂŒckgegeben werden. Als das Deuteronomium die LokalkultstĂ€tten, an denen die Tiere bisher geschlachtet worden waren, verbot, musste das Gesetz einen Unterschied zwischen Schlachten und Opfern einfĂŒhren, da die zum gewöhnlichen Gebrauch geschlachteten Tiere nicht mehr nach Jerusalem gebracht werden konnten. Aber auch beim gewöhnlichen Schlachten sollte man das Blut wie Wasser auf die Erde fließen lassen (Dtn 12,13). Mit diesem strengen Verbot und genauer Verwendung des Blutes wendet sich das Gesetz gegen den Brauch, der im Altertum ĂŒblich war, lebende Tiere im Opferakt zu verzehren mit dem Ziel, die heilige Kraft des Blutes in sich aufzunehmen.

SpĂ€ter galt das Verbot des Blutgenusses (auch bei Auswahl und Zurichtung des Fleisches) als eines der grundlegenden Gesetze und war als Gebot fĂŒr Juden und Proselyten verbindlich. Diese Regeln ĂŒbernahmen auch die ersten Christen. Die Auseinandersetzung, ob auch Heidenchristen sich daran halten mĂŒssten, fĂŒhrte zum sogenannten Aposteldekret.

Da das Blut das Leben des Opfertieres darstellt und dem Herrn des Lebens gehört, wird es bei jedem Brand-, Mahlopfern rings um an den Altar gesprengt (Lev 1,5; 3,2; 7,2). Als heiliges Element hat aber das Blut besondere Kraft und das Blut des Opfertiers dient zur Festigung der Gemeinschaft, zur Reinigung und zur SĂŒhne. Bei der Stiftung des Bundes sprengte Mose vom Opferblut die HĂ€lfte ĂŒber den Altar, die HĂ€lfte ĂŒber das Volk (Ex 24,6-8), um die Gemeinschaft zwischen Jahwe und dem Volk zu begrĂŒnden. So spricht auch das Neue Testament noch davon, dass die Christen durch Besprengung mit dem Blut Jesu Christi heilige Personen geworden seien (1 Ptr 1,2).

Aber auch im weiteren Sinne wird Blut eine besondere Bedeutung beigemessen. Das Blut von Opfertieren hat sĂŒhnende und reinigende Kraft (Lev 3; 16; 17). An den TĂŒrpfosten gestrichenes Blut wehrt den Todesengel ab. (Exodus 12). Auch ĂŒbertragene Bedeutungen wie Blut gleich Mensch finden sich. (Genesis 4,10; 9,5).

Noch heute beachten Juden bei der Zubereitung des Fleisches eine Reihe von Regeln, dabei soll unter anderem sichergestellt werden, dass kein Blut verzehrt wird.

Das Neue Testament knĂŒpft an den antiken Blutkult an und ĂŒbertrĂ€gt die Aspekte der SĂŒhne und der Vereinigung durch Blut in die christliche Symbolik. Das Blut hat nun vor allem als Blut Jesu Bedeutung (Römer 3,25, HebrĂ€er 9,7; 13,11). Durch Christi Blut als Blutopfer wird der Bund Gottes mit den Menschen (Jesaja 53,12) erneuert. (Lukas 22,20). Gott bietet dem Menschen die Vergebung seiner SĂŒnden an. (MatthĂ€us 26,28 und Markus 14,24). In dieser Bedeutung wird das Blut Christi bei der Eucharistie getrunken als Zeichen der Erneuerung des Bundes und der Vergebung der SĂŒnden (auch Johannes 6,53f; 1. Korintherbrief 10,16). Und gerade hierin, in Christi Tod das letzte (einmalige) Opfer zu sehen (Röm 6,10; Hebr 7,27; 9,12; 10,10), liegt auch die Ablehnung anderer, weiterer Opfer begrĂŒndet (Wolfgang Trillhaas). Zudem handelt es sich bei diesem (je nach christlichem VerstĂ€ndnis) um ein Selbstopfer oder ein Opfer Gottes (der seinen Sohn opfert) und impliziert die Abschaffung der Blutrache.

