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Frank Forster

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Frank Forster (* 8. MĂ€rz 1931 in Augsburg; † 19. April 2006) war ein deutscher SĂ€nger, Schauspieler und Maler.

Frank Forster lebte ab seinem 7. Lebensjahr in MĂŒnchen.[1] Nach dem Gymnasium[1] schrieb er sich an der MĂŒnchener Kunstakademie ein, um sich zum Grafiker ausbilden zu lassen.[2] Der italienische MusikpĂ€dagoge, bei dem er zur Untermiete wohnte, brachte ihm Gesangstechnik und Notenlesen bei.[2]

Als Dolmetscher bei der US-Armee arbeitend, war es leicht, zu Auftrittsmöglichkeiten in verschiedenen Clubs fĂŒr amerikanische Soldaten zu kommen.[1] 1955, zur Eröffnung des Jazz-Clubs „Studio 15“ in MĂŒnchen-Schwabing, stieß er zur Hausband, dem Freddie Brocksieper Quartett.[1] In den darauffolgenden Jahren vertiefte er dort seine musikalischen Fertigkeiten, indem er zum Beispiel am Schlagzeug einsprang, und lernte, was es – insbesondere auf Tournee – bedeutet, ein Musikerdasein mit all seinen Freuden und Schwierigkeiten zu fristen.[2]

Im Jahr 1956 war er mit dem Orchester Kurt Edelhagen an Rundfunkproduktionen beteiligt und unterschrieb seinen ersten Plattenvertrag bei Polydor.[1] Cindy, oh Cindy und Mi casa su casa wurden erfolgreich[1][2] und öffneten eine weitere TĂŒr, nĂ€mlich zum Film.

Im Jahr 1957 mimte er in den Unterhaltungsfilmen Nachts im GrĂŒnen Kakadu mit Marika Rökk und Dieter Borsche sowie Heinz Erhardts Witwer mit fĂŒnf Töchtern jeweils einen SĂ€nger und trat im Film Es wird alles wieder gut mit zwei Schlagern auf. Er litt darunter, dass man ihm keine Rollen, die ihn ausfĂŒllten, anbot.[2] Doch es reichte auch spĂ€ter nur zu einer Nebenrolle in der Fernsehserie Der Kommissar.

Chartplatzierungen
ErklÀrung der Daten
Singles[3]
Mi casa su casa
 DE1821.09.1957(4 Wo.)

Musikalisch lief es besser: Tourneen mit Max Greger zunĂ€chst im deutschsprachigen Raum, 1959 dann durch die UdSSR. Und 1960 ein erster Platz bei einem Musikfestival in Belgien, bei dem er unter anderem Udo JĂŒrgens hinter sich ließ. Schließlich erlebte er noch eine Hochphase, als er wĂ€hrend eines lĂ€ngeren USA-Aufenthaltes mit Dean Martin und Frank Sinatra auftrat.[1]

In die USA hatten ihn eigentlich seine Hobbys, das Dokumentarfilmen und das Malen, gefĂŒhrt. Letzteres ĂŒbte er seit Ende der 1960er Jahre immer professioneller aus, sodass 1986 die erste von vielen weiteren Ausstellungen stattfand.[1]

Frank Forster war mit Nora Maier (1942–2023) verheiratet, einer Tochter des Verlegers Franz Karl Maier und spĂ€teren Ehefrau von John Lydon, dem als Johnny Rotten bekannten SĂ€nger der Sex Pistols. Seine Tochter Ariane Forster (1962–2010) war unter dem KĂŒnstlernamen Ari Up SĂ€ngerin der britischen Punk-Band The Slits.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 Frank-Forster-Biografie (auf Unterseite Biografie), abgerufen am 6. Juni 2013.
  2. 1 2 3 4 5 Danny: Ein Quentchen GlĂŒck fĂŒr Frank Forster. In: Bild am Sonntag, [um den 17. April 1960].
  3. ↑ GĂŒnter Ehnert (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956–1980. Taurus Press, Hamburg 1990, ISBN 3-922542-24-7, S. 75.