Harald Stutte
Harald Stutte (* 7. Oktober 1964 in Leipzig) ist ein deutscher Journalist und Buchautor.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stutte wuchs in Leipzig auf und machte 1984 das Abitur. Er wurde im Sommer 1984 beim Versuch, aus der DDR zu flĂŒchten, in Bulgarien inhaftiert und zu einer 22-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Stutte war in GefĂ€ngnissen des Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit und des DDR-Strafvollzugs und musste dort Zwangsarbeit im VEB Metallwaren Naumburg leisten. Im September 1985 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft.[1] Er studierte Politikwissenschaft und Geschichte.
Als freier Autor, VolontĂ€r und spĂ€ter Politikredakteur arbeitete er fĂŒr verschiedene Zeitungsredaktionen in Deutschland, unter anderem fĂŒr Spiegel Online.[2] Seine Texte erschienen auĂerdem bei der Frankfurter Allgemeine Zeitung, SĂŒddeutsche Zeitung und Welt am Sonntag.[3] Seit 2018 ist Stutte Redakteur beim Redaktionsnetzwerk Deutschland, zuletzt im Wirtschaftsressort.[4]
Im Rowohlt Verlag veröffentlichte Stutte mehrere BĂŒcher, u. a. mit GĂŒnter Lucks. 2021 erschien gemeinsam mit Uwe Carstens, dem Sohn einer ehemaligen RotlichtgröĂe, das Buch Der Kleine von Dakota-Uwe.[5] 2023 wurde das Buch Wir wĂŒnschten uns FlĂŒgel veröffentlicht, welches Stuttes Leben in der DDR und seinen Fluchtversuch in den Westen schildert.
Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ich war Hitlers letztes Aufgebot. Mit GĂŒnther Lucks, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2010, ISBN 978-3-499-62589-3.
- Meine Davidwache. Geschichten vom Kiez. Mit Waldemar Paulsen, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2012, ISBN 978-3-499-62839-9.
- Hitlers vergessene Kinderarmee. Mit GĂŒnther Lucks, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2014, ISBN 978-3-499-63025-5.
- Der rote Hitlerjunge. Meine Kindheit zwischen Kommunismus und Hakenkreuz. Mit GĂŒnther Lucks, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2015, ISBN 978-3-499-62923-5.
- Zehn Tage im Juli. Wie ich den Bombenkrieg auf Hamburg ĂŒberlebte. Mit GĂŒnther Lucks, Rowohlt, Hamburg 2020, ISBN 978-3-499-00093-5.
- Der Kleine von Dakota-Uwe. Meine Kindheit auf St. Pauli. Mit Uwe Carstens, Rowohlt, Hamburg 2021, ISBN 978-3-499-00556-5.
- Wir wĂŒnschten uns FlĂŒgel. Eine turbulente Jugend in der DDR â und ein Fluchtversuch. Rowohlt, Hamburg 2023, ISBN 978-3-499-01071-2.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und ĂŒber Harald Stutte im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und ĂŒber Harald Stutte in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Der Autor war als politischer Gefangener im DDR-Knast: Als Zwangsarbeiter fĂŒr Ikea: Scharniere nieten im Akkord, Redaktionsnetzwerk Deutschland, 7. Dezember 2024
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Warum fĂŒr mich die Mauer schon vier Jahre frĂŒher fiel. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. November 2019, abgerufen am 11. MĂ€rz 2022.
- â Harald Stutte: Die elende Welt von Kukes. In: spiegel.de. Spiegel, 16. April 1999, abgerufen am 11. MĂ€rz 2022.
- â Harald Stutte. Chrismon, abgerufen am 11. MĂ€rz 2022.
- â Harald Stutte. RND, abgerufen am 11. MĂ€rz 2022.
- â Der Kleine von Dakota-Uwe. Rowohlt, abgerufen am 11. MĂ€rz 2022.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stutte, Harald |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Buchautor |
| GEBURTSDATUM | 7. Oktober 1964 |
| GEBURTSORT | Leipzig |