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HatHut Records

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
HatHut Records
Aktive Jahre seit 1975
GrĂŒnder Werner X. Uehlinger

Inhaber: Marco von Orelli, Melanie Imhof

Sitz Basel, Schweiz
Website www.hathut.com
Labelcode 06048 & 91771
Sublabel(s) hatMUSICS, hatART, hatOLOGY, hat[now]ART, hatNOIR, ezz-thetics
Genre(s) Avantgarde, Improvisation, Neue Musik, Creative Jazz, Free Jazz

HatHut Records (Eigenschreibweise Hat Hut Records) ist ein unabhÀngiges Schweizer Plattenlabel, das hauptsÀchlich im Bereich der freien Improvisation, Avantgarde und Neuen Musik beheimatet ist.

Allgemeines zum Label

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Werner X. Uehlinger grĂŒndete HatHut 1975 zunĂ€chst mit dem Anliegen, das Werk des Saxophonisten / Trompeters Joe McPhee zu vertreiben. Mittlerweile weist Hat Hut etablierte Musiker wie Anthony Braxton, Peter Brötzmann, Steve Lacy, David Liebman, David Murray, Lauren Newton, Cecil Taylor, Mal Waldron, John Zorn und andere in seinem Repertoire vor. Neben Brötzmann hat das Label auch andere europĂ€ische Musiker und Gruppen wie Theo Jörgensmann, Franz Koglmann, Max Nagl, das Vienna Art Orchestra oder Kate und Mike Westbrook durch Veröffentlichungen einem grösseren Publikum zugĂ€nglich gemacht. Im Bereich der Neuen Musik wurden mit dem Sublabel hat[now]ART Kompositionen von Pierre Boulez, John Cage, Cornelius Cardew, George Crumb, Morton Feldman, Charles Ives, Kurt Schwitters, Karlheinz Stockhausen und anderen eingespielt.

Ein Merkmal der HatHut-Veröffentlichungen war neben dem sehr hohen Produktionsstandard zunÀchst die aufwÀndige Verpackung, die umfangreiche Textbeilagen beinhalten konnte, in manchen FÀllen wie John Zorns Doppel-CD Cobra sogar weitere Extras in Form von zwei Postkarten und anderem.

Wie andere Labels auch setzt HatHut bei grösseren Produktionen auf Kooperationen mit Rundfunkgesellschaften und/oder die UnterstĂŒtzung durch Stiftungen, in den Jahren 1985 – 2000 gab es zudem eine finanzielle RĂŒckendeckung durch das Kultursponsoring seitens der Bank UBS (da diese erst 1998 durch einen Zusammenschluss entstand, war sie bis dahin unter ihrer VorgĂ€ngerhĂ€lfte Swiss Bank Corporation = Schweizerischer Bankverein (SBV) aufgefĂŒhrt). Im Dezember 2000 entschied sich UBS dazu, Hat Hut aus dem Portfolio des Kultursponsoring zu streichen. Dem wurde u. a. mit einer Neukonzeption des Verpackungskonzepts begegnet: SĂ€mtliche (Wieder)veröffentlichungen erscheinen nur noch in einer KartonhĂŒlle ohne die frĂŒheren Beigaben. Zudem wird mit dem auf Schwarzweissphotographien beruhenden Coverkonzept fĂŒr Veröffentlichungen ausserhalb der Neuen Musik, welches das bereits bestehende puristische Design fĂŒr den Bereich der Neuen Musik in Form von serifenloser grosser Schrift auf weissem Hintergrund ergĂ€nzt, auf ein durchgehendes Erkennungsmerkmal gesetzt.

HatHut limitierte in der Vergangenheit Wiederveröffentlichungen auf eine Auflage von 3000 StĂŒck pro CD. Das jĂ€hrliche Veröffentlichungsaufkommen (Wieder- und Neuveröffentlichungen) liegt bei etwa 20 Produktionen.

Aufgrund der Ausrichtung des Programms auf ein begrenztes Zielpublikum liegen die VerkĂ€ufe des Labels deutlich unter denen anderer teilweise vergleichbarer Labels wie ECM oder auch Winter & Winter, die zwar auch Aufnahmen aus dem von Hat Hut abgedeckten Bereich veröffentlichen, zum Ausgleich jedoch besonders im Fall von ECM populĂ€re Kassenschlager wie Officium von Jan Garbarek oder The Köln Concert von Keith Jarrett aufbieten können, deren Verkaufszahlen in die Hunderttausende oder höher gehen, zudem sind diese Label stilistisch breiter ausgerichtet. Im Bereich der Freien Improvisation besteht eine konzeptionelle Ähnlichkeit zu den Labeln FMP, Intakt und Ogun. Dies Ă€ussert sich auch darin, dass sich das Werk einiger Musiker sowohl bei Hat Hut als auch bei einem Teil der soeben erwĂ€hnten geistesverwandten und anderen Labeln wiederfindet.

FĂŒr HatHut gab es in den 2000er-Jahren weitere VerĂ€nderungen: Das Label verkaufte seinen CD-Bestand an Outhere Records, um den Backkatalog zu sichern, und produzierte gleichzeitig neue Aufnahmen in einer neuen Reihe unter einem neuen Namen. Außerdem wurde eine Archivreihe ins Leben gerufen. Im Juni 2025 wurde das Label an den Musiker Marco von Orelli und die Kommunikationsspezialistin Melanie Imhof verkauft.

Unter dem Label HatHut Records werden die Veröffentlichungen in verschiedene, zusammenhĂ€ngende Serien unterteilt. Neben ezz-thetics now existiert die Reihe ezz-thetics Revisited fĂŒr ausgewĂ€hlte Archivveröffentlichungen sowie eine dem Werk von Albert Ayler gewidmete Sonderserie (ezz-thetics Albert Ayler). AnlĂ€sslich des 50-jĂ€hrigen Bestehens des Labels im Jahr 2025 wurde zudem die JubilĂ€umsserie First Visit eingefĂŒhrt, deren Veröffentlichungen durch eine blaue Typografie auf dem Frontcover gekennzeichnet sind. Die Serie widmet sich neben aktuellen auch historischen, teils unveröffentlichten Archivaufnahmen, wie beispielsweise Live at Fat Tuesday’s, February 9, 1980: First Visit von Cecil Taylor und Solo Bern 1984: First Visit von Anthony Braxton.[1]

Von HatHut (wieder)veröffentlichte Alben (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. ↑ George Grella: About Yesterday’s and Today’s Ezz-Thetics. In: Daily Bandcamp. 5. November 2025, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).