Das Sakrament der Eucharistie

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Albrecht Altdorfer: Kreuzigung (Detail), 1515–1516
Eucharistisches Kruzifix mit vier Kelchengeln und plastischen Blutstrahlen aus den Wunden Christi (Alt-St. Cyriak, SchwĂ€bisch GmĂŒnd-Straßdorf)

Daneben bedeutet bei der Eucharistie das Trinken von Wein, in dem das Blut Christi gesehen wird, – vor allem in der ostkirchlichen und der neueren westlichen Theologie – auch die Vereinigung des Menschen mit Gott und die Teilhabe an seinem göttlichen Wesen. Bei diesem VerstĂ€ndnis des Abendmahles (Michael Rau[1]), sieht man im „Blut Christi“ nicht das SĂŒhneblut, sondern wie im Alten Testament das Leben Gottes bzw. den Geist Gottes.

Allerdings fanden sich in der Alten Kirche durchaus Analogien, die im Tod des Gerechten SĂŒhne sahen. (4. MakkabĂ€er 6,28ff; 17,22). Nicht zuletzt hierin begrĂŒndete sich das MĂ€rtyrertum, das auch „Bluttaufe“ genannt wird (unter Bezug auf Lk. 12,50; Joh. 19,32; 1. Brief des Johannes 5,6 beschrieben in: Tertullian, de bapt.16; Cyprian, Ep.73,22).

Blutwunder und Blutreliquien: Heiliges Blut, Kostbares Blut

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Mittelalter stammen auch zahlreiche (vermeintliche) Blutwunder der Eucharistie (z. B. in Bolsena) oder von MĂ€rtyrern (z. B. Januarius in Neapel). Nach mittelalterlicher Vorstellung bildeten die sterblichen Überreste des MĂ€rtyrers ein Depositum seiner ĂŒbernatĂŒrlichen KrĂ€fte. Auch nachdem die Seele den Leib verlassen hatte, wurde dem Körper noch eine ĂŒbernatĂŒrliche Kraft zugeschrieben, als deren begehrtester TrĂ€ger das Blut galt. Dasselbe gilt fĂŒr Heilig-Blut-Reliquien (des Blutes Christi), die wie andere Christusreliquien (Dornenkrone, Speer, NĂ€gel, Kreuz), seit dem 4. Jahrhundert aufgefunden, ab etwa 800 zunehmend auch nach Europa verbracht wurden. Der Höhepunkt der Blutreliquienverehrung fand wĂ€hrend der KreuzzĂŒge statt, Blutreliquien wurden aber bis ins spĂ€te Mittelalter aus dem Heiligen Land nach Europa gebracht. Zu einem Wiedererstarken der Blutreliquienverehrung kam es nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg, als der leidende Christus als Motiv der Verehrung an Bedeutung gewann. Die Blutreliquienlegenden knĂŒpfen an die Eröffnung des Leibes Christi, die Leichenbereitung und Einbalsamierung durch Joseph von Arimathia und Nikodemus sowie an die Mitwirkung von Maria und Maria Magdalena beim BegrĂ€bnis an. Der Heilig-Blut-Kult wurde durch Wallfahrten zu den Blutreliquien und besondere AblĂ€sse populĂ€r.[2]

Die Heilig-Blut-Tafel von 1489 aus der Klosterkirche der Abtei Weingarten enthĂ€lt die Ă€lteste bildliche Darstellung und die Ă€lteste volkssprachliche Übertragung der Heilig-Blut-Geschichte im deutschen Sprachraum: „Hie nach volget die histori des hailgen pluotz cristi / wie das zelest in dis wirdig gotzhus kommen sy. Am ersten / wie der ritter longinus unseren herrn sin syten öffnet mit dem / und berĂŒret sine finstri ougen mit dem usgeflossnen / pluot cristi und wrd gesechind und geloubig. item 
“[3] („Es folgt die Geschichte des heiligen Blutes Christi, wie die Reliquie in dieses wĂŒrdige Gotteshaus gekommen ist. Zuerst [sieht man,] wie der Ritter Longinus die Seite unseres Herrn mit dem [Speer] öffnet und seine blinden Augen mit dem ausgeflossenen Blut Christi berĂŒhrt und sehend und glĂ€ubig wird“).

