Giftbude

Giftbude ist eine altmodische Bezeichnung fĂŒr GaststĂ€tten an der deutschen Nord- und OstseekĂŒste.[1]
Herkunft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bezeichnung Giftbude bezieht sich auf das althochdeutsche Wort gift (Gabe, Geben), das sich auch im englischen gift (Geschenk) erhalten hat. Das im zweiten Teil des Wortes stehende Wort Bude bezeichnet eine HĂŒtte oder ein kleines Haus und geht auf das mittelhochdeutsche Wort buode zurĂŒck. Eine Giftbude ist also eine StĂ€tte, wo man etwas erhĂ€lt.
Um 1900 erlebte das Wort Bude einen regelrechten Boom als Modewort. In der Umgangssprache steht der Ausdruck allgemein fĂŒr billige kleine Wohnungen oder GeschĂ€fte und LĂ€den. Beispiele sind Studentenbude, Jahrmarktbude oder Baubude.
In diese Zeit fĂ€llt auch das Entstehen des Fremdenverkehrs an der deutschen Nord- und OstseekĂŒste. In vielen der neu entstehenden StrandbĂ€dern gehört eine Giftbude zu den ersten touristischen InfrastrukturmaĂnahmen. Die Giftbude ist meist eine einfache HolzhĂŒtte, die den StrandgĂ€sten wĂ€hrend der Fremdenverkehrssaison zur Versorgung mit Lebensmitteln und GetrĂ€nken dient.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Wilhelmshavener Heimatlexikon, Brune-Verlag, Wilhelmshaven 1986â1987, Band I, Seite 383.