Die Heiligblutreliquien werden auch heute noch verehrt, unter anderem in Reiterprozessionen (Blutritt).

Siehe auch:

Blut und Abstammung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Blutlinie wird altertĂŒmlich die (in Europa meist patrilineare) Abstammungslinie der blutsverwandten Nachkommen eines Vorfahren verstanden. Der heute verwendete Terminus lautet Abstammungslinie und der Begriff Blutlinie findet sich nur noch in der Tierzucht.

Durch die Abstammungs/Blutlinie wird in vor allem das Erbrecht geregelt. Daneben ist die Eheschließung unter Blutsverwandten verboten, sowie der sexuelle Verkehr unter Strafe gestellt (Inzest).

Eine weitere Anwendung des Konzepts der Blutlinie findet sich in der Blutrache, durch die in archaischen Gesellschaften schwere Vergehen gegenĂŒber Blutsverwandten durch Vertreter des Familienclans gesĂŒhnt werden.

Schließlich bildete die Blutlinie vor allem in den deutschsprachigen LĂ€ndern seit dem 19. Jh. im Zusammenhang mit nationalistischen Diskursen eine zentrale Basis fĂŒr das StaatsbĂŒrgerschaftsrecht (zu dessen Geschichte s. Abstammungsprinzip oder ius sanguinis).

Der Begriff Blaues Blut fĂŒr adelig entstammt der Zeit der Reconquista und ist erst seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts ĂŒber Spanien hinaus eingefĂŒhrt worden.

Blut und politische Ideologien

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Nationalismusbewegungen im 19. Jahrhundert, insbesondere im multikulturellen Habsburgerreich, wurde der aus der aristokratischen Abstammungsideologie stammende Blutsbegriff auch auf die gemeinsame Abstammung von Völkern angewandt und zur Legitimimation der Forderung nach einheitlichen Verwaltungsgebieten im Reich herangezogen.[4]

In der Ideologie des Nationalsozialismus von Blut und Boden wurde Blut mit Rasse in Verbindung gebracht sowie die „Blutschande“ als Straftatbestand eingefĂŒhrt. Analoge Begriffe sind Blut und Ehre.

Im deutschen Staatsangehörigkeitsrecht wurde im Jahr 2000 das Ius Sanguinis, das Blutrecht der Abstammung, als BegrĂŒndung der Staatsangehörigkeit um das Ius Soli (Geburtsortprinzip) ergĂ€nzt.

Konkret auf Tötung bezogen sind die Blut-und-Eisen-Politik, oder der Begriff Blutrache, implizieren aber eine mythische VerklÀrung oder zumindest einen Euphemismus.

Blut in der Kunst

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der österreichische KĂŒnstler Hermann Nitsch hat das Thema Blut und Schlachtung ins Zentrum seiner Arbeiten gestellt. Er nimmt darin Elemente alter Blutrituale auf. Viele musikalische Projekte benennen sich nach dem Blut, wie die Blood, Sweat & Tears, Bloodhound Gang oder Blutengel. Angelina Jolie soll bei ihrer ersten Hochzeit in einem mit Blut beschriebenen Shirt geheiratet haben. BlutsbrĂŒderschaft ist ein Ritual, was sich unter anderen in vielen Karl-May-Romanen findet. Weitere Aspekte des Blutes in der Literatur finden sie im entsprechenden Abschnitt. Besonders eingegangen wird noch auf den Blutkult bei Vampirsagen und kĂŒnstlerischen Umsetzungen.

Blut in der Literatur und in den ErzÀhltraditionen und Sagen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine Vielzahl von Sagen, in denen Blut und Blutflecken eine Rolle spielen (z. B. ĂŒber TĂŒrmer an der Moritzkirche oder ĂŒber Martin Luther). Mythologische Bedeutung schreiben Epen etwa Siegfrieds Bad im Blut des von ihm getöteten Drachen zu: "Er badete sich in dem Blut, und daraufhin hat er eine Hornhaut bekommen. Deshalb verwundet ihn keine Waffe."[5] oder etwa der Leichenblutung daselbst wie im Iwein-Epos.

Bei den MĂ€rchensammlungen der GebrĂŒder Grimm taucht das Symbol Blut z. B. in den MĂ€rchen Dornröschen oder Schneewittchen, dessen Lippen rot wie Blut und ein Ausdruck ihrer einzigartigen Schönheit waren, auf. DarĂŒber hinaus spielen Blutstropfen auch in Die GĂ€nsemagd eine zentrale Rolle.

Aber auch in William Shakespeares Der Kaufmann von Venedig fragt der Jude Shylock den Christen Salarino: „Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht?“ Doch das rote Elixier ist mehr als eine Requisite bei den Kulturschaffenden. Es steht fĂŒr die VergĂ€nglichkeit und das Leben selbst. So werden Teufelspakte wie z. B. im Faust durch Blut unterschrieben und Mephistopheles stellt fest: „Blut ist ein besondrer Saft.“[6]

In Eve Enslers Vagina Monologen schreibt sie: „Mit vielen Frauen fĂŒhrte ich GesprĂ€che ĂŒber die Menstruation. Daraus formte sich langsam so etwas wie ein Chor, eine Art leidenschaftlicher kollektiver Gesang. Die Frauen waren sich gegenseitig das Echo. Also ließ ich die Stimmen ineinander bluten und ich ging im Fließen des Blutes verloren.“[7] Gudrun Schury zitiert in ihrer Kulturgeschichte des Blutes Thomas Mann (Die vertauschten Köpfe) „Blut dampfte in der Hirnschale, die eine ihrer HĂ€nde zu Munde fĂŒhrte, Blut breitete sich zu ihren FĂŒĂŸen aus, - in einem Kahn stand die Entsetzenerregende, der auf dem Meere der Lebensflut auf einem Blutmeere schwamm“.

Eine Thematisierung ĂŒber ReinblĂŒtigkeit, reine Abstammung, zieht sich auch durch die Harry-Potter-Romane. So ist in vielen ZaubertrĂ€nken oder Elixieren Tierblut eine Zutat.

Als Rote Tinte wird Blut sinnbildlich in der Literatur im Zusammenhang mit der JĂ€gerei oder schlimmen Gewaltverbrechen bezeichnet, bei der die Kleidung oder das Fell durch die FlĂŒssigkeit gefĂ€rbt werden. Dieser Vergleich weist auf ein frisches oder aktuelles Geschehen hin.

Blutsaugende Vampire

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blut ist die Hauptnahrung fĂŒr den Vampir. Der Symbolgehalt als „Lebenssaft“ tritt hier durch das unstillbare Verlangen einer nicht mehr zu den Lebenden gehörenden Figur in den Vordergrund. In Kinderromanen in diesem Sujet wird dieses zumindest teilweise durch Milch oder Tomatensaft ersetzt. Im Vampirfilm von Nosferatu, Dracula, Tanz der Vampire etc. schĂŒtzen Knoblauch, Kreuze und Holzbalken vor dem blutsaugenden Vampirbiss. Theaterblut oder Filmblut kommt in vielen Werken moderner Regisseure zum Einsatz.

Blut als Heilmittel

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter bestand die Idee, durch alchemistische Verfahren die „Quintessenz“ des menschlichen Blutes als Heilmittel zu gewinnen.[8] Erste Versuche, Blut durch Bluttransfusion zur Behandlung von Blutarmut auf den Menschen zu ĂŒbertragen, erfolgten im 17. Jahrhundert.

Blut als Fischköder

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menschenblut wurde im Mittelalter, bezeugt etwa im Fischbuch vom Bodensee, auch (als Geruchsköder) beim Fischfang eingesetzt.[9]

  • Hermann Leberecht Strack: Das Blut im Glauben und Aberglauben der Menschheit. 5.–7. Auflage, MĂŒnchen 1900.
  • Norbert Kruse (Hrsg.): 804-2004. 1200 Jahre Heilig-Blut-Tradition. Katalog zur JubilĂ€umsausstellung der Stadt Weingarten, 20. Mai – 11. Juli 2004, Weingarten – Stadtmuseum im Schlössle. Katalog. 1. Auflage. Eppe, 2004, ISBN 3-89089-075-X.
  • Gudrun Schury: Lebensflut – Eine Kulturgeschichte des Blutes (= Reclam-Bibliothek. Band 20012). 1. Auflage. Reclam, Leipzig 2001, ISBN 3-379-20012-3.
  • Thomas Stump, Otto Gillen: Blut, Hl. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte. Band 2, 1942, Sp. 947–958 (rdk.zikg.net).
  • Gudrun Wegner: Bluttabu – Tabuisierung des Lebens. Eine historisch-kulturanthropologische Untersuchung zum Umgang mit dem Weiblichen von den griechischen Mythen bis zum Zeitalter der Gentechnik. Berlin 2001 (Dissertation an der Freien UniversitĂ€t zu Berlin 2001).
  • Peter Weingart, JĂŒrgen Kroll, Kurt Bayertz: Rasse, Blut und Gene. Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene in Deutschland (= Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft. Nr. 1022). 4. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-28622-6 (Erstausgabe: 1992).
  • Heike Petermann: Blut – Mythos, Magie, Medizin. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2014, ISBN 978-3-95466-104-6.
  • Martin Schrenk: De sanguine. Blutmagie und Blutsymbolik. In: Sigrid Schwenk, Gunnar Tilander, Carl Arnold Willemsen (Hrsg.): Et multum et multa: BeitrĂ€ge zur Literatur, Geschichte und Kultur der Jagd. Festschrift Kurt Lindner. Berlin und New York 1971, S. 329–339.
  • Martin Schrenk: Blutkulte und Blutsymbolik. In: Karl-Georg von BoroviczĂ©ny, H. Schipperges, E. Seidler (Hrsg.): EinfĂŒhrung in die Geschichte der HĂ€matologie. Stuttgart 1974, S. 1–17.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Michael Rau: Im Blut ist Leben! - Eine kritische Nachfrage nach der biblischen BegrĂŒndung des theologischen Denkmusters vom ‚stellvertretenden SĂŒhnetod‘. In: Deutsches Pfarrerblatt. 3/2002, ISSN 0939-9771, S. 121–124, (pfarrverband.de (Memento des Originals vom 22. September 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.).
  2. ↑ Johannes Heuser: Heilig-Blut in Kult und Brauchtum des deutschen Kulturraumes. Dissertation. Bonn 1948, S. 70 ff. (masch.)
  3. ↑ Norbert Kruse, Hans Ulrich Rudolf: 900 Jahre Heilig-Blut-Verehrung in Weingarten 1094–1994. J. Thorbecke, Sigmaringen 1994, ISBN 3-7995-0398-6, S. 17 f.; zur Heilig-Blut-Tafel siehe auch Bild- und Textwiedergabe bei Wikimedia Commons
  4. ↑ Pieter M. Judson: Habsburg. Geschichte eines Imperiums. Beck, MĂŒnchen 2017, ISBN 978-3-406-70653-0, S. 263.
  5. ↑ Zitat nach: Heike Petermann: Blut – Mythos, Magie, Medizin. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2014, S. 7.
  6. ↑ Zitat nach: Heike Petermann: Blut – Mythos, Magie, Medizin. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2014, S. 1.
  7. ↑ Eve Ensler: Vagina Monologe. Piperverlag, MĂŒnchen, ISBN 3-492-24350-9, S. 39.
  8. ↑ Hans-Joachim Romswinkel: „De sanguine humano destillato“. Medizinisch-alchemistische Texte des 14. Jahrhunderts ĂŒber destilliertes Menschenblut. Medizinische Dissertation Bonn 1974 (in Kommission bei Königshaus & Neumann, WĂŒrzburg).
  9. ↑ Gerhart Hoffmeister: Fischer- und Tauchertexte vom Bodensee. In: Gundolf Keil, Rainder Rudolf, Wolfram Schmitt, Hans J. Vermeer (Hrsg.): Fachliteratur des Mittelalters. Festschrift Gerhard Eis. Stuttgart 1968, S. 261–276, hier: S. 263 und 273.